Gruppentherapie - hat schlecht angefangen
Noch ein Gedanke: es gibt in manchen Firmen, auch bei uns, sehr viele NICHT KONTROLLIERTE Regeln. Zum Beispiel werden Arbeitszeiten auf Vertrauensbasis erfasst. Es gibt Obst kostenlos zur Selbstbedienung (soweit man das auch selber während der Arbeitszeit isst). Dass etwas nicht kontrolliert wird und auch nicht kontrolliert werden KANN, bedeutet im Umkehrschluss, dass keine Strafe zu erwarten ist, wenn man sich nicht dran hält. Das bedeutet aber NICHT, dass jeder machen darf, was er will! Wenn einer das ganze Obst in sein Auto laden und mit nach Hause nehmen würde, dann wäre er ein asoziales A*, auch ohne Klage vor Gericht. Und entweder denjenigen könnte man davon abbringen ODER es gäbe überhaupt kein Obst mehr und alle müssten drunter leiden.
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Vielleicht gab es Schwierigkeiten, ausreichende Teilnehmer zu finden, um passende Gruppen zusammenzustellen. Ich denke, wenn es Steukturniveau zu unterschiedlich ist, kann man wenig davon profitieren... sehe ich beim Sport, Bildung, Musizieren, usw. übrigens ähnlich. Was man auch so beim Gruppenleiter ansprechen könnte. Da hätte ich auch wenig Lust, mich damit auseinanderzusetzen, wenn es zu unterirdisch wird.
Womit ich aber keinesfalls sagen will, dass ich es generell so sehe, dass man am besten geht, wenn es keine rechtliche bzw. explizite Handhabe gibt, um etwas zu ändern... Stichwort Selbstwirksamkeit oder Selbstbehauptung. Man muss nicht jedem Aggressor das Feld überlassen. Je mehr das so sehen, umso schwerer hat es dieser mit deinem Treiben.
Womit ich aber keinesfalls sagen will, dass ich es generell so sehe, dass man am besten geht, wenn es keine rechtliche bzw. explizite Handhabe gibt, um etwas zu ändern... Stichwort Selbstwirksamkeit oder Selbstbehauptung. Man muss nicht jedem Aggressor das Feld überlassen. Je mehr das so sehen, umso schwerer hat es dieser mit deinem Treiben.
Liebe Grüße
stern

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»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
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Nur weil etwas nicht kontrolliert wird ist es ja auch nicht automatisch erlaubt, das sage ich doch auch gar nicht?Montana hat geschrieben: Mi., 08.07.2020, 09:41 es gibt in manchen Firmen, auch bei uns, sehr viele NICHT KONTROLLIERTE Regeln
Ich frage mich ersthaft was so schwer daran zu verstehen ist dass man eine RECHTLICHE Handhabe braucht um etwas durchsetzen zu können und warum das hier für so viel Aufregung sorgt?
Das ist doch nichts weiter als ein Fakt.
Es GIBT keine rechtliche Handhabe gegen jemanden, der sich unverhältnismäßig viel Obst nimmt. Es gibt auch keine Videoüberwachung für den Obstkorb. Und das würde auch niemand wollen.
Fakt ist, niemand möchte von unsozialen, ich-bezogenen, selbstsüchtigen Menschen umgeben sein, auch wenn es nicht verboten ist, so zu sein. Und in vielen sozialen Gemeinschaften etablieren sich ganz automatisch Mechanismen, die allzu unsoziales Verhalten unterbinden. Nur für die absoluten, unbelehrbaren Extremfälle braucht es Gesetze und Institutionen, die diese durchsetzen.
Fakt ist, niemand möchte von unsozialen, ich-bezogenen, selbstsüchtigen Menschen umgeben sein, auch wenn es nicht verboten ist, so zu sein. Und in vielen sozialen Gemeinschaften etablieren sich ganz automatisch Mechanismen, die allzu unsoziales Verhalten unterbinden. Nur für die absoluten, unbelehrbaren Extremfälle braucht es Gesetze und Institutionen, die diese durchsetzen.
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Hier ein Beispiel aus dem realen Leben: ständig wurde unser Hauseingang zugeparkt, gelegentlich wurde beim Ein- oder Ausparken auch noch die Treppe beschädigt (Straße ohne Gehweg). Auf Ansprache gab es z.B. folgende Reaktion: "So lange da keine Poller stehen, parke ich da. Ist mir doch egal, ob Sie das stört." Die Stadt sah zunächst keinen Anlass zum Installieren von Pollern. Zitat: "Man darf keine Eingänge zuparken. Auch ohne Poller nicht. Das lernt man in jeder Fahrschule." Nach Ortsbesichtigung und 167 Fotobeweisen innerhalb kürzester Zeit sah die Stadt ein, dass die Fahrschule keine gute Arbeit gemacht hatte, und installierte Poller. Und was kam dann? EIN Nachbar, der eine riesige Welle machte, weil er sich um "seinen" Parkplatz gebracht sah. Er bedrohte uns sogar. Und ein Duzend anderer Nachbarn, die die Poller zwar optisch nicht besonders ansprechend fanden, aber ansonsten der Meinung waren, dass wir vorher viel zu lange geduldig gewesen waren.
Solange der das in der Firma verzehrt sicher nicht, wenn er es aus der Firma entwendet schon, weil es zum Verzehr IN der Firma gedacht ist und dem Inhaber der Firma gehört der das seinen Mitarbeiter als Pausensnack zur Verfügung stellt. Stopft sich jemand das nun während der Arbeit im Übermass rein dann würde es wahrscheinlich irgendwann ein Gespräch dazu geben wenn man die entsprechende Person ermitteln könnte oder eben für alle kein Obst mehr. Würde die Person das Obst stehlen dann dürfte das allerdings schon auch ein Entlassungsgrund sein. Meint: Da gibt es sehr wohl eine rechtliche Grundlage auf der man einschreiten könnte da der Firmeninhaber die Regeln in der Firma bestimmt und auch durchsetzen kann. Meinen Radiergummi der Firma der mir zur Verfügung gestellt wird darf ich ja auch nicht mitnehmen und einfach so behalten sondern nur in der Firma benutzen.Montana hat geschrieben: Mi., 08.07.2020, 10:37 Es GIBT keine rechtliche Handhabe gegen jemanden, der sich unverhältnismäßig viel Obst nimmt.
Na ja, dann schau Dir die Leute an die freiwillig bei prügelnden Partnern und so bleiben...und ja: Es gibt Leute die das aus freien Stücken tun und nicht nur aus einer Not heraus. Verbieten kannst Du denen das auch nicht, es ist ihre freie Entscheidung.Montana hat geschrieben: Mi., 08.07.2020, 10:37 Fakt ist, niemand möchte von unsozialen, ich-bezogenen, selbstsüchtigen Menschen umgeben sein, auch wenn es nicht verboten ist, so zu sein.
Nur weil ich oder die Mehrheit etwas nicht gut findet heißt das noch lange nicht dass es das nicht geben DARF solange es kein entsprechendes Gesetz gibt und das ist auch gut so. Menschen sind nun mal unterschiedlich was ihre Vorlieben und ihren Umgang miteinander betrifft und solange dadurch niemand anders wirklich einen Schaden erleidet ist es auch ok das diesen Leuten dann zu erlauben.
Warum der Therapeut das in der Gruppe so gestaltet könnte nur der beantworten, aber es muss ja auch niemand an dieser Gruppe teilnehmen. Das ist ja die freie Entscheidung der Teilnehmer. Genauso wie niemand bei einem gewalttätigen Partner bleiben muss.
Sowas nennt man dann informelle Regeln (im Gegensatz zu formalen). Und in intakten Gruppe hat der Aggressor dann keinen guten Stand. Insofern gibt es natürlich Möglichkeiten, unerwünschtes Verhalten zu begrenzen, jenseits von Gesetzen... Stichwort auch: Sozialkompetenz.
Gesetze sollen eigentlich immer nur die äußerste rote Linie sein... wo der Staat dann eingreift (z.B. weil man es nicht mehr der Eigenverantwortung überlassen kann oder dieselbe nicht funktioniert). Wäre schlimm, wenn alles innerhalbt dieser Grenze als (sozial) angemessen angesehen werde würde (so ticken zwar manche, aber weiß Gott nicht jeder).
Gesetze sollen eigentlich immer nur die äußerste rote Linie sein... wo der Staat dann eingreift (z.B. weil man es nicht mehr der Eigenverantwortung überlassen kann oder dieselbe nicht funktioniert). Wäre schlimm, wenn alles innerhalbt dieser Grenze als (sozial) angemessen angesehen werde würde (so ticken zwar manche, aber weiß Gott nicht jeder).
Liebe Grüße
stern

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Genau, wer bei einem prügelnden Partner bleibt, der tut das freiwillig, klar. Weil er bzw. sie das eben nicht so schlimm findet, schließlich ist das ja auch eine ganz individuelle Sache. Die stehen bestimmt alle auf SM.
Es wird hier immer absurder und ich bin damit jetzt hier raus. Tschüss.
Es wird hier immer absurder und ich bin damit jetzt hier raus. Tschüss.
Um so jemanden zu "entfernen" braucht man aber wiederum die Handhabe. Ich kenne jemanden bei dem das exakt so als Entlassungsgrund angeführt wurde: "Sozial nicht für die Firma und die Kollegenschaft tragbar weil nicht teamfähig."
DAS könnte der Therapeut verfügen. Aber solange der Therapeut das nicht bereit ist zu verfügen werden sich die anderen Teilnehmer damit arrangieren müssen dass in der Gruppe Personen sind die ihnen nicht passen.
Natürlich kann man sich dann GEGEN diese Personen einsetzen, fair geht das aber nur über den Gruppenleiter und eben NICHT durch "Selbstjustiz" (in dem Fall wäre das dann Mobbing, also dass man selbst versuchen würde die unerwünschte Person wegzuekeln).
Letzter Satz von mir: genau DAS hast du als "hintenrum" bezeichnet und verurteilt.mio hat geschrieben: Mi., 08.07.2020, 11:01 Natürlich kann man sich dann GEGEN diese Personen einsetzen, fair geht das aber nur über den Gruppenleiter und eben NICHT durch "Selbstjustiz"
@ mio
Erst ist es hintenrum, mit dem Therapeuten unter vier Augen zu reden und jetzt ist es fair, den Gruppenleiter einzubeziehen, damit er was macht/ sanktioniert?
Ich komme hier nicht hinterher, hab irgendwie das Gefühl, dass du schräg argumentierst und dich in einem Thema verbissen hast, ohne dass du selbst weißt, worum es dir geht.
Erst ist es hintenrum, mit dem Therapeuten unter vier Augen zu reden und jetzt ist es fair, den Gruppenleiter einzubeziehen, damit er was macht/ sanktioniert?
Ich komme hier nicht hinterher, hab irgendwie das Gefühl, dass du schräg argumentierst und dich in einem Thema verbissen hast, ohne dass du selbst weißt, worum es dir geht.
Ich hab an Gestern nicht gedacht und nicht an Morgen
Es ist Nacht, ich steh am Fenster
Und für einen Augenblick leb ich im Jetzt
von: Keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen
Es ist Nacht, ich steh am Fenster
Und für einen Augenblick leb ich im Jetzt
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Jemand der nicht in eine Gruppe integriert wird oder sich selbst nicht integriert, ist nicht Teil der informellen Gruppe (und war es vielleicht auch nie). Man kann also auch außen vor sein, obwohl man formal zu dieser Gruppe gerechnet wird.
Liebe Grüße
stern

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Aus der Perspektive der GRUPPE ist das hintenrum, dh. wenn man ein Interesse daran hat sich mit der GRUPPE zu verstehen ist es unklug so vorzugehen. Und es wurde ja davon gesprochen dass die GANZE Gruppe "zu schwierig" sei. Was bliebe dann über? Eine Einzeltherapie...
Wenn ich mir vorstelle ich würde eine Gruppentherapie machen wollen, dann hätte ich ein Interesse daran mit der GRUPPE gut auszukommen und NICHT nur mit dem Therapeuten. Dh. ich muss mich dann mit der Gruppe arrangieren und kann nicht einfach sämtliche Regeln der Gruppe im Alleingang über den Haufen werfen wollen.
Will ich mich mit der Gruppe eh nicht verstehen dann kann man das natürlich schon versuche, aber dann würde ich mir ehrlich gesagt auch nicht erhoffen dass die Gruppe mir dann entgegenkommen wird in Zukunft.
Wir haben hier doch eine Situation in der EINE neue Person dazukommt und die GANZE Gruppe - bzw. die Regeln in ihr - verändern möchte weil diese so nicht "behagt" und nicht eine ganze Gruppe die sich an EINEM Gruppenmitglied stört.
So jemanden dann "entfernen" zu wollen fände ich persönlich allerdings schon auch schwierig, aber da könnte man dann sagen: Ok, wir wollen alle diese Regeln nur die eine Person nicht. Also ist die Person überstimmt.
Wenn sich der Therapeut darauf dann einlassen würde dann könnte man die Regeln offiziell ändern und wenn die unsoziale Person sich dann immer noch darüber hinwegsetzen würde hätte man etwas an der Hand die Person aus der Gruppe herauszunehmen.
Solange sich aber ein Großteil der Gruppe gar nicht daran stört wie es läuft sondern nur EIN Mitglied der Gruppe sehe ich ehrlich gesagt keinerlei Grund da insgesamt für alle etwas zu ändern. Deshalb bin ich ja der Auffassung dass man dann erst mal Überzeugungsarbeit bei den anderen Gruppenmitgliedern leisten müsste um überhaupt eine Regeländerung anstreben zu können. Und am Ende steht und fällt es eh damit was der Therapeut da verfügt bzw. unterstützt.
Was man überhaupt in einer Gruppe will die man sich erst mal "zurechtbiegen" muss ist mir allerdings nach wie vor ein Rätsel.
Wenn ich mir vorstelle ich würde eine Gruppentherapie machen wollen, dann hätte ich ein Interesse daran mit der GRUPPE gut auszukommen und NICHT nur mit dem Therapeuten. Dh. ich muss mich dann mit der Gruppe arrangieren und kann nicht einfach sämtliche Regeln der Gruppe im Alleingang über den Haufen werfen wollen.
Will ich mich mit der Gruppe eh nicht verstehen dann kann man das natürlich schon versuche, aber dann würde ich mir ehrlich gesagt auch nicht erhoffen dass die Gruppe mir dann entgegenkommen wird in Zukunft.
Wir haben hier doch eine Situation in der EINE neue Person dazukommt und die GANZE Gruppe - bzw. die Regeln in ihr - verändern möchte weil diese so nicht "behagt" und nicht eine ganze Gruppe die sich an EINEM Gruppenmitglied stört.
So jemanden dann "entfernen" zu wollen fände ich persönlich allerdings schon auch schwierig, aber da könnte man dann sagen: Ok, wir wollen alle diese Regeln nur die eine Person nicht. Also ist die Person überstimmt.
Wenn sich der Therapeut darauf dann einlassen würde dann könnte man die Regeln offiziell ändern und wenn die unsoziale Person sich dann immer noch darüber hinwegsetzen würde hätte man etwas an der Hand die Person aus der Gruppe herauszunehmen.
Solange sich aber ein Großteil der Gruppe gar nicht daran stört wie es läuft sondern nur EIN Mitglied der Gruppe sehe ich ehrlich gesagt keinerlei Grund da insgesamt für alle etwas zu ändern. Deshalb bin ich ja der Auffassung dass man dann erst mal Überzeugungsarbeit bei den anderen Gruppenmitgliedern leisten müsste um überhaupt eine Regeländerung anstreben zu können. Und am Ende steht und fällt es eh damit was der Therapeut da verfügt bzw. unterstützt.
Was man überhaupt in einer Gruppe will die man sich erst mal "zurechtbiegen" muss ist mir allerdings nach wie vor ein Rätsel.
In der Gruppe gibt es EIGENTLICH die Regel, dass es eine Anfangs- und eine Endrunde gibt, in denen jeder etwas sagen darf. Daran wird sich nicht gehalten. Und DIESES Verhalten wiederum erklärst DU jetzt zu einer Regel, an die sich neue Gruppenmitglieder zu halten hätten.
Merkst du eigentlich selber nicht, wie du hier die Tatsachen verdrehst?
Liebe Mods, liest einer von euch mit? Ist das so ok für euch, was hier läuft? Die TE ist nämlich schon weg, die erträgt das hier nicht mehr.
Merkst du eigentlich selber nicht, wie du hier die Tatsachen verdrehst?
Liebe Mods, liest einer von euch mit? Ist das so ok für euch, was hier läuft? Die TE ist nämlich schon weg, die erträgt das hier nicht mehr.
[wegzudenken, mehr nicht]
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