Aschenbrödel in der Falle - Wie soll es weiter gehen?
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Aschenbrödel
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 50 - Beiträge: 53
Aschenbrödel in der Falle - Wie soll es weiter gehen?
Liebe Foris,
ich quäle mich schon länger mit einem Problem und hoffe, dass Ihr mir ein paar Anregungen geben könnt.
Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Am besten mit meinem Problem.
Meine Mutter hat mich mein ganzes Leben lang spüren lassen, dass ich in jeder Hinsicht eine Enttäuschung für sie bin. Ihre Erziehung bestand aus einer Mischung aus verletzender Kritik, dem Schüren von Schuldgefühlen, Drohungen, Ignoranz und Liebesentzug. Lob, Verständnis und Unterstützung sind für sie bis heute Begriffe, mit den sie, was mich betrifft, nichts anfangen kann. Ich sage das deshalb, weil sie sich meiner jüngeren Schwester gegenüber bis heute, genau gegenteilig verhält. Meine Schwester hat diese Einstellung von ihr übernommen und verhält sich mir gegenüber genauso wie meine Mutter.
Während einer Therapie vor ein paar Jahren, wurde mir empfohlen, meiner Mutter und Schwester zu sagen, wie ich mich angesichts ihres Verhaltes fühle. Die Gespräche endeten in einer Katastrophe. Meine Mutter wurde nicht müde sich laut zu fragen, was sie bei mir nur falsch gemacht hatte, warf mir vor, ich würde ihre Gesundheit ruinieren und weinte sich über meine Unverschämtheit (über meine Gefühle zu sprechen) die Augen aus. Meine Schwester weigerte sich gleich anzuhören, was ich zu sagen hatte.
Der Kontakt zu meiner Schwester ist vor fünf Jahren abgebrochen.
Meine Mutter ist nun hilfsbedürftig, kann aber noch in ihrer Wohnung leben. Meine Schwester findet keine Zeit, um sich um unsere Mutter zu kümmern. Wenn ihre Hilfe gefragt ist, hat sie gerade etwas „sehr wichtiges“ zu tun oder sie fühlt sich nicht gut. Meine Mutter hat dafür vollstes Verständnis und verlangt es nun von mir. Ja, sie verlangt, und sie zieht die gleichen Register, die auch schon in früheren Jahren zum Erfolg geführt haben. Ich helfe ihr so gut ich es angesichts meiner Angsterkrankung kann, doch es ist nie genug. Da ich aus Scham und Verzweiflung (Essentieller Tremor und Panikattacken) meinen Job aufgegeben habe, bin ich nicht nur ohne Job und ohne Aussicht auf einen, ich habe auch kein Anrecht auf finanzielle Unterstützung. Meine Mutter sieht nur, dass ich nicht berufstätig bin und hält mir bei jeder Gelegenheit vor, dass meine Schwester ja so viel zu tun habe.
Letzte Woche hat sie einen runden Geburtstag gefeiert. Ich habe mich darauf gefreut und nach Absprache mit ihr, einiges bei mir vorbereitet, weil sie an diesem Tag nicht zu Hause sein wollte. Kurz vor dem Termin sagte sie mir, dass sie es anders entschieden hätte und hat den Geburtstag bei meiner Schwester verbracht. Ich habe sie am Morgen angerufen, um ihr zu gratulieren, daraufhin würgte sie mich mit dem Satz ab, sie könne jetzt nicht reden, weil sie Besuch hätte.
Die ganzen Verletzungen, die ich von ihr in all den Jahren davongetragen hatte, kamen auf einmal hoch. Ich fühlte mich, wie der wertloseste Mensch auf Erden. Ich habe keine Kraft mehr für diese Beziehung, aber mein Pflichtgefühl macht es mir schwer, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.
Ich habe mit meiner Angst vor ihren Vorwürfen gekämpft und ihr gestern am Telefon gesagt, dass es mir schlecht geht und ich mich zurückziehen werde, bis ich mich wieder gefangen habe.
Doch wie soll es nun weitergehen?
ich quäle mich schon länger mit einem Problem und hoffe, dass Ihr mir ein paar Anregungen geben könnt.
Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Am besten mit meinem Problem.
Meine Mutter hat mich mein ganzes Leben lang spüren lassen, dass ich in jeder Hinsicht eine Enttäuschung für sie bin. Ihre Erziehung bestand aus einer Mischung aus verletzender Kritik, dem Schüren von Schuldgefühlen, Drohungen, Ignoranz und Liebesentzug. Lob, Verständnis und Unterstützung sind für sie bis heute Begriffe, mit den sie, was mich betrifft, nichts anfangen kann. Ich sage das deshalb, weil sie sich meiner jüngeren Schwester gegenüber bis heute, genau gegenteilig verhält. Meine Schwester hat diese Einstellung von ihr übernommen und verhält sich mir gegenüber genauso wie meine Mutter.
Während einer Therapie vor ein paar Jahren, wurde mir empfohlen, meiner Mutter und Schwester zu sagen, wie ich mich angesichts ihres Verhaltes fühle. Die Gespräche endeten in einer Katastrophe. Meine Mutter wurde nicht müde sich laut zu fragen, was sie bei mir nur falsch gemacht hatte, warf mir vor, ich würde ihre Gesundheit ruinieren und weinte sich über meine Unverschämtheit (über meine Gefühle zu sprechen) die Augen aus. Meine Schwester weigerte sich gleich anzuhören, was ich zu sagen hatte.
Der Kontakt zu meiner Schwester ist vor fünf Jahren abgebrochen.
Meine Mutter ist nun hilfsbedürftig, kann aber noch in ihrer Wohnung leben. Meine Schwester findet keine Zeit, um sich um unsere Mutter zu kümmern. Wenn ihre Hilfe gefragt ist, hat sie gerade etwas „sehr wichtiges“ zu tun oder sie fühlt sich nicht gut. Meine Mutter hat dafür vollstes Verständnis und verlangt es nun von mir. Ja, sie verlangt, und sie zieht die gleichen Register, die auch schon in früheren Jahren zum Erfolg geführt haben. Ich helfe ihr so gut ich es angesichts meiner Angsterkrankung kann, doch es ist nie genug. Da ich aus Scham und Verzweiflung (Essentieller Tremor und Panikattacken) meinen Job aufgegeben habe, bin ich nicht nur ohne Job und ohne Aussicht auf einen, ich habe auch kein Anrecht auf finanzielle Unterstützung. Meine Mutter sieht nur, dass ich nicht berufstätig bin und hält mir bei jeder Gelegenheit vor, dass meine Schwester ja so viel zu tun habe.
Letzte Woche hat sie einen runden Geburtstag gefeiert. Ich habe mich darauf gefreut und nach Absprache mit ihr, einiges bei mir vorbereitet, weil sie an diesem Tag nicht zu Hause sein wollte. Kurz vor dem Termin sagte sie mir, dass sie es anders entschieden hätte und hat den Geburtstag bei meiner Schwester verbracht. Ich habe sie am Morgen angerufen, um ihr zu gratulieren, daraufhin würgte sie mich mit dem Satz ab, sie könne jetzt nicht reden, weil sie Besuch hätte.
Die ganzen Verletzungen, die ich von ihr in all den Jahren davongetragen hatte, kamen auf einmal hoch. Ich fühlte mich, wie der wertloseste Mensch auf Erden. Ich habe keine Kraft mehr für diese Beziehung, aber mein Pflichtgefühl macht es mir schwer, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.
Ich habe mit meiner Angst vor ihren Vorwürfen gekämpft und ihr gestern am Telefon gesagt, dass es mir schlecht geht und ich mich zurückziehen werde, bis ich mich wieder gefangen habe.
Doch wie soll es nun weitergehen?
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Dich zurückziehen und dich um dich selbst kümmern!
Mensch, es tut mir wirklich leid was du da durchmachst...
Ich würde dir raten, wenn sie dir schon vorwirft du wärst ja nicht die Tochter die sie hätte haben wollen und an dir hätte sie alles falsch gemacht, dann "erspare" dich ihr doch! Wenn sie meint, dass du ja soooo schlimm bist, dann wird sie wohl keinen gesteigerten Wert auf deine Anwesenheit legen. Soll sich doch die Vorzeigetochter kümmern!
Und dir würde es sicherlich sehr sehr gut tun dich aus diesem destruktiven Kreis auszuklinken. Sperr dein Pflichtgefühl in den Keller, es ist fehl am Platze.
Solltest du weiterhin das Gefühl haben du schaffst es nicht, dich da loszueisen würde ich an deiner Stelle wieder darüber nachdenken mir professionelle Hilfe zu holen sonst zerstört dich das noch irgendwann.
Alles Gute!!!
Mensch, es tut mir wirklich leid was du da durchmachst...
Ich würde dir raten, wenn sie dir schon vorwirft du wärst ja nicht die Tochter die sie hätte haben wollen und an dir hätte sie alles falsch gemacht, dann "erspare" dich ihr doch! Wenn sie meint, dass du ja soooo schlimm bist, dann wird sie wohl keinen gesteigerten Wert auf deine Anwesenheit legen. Soll sich doch die Vorzeigetochter kümmern!
Und dir würde es sicherlich sehr sehr gut tun dich aus diesem destruktiven Kreis auszuklinken. Sperr dein Pflichtgefühl in den Keller, es ist fehl am Platze.
Solltest du weiterhin das Gefühl haben du schaffst es nicht, dich da loszueisen würde ich an deiner Stelle wieder darüber nachdenken mir professionelle Hilfe zu holen sonst zerstört dich das noch irgendwann.
Alles Gute!!!
*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*
"Die größte Macht hat wohl das richtige Wort zur richtigen Zeit..."
Mark Twain
"Die größte Macht hat wohl das richtige Wort zur richtigen Zeit..."
Mark Twain
was für ein mutiger schritt!!!Aschenbrödel hat geschrieben: Ich habe mit meiner Angst vor ihren Vorwürfen gekämpft und ihr gestern am Telefon gesagt, dass es mir schlecht geht und ich mich zurückziehen werde, bis ich mich wieder gefangen habe.
du hast dir bestimmt schon gedanken gemacht, wie es weitergehen soll, oder?! magst du uns an denen teilhaben lasen?
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Fundevogel
- [nicht mehr wegzudenken]
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, 50 - Beiträge: 1303
Hallo Aschenbrödel,
erstmal herzlich willkommen hier im Forum - schön, daß du den Weg hierher gefunden hast.
Es tut mir sehr leid, daß du so viel Streß mit deiner Mutter hast.
Sie hat sich dir gegenüber unmöglich und respektlos verhalten
und ich finde, das solltest du dir nicht gefallen lassen.
Ich finde es auch mutig und gut, daß du dich schonmal zurückgezogen hast
und dabei würde ich auch bleiben.
Du bist auch krank, nicht nur deine Mutter, vergiß das nicht.
Vielleicht kannst du auch nochmal überlegen, dir in dieser emotional verzwickten Situation
nochmal professionelle Hilfe zu holen für einen unabhängigen Blick von außen.
Du mußt dabei auch an deine eigenen Kinder denken, die auch eine gesunde
und glückliche Mutter brauchen.
Nur Mut, Aschenbrödel, du bist auf dem richtigen Weg
ich wünsche dir alles Gute dafür
erstmal herzlich willkommen hier im Forum - schön, daß du den Weg hierher gefunden hast.
Es tut mir sehr leid, daß du so viel Streß mit deiner Mutter hast.
Sie hat sich dir gegenüber unmöglich und respektlos verhalten
und ich finde, das solltest du dir nicht gefallen lassen.
Ich finde es auch mutig und gut, daß du dich schonmal zurückgezogen hast
und dabei würde ich auch bleiben.
Du bist auch krank, nicht nur deine Mutter, vergiß das nicht.
Vielleicht kannst du auch nochmal überlegen, dir in dieser emotional verzwickten Situation
nochmal professionelle Hilfe zu holen für einen unabhängigen Blick von außen.
Du mußt dabei auch an deine eigenen Kinder denken, die auch eine gesunde
und glückliche Mutter brauchen.
Nur Mut, Aschenbrödel, du bist auf dem richtigen Weg
ich wünsche dir alles Gute dafür
Fundevogel
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Aschenbrödel
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 50 - Beiträge: 53
Erst einmal vielen Dank für Eure aufmunternden Worte und Euren Zuspruch. Ich bin was mein Handeln betrifft sehr unsicher und es tut mir gut, zu sehen, wenn auch andere diese Situation so einschätzen wie ich es tue.
Zum Thema "Pflichtgefühl in den Keller sperren". Ich würde es liebend gerne tun, wenn ich nur wüsste wie. Meine Mutter ist nämlich als Miniausgabe in meinem Kopf und sobald ich etwas tue, was nicht in ihrem Sinne ist, betet sie mir vor, was ich zu tun habe, kritisiert mich, beklagt sich usw. wie die richtige Person. Dem zu entkommen habe ich bisher leider nicht geschafft, auch nicht in der Therapie. Was bisher geholfen hat, war Distanz, weil sich mit der Zeit das Problem immer mehr abschwächt und eine Art Wachsamkeit meinen Gedanken gegenüber. Ich muss sie erkennen, bevor sie ein negatives Gefühl hervorrufen, denn das ist wesentlich schwerer zu ändern, als meine Gedanken. Ständig wachsam zu sein, was in meinem Kopf vorgeht ist sehr anstrengend, deshalb tut mir wohl die Distanz zum "Konfliktherd" so gut.
Nichtsdestotrotz habe ich noch keine Lösung, wie es weiter gehen soll. Da sind mein Bauch und mein Verstand unterschiedlicher Meinung. Wäre es nicht meine Mutter, wäre das Thema längst vom Tisch, denn mit solchen Menschen möchte ich nichts zu tun haben. In diesem Fall greifen aber jahrelange streng katholische Erziehung mit allem Drum und Dran und das sitzt tief. Dh. ich bin nicht sicher, ob ich das schlechte Gewissen (wenn auch unbegründet) jemals loswerde.
Mein momentaner Handlungsplan sieht so aus, dass ich erst einmal auf Abstand bleibe, auch wenn mein Innerer Kritiker Purzelbäume schlägt. Bis ich eine Vorstellung habe, wie ich im Zusammentreffen mit meiner Mutter handeln kann. Ich werde - ganz gleich was ich tue, ihr Gefühle mir gegenüber wohl kaum ändern können und sie ist nicht bereit Licht in die Sache zu bringen und sich auf meine Gefühle einzulassen. Darin sehe ich eine unlösbare Situation.
Wie seht Ihr das?
LG
Aschenbrödel
Zum Thema "Pflichtgefühl in den Keller sperren". Ich würde es liebend gerne tun, wenn ich nur wüsste wie. Meine Mutter ist nämlich als Miniausgabe in meinem Kopf und sobald ich etwas tue, was nicht in ihrem Sinne ist, betet sie mir vor, was ich zu tun habe, kritisiert mich, beklagt sich usw. wie die richtige Person. Dem zu entkommen habe ich bisher leider nicht geschafft, auch nicht in der Therapie. Was bisher geholfen hat, war Distanz, weil sich mit der Zeit das Problem immer mehr abschwächt und eine Art Wachsamkeit meinen Gedanken gegenüber. Ich muss sie erkennen, bevor sie ein negatives Gefühl hervorrufen, denn das ist wesentlich schwerer zu ändern, als meine Gedanken. Ständig wachsam zu sein, was in meinem Kopf vorgeht ist sehr anstrengend, deshalb tut mir wohl die Distanz zum "Konfliktherd" so gut.
Nichtsdestotrotz habe ich noch keine Lösung, wie es weiter gehen soll. Da sind mein Bauch und mein Verstand unterschiedlicher Meinung. Wäre es nicht meine Mutter, wäre das Thema längst vom Tisch, denn mit solchen Menschen möchte ich nichts zu tun haben. In diesem Fall greifen aber jahrelange streng katholische Erziehung mit allem Drum und Dran und das sitzt tief. Dh. ich bin nicht sicher, ob ich das schlechte Gewissen (wenn auch unbegründet) jemals loswerde.
Mein momentaner Handlungsplan sieht so aus, dass ich erst einmal auf Abstand bleibe, auch wenn mein Innerer Kritiker Purzelbäume schlägt. Bis ich eine Vorstellung habe, wie ich im Zusammentreffen mit meiner Mutter handeln kann. Ich werde - ganz gleich was ich tue, ihr Gefühle mir gegenüber wohl kaum ändern können und sie ist nicht bereit Licht in die Sache zu bringen und sich auf meine Gefühle einzulassen. Darin sehe ich eine unlösbare Situation.
Wie seht Ihr das?
LG
Aschenbrödel
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Aschenbrödel
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 50 - Beiträge: 53
Meine Mutter hat heute Abend angerufen, ob ich wieder gesund bin. Normalerweise ist Donnerstag der Tag, wo ich zu ihr gehe und ihr den Haushalt mache, einkaufe usw. Sie wollte schauen, ob ich morgen komme. Am Gesprächsverlauf merkte ich, dass sie überrascht war, dass eben nicht alles wieder in Ordnung ist. Es gab lange Schweigephasen im Gespräch. Ich hatte nichts zu sagen und sie wußte nicht, wie sie reagieren sollte. Schweigephasen im Gespräch sind mir immer sehr unangenehm, ich habe dann immer das Gefühl, ich muss das Gespräch am Laufen halten, doch heute war ich nicht in der Lage. Mein Herz schlug bis zum Hals, meine Hände zitterten, ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Ich wollte nur noch weinen, habe es aber nicht getan. Ich habe es tatsächlich geschafft, ruhig das vom letzten Mal zu wiederholen, dass es mir nicht gut geht und ich Ruhe brauche.
Als ich das Gespräch beendete, ging es mir richtig schlecht. Ich hatte vor Jahren eine Angststörung, dem folgte dann der erste Anfall eines Essentiellen Tremors. Der Tremor ging nicht mehr weg, aber im Laufe der Jahre lernte ich mit ihm zu leben. Auch die Angststörung verschwand. Jetzt ist alles wieder da - besonders der Tremor, den ich an beiden Händen habe. Medis schlagen leider nicht dagegen an.
Mir ist klar geworden, dass ich sie vorerst nicht sehen will. Schon das Gespräch war heute so belastend, dass ich mir das in absehbarer Zeit nicht zumuten möchte.
Ich bin momentan ziemlich am Boden.
Als ich das Gespräch beendete, ging es mir richtig schlecht. Ich hatte vor Jahren eine Angststörung, dem folgte dann der erste Anfall eines Essentiellen Tremors. Der Tremor ging nicht mehr weg, aber im Laufe der Jahre lernte ich mit ihm zu leben. Auch die Angststörung verschwand. Jetzt ist alles wieder da - besonders der Tremor, den ich an beiden Händen habe. Medis schlagen leider nicht dagegen an.
Mir ist klar geworden, dass ich sie vorerst nicht sehen will. Schon das Gespräch war heute so belastend, dass ich mir das in absehbarer Zeit nicht zumuten möchte.
Ich bin momentan ziemlich am Boden.
Aschenbrödel
es gibt bei dir/euch ganz bestimmt Organisationen die hilfsbedürftige Rentner helfen (Putzen, einkaufen, Versorgung,...)
gib deiner Mutter deren Nummer oder rufe dort selbst an und schicke die zu deiner Mutter.
Mit deine Steuergelder subventionierst du diese Dienstleistungen für Rentner.
Die Kümmern sich dann um deine Mutter und du hast deine Pflicht getan. Danach kannst du dich um dichselbst kümmern
und brauchst du dir um deine Mutter keine Sorgen mehr zu machen.
es gibt bei dir/euch ganz bestimmt Organisationen die hilfsbedürftige Rentner helfen (Putzen, einkaufen, Versorgung,...)
gib deiner Mutter deren Nummer oder rufe dort selbst an und schicke die zu deiner Mutter.
Mit deine Steuergelder subventionierst du diese Dienstleistungen für Rentner.
Die Kümmern sich dann um deine Mutter und du hast deine Pflicht getan. Danach kannst du dich um dichselbst kümmern
und brauchst du dir um deine Mutter keine Sorgen mehr zu machen.
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Aschenbrödel
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 50 - Beiträge: 53
Danke für den Tipp. Ja, ich habe heute auch schon an sowas in der Richtung gedacht und schon war die Mini-Mutter in mir wieder am Toben. "Was soll das? Bist du dir jetzt zu fein, um sich um deine alte Mutter zu kümmern? Du wirst es noch bereuen, wenn ich mal tot bin, dass du keine Zeit für mich hattest."
Ich werde mich auf jeden Fall informieren ob es so eine Organisation hier in der Nähe gibt.
Ich werde mich auf jeden Fall informieren ob es so eine Organisation hier in der Nähe gibt.
aber du kümmerst dich doch um deine Mutter da du Hilfe schickst?Aschenbrödel hat geschrieben: "Was soll das? Bist du dir jetzt zu fein, um sich um deine alte Mutter zu kümmern? .
Was ich so in deinem 1. Bericht lese sollte das schon reichen.
würde meine Mutte mich so behandelen würde wäre das gan klarer Kontaktbruch ohne wenn und aber.
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Aschenbrödel
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 50 - Beiträge: 53
Man hat mir schon oft gesagt, dass ich zu viel Mitgefühl mit anderen habe und wenn ich darüber nachdenke, dann ist da wohl etwas dran. Mein Verstand sagt mir ja auch, dass ich mir so ein Verhalten von niemandem bieten lassen muss, nicht mal von der eigenen Mutter. Eines ist mir aber wirklich klar geworden, ganz gleich wie viel Angst ich überwinden muss - denn ich habe Angst vor ihr (meiner Mutter), vor ihrer Art, einen in einem Moment der Schwäche zu erwischen und so richtig zu treffen - ich werde mich selbst nicht noch einmal verraten.
Ich habe das Buch über die Versöhnung mit dem Inneren Kind gelesen und ich finde die Vorstellung schön. Es ist auch jetzt ein gutes Gefühl, mir vorzustellen, dass ich es endlich geschafft habe, mein Inneres Kind zu beschützen.
Ich habe das Buch über die Versöhnung mit dem Inneren Kind gelesen und ich finde die Vorstellung schön. Es ist auch jetzt ein gutes Gefühl, mir vorzustellen, dass ich es endlich geschafft habe, mein Inneres Kind zu beschützen.
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Fundevogel
- [nicht mehr wegzudenken]
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, 50 - Beiträge: 1303
Liebe Aschenbrödel,
ich finde die Idee sehr gut, deiner Mutter eine Unterstützung durch Hilfsdienste zu organisieren.
Außerdem, wenn du vor Angst zu zittern beginnst wegen ihr - oder warum auch immer - da kannst du doch gar nichts tun für sie. Also wenn meine Hände so zittern, dann tu ich mir schwer mit Hausarbeit...
Ich finde es gut, wie du zu dir gestanden bist, super, Aschenbrödel
ich finde die Idee sehr gut, deiner Mutter eine Unterstützung durch Hilfsdienste zu organisieren.
Außerdem, wenn du vor Angst zu zittern beginnst wegen ihr - oder warum auch immer - da kannst du doch gar nichts tun für sie. Also wenn meine Hände so zittern, dann tu ich mir schwer mit Hausarbeit...
Ich finde es gut, wie du zu dir gestanden bist, super, Aschenbrödel
Fundevogel
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Aschenbrödel
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 50 - Beiträge: 53
Den Handtremor habe ich jetzt schon seit Jahren, wenn ich nicht gestresst bin, komme ich privat auch ganz gut klar. Wenn ich aber Stress habe, jetzt wo ich Angst vor neuen Vorwürfen und Drohungen habe, dann wird der Tremor verstärkt, dass ich gar nicht mehr handlungsfähig bin. Deshalb bin ich auch nicht berufstätig, weil schon der normale Job-Stress ein Handeln unmöglich macht.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich, dass ich mich zumindest wegen der Hausarbeit bei meiner Mutter um jemanden kümmern werde, der das übernimmt. Das sollte mich in der Situation zumindest ein wenig entlasten.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich, dass ich mich zumindest wegen der Hausarbeit bei meiner Mutter um jemanden kümmern werde, der das übernimmt. Das sollte mich in der Situation zumindest ein wenig entlasten.
nein, es entlastet deine Mutter.Aschenbrödel hat geschrieben: Das sollte mich in der Situation zumindest ein wenig entlasten.
du bist nicht für sie verantwortlich.
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Aschenbrödel
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 50 - Beiträge: 53
Es wäre ein großer Fortschritt für mich, wenn ich mir das wirklich klar machen könnte. Vom Verstand her weiß ich das, aber mein Pflichtgefühl macht mir richtig zu schaffen. Meine Mutter machte in der Erziehung niemals halbe Sachen und es hat ganz gut wohl funktioniert. Aber, ich arbeite daran.
Danke für Eure Unterstützung
Danke für Eure Unterstützung
Hallo Aschenbrödel!
Ich kenne das sehr gut und bin vor allem so groß geworden, dass ich meine Mutter pflegen müßte, wenn es mal soweit ist. Diese Vorstellung war enorm gruselig irgendwann, da ich ja schon mein Lebtag nichts anderes getan habe mich erst seelisch zu kümmern und dann später medizinisch.
Ich finde es gut, dass du morgen nicht kannst. Ich hoffe, dass du das gut aushalten kannst. Und warum um jemanden kümmern? Du hast doch eine Schwester, soll die doch gerne mal ran. Ruhe dich aus, vielleicht findet sich von allein eine Lösung.
Es ist ja auch nicht so, dass deine Mutter so bedürftig ist, dass sie nichts allein hinkriegt und habe oftmals darüber nachgedacht, dass diese Hilfe auch einfach falsch sein kann und der Selbständigkeit des anderen beraubt. OK, es ist ein scheinbar festes System, aber es läßt sich verändern, nur allein dadurch, wenn du dich zurücknimmst.
Ich bin zum Glück raus aus allem, und das tut wirklich gut, wenn man diesen dicken Sack nicht mehr auf dem Rücken hat. Du schaffst das!
Viele Grüße!
candle
Ich kenne das sehr gut und bin vor allem so groß geworden, dass ich meine Mutter pflegen müßte, wenn es mal soweit ist. Diese Vorstellung war enorm gruselig irgendwann, da ich ja schon mein Lebtag nichts anderes getan habe mich erst seelisch zu kümmern und dann später medizinisch.
Ich finde es gut, dass du morgen nicht kannst. Ich hoffe, dass du das gut aushalten kannst. Und warum um jemanden kümmern? Du hast doch eine Schwester, soll die doch gerne mal ran. Ruhe dich aus, vielleicht findet sich von allein eine Lösung.
Es ist ja auch nicht so, dass deine Mutter so bedürftig ist, dass sie nichts allein hinkriegt und habe oftmals darüber nachgedacht, dass diese Hilfe auch einfach falsch sein kann und der Selbständigkeit des anderen beraubt. OK, es ist ein scheinbar festes System, aber es läßt sich verändern, nur allein dadurch, wenn du dich zurücknimmst.
Ich bin zum Glück raus aus allem, und das tut wirklich gut, wenn man diesen dicken Sack nicht mehr auf dem Rücken hat. Du schaffst das!
Viele Grüße!
candle
Now I know how the bunny runs! 

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