Schlimmste Zeit meines Lebens für mich als Mutter

In diesem Forumsbereich können Sie sich über Schwierigkeiten austauschen, die Sie als Angehörige(r) oder Freund(in) von psychisch Erkrankten bzw. leidenden Personen konfrontiert sind.
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Himmelblau70
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Schlimmste Zeit meines Lebens für mich als Mutter

Beitrag Di., 28.07.2026, 16:32

Hallo ich bin neu hier und bin so froh was gefunden zu haben mit dem ich meine Last und Sorgen teilen kann oder darüber reden kann.
Mein Sohn ist ein ganz lieber Kerl, intelligent, fleißig, lieb und nett. Seit Jugendalter hat er psychische Probleme das mit der Kindheit zusammenhängt. Er begann zu trinken, nicht täglich aber oft und immer wenn er getrunken hat kam ein Problem. Immer Streit mit Partnerinnen, richtige Dramas. Fahren mit Alkohol und immer die Angst das was schlimmes passiert. Unfälle und einmal Schein entzogen. Letzte Partnerin hat sich getrennt wegen diesen Problemen, immer wieder versprochen das er sich ändert. Hat sich nie richtig Hilfe geholt, Psychologen gibt es bei uns fast nicht, gesetzlich kann man vergessen und privat kann man nicht zahlen. Dann zog er in eine eigene Wohnung und da hatte er zwei Abstürze wegen der Trennung usw. Zusammen gefasst erzählt, er ist angeblich betrunken gefahren und die Nachbarin hat Polizei gerufen. Er sagt nein, denn es kann ihm angeblich nicht bewiesen werden das er gefahren ist, denn er wurde nach 1 std zu hause erst von Polizei aufgesucht. Jetzt verliert er seine Arbeit und ist nervlich am Boden zerstört. Aber so kaputt,das er nicht weiß wie es weiter geht. Er gibt mir jetzt an allen schuld weil ich habe mit seinen Anwalt geredet und er hat mir Hoffnung gemacht das er den Schein wieder ausgehändigt kriegen muss weil vieles dagegen spricht. Mein Sohn möchte was ich auch verstehe das es sofort passiert aber das geht nicht weil bis Akten beim ´Staatsanwalt liegen und Anwalt reden und argumentieren kann vergehen Tage. Aber ich bin schuld weil ich habe groß gesprochen das er den wieder bekommt und alles nur heiße Luft. Ich habe nur gesagt was der Anwalt sagte. Er versteht es nicht. Mir tut das so weh wenn er sagt ich soll mich schämen . Und vieles mehr. Ich habe schon so viel getan für mein Sohn, finanziell mich ruiniert. Ich kann da auch nichts machen das es innerhalb von 8 Tagen geregelt ist. Da habe ich keinen Einfluss. Ich kann nur mit den Anwalt reden. Ich bin jetzt schuld. Ich bin selber krank und Frührentnerin , alleinstehend und mir geht das alles so Nahe und die Probleme gehen schon Jahre. Ich weiß auch nicht wie ich mich in so einer Situation verhalten soll, er hat Depressionen , jeder sagt zu mir , keine Vorwürfe machen usw usw. Ich bin schon nervlich am Ende.

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Kirchenmaus
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Beitrag Mi., 29.07.2026, 06:49

Hallo Himmelblau70,
willkommen im Forum.

Ich will jetzt nicht lange drumherum reden: Das größte Problem ist nicht, dass du angeblich schuld daran bist, dass dein Sohn seinen Führerschein nicht wiederbekommt. Das Problem ist, dass er betrunken Auto fährt! Damit kann er andere Menschen töten.

Das Problem ist auch, glaube ich, dass du das Bild von ihm als liebem Kerl aufrecht erhältst. Es ist nicht lieb, was er da tut, sondern grob fahrlässig und gefährlich. Er ist ein erwachsener Mann, der für sein Verhalten zur Verantwortung gezogen werden muss. Es hilft keinem von euch, wenn du dich da als Mutter kleinmachen und beschimpfen lässt.

Leichter gesagt als getan, ich weiß.

Google doch mal nach Beratungsstellen für Suchtkranke und/oder deren Angehörige. Da kannst du wenigstens mal mit jemandem vom Fach sprechen.

Alles Gute
Kirchenmaus
Es ist in Ordnung, mich zu akzeptieren.

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leuchtturm
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Beitrag Do., 30.07.2026, 11:31

Du bist an überhaupt nichts schuld!

Nicht du bist betrunken Auto gefahren, sondern dein Sohn. Nur er ist dafür verantwortlich.

Es ist natürlich einfacher für ihn, dir die Schuld zuzuschieben, als sich selbst seiner Verantwortung zu stellen. Mach ihm bitte klar, dass nicht du gefahren bist mit Alkohol im Blut.
Wer betrunken Auto fährt, wird tatsächlich zu einer Zeitbombe.

Die Idee mit der Suchtberatung finde ich super, die arbeiten auch mit Angehörigen. Sehr hilfreich, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

Parallel könntest du dich über Co-Abhängigkeit informieren.

Alles Gute auch von mir!

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chrysokoll
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Beitrag Do., 30.07.2026, 13:26

Dem kann ich nur zustimmen!
Dein Sohn ist betrunken Auto gefahren und scheint gravierende Probleme zu haben. Er muss dringend lernen für sich und seine Handlungen Verantwortung zu übernehmen! Warum sprichst DU mit seinem Anwalt?
Er ist erwachsen, das ist seine Angelegenheit. Die Schuldzuweisungen würde ich mir mit sehr klaren Worten verbitten. Ich denke du hilfst ihm nicht wenn du jetzt noch Dinge abfederst und dich beschimpfen lässt. Ganz im Gegenteil.
Achte auf dich und ich denke auch dass eine Suchtberatung für Angehörige genau richtig für dich wäre.

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Himmelblau70
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Beitrag Do., 30.07.2026, 14:51

Danke für euere Nachrichten. Mein Sohn behauptet das er mit 2 Bier an die Tankstelle gefahren ist und das noch völlig in der Grenze war. Erst als er zu Hause war und nach dem Telefonat mit seiner Freundin trank er die Dosen und nach einer Stunde kam die Polizei und da stand mein Sohn lehnend an sein Auto und telefonierte weil in seiner Wohnung fast kein Empfang ist. Dann wurde er mitgenommen und Blut abgenommen. Mich verletzt nur die Schuldzuweisungen weil ich nichts erreicht habe. Ich bin schuld wenn der Anwalt sagt er ruft mich gleich dann zurück und ruft aber die nächsten 15 Minuten nicht sofort an. ES heißt dann" das vergesse ich dir nie, das du mich so im Stich lässt als eigene Mutter. Oder wenn ich anrufen soll beim Anwalt und mit ihm reden das er bei Gericht anrufen soll um was zu bewirken. Und der Anwalt sagt das geht nicht aus diesen und jenen Gründen, sage ich es ihm dann schimpft er für was machst du was wenn eh nichts rauskommt dabei. Oder das ich ihm nur Hoffnungen mache und Mist erzähle. Ich habe schon so viel in seinen Leben geholfen. Finanziell hab ich mich ruiniert. Hab alles gegeben. Ich denke mir ständig das geht doch nicht

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chrysokoll
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Beitrag Do., 30.07.2026, 19:17

ich kann mir gut vorstellen wie sehr dich das verletzt.
Aber dein Sohn ist erwachsen, er kann seine Dinge alleine regeln. Warum übernimmst du das für ihn?
Du musst weder seine Angelegenheiten regeln noch dich von ihm beschimpfen lassen. Nur du kannst da die Grenze ziehen. Und nein, das was er macht geht nicht! Aber ER wird das nicht ändern. Warum sollte er, es läuft doch für ihn bequem, egal was er macht.

Ich wiederhole meinen Rat: Such dir Hilfe. Die Suchtberatungen sind wirklich eine gute Anlaufstelle für Angehörige.
Und höre auf für ihn Dinge zu übernehmen.

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Engelsteam1988
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Beitrag Fr., 31.07.2026, 21:38

Huhu,

Meine Gedanken dazu sind auch, dass du dir Hilfe holen solltest.
Wie bei einer Suchtberatung. Hilfe für Angehörige. Oder ne selbsthilfegruppe, also für Angehörigen. Da geht es anderen genauso und ihr könnt euch austauschen.

Ich habe gelesen, dass du das alles für ihn machst. Warum lässt du ihm das nicht alleine machen mit dem Anwalt ect.? Er hat doch den Mist gebaut und sollte das dann auch alleine machen... er muss ja auch daraus lernen.
Also denke ich mir so..

Ich weiß, dass ist sicher nicht einfach, aber denke es wäre wichtig ihn mehr alleine machen zu lassen und nicht ihm alles abnehmen.

Hast du liebe Menschen um dich herum, die dich sonst auch zu solch Hilfe begleiten können oder mit dir was heraus suchen könnten?

:-)

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Himmelblau70
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Beitrag So., 02.08.2026, 09:32

Hallo,
ich weiß es das ich zu viel mache. Es ist nicht einfach und leicht für mich Nein zu sagen. Wenn er dann sagt, dass er psychisch am Ende ist und keinen Lebensmut mehr hat. Er hat in seiner Kindheit viel nicht so schönes erleben müssen. Wo ich auch großteil Fehler machte. Aber auch ich hatte eine schreckliche Kindheit mit Missbrauch und Misshandlungen. Nicht nur meine Kindheit war schlimm. Ich war fast zwei Jahre nicht so anwesend für meinen Sohn und er wohnte bei meinen Eltern was nicht so gut war. Leider war ich in der Zeit nicht in der Lage. Ich war oft bei meinen Eltern anwesend und habe meinen Sohn besucht aber ich konnte nicht zusammen leben weil ich es nicht schaffte. Das wirft er mir heute noch vor und gibt mir an allem wie es ihm geht die Schuld. Ich bin auch schuld das weiß ich. Als die fast zwei Jahre vorbei waren , bin ich so gefestigt gewesen das wir eine Wohnung nahmen und seit dem ist soweit alles ok.- Soweit.....
Wenn mein Sohn anruft und sagt, bitte Mama hilf mir. Bitte. Ich bin kurz vor dem zusammen brechen und und und. Ich kenne ihn ja und sehe das es ihm wirklich sehr schlecht geht und da kann ich dann nicht nein sagen. Er macht mit seiner Arbeitsstelle alles, hat den Vorfall alles mit seinen Chefs besprochen und Kollegen. Nur das mit Anwalt da fragt er ob ich mit ihm reden kann. Und wenn finanziell was ansteht dann fragt er mich um Hilfe. Er sagt das es besser wird und es sich ändert. Er bedankt sich zig mal und sagt das er weiß was ich alles mache. Und und... Aber dann wenn er für sich in den Moment nicht weiter weiß , gibt er mir die Schuld wenn ich in der Situation nichts ändern kann. Ich rufe den Anwalt an und er denkt ich habe die Befugnis was zu ändern. In der nächsten Minute entschuldigt er sich und sagt das er total durcheinander ist.
Leider habe ich in meinen Umfeld niemanden mit dem ich über alles reden kann. Ich kann zwar den Fall jetzt besprechen was da mit den Führerschein passiert ist und jemanden um Meinung fragen aber mehr nicht. Ich mache komplett alles mit mir alleine aus.
Ich habe geschaut und bei uns im Dorf oder nächsten größeren Ort ist keine Gruppe für Angehörige. Leider bin ich nicht mobil und sehr krank das ich nicht mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren kann. Wäre auch der Anschluss sehr sehr schlecht.

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leuchtturm
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Beitrag So., 02.08.2026, 10:25

Hallo Himmelblau,

aus deinen Zeilen lese ich ganz viel schlechtes Gewissen. Die Kindheit deines Sohnes war, wie sie war. Die 2 Jahre bei den Großeltern hatten ihren guten Grund, und schön, dass sie sich gekümmert haben. Das schreibe ich komplett ohne Schuldzuweisung an dich.
Die Vergangenheit ist genau das: vergangen. Sie lässt sich nicht mehr ändern. Auch das meine ich ganz wertfrei und ohne Vorwurf.

Dein Sohn weiß offenbar ganz genau, welche Knöpfe er drücken muss, um dein schlechtes Gewissen zu bedienen, damit du wieder "hilfst".

Im Netz kannst du ganz viel lesen über Co Abhängigkeit von Eltern, speziell Müttern. ;-)

Wenn du immer seine Kohlen aus dem Feuer holst, hat dein Sohn keine Notwenigkeit, sein Verhalten (Trinken) zu ändern. Mama richtet es ja.

Wie du ihm konkret helfen kannst:

Sprich ihn auf seine Sucht an (die wird er vehement leugnen), mache ihm klar, dass er Hilfe braucht und biete ihm an, dass du dich mit ihm darum kümmerst, z.B. durch einen Besuch beim Hausarzt.

Alle anderen Maßnahmen sind nur Flickschusterei. Wenn er tatsächlich "am Ende" ist, braucht er dringend professionelle therapeutische Hilfe.

Alles Gute für dich

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Himmelblau70
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Beitrag Mo., 03.08.2026, 15:01

[Hallo Leuchtturm,
herzlichen Dank für Deine Worte. Es hilft mir sehr hier Zuspruch zu bekommen denn ganz alleine zu sein, macht einem verrückt.
Ich stimme Dir mit allem zu. Wir haben immer über seine Probleme gesprochen und auch über das Alkoholproblem, das er nur immer trinkt bei Problemen oder Langeweile und das er sich helfen lassen muss. Das sieht er selber ein.

Als dies am Samstag passiert ist, seitdem ist er so psychisch fertig das ich ihn noch nie so gesehen habe. Weil er ist nicht betrunken gefahren sagt er, und zu Hause darf er machen was er will. Hauptsache er fährt kein Fahrzeug.
Und jetzt nicht zu wissen was mit seinen Führerschein wird, das ist für ihn das aller schlimmste.
Er bittet mich täglich von morgens bis abends ihm zu helfen und mit den Anwalt reden das was vorwärts geht. Er geht arbeiten und sucht sich selber Fahrer die ihn zur Arbeit fahren oder Kollegen die ihn mitnehmen können.
Ich bin an mein Limit angekommen. Er sagt ständig, warum ihm keiner hilft, er sei alleine und warum ich nicht helfe usw. Er versteht nicht das ich nicht gegen das Gericht oder gegen den Anwalt handeln kann. Ich habe keinen Einfluss auf irgendwas.
Von morgens bis abends kommen die WhatsApp das er nicht mehr kann und er seinen Führerschein wieder zurück will. Er das nicht mehr ertragen kann und er sowieso starke Depressionen hat und was er noch alles aushalten muss usw usw
Dann kommt wieder eine Nachricht: Ich solle Ihm am Arsch lecken weil ich nur groß rede aber nichts erreiche. Er kündigt seine Arbeit und geht ins Krankenhaus. Sein Arbeitgeber hat gesagt er würde ihn weiter beschäftigen , er muss nur schauen das er zur Arbeit kommt. Ich habe ihm angeboten das wir da eine Lösung finden würden das ihm jemand fährt bis er sein Schein wieder hat. Dann schimpft er weiter ob ich nicht ganz dicht bin, niemals geht er dann weiter in die Arbeit, er lässt sich nicht von den Kollegen von oben herab anschauen als hätte er sonst was gemacht und lässt sich nicht in die Arbeit fahren wie ein kleines Kind. ER schafft das nicht , er schafft das psychisch nicht. Wenn ich aber sage, schau mal so ist aber das Leben das mal was kommt was man bewältigen muss. Da muss man durch. Er sagt dann, und das sagst du zu einen Depressionskranken Menschen mit Angstzuständen. Ja aber was soll man anderes machen? Ich weiß nicht mehr was ich machen soll und was und wie ich reden soll, alles ist falsch. Ist meine Einstellung wirklich so falsch wenn ich sage oder auch ein wenig verlange das man Probleme im Leben bewältigen und lösen muss. Denke ich da falsch wenn ich sage auch bei Depressionen und Angstzustände muss man langsam versuchen seine Probleme zu lösen. Wer soll es sonst machen? Wie soll das Leben sonst weiter gehen, wenn bei Problemen sofort alles hingeworfen wird. Ich bin seit 14 Tagen, seit der Vorfall war mit den Führerschein, bin ich von früh um 6 Uhr bis abend 22 Uhr nur am Telefon. Schreiben ,anrufen und meine Nerven sind am Ende. Er wirft mir vor das er sofort seinen Schein wieder möchte sonst kündigt er. Und so geht es jeden Tag mit 40 Nachrichten. Kann mir jemand sagen hier ob ich zu viel verlange? Ob meine Einschätzung oder Einstellung zu den ganzen falsch ist. Ich musste und muss auch mit Depressionen meine ganzen Probleme und Sachen erledigen und lösen. Es wäre mir sehr geholfen wenn ich eine andere Meinung hören könnte. Danke. Liebe Grüße

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Sinarellas
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Beitrag Mo., 03.08.2026, 15:06

Lass.Ihn.Los.
..:..

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Himmelblau70
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Beiträge: 4

Beitrag Mo., 03.08.2026, 15:13

Ich bin so unsicher. Ich denke ich mache alles falsch. Ich glaube das ich zu viel verlange von meinen Sohn und nicht genug auf seine Krankheit und ihm eingehe. Aber ich habe doch das ganze Leben alles soweit abgenommen wenn er mich brauchte. Und ich denke mir das es im Leben Probleme gibt die muss man selbst lösen. Aber er sagt, ich kann nicht weiter arbeiten und kündige, schaffe es nicht mehr, ohne Führerschein in die Arbeit zu gehen und die Kollegen fragen und schauen mich komisch an. Das ist für ihn der eh null Selbstwertgefühl hat und Depressionen und Angstzustände hat das schlimmste. Wie ich das verlangen kann? Dann schwanke ich wieder in meinen Gedanken und denk mir, vielleicht bin ich doch zu hart was ich verlange. Er lässt sein Zorn und seine Enttäuschung an mir aus. Bitte glaubt mir, ich bräuchte jemanden der mir sagt wie ich mich bei so Problemen verhalten soll oder kann. Es soll sich alles um ihn drehen, so war es schon immer. Er ist psychisch krank und er kann dies nicht und das nicht aber ich bin auch sehr krank. Ich bin auch nicht grenzenlos belastbar.

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Reverie
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Beiträge: 209

Beitrag Mo., 03.08.2026, 17:55

Liebe Himmelblau,

es gibt ein sehr wahres Sprichwort: „Manchmal muss man einen Menschen loslassen, nicht damit er abstürzt, sondern damit er endlich auf eigenen Füßen stehen lernt.“ Du hilfst ihm nicht, solange Du wie eine Schutzmauer zwischen ihm und den Folgen seines Handelns stehst und ihm jetzt wieder seine Probleme abnimmst.

Das ist ab jetzt nicht mehr Deine Baustelle. Ob der Führerschein zu Recht weg ist, müssen Gerichte klären, nicht Du. Wenn er wütend wird oder seinen Job kündigen will, lass ihn die Konsequenzen tragen. Er muss den Ernst seiner Lage ungeschminkt spüren, um endlich professionelle Hilfe zu suchen. Schütze bitte Deine eigene Gesundheit, denn Du bist selbst krank und brauchst Deine Kraft für Dich. Dein Selbstschutz ist kein Egoismus, sondern pure Notwendigkeit.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, jetzt nur an DICH zu denken. Du gibst ihm dadurch die Chance, endlich Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen.
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib acht,
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis

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Candykills
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Beitrag Mo., 03.08.2026, 18:29

So schwer dir das zu fallen scheint, da bleibt nur radikale Abgrenzung. Er hat sich in die Lage als erwachsener Mensch gebracht, er muss diese Lage für sich lösen. Wenn er das nicht schafft, dann steht es ihm ja frei um Hilfe zu bitten, aber eben nicht auf der "Schuldschiene". Solang er die fährt, ist es wahrscheinlich ratsam ihn auflaufen zu lassen.

Und ja, als Eltern macht man viele Fehler und man ist vielleicht an vielem Schuld. Aber ob er trinkt oder nicht trinkt, das entscheidet er für sich. Du stellst ihm den Alkohol nicht vor die Nase. Anscheinend hat er einfach n ie gelernt Verantwortung zu übernehmen. Jetzt bekommt er die Gelegenheit dazu!
Ich bin wie einer, der blindlings sucht, nicht wissend wonach noch wo er es finden könnte. (Pessoa)


kaja
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Beitrag Di., 04.08.2026, 08:21

Wenn er einen guten Moment hat, biete an ihn in die Klinik zu begleiten. Alles weitere liegt in der Verantwortung für sein Leben und das kannst du für ihn weder leben noch führen.

Ansonsten hat jeder erwachsene Mensch in Deutschland auch ein Recht auf Krankheit. Wenn er nichts ändern will, steht ihm das frei. Er trägt in jedem Fall die Konsequenzen seines Handelns.

Er muss von selbst darauf kommen, dass es so nicht weitergehen kann. Ihm immer wieder zu helfen, verzögert diese Erkenntnis nur zusätzlich.
After all this time ? Always.

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