Hass auf die Gesellschaft

Was Sie in Bezug auf Ihre eigene Zukunft, oder auch die gegenwärtige Entwicklung der Gesellschaft beschäftigt oder nachdenklich macht.
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paranoia
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Hass auf die Gesellschaft

Beitrag Do., 16.07.2009, 18:05

Hallo,

ich habe 5 PC's zuhause stehen und verbringe die meiste Zeit nur von den Computer...ich bin eigentlich zugänglich, nett, offen und nicht hässlich und so was (liegt einiges am Sternzeichen). Am liebsten höre ich Metal und Musik die Gefühle ausdrücken. Lieder die über das Leben, über Hass, Gewalt und Traurigkeit handeln.

Meine Freunde kann man an zwei Fingern abzählen. Und den einen hab ich auch nur weil es der Freund meiner Schwester war. Der andere hockt auch nur vor den Computer wie ich. Er hat sich aber gestern auch nicht gemeldet. Ich frag mich was da los ist und ich werde heute mal abwarten.
Freunde zu finden in der heutigen Gesellschaft ist doch scheiße. Die Massenverblödung schreitet immer weiter voran. Wenn man heute Freunde haben will, muss man ein Idiot sein, der jeden scheiß mitmacht und die coole neue Musik hört ( hip-hop scheiße, Massenmedien etc. ). Als ein vernünftiger,ehrlicher Mensch kommt man nicht mehr weit. Überall wird betrogen, verarscht und jeder denkt nur an sich. Es Ist aber auch die Regierung daran schuld. Ich bin nicht rechts, aber irgendwie komme ich mit Ausländern nicht zurecht. Die Art von denen stört mich total. Die Japaner,Chinesen z.B. sind schon wieder ganz andere Menschen...irgendwie viel sympatischer und sozialer. Ausserdem kann es doch nicht sein, dass die Ausländer hier her kommen und alles kostenlos bekommen. Ich hab ja garnichts gegen die, die arbeiten und steuern bezahlen. Naja ein anderes Thema...

Jedenfalls interessiere ich mich für vergangene Amokläufe. Irgendwie kann ich mich damit indentifizieren. Ich sammle auch Waffen, spiele Ego-Shooter, aber das heißt nicht dass ich einen Amoklauf mache. Bei mir wurde paranoide schizophrene Psychose festgestellt. Mir gehts aber gut. Hab halt noch ab und zu paranoia. Und wenn man kaum Freunde hat kann man schonmal denken, dass alle gegen einen sind.
Ich denke oft nach mich an denen zu rächen die mir das ganze eingebrockt haben. An denen die mich in die Drogensucht gebracht haben und einfach nur Arschlöcher waren und das beste Beispiel für einen Menschen waren, der nichts taugt.

Was soll man noch großartiges dazu sagen. Vielleicht gibt es auch gleichgesinnte die mit der Gesellschaft nicht zurecht kommen und man könnte sich darüber austauschen. Tipps werden mir wahrscheinlich nicht helfen, da ich dann schon ein Arschloch werde müsste um mehr Freunde zu haben.

grüße

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faulawilli
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Beitrag Do., 16.07.2009, 19:15

du hast mut sowas zu schreiben.

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Carry
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Beitrag Do., 16.07.2009, 19:51

Hallo paranoia
Ich bin nicht rechts, aber irgendwie komme ich mit Ausländern nicht zurecht. Die Art von denen stört mich total. Die Japaner,Chinesen z.B. sind schon wieder ganz andere Menschen...irgendwie viel sympatischer und sozialer. Ausserdem kann es doch nicht sein, dass die Ausländer hier her kommen und alles kostenlos bekommen.
Du solltest dich schämen

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Peter Sirius


Eremit
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Beitrag Do., 16.07.2009, 20:19

@faulawilli: Ja, und? Klar, Mut ist eine seltene Eigenschaft. Ist aber auch eine wichtige Voraussetzung für ein glückliches, erfülltes Leben. Ohne Mut hilft einem die beste Philosophie nicht weiter.

@Carry: Sehr produktiv. Am besten, wir nehmen alle Schizos, Depris und die anderen Kranken und stecken sie in ein KZ. Dann noch alle Künstler und Dichter, denn die machen ja auch Dinge, für die sie sich schämen sollten, oder?

Und jetzt zu Dir, Paranoia:

Einer meiner Liebligssätze lautet: "Nur weil man paranoid ist, heißt das noch lange nicht, daß man nicht wirklich verfolgt wird."

Freunde zu finden war immer schon schwer, genauso, sich als Freund finden zu lassen bzw. zu zeigen. Ist keine Modeerscheinung...

Ich denke ähnlich, kenne auch (mittlerweile) jede Menge Leute, die so denken. Ist aber alles ein bisschen viel für den Anfang. Deswegen erstmal zwei Fragen: Was ist Dein Hauptproblem, und wie können wir Dir helfen?

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Innere_Freiheit
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Beitrag Do., 16.07.2009, 20:21

Hallo paranoia,

ich wünsche dir weniger Selbsthass....

... und mehr Freundlichkeit gegenüber dir selbst.

Innere Freiheit
Das was ich ablehne, bleibt an mir kleben!

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paranoia
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Beitrag Do., 16.07.2009, 21:31

@Carry

Wieso sollte ich mich schämen? Ist doch die Wahrheit...und Demokratie ok?

@Eremit

Ja da haste recht mit den Spruch...wer weiß vielleicht ist es ja wirklich so.
Hm mein Hauptproblem. Naja ich frage mich, wie ich in der Gesellschaft zurecht kommen soll ( ich glaub ich will das überhaupt nicht )...helfen wird sehr schwer werden. Irgendwie hab ich auch nicht besonders viel Lust mich anderen anzupassen oder so. Ja es ist schwer jemanden kennen zu lernen und irgendwie glaub ich das Internet verändert sich immer mehr und es wird noch schwerer.

@ Innere Freiheit

Verstehe ich nicht... ich hasse mich nicht selber, wenn dann nur andere. Und ich bin der freundlichste Mensch, sogar zu mir...

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münchnerkindl
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Beitrag Do., 16.07.2009, 21:53

Hm, es gibt nicht "die" Gesellschaft.

Es gibt nur millionen von Menschen. Und zwar sehr unterschiedliche. Dumme und intelligente, altruistische und egoistische, nette und Idioten, Metaller und Ökos, Esos und Emos, Sportfreaks, die Musikantenstadelfraktion und so viel mehr.

Und wenn du nicht rausgehst und den netten darunter (die nicht sooo selten sind) eine Chance gibst wirst du dein negatives Menschenbild auch nicht überwinden. Ich meine du musst die nicht alle umarmen und heiraten wollen. Einfach nur mal eine Chance geben wäre mal ein Anfang. Einfach mal mit dem Busfahrer ein freundliches Lächeln austauschen beim Aussteigen. Sowas.


Wenn die Gesellschaft so mies ist, dann gibt es nur eins was du tun kannst: Mach sie besser!

Weil ja auch so Leute wie du so Leute wie mich dazu bringen könnten, zu sagen, uah, die Gesellschaft besteht nur aus depressiven, misanthropen, aggressiven Computerfreaks. Verstehst du? Wenn du nicht ein Teil des Problems bleiben willst, und es anders haben willst, dann musst du ein Teil der Lösung werden.

Weil so bist du ein Teil von genau der Gesellschaft die du so ätzend findest.

Hm, Sportverein? Irgend eine Freiluftaktivität, damit du mal rauskommst und zu ein bischen gesunder Bewegung kommst?


Eremit
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Beitrag Do., 16.07.2009, 23:57

Wie münchnerkindl schon schreibt, es gibt nicht "die" Gesellschaft. Wenn Du am gedanklichen Kunstrukt "Gesellschaft" festhälst und die Menschen um Dich komplett pluralisierst, wirst Du nicht genau zu dem, was Du so verabscheust?

Wobei, ich finde es äußerst paradox, in Anbetracht der Nichtexistenz der "Gesellschaft" vorzuschlagen, diese zu ändern. Was nicht existiert, kann auch nicht geändert werden. Da könnte das münchnerkindl mal drüber nachdenken...

Siehe "Doppelbindungstheorie" (Wikipedia). Sehr interessant.

Zurück zu Paranoia.

Du hast geschrieben, Dir hätte man etwas angetan, was Dich zum Drogenkonsum gebracht hat. Ich will nicht penetrant wirken, aber ich denke, an diesem Punkt sollte man vermehrt ansetzen. Je nachdem, wie sehr Du möchtest.

Zum Thema Rache möchte ich noch loswerden:
Du rächst Dich bereits. Du lebst noch. Und Du kämpfst noch immer um Dein Glück, auch, wenn Du keine rechte Vorstellung davon haben magst. Sonst hättest Du nicht in dieses Forum geschrieben. Das ist bereits eine Menge an "Rache". Liest sich vielleicht total dämlich, aber es ist wirklich so.

PS: Ich interessiere mich auch für Amokläufe und sogar Serienmörder. Das heißt noch lange nichts. Eine große Pornosammlung heißt ja auch nicht, daß man der heißeste Typ oder die schärfste Braut wäre - leider...

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Carry
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Beitrag Fr., 17.07.2009, 07:06

@Eremit
Am besten, wir nehmen alle Schizos, Depris und die anderen Kranken und stecken sie in ein KZ. Dann noch alle Künstler und Dichter, denn die machen ja auch Dinge, für die sie sich schämen sollten, oder?
Tja, man kann sich die Dinge natürlich genauso hindrehen, wie man es gerne möchte.


Ich zitiers gerne noch mal:
Ich bin nicht rechts, aber irgendwie komme ich mit Ausländern nicht zurecht. Die Art von denen stört mich total. Die Japaner,Chinesen z.B. sind schon wieder ganz andere Menschen...irgendwie viel sympatischer und sozialer. Ausserdem kann es doch nicht sein, dass die Ausländer hier her kommen und alles kostenlos bekommen.



Ich bin ein Weltbürger
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Schneekugel
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Beitrag Fr., 17.07.2009, 08:49

Yop Carry, das ist seine Meinung. Ist das so bei Weltbürgern, dass Leute die nicht das gleiche denken wie Sie selbst gleich mal runtergemacht werden? Dachte die wären tolerant und würden auch akzeptieren, wenn andere Leute mal eine andere Meinung haben. ^^

Zum Thema: Denk mal drüber nach, einerseits sagst du selbst, dass du dich nicht anpassen möchtest, weil es für dich keinen Sinn macht irgendwas zu tun, dass dir keine Freude bereitet nur weils andere tun. Andererseits sollen andere genau das tun und auf ihre Hobbies, ihren Spaß und ihr Leben verzichten um sich dir anzupassen? Das funktioniert nicht, in keine der beiden Richtungen.

Ergibt sich denn über dein Hobby gar nichts um Gleichgesinnte zu finden? Die meisten Spiele sind heutzutage schon online, inklusive Community und Leuten mit denen man sie regelmäßig gemeinsam zockt usw... Wenn sich da nichts ergibt nimm einfach mal selbst das Heft in die Hand, so ein Real Life Gilden/Clantreffen ist viel weniger Arbeit als man glaubt: "Hallo an Alle aus Wien und Umgebung! Samstag 31.07.2009 15:00 Treffen auf der Donauinsel, Grillplatz ist reserviert. Essen, Trinken, Badeklamotten und Fahrgelegenheit jeder eigenständig mitnehmen - Schlechtwetterprogramm: Schweizerhaus."

Weswegen du ein Arschloch werden müsstest um Freunde zu finden weiss ich nicht. Nur weil jemand nicht macht was du willst ist er nicht gleich ein Arschloch, du bist doch auch kein Arschloch nur weil du nicht auf Mainstream stehst? ^^


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Beitrag Fr., 17.07.2009, 16:20

@Carry: Ja, Du Weltbürger - zeig' mir mal Deinen Pass! Gilt der auch für den Mond?

Statt ein Vorbild zu sein und zu differenzieren, rätst Du ihm, sich zu schämen. Du könntest genauso darauf hinweisen, daß jeder irgendwo ein "Inländer" bzw. "Ausländer" ist. Daß er mit "Ausländer" vielleicht nicht die Menschen an-sich, sondern eine bestimmte Mentalität meint. Schon wären wir einen Schritt weiter, oder? Dann könnten wir über Charaktereigenschaften sprechen/schreiben. Was uns weg von "der Gesellschaft", hin zum Inidividuum führen würde. Es geht ja auch nur darum.

Kann mich da nur Schneekugel anschließen. Lawine!

@Schneekugel: Ich würde jetzt allerdings nicht unbedingt empfehlen, solchen Clan/Gilden-Geschichten beizutreten. Freunde sind das ja auch keine. Mal ein wichtiges Spiel verpassen, reicht schon, um rausgeworfen zu werden...

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paranoia
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Beitrag Sa., 18.07.2009, 01:17

@ münchnerkindl

Hm mein negatives Menschenbild...es ist doch erst negativ geworden, nachdem ich Erfahrungen gemacht habe. Und die ganzen unterschiedlichen Menschen sind im grunde alle gleich.
Ich soll die Gesellschaft ändern. Wie soll ich das bitte machen? Die Gesellschaft wird gesteuert, darauf habe ich
keinerlei Einfluss. Es fängt doch schon beim Fernsehprogramm an...einmal MTV einschalten und man sieht wie die Massenverdummung voran schreiet.
Wenn ich dann meine Meinung darüber äußere, kommt dass dumm rüber. Teufelskreis.

Sportverein...war ich jahrelang...bin/war auch richtig gut in der Sportart...aber irgendwie hab ich auch keine richtige Lust mehr. Die Leute sind so oberflächlich.
Es hat ja jeder seine eigenen Freunde. Da macht sich keiner mehr so Gedanken um andere...

@ Eremit

Ich möchte nicht direkt darüber reden... es war jedenfalls eine sehr schwere Zeit.
Also diese Art von Rache, wie du schreibst, reicht mir aber nicht. Ich werde mich auf jedenfall noch rächen, weil ich dass ganze sonst nie richtig verarbeiten werde.

Ja Amokläufe sind schon interessant...vor allem trifft vieles auf mich zu...ich wurde auch gemobbt usw.

gruß


@ Schneekugel

Es soll keiner auf etwas verzichten, um auf mich Rücksicht zu nehmen, dass will ich gar nicht. Die Ansichten und so was findet sich nur nicht im Einklang mit mir (Oberflächligkeit,unehrlich, nicht tiefgründig genug etc).

Naja übers Internet bekanntschaften aufbauen geht irgendwie nicht richtig. Obwohl ich eigentlich gute weibliche Bekanntschaften habe und darüber bin ich froh.
Aber versuchen kann ich es trotzdem immmer wieder. Ich habe schließlich nichts zu verlieren.

Das mit Freunde zu finden siehe oben...ich stehe halt nicht darauf dass zu machen was alle machen.


@ Eremit

Genau Mentalität ist das was ich meine. Naja man könnte die Diskussion über Ausländer noch weiter führen...jedenfalls ist es ein Unterschied ein Ausländer zu sein, nämlich wenn man nur Urlaub macht, oder einer zu sein der hier her kommt und alles kostenlos bekommt.

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Nurse_with_wound
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Beitrag Sa., 18.07.2009, 01:48

wenn du dich so abkapselst und deine Egoshooter spielst anstatt mal rauszugehen und in der Welt da draussen dEIN eigenes Spiel zu spielen (natürlich BITTE keine Egoshooter aber Gotcha , Airsoft wäre bereits ein Fortschritt) ich meine das Spiel " Ich bekomme mein Leben in den Griff " , woher weisst du eigentlich wie die so genannte Gesellschaft dort draussen ist und wie sie dir gesinnt ist? Das ist doch schon recht lange her dass du was von der "Gesellschaft" mitbekommen hast.

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, auch ohne Egoshooter . Schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht und am Ende sitzt du ganzen Tag am Rechner und hasst die Welt, ziehst dir irgendwelchen Schwachsinn rein. Tatsache ist, je mehr du dich abkapselst um so anders und umso freakiger fühlst du dich.

Warum aber die Energie "dagegen" verschwenden wenn man sie "dafür" verwenden könnte? Für DICH.
Was bringt dir das wenn du alle möglichen Leute beschuldigst, macht das dein Leben besser?

Hm mein negatives Menschenbild...es ist doch erst negativ geworden, nachdem ich Erfahrungen gemacht habe. Und die ganzen unterschiedlichen Menschen sind im grunde alle gleich.
Also für mich ist das so, je mehr ich mich abkapsle um so weiter erscheint für mich die Welt dadraussen, es ist wie mit der räumlichen Entfernung, vom Weiten sehen die Tausende von Menschen wie eine graue gleiche Masse.
Ist aber nicht so, es ist nur so, weil du kein Teil davon bist und du es verweigerst, aus lauter Faulheit und Selbstmitleid.
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Rezna
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Beitrag Sa., 18.07.2009, 02:07

du hast insofern recht, als daß die medienlandschaft schlichtweg krank ist. wusstest du, das die dort nicht die realität zeigen sondern die realität zu einem verkaufstauglichen 20-minüter umbauen?

aus schalten. raus gehen.

ehrlich, wenn ich einen tag vor dem fernseher verbringe, entwickle ich auch einen hass auf die menschheit. aber dort ist alles inszeniert. entweder filmt man die realität und schneidet dann so viel raus bis das heraus kommt was man zeigen wollte, oder umgekehrt, verbiegt die realität bis man filmen kann was man zeigen wollte. in allen fällen ist das ergebnis nicht realität an sich, sondern nur die vermarktung dessen was irgendwelche weltfremden medienfuzzies für massenkompatibel halten.

was du über die medien konsumierst darfst du allerhöchstens als einen choreografierten spielfilm bewerten.

ansonsten scheinst du viel aufarbeiten zu müssen. rache führt zu schuldgefühlen. zumindest ist das bei mir so, denn man entwickelt sich weiter, wird reifer, erfahrender, weiser, und erkennt irgendwann, dass rache nichts löst und an blödheit den taten, für die man sich rächen wollte, um nichts nachsteht. die sinnvollste art der "rache" ist da tatsächlich erworbene reife. vergangenen mist lieber konstruktiv verarbeiten statt ihn als alibi benutzen.

richte deinen blick auf die positiven aspekte des lebens. es gibt sie. und es gibt genug selbständig denkende menschen. pauschalisieren und über einen kamm scheren bringt nix. und: nix ist umsonst, alles hat seinen preis. unabhängig von der nationalität. und jeder muss ihn zahlen. was das betrifft sind wir alle gleich.
»Nimm niemals Böswilligkeit an, wenn Dummheit hinreichend ist.« [Hanlon's Razor]
»Wir sind lieber die Bösen als die Dummen.« [Richard David Precht]


Eremit
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Beitrag Sa., 18.07.2009, 06:42

@Antonia: Bitte aufpassen mit Äußerungen über "Faulheit". Es gibt Menschen, die auf sowas negativ reagieren können, indem sie ihren "Fleiß" unter Beweiß stellen. Auf eine eher destruktive Weise. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Wie wär's mit "Demotivation"? Klingt viel besser, finde ich zumindest...

Mit dem Begriff "Selbstmitleid" muß man auch sehr aufpassen. Viel zu oft wird propagiert, man sollte sich nicht selbst bemitleiden. Natürlich sollte man nicht übertreiben, aber Selbstmitleid gehört dazu. Mit Maß und Ziel.

Kann mich ansonsten Arta nur anschließen, was das Fernsehen angeht. Genauso verhält es sich mit anderen Medien (Internet, Radio). Wäre der ganze Blödsinn Realität, müßte die Welt schon hundert mal untergegangen sein (Beispiel: Jahr-2000-Panik).

Also ich hab' seit 2001 keinen Fernseher und kein Radio mehr. Ich in dadurch viel weniger gestresst, gleichzeitig aber auch sensibler für das einfache, "reale" Leben geworden.

Mir kommt aber vor, daß wir abschweifen.

Zurück zu Paranoia.

Du investierst, so ist anzunehmen, eine Menge Energie in Leute, die das nicht verdienen. Statt dessen könntest Du Dich wirklich mehr auf Dich konzentrieren. Das tust Du, indem Du z.B. Dich in diesem Forum mitteilst, was ich einen sehr guten Zug finde. Es gibt ja nicht nur Dir die Gelegenheit, etwas Einsicht zu erlangen, sondern auch uns. Ja, auch Carry.

Du kennst sicher den Spuch, daß Menschen Umstände und Umstände Menschen machen.

Du warst/bist Opfer gewisser Umstände. Das gilt aber auch für die Menschen, die Dir gewisse schlimme Dinge angetan haben. Du kannst es ihnen gleich tun oder Deinen eigenen Weg gehen. Ihnen etwas anzutun (auch welche Form auch immer) heißt nichts anderes als:

1.) Du überläßt ihnen die Verantwortung für Dich/Dein Glück/Unglück.
2.) Du übernimmst die Verantwortung für sie/ihr Glück/Unglück.

Das nenne ich einen wirklichen Teufelskreis.