Sorge um Hypothek meiner Eltern (ü70)

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Eule79
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Sorge um Hypothek meiner Eltern (ü70)

Beitrag Di., 02.06.2026, 17:59

Hallo ihr Lieben,

Ich wollte mich hier gerne austauschen, mir meine Sorgen von der Seele schreiben und würde mich sehr über eure Beiträge freuen.

Habe hier im Forum schon mal über mein Problem gepostet, im thread sonstige Problembereiche.

Da ich mittlerweile eine Depression aufgrund der ganzen Geschichte entwickelt habe, schreibe ich es auch hier nochmals nieder..

Bin in einer sehr belastenden Situation, mein Bruder hat vor einigen Jahren eine Hypothek auf das Haus meiner alten Eltern ü70 und ü80 aufgenommen. Diese wird von ihm nicht mehr bedient, es gibt noch eine letzt Frist zur Zahlung und falls diese wieder ausfällt, kann es im worst case sein, dass meine Eltern ihr Haus verlieren.

Ich bin extremst verzweifelt weil wir jetzt vor die Entscheidung gestellt werden, den Kredit weiterzuzahlen oder umzuschulden. Gespräch mit der Bank steht noch aus.

Meine Eltern haben nur eine kleine Pension, sie können sich die Raten nicht leisten. Diese sind auch für mich hoch, da ich zur Miete wohne aber ich habe einen höheren 5 Stellungen Betrag angespart. Stehe jetzt vor der schweren Entscheidung, mein Erspartes entweder für die Raten zu opfern oder den Kredit umzuschulden und mit meinem Eigenkapital hoffen, bessere Konditionen zu bekommen.

Ich weiß einfach nicht was ich tun soll, will auf keinen Fall das meine Eltern ihr Haus verlieren, sie sind beide krank und alt. Jedoch bin ich die einzige die ihnen helfen kann aber die Angst dass ich den Kredit irgendwann vielleicht nicht mehr bedienen kann oder ich arbeitslos werde, lässt mich kaum mehr schlafen und lässt mich täglich verzweifeln.

Mache ich es nicht, werden meine Eltern mit großer Wahrscheinlichkeit ihr Haus verlieren, was ihnen das Herz zerbrechen wird und mir ebenfalls wenn ich sie so leiden sehe. Mache ich es, werde ich eben von genannten Ängsten begleitet. Ich hatte noch nie einen Kredit, es macht mir irgendwie Angst, möglich das man sich auch daran gewöhnt.

Das blöde ist halt auch, dass mein Freund zurzeit arbeitslos ist, mich zwar unterstützten kann, da er einen hohen Tagessatz bekommt weil er sehr gut verdient hat aber offiziell müsste ich falls ich umschulde alleiniger Kreditnehmer sein :-(

Aufgrund der ganzen Situation, habe ich starke Ängste und Depressionen entwickelt. Kann kaum mehr an was anderes denken und es bricht mir mein Herz meine Eltern so leiden zu sehen.

Wie würdet ihr reagieren? Helfen oder nicht?

Habt ihr Kredite und wie lebt ihr damit? Macht ihr euch auch Sorgen, diese nicht mehr bedienen zu können?

Wart ihr vielleicht selbst schon in einer ähnlichen Lage?

Freue mich über eure Rückmeldungen

Lg
Eule

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alatan
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Beitrag Di., 02.06.2026, 18:10

Wenn das Geld fehlt, muss man Entscheidungen treffen, die schmerzhaft aber vernünftig sind. Und das bedeutet auch, sich nicht in Gefühlen zu ergehen, die lähmen, sondern rational zu handeln. Dazu ist ein erwachsener Mensch fähig, wenn er es will. Oder wozu brauchst du es, so zu leiden, wem musst du beweisen, wie gut du leiden kannst? (Ist eine Frage an dein Unbewusstes).

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Hamna
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Beitrag Di., 02.06.2026, 18:38

Liebe Eule79, ich habe deine Geschichte verfolgt und still mit dir mitgelitten, denn dass es dir für deine Eltern das Herz brechen wird, kann ich total nachvollziehen. Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass dein Bruder nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann, denn wenn ich mich richtig erinnere, ist er nicht mittellos und hat zumindest ein hochwertiges Haus. Korrigiere mich gern, wenn ich falsch liege.

Zu deiner Frage: Ich würde meinen Eltern immer helfen und habe es auch schon getan. Tatsächlich gab es eine Zeit, wo ich gut verdient und stellvertretend für meine Eltern einen Kredit aufgenommen habe, den mein Vater abzahlen wollte. Als er dies vernachlässigt hat, musste ich einspringen, was ich zum Glück auch konnte. Er hat es mir später zurückgezahlt, als er wieder liquide war. Aber selbst wenn nicht, hätte ich keine Sekunde bereut, meinen Eltern geholfen zu haben. Nur hatte ich nicht deine Bedenken und Sorgen. Wenn es dir jetzt schon den Schlaf raubt und dich depressiv macht, ist so ein Schritt natürlich gut zu überlegen. Aber vielleicht geht es dir auch besser in dem Wissen, deinen Eltern das Zuhause gerettet zu haben. Die Angst, dass sie dieses verlieren könnten, würden mich auch total fertig machen.

Wie sieht es erbrechtlich aus, wirst du das Haus einmal allein erben, kann man das so festlegen? Bzw. ist es dann jetzt so, dass du quasi jetzt deinen Eltern das Haus abkaufst und sie Wohnrecht erhalten? Ich kenne mich da nicht so gut aus. Dann wäre dein Geld immerhin nicht verloren sondern gut investiert. Nicht, dass dein skrupelloser Bruder nachher noch davon profitiert. Ich drücke dir die Daumen, dass du eine Lösung findest, mit der du gut leben kannst. :trost:
Tu' heute etwas, auf das du morgen stolz sein kannst

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Sinarellas
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Beitrag Mi., 03.06.2026, 07:32

warum schreibst du nicht in deinem anderen Thread weiter? viewtopic.php?p=1308530
..:..

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chrysokoll
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Beitrag Mi., 03.06.2026, 15:43

Eule79 hat geschrieben: Di., 02.06.2026, 17:59 Wie würdet ihr reagieren? Helfen oder nicht?
ich würde an deiner Stelle vor allem mal versuchen aus der hochdramatischen, emotionalen Situation rauszukommen und mal die Eckdaten zu prüfen:
Wie ist die rechtliche Lage, wo genau hat Dein Bruder die Hand drauf? Um welche Summen geht es, und wie viel ist das Haus wert. (das musst du nicht hier schreiben, aber es ist sehr sinnvoll mal Fakten zu kennen).

Ich lese bei dir nur Vermutungen (die Eltern werden vermutlich das Haus verlieren, es wird ihnen das Herz brechen etc.)
Wie ist denn die REALE Lage. Was sollen deine Eltern eigentlich? Und willst du dieses Haus?

Deine Eltern waren erwachsene Menschen als sie für deinen Bruder gebürgt haben, sie sind es auch jetzt.
Und es ist nur eine Immobilie. Steine. Man muss nicht sterben wegen so etwas. Warum bist du so sehr in dieser Drama- und Retter-Rolle und kannst und willst dich so gar nicht distanzieren?

Ich sage dir auch was ich täte: Erstens mal Klartext mit den Eltern reden, was die wollen und können. Mal jenseits von Drama und gebrochenen Herzen. Zweitens auch mit Anwalt FAKTEN einholen.
Und drittens würde ICH nur einen Kredit aufnehmen wenn ich den erstens auf Dauer leicht bedienen kann, mir zweitens dann das Haus gesichert und ganz gehört und drittens ich dieses Haus auch langfristig will.

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chrysokoll
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Beitrag Mi., 03.06.2026, 19:07

Noch ein kleiner Zusatz, was mir noch einfällt: Ich würde auch zusammen mit den Eltern mal realistisch (!) prüfen ob und wie lange sie in den Haus wirklich bleiben können. Wenn da mindestens ein Elternteil über 80 und krank ist, dann sollte man einfach auch mal überlegen, ob das Haus auf Dauer noch für sie gut ist.
Das müssen allerdings aus meiner Sicht nicht die Kinder entscheiden, sondern die Eltern. Aber auch das ist ein Punkt, den ich mit einbeziehen würde. Vielleicht ist ja genau jetzt auch der richtige Zeitpunkt um sich von dem Haus zu trennen.

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