Montana hat geschrieben: Mi., 08.07.2020, 13:53
Die TE hat uns die geltenden Regeln genannt
Also das habe ich anders verstanden.
Ich habe es so verstanden, dass die TE der MEINUNG ist dass diese (ihre) REGELN zu gelten haben und durchgesetzt werden sollen. Also dass SIE der Meinung ist dass sie ein Recht darauf hat während der Anfangs- und Schlussrunde störungsfrei zu sprechen und vor allem dass sie es als die Aufgabe des Therapeuten betrachtet dafür zu sorgen.
Dass der Therapeut selbst das so sieht habe ich bisher nirgends lesen können. Vielmehr scheint dieser sich ja zu weigern das so zuzusagen mit der Begründung dass sich in der Gruppe eine eigenständige Beziehungsdynamik zeigen soll mit deren Hilfe dann gearbeitet wird.
Für meine Begriffe liegt da auch der Knackpunkt: Es wird etwas erwartet und vorausgesetzt was so gar nicht gewollt ist oder angestrebt wird von Seiten des Therapeuten.
Der Therapeut möchte ja sozusagen mit den "Störungen" (und dem was die auslösen/ans Licht bringen) arbeiten und nicht "gegen sie". Und wenn man sich darauf einlassen will und kann dann kann das schon auch was bringen denke ich. Man muss es halt auch wollen. Will man das so nicht dann ist man an der Stelle schlicht falsch meiner Meinung nach.
Ich kann ja auch nicht zu einem Analytiker rennen und dann erwarten dass der jetzt Verhaltenstherapie mit mir macht weil ich mir das so vorgestellt habe und weil der Verhaltenstherapeut bei dem ich vorher war so gearbeitet hat. Der wird mir dann im Zweifel ja auch sagen: Tut mir leid, aber so arbeite ich nicht. Ich arbeite so und so.
Und was die Dynamik angeht so zeigt sich ja auch schon eine ganze Menge, kann man jetzt für sich nutzen oder bleiben lassen wenn es einem nicht taugt oder zuviel ist.
Was man nicht kann ist dem Therapeuten seine Arbeitsweise vorschreiben. Das könnte nur eine übergeordnete Instanz.
Der Konflikt mit der Gruppe ist ja nur ein Teilaspekt des Problems, viel wesentlicher scheint mir der Konflikt mit dem Therapeuten zu sein und den gäbe es nicht wenn man da von den gleichen "Regeln" ausgehen würde. Vielmehr scheint es so zu sein dass die Vorstellungen davon welche Regeln gelten sollen auseinandergehen.
Ein entscheidender Punkt dabei ist ja WER die Verantwortung dafür übernehmen soll dass man ungestört sprechen kann.
Die TE sagt: Der Therapeut muss das machen und da "für mich sorgen"! Der Therapeut sagt: So arbeite ich nicht, ich arbeite mit dem was sich in der Gruppe ergibt.