Aschenbrödel in der Falle - Wie soll es weiter gehen?

Nicht jedem fällt es leicht, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, "einfach" mal jemanden kennenzulernen oder sich in Gruppen selbstsicher zu verhalten. Hier können Sie Erfahrungen dazu (sowie auch allgemein zum Thema "Selbstsicherheit") austauschen.
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Beitrag Mi., 26.12.2012, 18:45

Tolya hat geschrieben:Brödel

ich würde deine Schwester erstmal aussen vor lassen.
Es geht jetzt um dir und deine Mutter und wie du dich am besten verhälst und deine Grenzen steckst.

Auch deine Schwester kann eure Mutter ins Pflege/Altersheim schicken (mit 90 sollte man sich das vllt überlegen) und dann hat sie die Mama auch geholfen.

Das Thema "Schwester" ist für mich seit fünf Jahren abgehakt. Der Kontaktabbruch war das Ergebnis der letzten Therapie. Danach konnte ich mich entspannen und mit der Zeit sind auch meine negativen Gefühle ggü. meiner Schwester weniger geworden. Bis vor ein paar Monaten hätte ich nicht mal was dagegen gehabt, z.B. bei einem Familienfest auf sie zu treffen, mit ihr wegen unserer Mutter zu telefonieren etc. Doch seither gab es verschiedene Situationen, in den mir bewußt wurde, dass meine Schwester nur "nehmen" möchte und nicht bereit ist etwas zu "geben" und da mich das jetzt auch körperlich schädigt, muss ich eben die Reißleine ziehen und handeln. Ja, das mit "Meine Schwester außen vor lassen" fällt mir im Moment besonders leicht Würde eh zu nichts führen. Wir sind zu verschieden, um einander wirklich verstehen zu können.

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Beitrag Mi., 26.12.2012, 18:54

peppermint patty hat geschrieben:
Aschenbrödel hat geschrieben: Wenn Deine Mutter verheult dasitzt, hast Du mehrere Handlungsmöglichkeiten:
a) ignorieren (falls Du das schaffst und gut fändest - und schauen was passiert)

Das schaffe ich nicht, dazu sind die Verhaltensmuster schon zu festgesetzt in mir. Es zieht mich total runter und ich fühle mich schuldig und hilflos.
Das meine ich DU bringst bereits ein Gefühl rein - wahrscheinlich mit einer bestimmten Erwartung. Ich meine NICHT, wie sich Deine Mutter in der weinerlichen Situation verhält. Da gebe ich Dir recht, das wird wahrscheinlich wie Du schreibst immer gleich ablaufen. Aber wenn Du wie gewöhnlich in die Situation gehst (z.B. "na wie geht es Dir denn?) wirst Du natürlich das gleiche Ergebnis erreichen ("ich armes Opfer"). Nur dadurch das Du Dein Verhalten änderst änderst Du was an der Situation.
Du könntest zum Beispiel auch antworten: "Ich weiss Du hälst Dich jetzt wieder für ein armes Opfer, aber ich bin da ganz anderer Meinung. Du siehst ja ich bin heute bei Dir und versorge Dich...kümmere mich um Dich.."

Ich habe mir schon lange abgewöhnt, bei meiner Ankunft zu fragen: "Wie geht es dir". Ist auch überflüssig, da ich das im Bruchteil einer Sekunde von ihrem Gesicht ablesen kann. Das was mir auffällt ist, dass sie dieses Verhalten möglicherweise strategisch einsetzt. Da sie, wenn ich nicht gleich irgendwie reagiere (also fragen) die Symptome weiter hochschraubt, bis ich frage. Also anfangs, dieser leidende Gesichtsausdruck, seufzen, dann schweigen, Kreislauftropfen, Herztropfen, Tränen, Blutdruckmessen, Panik, weil Blutdruck hoch, Jammern, Klagen ... bisheriger Höhepunkt: Notarzt rufen, Klinik

Angesichts dieser Lage halte ich es für verantwortungsvoll, diese Handlungskette zugunsten unserer beider Seelenruhe zu unterbrechen und spätestens bei Kreislauftropfen "auszusteigen". Sie direkt auf ihr Verhalten im Sinne "Ich weiß du hältst dich für ein armes Opfer..." anzusprechen würde ich eher nicht machen, weil es dann gleich vom leidenden Gesichtsausdruck zum Notarzt rufen geht und dann Klinik und ich hab wieder die ganze Arbeit am Hals. Weil sie ja dann zum erholen für ein paar Tage zu mir ziehen muss, weil sie nicht allein sein will, weil... sie könnte ja einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen...

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Beitrag Mi., 26.12.2012, 19:02

candle. hat geschrieben:Ein weiterer Ansatz wäre da noch der Geschwisterneid, der nicht nur durch deinen Thread geistert. Deine Eltern haben da offenbar sehr früh etwas falsch gemacht. War bei mir auch so und ist auch bis heute so geblieben, vermute ich. Der Konflikt liegt also sehr früh, bei mir weiß ich auch wie es zustande kam, dass die Schwester mehr Hilfen und Unterstützung bekam, mir war das immer egal, weil ich ja ein Leben hatte wie ich es wollte.

Und da ich keinen Kontakt habe, obliegt die Pflege meiner Eltern mir nicht mehr- maximal noch finanziell, was für mich dann OK wäre und kann dir nur sagen, dass mir da der größte Sack genommen wurde. Aus unerklärlichen Gründen wurde mir eigentlich mein Lebtag der Weg so vorgezeichnet, dass ich die Versorgerin meiner Eltern sein muß als Erstgeborene. Das war vermutlich gar nicht böse gemeint, sondern rein traditionell gedacht wie der Erstgeborene eines Bauers üblicherweise den Hof nach dessen Tod übernimmt. Nur in dieser Zeit leben wir längst nicht mehr.

candle
Ist ja hochinteressant. Meine Mutter stammt auch aus einer Bauernfamilie. Ich wußte gar nicht, dass es traditionell die älteste Tochter ist, die sich früher um die Eltern kümmerte. Bei meinen Großeltern war's nämlich die jüngste Tochter (die älteste Tochter wäre meine Mutter gewesen) und meine Mutter wiederum hatte für ihre spätere Versorgung ebenfalls die jüngste Tochter (meine Schwester auserkoren) das war schon so, seit ich denken kann und kein Familiengeheimnis oder so. Nur... meine Schwester hatte keinen Bock auf diese Rolle, nahm mit, was ging (meine Mutter versorgte fünf Jahre nachdem sie mir gesagt hatte - sie sei zu alt um sich um meine Kinder zu kümmern, damit ich arbeiten gehen kann - für acht Jahre die Kinder meiner Schwester, die damit Vollzeit arbeiten konnte. Sie kochte, putzte, holte die Kinder von der Schule ab und was so dazu gehört ) und überlässt mir jetzt den Rest.
Zumindest wird mir durch deine Erläuterungen klar, warum meine Mutter so an meiner Schwester hing (sie wollte sie für später bei der Stange halten) - warum sie es jetzt immer noch tut ist mir schleierhaft. Außer, sie glaubt ihre Ausreden und hat Mitleid mit ihr.

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peppermint patty
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Beitrag Mi., 26.12.2012, 19:05

Okay, dann kann man ihr aber immer noch klar machen - vor dem Besuch, dass die Konsequenz auf ihre Leidensnummer (was für mich quasi emotionale Erpressung ist), spätestens am Punkt zwei Dein Besuchsabbruch ist. Und zwar konsequent.
Und für den Fall- das der Notarzt her muss- gleich anrufen und dann gehen. Aber nicht erpressen lassen, sondern aussteigen.
Ist bestimmt nicht leicht - aber wenn Du da raus willst, musst Du sowohl konsequent als auch "hart" sein. Von Seiten Deiner Mutter wird kein Entgegenkommen zu erwarten sein.

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Beitrag Mi., 26.12.2012, 19:37

peppermint patty hat geschrieben:Okay, dann kann man ihr aber immer noch klar machen - vor dem Besuch, dass die Konsequenz auf ihre Leidensnummer (was für mich quasi emotionale Erpressung ist), spätestens am Punkt zwei Dein Besuchsabbruch ist. Und zwar konsequent.
Und für den Fall- das der Notarzt her muss- gleich anrufen und dann gehen. Aber nicht erpressen lassen, sondern aussteigen.
Ist bestimmt nicht leicht - aber wenn Du da raus willst, musst Du sowohl konsequent als auch "hart" sein. Von Seiten Deiner Mutter wird kein Entgegenkommen zu erwarten sein.
Erwarte ich mittlerweile auch nicht.
Ich kenne ja die einzelnen Steigerungsstufen. Wenn ich rechtzeitig aus der Nummer aussteige, dreht sich die Spirale auch nicht weiter.
So wie jetzt, wo ich auf Distanz gegangen bin. Mein Mutter hätte hundert Gelegenheit gehabt, sich ins KH einliefern zu lassen, Notarzt und Co. in Anspruch zu nehmen. Nichts. Warum? Weil sie weiß, dass es ernst ist und weil sie nicht weiß, wie es nun weiter geht, weil ich plötzlich unberechenbar reagiert habe.


candle.
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Beitrag Mi., 26.12.2012, 19:45

Da sieht man mal was man für irren Anforderungen, Traditionen und Familiensystemen folgt. So kann jede Geschichte sehr interessant werden, wenn man Zusammenhänge herstellt. Vielleicht müht sich deine Mutter ebenso sehr um die Gunst deiner Schwester wie du um ihre. Die Frage ist, ob sich bei euch sowas sprechen ließe?

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Beitrag Mi., 26.12.2012, 20:19

candle. hat geschrieben:Da sieht man mal was man für irren Anforderungen, Traditionen und Familiensystemen folgt. So kann jede Geschichte sehr interessant werden, wenn man Zusammenhänge herstellt. Vielleicht müht sich deine Mutter ebenso sehr um die Gunst deiner Schwester wie du um ihre. Die Frage ist, ob sich bei euch sowas sprechen ließe?

candle
Diese Antwort ist ganz leicht. Ein klares "Nein".
Bei uns wird nicht gestritten, nicht diskutiert und die Dinge werden auch nicht besprochen. Klar, könnte ja entweder zu Streit oder Diskussion führen.
Nicht mal auf die Frage, warum Diskussion oder Streit denn so schlimm sind (man kann sich ja wieder versöhnen) wurde mir beantwortet.
Meine Mutter wollte immer Friede, Freude Eierkuchen zwischen mir und meiner Schwester. Ich vermute, dass der Grund, bzw. das Problem in ihrer Ursprungsfamilie liegt, aber darüber wird wie über vieles andere ebenso geredet.
Ich hatte offenbar auch einen jüngeren Bruder der als Baby gestorben ist. Das habe ich von meiner Schwester erfahren, der es meine Mutter erzählt hat. Ich finde so etwas sehr, sehr traurig.
Das Problem war ja auch schon, dass während meiner Therapie, viele Dinge nicht geklärt werden konnten, weil meine Mutter ein Riesengeheimnis daraus macht. An einige Dinge kann ich mich noch aus der Kindheit erinnern (ich habe ein sehr gutes Merkvermögen) und daraus schließe ich heute, dass sich da wahre Dramen abgespielt haben müssen.
Doch... frau schweigt lieber. Aus Scham, aus Schuld... ich werde es nie erfahren, damit habe ich mich wohl oder übel abgefunden.


candle.
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Beitrag Mi., 26.12.2012, 22:08

Hm ja, das ist ein Unterschied. Wir wurden das ganze Leben mit dem Leben meiner Mutter belagert, mußten dementsprechend immer Rücksicht nehmen oder es wurden Verbote ausgesprochen. Letztlich muß man sich dann doch immer viel zusammenreimen, denke aber doch immer, dass man zum ältesten Kind immer die engste Bindung hat, auch wenn es so offensichtlich gar nicht so ausschaut. Das erste Kind ist vielleicht die erste Vertrautheit, alles was man durchmacht ist eben das erste Mal und beim zweiten Kind wird dann alles schon wesentlich lockerer gehandhabt mit den Vorerfahrungen. Das Geheimnis ist eben wohl auch jeden als Individuum zu betrachten und auf seine Weise zu lieben, nicht aber zu bevorzugen, vielleicht ist das aber auch normal?

Sicher war ich da auch etwas vernachlässigt eben auch, weil ich offenbar leichter zu handeln war, was bei meinen Geschwistern nicht war, da schangen immer unangenehme Erlebnisse mit, vielleicht war das gut für meine nchfolgenden Geschwister, weil es etwas Stabilität einbrachte, wäre die Geburtenreihenfolge anders gewesen... mag ich mir nicht ausmalen.

Letztlich macht es wenig Sinn sich zu fragen was anders hätte gehen können, da müssen Tatsachen reichen.

Was ich fragen wollte: Du hast keinen Kontakt zu deiner Schwester, hast aber irgendwas mitbekommen was dich ärgert? Wie geht das?

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Beitrag Mi., 26.12.2012, 22:44

candle. hat geschrieben:Hm ja, das ist ein Unterschied. Wir wurden das ganze Leben mit dem Leben meiner Mutter belagert, mußten dementsprechend immer Rücksicht nehmen oder es wurden Verbote ausgesprochen. Letztlich muß man sich dann doch immer viel zusammenreimen, denke aber doch immer, dass man zum ältesten Kind immer die engste Bindung hat, auch wenn es so offensichtlich gar nicht so ausschaut. Das erste Kind ist vielleicht die erste Vertrautheit, alles was man durchmacht ist eben das erste Mal und beim zweiten Kind wird dann alles schon wesentlich lockerer gehandhabt mit den Vorerfahrungen. Das Geheimnis ist eben wohl auch jeden als Individuum zu betrachten und auf seine Weise zu lieben, nicht aber zu bevorzugen, vielleicht ist das aber auch normal?

Sicher war ich da auch etwas vernachlässigt eben auch, weil ich offenbar leichter zu handeln war, was bei meinen Geschwistern nicht war, da schangen immer unangenehme Erlebnisse mit, vielleicht war das gut für meine nchfolgenden Geschwister, weil es etwas Stabilität einbrachte, wäre die Geburtenreihenfolge anders gewesen... mag ich mir nicht ausmalen.

Letztlich macht es wenig Sinn sich zu fragen was anders hätte gehen können, da müssen Tatsachen reichen.

Was ich fragen wollte: Du hast keinen Kontakt zu deiner Schwester, hast aber irgendwas mitbekommen was dich ärgert? Wie geht das?

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Nun ja, da ist ja noch meine Mutter, die nicht müde wird mir zu erzählen, wie sehr meine Schwester unter meinem unmöglichen Verhalten leidet. Wie sie weint und weint und ich, die böse Schwester weigere mich einfach zum 500sten Mal auf sie zuzugehen und so zu tun, als wäre es nicht sie gewesen, die den Kontakt zu mir abgebrochen hat. Meine Mutter ist da sehr penibel mit den Infos über meine Schwester. Bis vor Kurzem nutzte meine Mutter auch meine Tochter, die sie ab und zu besuchte, um sie gegen mich zu manipulieren und ihr erzählte, wie sehr ihre Tante unter meinem Verhalten leide. Mein Schwager hat auch bis vor kurzem alles gegeben und versucht meinen Mann zu beeinflussen, dass ich mich bei meiner Schwester entschuldigen sollte. Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Tochter und sie hatte schließlich auch keine Lust mehr, sich die Stories anzuhören und ihrerseits (unabhängig von mir) den Kontakt gegen Null reduziert. (Letzteres habe ich erst vor zwei TAgen erfahren, als ich meine Tochter fragte, ob es ein bestimmtes Ereingnis gegeben habe, warum sie nicht mehr zur Oma geht)
Wie du siehst, sorgt man schon dafür dass ich die "wichtigen" Dinge erfahre.


candle.
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Beitrag Mi., 26.12.2012, 23:29

Aschenbrödel hat geschrieben:
Nun ja, da ist ja noch meine Mutter, die nicht müde wird mir zu erzählen, wie sehr meine Schwester unter meinem unmöglichen Verhalten leidet.
Das mußt du wirklich unterbinden, auch für deine Tochter. Wenn du zu deiner Mutter gehst, gibt es einfach keine Gespräche über andere Familienangehörige.

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Beitrag Do., 27.12.2012, 10:27

Ja, das handhabe ich auch schon länger so. Von mir kommt sicher keine Frage, die meine Schwester oder ihre Familie betrifft. Was leider nichts daran ändert, dass meine Mutter mir die aktuellen Nachrichten "unter die Nase reibt".


candle.
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Beitrag Fr., 28.12.2012, 10:34

Aschenbrödel hat geschrieben: dass meine Mutter mir die aktuellen Nachrichten "unter die Nase reibt".
Ich fand genau dies einen ganz interessanten Punkt bei mir damals als ich solche Gespräche über die Familie unterband bzw. darum wiederholt bat es dem zu sagen dem es gehört.

Da war dann plötzlich NICHTS mehr.

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Beitrag Fr., 28.12.2012, 12:15

Aber der, dem es gehört, weiß es ja schon Es geht ja darum, mich auf dem Laufenden zu halten wie schlecht es meiner Schwester wegen mir geht. Ihr Leiden lohnt sich aus den bekannten Gründen ja nur, wenn ich es auch erfahre... Ansonsten sind die Gesprächsthemen wegen dieser Einschränkungen eben immer weniger, die Phasen des Schweigens immer länger. Zumal meine Mutter außer dem Tratsch tatsächlich keine anderen Interessen zu haben scheint. Und etwas anderes scheint sie auch nicht zu interessieren. Mich interessiert aber gerade das überhaupt nicht. Habe ich meine Situation in etwa deutlich gemacht? Ich finde dieses gespannte Schweigen ganz, ganz furchtbar. Wahrscheinlich liegt es daran, dass meine Mutter mich und meinen Vater durch tagelanges Schweigen gestraft hat. Ich weiß es nicht.
LG
Aschenbrödel


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Beitrag Fr., 28.12.2012, 12:57

Du verstehst, glaube ich nicht, was ich schreibe. Wenn du Ruhe willst, mußt du was tun, wenn nicht, wird dir immer wieder etwas unter die Nase gerieben. So einfach ist das. Meinen Geschwistern gefällt das Spielchen ganz gut- mir eben lange nicht mehr.

Hier schreibe ich dir einfach meine Erlebnisse. Ich weiß auch, dass diese Stille ganz komisch war, aber mir tat und tut es supergut.

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Beitrag Fr., 28.12.2012, 13:13

Ja, wir haben wohl tatsächlich ein Verständigungsproblem. Die Ruhe an sich - weil man sich nicht sieht - ist super und entspannend. Was ich mit der "quälenden Stille" meine, ist wenn man sich trifft, zusammen am Tisch sitzt und minutenlang eisiges Schweigen herrscht. Nicht weil man mit Essen beschäftigt ist oder so, nein - keiner ist anderweitig beschäftigt. Wenn ich mir die Situation vor Augen führe, dann ist es ein bisschen als habe jemand die Beteiligten entführt, sie unter Morddrohungen an einen Tisch gesetzt und gezwungen dort den Tag miteinander zu verbringen. Keiner darf aufstehen. Vor dem Bruch mit meiner Schwester hatten wir diese Situation bei Familienfeiern öfter. Meine Mutter fand das toll - waru? Bleibt mir schleierhaft.

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