Wie kommt ihr psychisch mit der Hitze klar?
Wie kommt ihr psychisch mit der Hitze klar?
Ich schreibe ja schon in meinem Blog darüber und mich interessiert,
wie andere mit Depression und Angst diese Temperaturen erleben und wie sie damit umgehen können.
Vielleicht gibt es noch ein paar gute Tipps?
(Ja, ich weiß, manche mögen die Hitze, aber um die geht es hier nicht)
wie andere mit Depression und Angst diese Temperaturen erleben und wie sie damit umgehen können.
Vielleicht gibt es noch ein paar gute Tipps?
(Ja, ich weiß, manche mögen die Hitze, aber um die geht es hier nicht)
Respektlosigkeit ist der Schrei nach Aufmerksamkeit eines unsicheren Geistes.
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Kirchenmaus
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, 51 - Beiträge: 1417
Ich leide sehr unter der Hitze. Erstens vertrage ich sie rein körperlich nicht, und zweitens sind Hitze und Helligkeit heftige Trigger.
Meine Strategie ist radikale Akzeptanz.
Ich erkenne an, dass ich leide, und setze mich nicht mehr unter Druck, den Sommer genießen zu müssen. Meine Fenster habe ich mit UV-Schutzfolie beklebt, ich gehe nur kurz mit dem Hündchen raus, ich trage lange Kleidung wegen meiner empfindlichen Haut, und abends verwende ich eine dicke Schicht Sheabutter, und die Haut zu beruhigen.
Ich tue nur das, was unbedingt getan werden muss.
So nehme ich auch nicht teil an den üblichen Sommeraktivitäten. Geht nicht. Ist mir zu viel. Und es ist in Ordnung, mich zu schützen und zurückzuziehen.
Ich akzeptiere auch immer mehr, dass ich im Sommer ziemlich furchtbar aussehe. Sehr hellhäutig mit roten Stellen überall, aufgequollen, verschwitzt … Manche sehen ja aus wie frisch aus dem Fit-for-Fun-Magazin – ich gehöre nicht dazu.
Am wichtigsten ist aber für mich im Augenblick, dass ich in meinen Traumata gesehen werde. Meine Therapeutin ist so unglaublich gut, zum ersten Mal komme ich wirklich an den Kern und entwickle ein tiefes Verständnis für mich und das psychische Drama, das da immer abgeht. Ich verknüpfe die Hitze und die Helligkeit des Sommers mit tödlicher Bedrohung, mit Todesgefahr. Seit ich das mehr und mehr fühlen kann, werden die Dissoziationen und Panikattacken weniger.
Ich darf mich schützen und versorgen und drinnen bleiben.
So mache ich das.
Meine Strategie ist radikale Akzeptanz.
Ich erkenne an, dass ich leide, und setze mich nicht mehr unter Druck, den Sommer genießen zu müssen. Meine Fenster habe ich mit UV-Schutzfolie beklebt, ich gehe nur kurz mit dem Hündchen raus, ich trage lange Kleidung wegen meiner empfindlichen Haut, und abends verwende ich eine dicke Schicht Sheabutter, und die Haut zu beruhigen.
Ich tue nur das, was unbedingt getan werden muss.
So nehme ich auch nicht teil an den üblichen Sommeraktivitäten. Geht nicht. Ist mir zu viel. Und es ist in Ordnung, mich zu schützen und zurückzuziehen.
Ich akzeptiere auch immer mehr, dass ich im Sommer ziemlich furchtbar aussehe. Sehr hellhäutig mit roten Stellen überall, aufgequollen, verschwitzt … Manche sehen ja aus wie frisch aus dem Fit-for-Fun-Magazin – ich gehöre nicht dazu.
Am wichtigsten ist aber für mich im Augenblick, dass ich in meinen Traumata gesehen werde. Meine Therapeutin ist so unglaublich gut, zum ersten Mal komme ich wirklich an den Kern und entwickle ein tiefes Verständnis für mich und das psychische Drama, das da immer abgeht. Ich verknüpfe die Hitze und die Helligkeit des Sommers mit tödlicher Bedrohung, mit Todesgefahr. Seit ich das mehr und mehr fühlen kann, werden die Dissoziationen und Panikattacken weniger.
Ich darf mich schützen und versorgen und drinnen bleiben.
So mache ich das.
Es ist in Ordnung, mich zu akzeptieren.
Ich komme physisch überhaupt nicht mehr damit klar, das ist viel schlimmer. Allerdings hat sich dieses Problem erst in den letzten ~4 Jahren entwickelt, früher kannte ich dieses Problem nicht. Früher konnte ich auch im Hochsommer joggen, Fahrrad fahren, laufen, harte körperliche Arbeiten erledigen; heute fange ich bereits bei Wärme (nicht erst bei Hitze) und normaler Bewegung wie z.B. normales Gehen extrem an zu schwitzen am Kopf und am Rücken - es ist ekelhaft
. Thesen, warum das plötzlich so ist: Die berufsbedingte körperliche Inaktivität und Gewichtszunahme der letzten Jahre (das ist vermutlich am wahrscheinlichsten), Leber hat eventuell gelitten die letzten ~20 Jahre (ich kenne meine Werte nicht und will sie auch nicht wissen), Medikamenteneinnahme (Schlafmittel). Ich weiß nicht, wo das Problem liegt. Juni, Juli, August bleibe ich in Hitzephasen eigentlich nur noch in der Wohnung und hoffe, dass der Kelch "Hochsommer" wieder an mir vorüberzieht. Es ist tragisch 
Zuletzt geändert von Chad am Sa., 27.06.2026, 12:14, insgesamt 1-mal geändert.
Bei mir geht es jetzt auch noch mehr um Akzeptanz und Erlaubnis.
Alles ist anders als sonst.
Erst, wenn ich damit Frieden schließe, hört die Qual vormittags langsam auf.
Das Gefühl von Bedrohung wird durch die derzeitigen Bedingungen sehr aktiviert.
Heute konnte ich aber erleben, dass mein Geist stark genug ist, mich davon ein Stück zu lösen.
Bald haben wir es vorerst geschafft
Alles ist anders als sonst.
Erst, wenn ich damit Frieden schließe, hört die Qual vormittags langsam auf.
Das Gefühl von Bedrohung wird durch die derzeitigen Bedingungen sehr aktiviert.
Heute konnte ich aber erleben, dass mein Geist stark genug ist, mich davon ein Stück zu lösen.
Bald haben wir es vorerst geschafft
Respektlosigkeit ist der Schrei nach Aufmerksamkeit eines unsicheren Geistes.
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Wir haben es "überlebt" 
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Kirchenmaus
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Ich nicht. Hier ist es noch sehr heiß. Meine Haut platzt fast auf. Ich hab Schmerzen und Juckreiz.
Es ist in Ordnung, mich zu akzeptieren.
Das tut mir sehr leid, Kirchenmaus.
Wie lang dauert es in deinem Gebiet noch mit den hohen Temperaturen?
Gibt es die Aussicht, dass die auch bei dir bald sinken?
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Gibt es die Aussicht, dass die auch bei dir bald sinken?
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Kirchenmaus
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Danke, Malia.
Keine Ahnung. Gewitter war für gestern schon angekündigt, ist aber leider ausgeblieben. :( Aber es soll die Woche über kühler werden.
Ich übe mich weiterhin in radikaler Akzeptanz.
Keine Ahnung. Gewitter war für gestern schon angekündigt, ist aber leider ausgeblieben. :( Aber es soll die Woche über kühler werden.
Ich übe mich weiterhin in radikaler Akzeptanz.
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Candykills
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Mir haben die hohen Temperaturen diesmal sehr zugesetzt, weil sich unsere Wohnung wahnsinnig aufheizte und es einfach nicht möglich war sie über Nacht auch nur um ein Grad runterzukühlen. Es fühlte sich an, als potenzierte sich die Hitze jeden kommenden Tag. Wir sind auch den ersten Sommer in dieser Wohnung.
Nachts bekam ich fast Panikattacken, weil ich die Hitze wie eine Wolke empfand, die in der oberen Hälfte des Raumes schwebte und mir auf das Gesicht und den Brustkorb drückte, als wolle sie mir die Luft zum Atmen abschnüren.
So habe ich das noch nie erlebt und meine südländischen Gene helfen mir auch nicht mehr.
Auch heute ist es noch schwierig in der Wohnung, hoffentlich bessert sich das über die nächsten Tage.
Nachts bekam ich fast Panikattacken, weil ich die Hitze wie eine Wolke empfand, die in der oberen Hälfte des Raumes schwebte und mir auf das Gesicht und den Brustkorb drückte, als wolle sie mir die Luft zum Atmen abschnüren.
So habe ich das noch nie erlebt und meine südländischen Gene helfen mir auch nicht mehr.
Auch heute ist es noch schwierig in der Wohnung, hoffentlich bessert sich das über die nächsten Tage.
Ich bin wie einer, der blindlings sucht, nicht wissend wonach noch wo er es finden könnte. (Pessoa)
Mein Lieblingsplatz ist derzeit die mit kaltem Wasser gefüllte Badewanne
. Entweder ganz rein, bis ich schrumplig werde. Oder sitzen (habe mir ein Sitzbrett zugelegt, das man quer drüber legt). Beine reinstecken, ein Buch dabei lesen, ein kühles Getränk - lässt sich aushalten.
Zwischendrin mit Kühlakkus abreiben, nachts damit ins Bett. Ein Hauch von Erfrischung
Zwischendrin mit Kühlakkus abreiben, nachts damit ins Bett. Ein Hauch von Erfrischung
"An Ärger festhalten ist wie wenn Du an einem Stück
Kohle festhältst mit der Absicht, es nach jemandem zu werfen -
derjenige, der sich dabei verbrennt, bist Du selbst" (Buddha)
Kohle festhältst mit der Absicht, es nach jemandem zu werfen -
derjenige, der sich dabei verbrennt, bist Du selbst" (Buddha)
Ich hab mir das Kinderplanschbecken mit anfangs 18 Grad kaltem Leitungswasser gefüllt. Gut, die Beine kucken bisschen drüber, aber der Körper kühlt so aus, dass ich schlussendlich bei den maximalen 37,6 Grad immer wieder in der Sonne lag. Struppi lag mehrmals geduscht, leise vor sich hin stinkend, auf den Fliesen, er bekommt eine Decke vor sein Fenster gehängt und Joghurt als Eis eingefroren.
Und psychisch damit umgehen? Möglichst nicht zu wenig essen und wirklich nicht anstrengen (auch wenns vorerst kein Problem wäre), weil sich vorübergehender Unterzucker ähnlich anfühlen kann wie der Anfang einer Panikattacke oder Herzprobleme. Wer wirklich unterm Dach wohnt und nachts keine Abkühlung erzeugen kann, der müsste sich überlegen, ob er ein Klimagerät nachrüsten kann oder doch umziehen. Mit meinen 3 heißen Sommertagen im Jahr möcht ich mich da allerdings zurückhalten.
Und psychisch damit umgehen? Möglichst nicht zu wenig essen und wirklich nicht anstrengen (auch wenns vorerst kein Problem wäre), weil sich vorübergehender Unterzucker ähnlich anfühlen kann wie der Anfang einer Panikattacke oder Herzprobleme. Wer wirklich unterm Dach wohnt und nachts keine Abkühlung erzeugen kann, der müsste sich überlegen, ob er ein Klimagerät nachrüsten kann oder doch umziehen. Mit meinen 3 heißen Sommertagen im Jahr möcht ich mich da allerdings zurückhalten.
Klingt gut, hilft nur nicht bei Ängsten wegen der dicken Luft und der Körperlichkeit, die in so einer Zeit ausgelöst werden können.
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