das Jahr 2007 und was sich in uns veränderte...

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ich_bin
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das Jahr 2007 und was sich in uns veränderte...

Beitrag Di., 25.12.2007, 12:54

Liebe Forumsmitglieder,

wer möchte kann hier seine Entwicklung so wie als Teilschritt festhalten. Manchmal verändert sich was schon im denken...bevor anderes folgen kann. Bereits das ist schon ein Erfolg...m.E.

In diesem Jahr hat sich für mich die ganze Welt verändert. Ich fand im July dieses Forum weil ich nach dem Begriff googlte der auf meiner Überweisung zum Internisten stand. Von Angstanfällen verfolgt und regelrecht im Kreis gelaufen vor lauter Herzrasen... im sitzten geschlafen...Nachts.

Wenn ich jetzt darn denke liegen Welten dazwischen. Ich habe mich meiner ersten Angst gestellt, im Juli und ich bemerke das da immer mehrere verdrängte Ängste folgen. Gefühle die ich nicht mal erahnt hätte. Einen schweren Verlust in meiner Kindheit durch Unfalltod und vieles mehr...selbst heute hat sich wieder ein neues Gefühl gemeldet...ist schon seltsam wie sich alles auseinanderzieht wenn man die erste Masche öffnet. Nach und nach kommt was kommen soll...

Ich fühl mich seit kurzem als Mensch der sich selber sieht. Das ist mein größter Erlolg für dieses Jahr...was da alles dranhängt ist nicht zu beschreiben. Das selbst Todesängste ihre schreckliche Wirkung verlieren wenn man sich stellt. Nochmal zulässt...hätte ich niemals für möglich gehalten, weil man sowas einfach nicht glauben kann...wenn man es nicht selber erfahren hat. Aber es ist auch nicht ohne das kann ich garantieren...das ist harte Arbeit wenn man nicht untergehen will.

Das war mein größter Erfolg im Jahr 2007. Ich hab mich eingelassen und auch ausgeliefert...Risiko und Erlolg liegen da sehr nah aneinander...

liebe Grüße, und weiterhin allen viel Erfolg

jennyfer...

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ich_bin
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Beitrag Di., 25.12.2007, 13:34

Im Bereich vertraulich wäre es mir lieber gewesen, aber leider halten da die Beiträge nur ein Jahr. Gerade der Vergleich was sich innerhalb eines Jahres verändert hat ist das interessante das zum weiterverarbeiten anregt...finde ich.

Außer Herr Fellner ist so nett und lässt es da (falls man es noch ins vertraulich verschieben kann) für unbestimmte Zeit stehen

lieben Gruß jennyfer...

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heaven
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Beitrag Di., 25.12.2007, 17:58

Was sich bei mir veränderte:
Ich habe dieses Jahr das erstemal eine Therapie durchgehalten. Ich war in der Freiburger Uniklinik (http://www.uniklinik-freiburg.de). Ich habe mich nach der Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) nach Marsha M. Linehan, behandeln lassen Zu vor war ich in zwei anderen Kliniken und habe jeweils dir Therapie abgebrochen. Aber diesmal habe ich es nicht getan. Das ist auch die erste Therapie die mir wirklich was gebracht hat. Ich habe dieses Jahr auch einen sehr guten Psychiater gefunden. Das ist für mich echt ein Grund zur Freude, auch wenns blöd klingt.
Dann hat sich bei mir in der Familie einiges erfreuliches und schmerzvolles ereignet. Meine Schwester M. ist schwanger geworden und erwartet im April 2008 ihr Baby. Meine Schwester S. hat im Oktober geheiratet und ist jetzt schon verwittwet (oder wie man das schreibt).
Weihnachten wurde bei uns mal wieder richtig schön gefeiert nicht so chaotisch wie in den vergangenen Jahren.
Ich habe dieses Jahr wieder eine richtig gute Beziehung zu meinem Vater bekommen, das ist echt gut.
Dann bin ich dieses Jahr auch von zu Hause ausgezogen, nämlich nach Freiburg. Ich wohne dort in einer betreuten WG für psychisch Kranke.
Dann war ich dieses Jahr an einer Beerdigung bei der ich sehr viel für mich an "geistlichen Input" mitnehmen konnte.

Also wie ich sehen kann hat sich bei mir einiges getan, vor allem viel positives.
Ich hoffe euer Jahr war auch sehr positiv!

heaven
Die Menschen sollen nicht von uns fasziniert sein sondern von dem der in uns wirkt.
Oswald Chambers

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leela
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Beitrag Di., 01.01.2008, 17:52

Bei mir hat sich 2007 verändert, dass ich (wieder mal) eingesehen hab, dass es ohne Therapie und Medikamente nicht geht.
Mir gehts jetzt seit einigen Monaten wieder besser und ich hab endlich mal wieder so etwas wie Ziele in meinem Leben. Und ich hab einige nette Menschen kennengelernt bzw wenige schlechte Erfahrungen mit Anderen gemacht, was ich auch als Erfolg verbuche.
Ausserdem hab ich mich schon sehr bemüht, an mir selbst zu arbeiten, damit die Beziehung zu meinem Freund nicht allzusehr leidet.
Für 2008 steht an, dass ich sowohl Therapie + Gruppentherapie, als auch Kreativgruppe regelmässig besuche und job- & studiums-technisch etwas weiterkomme.

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jennyfer
[nicht mehr wegzudenken]
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Beiträge: 1025

Beitrag Do., 31.12.2009, 17:53

Letztes Jahr habe ich hier nichts niedergeschrieben.

2008 war ein sehr schweres und hartes Jahr. Sehr vieles rückte in ein anderes Licht, und kurzgefasst war 2008 mein größter Fortschritt - das ich einen Weg FÜR MICH - mit meiner Mutter gefunden habe (ich habe mich von dir weggenommen, schrieb ich unter vielen Worten, die mich selber noch heute berühren)...

2009, war ein ganz wegweisendes Jahr. Von der Täterfindung, bis zu seiner Verurteilung, und ganz vielen Emotionen und harter Arbeit dazwischen...

Das war fast zu viel für eine Seele, so empfand ich es. Überwältigend, angsteinflößend, überaus wichtig und auch brutalst vergewaltigend was die damalige gesetzeslage - in meiner heutigen Sicht - betrifft...

Mein größter Erfolg/Fortschritt in diesem Jahr war, dass ich sozial wieder sehr aktiv bin. Mich traue, und tiefe Frauenfreundschaften schließen konnte. Über alles reden kann, und bei ihnen trotzdem Mensch bleibe. Nichts ekelhaftes, oder leidendes. Einfach nur Mensch...das bedeutet mir sehr viel, da es da eine Art Gleichgewicht gibt.

Auch das ich mir im Ansatz vorstellen kann in welchem Ausmaße meine Mutter durch ihr damaliges sowie auch heutiges nicht handeln können leidet. Es frisst sie innerlich auf, und kommt in Raten, die nach außen immer sichtbarer werden...

Ich werde sie von meiner Seite aus morgen beim neujahrsanwünschen von - meiner Seite aus - entlassen aus ihrer Schuld...Sie erstmals richtig in den Arm nehmen, und sie trotzdem Mutter sein lassen. Sie bestärken das es nie zu spät ist, Mama zu sein. Es ist nie zu spät einem Menschen die Hand zu reichen, wenn das von ganz innen kommt...

Ich wünsche mir fürs neue Jahr, dass meine Mama wieder schlafen kann. So tief und fest sowie auch erholsam wie ich das nun nach langer arbeit kann...

Liebe Grüße an alle und alles alles Gute...

jennyfer
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