Kann man Psychiater / Psychologen/ Thera täuschen?
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Mustermaus
Thread-EröffnerIn - Helferlein

, 29 - Beiträge: 72
Sertralin finde ich hervorragend- ob es so bleibt, ist mir ein Rätsel. Bei der Chemie haltet die Wirkung meistens nicht ewig an und entfaltet sich auch jeweils anders.
"Übertriebenes Glücksgefühl", was dem LSD bissl ähnelt (in meinem Gehirn zumindest *grins*), ist eigentlich nur eine Nebenwirkung, die in der Anfangsphase auftreten kann (bedauerlicherweise keine langfristig erwünschte Wirkung).
Aber immerhin lindert es bei mir den Drang nach Rauschgift. Vorher hab ich mich zeitweise für etwas "anderes" entschieden, bis sich der Psychiater und die Psychologin nach 2 Monaten endlich durchgesetzt haben der Doc war offenbar ganz geduldig mit mir und hinterher bin ich ihm dankbar. Ich wollte nur nicht allzu lange in Behandlung bleiben...
Meine ursprüngliche Frage lautete, ob es möglich ist, dass bei der Diagnose irgendwas schief gelaufen ist... Ich habe das Gefühl, sobald man sich an einen Fachmann wendet, wird man direkt als bescheuert eingestuft.
"Übertriebenes Glücksgefühl", was dem LSD bissl ähnelt (in meinem Gehirn zumindest *grins*), ist eigentlich nur eine Nebenwirkung, die in der Anfangsphase auftreten kann (bedauerlicherweise keine langfristig erwünschte Wirkung).
Aber immerhin lindert es bei mir den Drang nach Rauschgift. Vorher hab ich mich zeitweise für etwas "anderes" entschieden, bis sich der Psychiater und die Psychologin nach 2 Monaten endlich durchgesetzt haben der Doc war offenbar ganz geduldig mit mir und hinterher bin ich ihm dankbar. Ich wollte nur nicht allzu lange in Behandlung bleiben...
Meine ursprüngliche Frage lautete, ob es möglich ist, dass bei der Diagnose irgendwas schief gelaufen ist... Ich habe das Gefühl, sobald man sich an einen Fachmann wendet, wird man direkt als bescheuert eingestuft.
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Bescheuert nicht, aber du schilderst ja viele Symptome, die für Bl nicht untypisch sind. Insofern wundert mich, dass du nicht nachvollziehen kannst, wie jemand darauf kommt. Und logischerweise kann man manches nicht einfach hinnehmen. Das ist auch nicht Sinn einer Therapie, dass problematisches Verhalten toleriert wird, selbst wenn man die Therapie wegen anderer Schwierigkeiten aufsuchte. Da muss man sich halt entscheiden, ob man eine Therapie möchte oder nicht, wenn der Therapeut nervt.
Liebe Grüße
stern

stern
»Die Dummheit hat aufgehört sich zu schämen«
(Heidi Kastner)
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Mustermaus,deine Probleme die wollt ich wohl haben.Aber wie ist es bei sovielen Menschen,wer keine Probleme
hat,der macht sich welche.
hat,der macht sich welche.
GUT DING WILL WEILE HABEN
Natürlich ist es möglich, dass man eine falsche Diagnose bekommt. Nach allem, was du schilderst, glaube ich allerdings nicht, dass das in deinem Fall geschehen ist...Mustermaus hat geschrieben:Meine ursprüngliche Frage lautete, ob es möglich ist, dass bei der Diagnose irgendwas schief gelaufen ist...
Deine Symptome klingen für mich sehr nach BPS. Ich bin selbst betroffen und finde mich in Vielem, was du schreibst, wieder. Übrigens habe ich auch nie geklammert (eher das Gegenteil), und es gibt eine ganze Reihe angeblich Borderline-Typisches, was auf mich nicht zutrifft (keine Selbstverletzungen z.B.). Bei einer derart weit gefassten Diagnose ist das nunmal so, dass einige Merkmale auf einen zutreffen, andere nicht.
Aber im Grunde ist es auch egal, ob die Diagnose nun stimmt oder nicht. Wenn du dich gut fühlst und sowieso nichts ändern willst, macht eine Therapie keinen Sinn. Dann solltest du den Platz meiner Meinung nach lieber für jemanden frei machen, der die gebotene Hilfe auch in Anspruch nehmen will. Vielleicht ist es aktuell auch einfach nicht der richtige Zeitpunkt für dich, eine Therapie zu machen. Du kannst sie ja auch abbrechen und später neu eine Therapie beginnen, wenn du irgendwann doch die Notwendigkeit verspürst.
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Candykills
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, 31 - Beiträge: 5146
Sag mal, das ist nun der dritte abwertende Kommentar, den ich heute Morgen von dir lese. Haste bald genug um dich geschlagen? Vielleicht solltest du mal einen Psychotherapeuten bezüglich deiner Problematik konsultieren.Gelli hat geschrieben:Mustermaus,deine Probleme die wollt ich wohl haben.Aber wie ist es bei sovielen Menschen,wer keine Probleme
hat,der macht sich welche.
Ich bin wie einer, der blindlings sucht, nicht wissend wonach noch wo er es finden könnte. (Pessoa)
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Noenergetik
- Forums-Gruftie

, 38 - Beiträge: 947
ich kann verstehen, das es Dich stört diese Diagnose zu bekommen, Borderline ist nunmal stigmatisierend.
Niemand möchte gesagt bekommen, "überleg mal was mit dir nicht stimmt", das ist natürlich abwertend..
Wie wäre es wenn Du mit einem Therapeuten arbeitest, der nicht soviel Wert auf Diagnosen und sogenannte "Störungen" legt ( natürlich für die Krankenkasse muss er eine erstellen), sondern einen, der den Menschen ganzheitlich betrachtet, davon ausgeht das mit Dir natürlich alles stimmt - aber irgendetwas ist ins Ungleichgewicht geraten und ihr arbeitet gemeinsam daran wieder ein Gleichgewicht herzustellen?
Du mußt Dich wohlfühlen und Vertrauen haben in den Therapeuten/Therapeutin sonst ist es sinnfrei.
Offensichtlich hast Du noch nicht wirklich die Person gefunden, die zu Dir paßt.
Niemand möchte gesagt bekommen, "überleg mal was mit dir nicht stimmt", das ist natürlich abwertend..
Wie wäre es wenn Du mit einem Therapeuten arbeitest, der nicht soviel Wert auf Diagnosen und sogenannte "Störungen" legt ( natürlich für die Krankenkasse muss er eine erstellen), sondern einen, der den Menschen ganzheitlich betrachtet, davon ausgeht das mit Dir natürlich alles stimmt - aber irgendetwas ist ins Ungleichgewicht geraten und ihr arbeitet gemeinsam daran wieder ein Gleichgewicht herzustellen?
Du mußt Dich wohlfühlen und Vertrauen haben in den Therapeuten/Therapeutin sonst ist es sinnfrei.
Offensichtlich hast Du noch nicht wirklich die Person gefunden, die zu Dir paßt.
Es gibt ja auch verschiedene Arten, Diagnosen zu betrachten. Es kann gefragt werden: "Was hat man dir, Patient, angetan?" oder: "Was tust du, Patient, Anderen an?" oder: "Wie fühlst du, Patient, dich?". Die Diagnose BPS legt den Schwerpunkt auf die zweite Frage. Eine Diagnose mit dem Namen "Depression" legt den Schwerpunkt auf die dritte Frage. All diese Worte verschleiern aber, dass der Patient selbst immer noch derselbe ist, nur hat er eben verschiedene Facetten. Er wurde verletzt, er verletzt Andere, und er hat Angst oder ist traurig oder gehemmt. Das trifft auf alle zu. Wenn das erst mal verstanden wurde, spielt die Frage nach der Diagnose keine Rolle mehr.
Ich stimme dir zu, dass man Diagnosen auf verschiedene Arten betrachten kann, verstehe aber nicht, weshalb du den Schwerpunkt bei BPS auf der zweiten von dir gestellten Frage siehst.isabe hat geschrieben:Es gibt ja auch verschiedene Arten, Diagnosen zu betrachten. Es kann gefragt werden: "Was hat man dir, Patient, angetan?" oder: "Was tust du, Patient, Anderen an?" oder: "Wie fühlst du, Patient, dich?". Die Diagnose BPS legt den Schwerpunkt auf die zweite Frage.
Ich habe das nie so erlebt. Gerade in der Therapie wurde mir niemals so etwas wie "Schuld" an meiner Diagnose oder eine daraus resultierende "Täterschaft" unterstellt, und meine Therapeuten waren alle in der Lage, mich mit meinen individuellen Problemen zu sehen und nicht primär die Diagnose.
Im Alltag mag das anders sein, aber da hat man es ja selbst in der Hand, wem man von seinen Diagnosen erzählt. Ich halte mich damit äußerst bedeckt und fahre gut damit. Und da mein Verhalten nach außen hin auch nicht so ist, wie sich das die Allgmeinheit so vorstellt mit Borderline, ist bislang auch niemand von selbst drauf gekommen.
Das Problem der Threadstellerin scheint mir eher, dass sie selbst Vorurteile gegenüber Borderline-Patienten hat. Zumindest kann ich mir nur so erklären, dass sie sich derart gegen diese Diagnose sträubt.
In einer Gruppentherapie habe ich übrigens eine ganze Reihe Borderliner kennengelernt. Die Unterschiede zwischen uns haben die Gemeinsamkeiten bei Weitem überwogen.
Ein Merkmal der Borderlinestörung ist aber das Einbeziehen der Bezugspersonen, denen man mit seinem Verhalten ja wirklich etwas antut, auch wenn es nur das Klammern ist oder die Angst, verlassen zu werden. Wenn das alles wegfällt, dann ist Borderline eher unwahrscheinlich oder schwach ausgeprägt. Dass kompetente Therapeuten nicht werten, ist eh klar.Ich habe das nie so erlebt. Gerade in der Therapie wurde mir niemals so etwas wie "Schuld" an meiner Diagnose oder eine daraus resultierende "Täterschaft" unterstellt, und meine Therapeuten waren alle in der Lage, mich mit meinen individuellen Problemen zu sehen und nicht primär die Diagnose.
Naja, man kann als Angehöriger eines Borderliners auch unter dessen impulsiven emotionalen Ausbrüchen leiden, unter den Folgen seines Drogenkonsums, unter sexuellen Eskapaden, unter der Manipulation, den histrionischen Aspekten, der Abwertung usw.
Das sind hohe Belastungen die vollkommen typisch sind und die zeigen das es keineswegs "nur" am Klammern liegt.
Die Ausprägung und Vielzahl möglicher Belastungen von Angehörigen eines Borderliners ist im Buch "Schluss mit dem Eiertanz" ganz gut erklärt.
Das sind hohe Belastungen die vollkommen typisch sind und die zeigen das es keineswegs "nur" am Klammern liegt.
Die Ausprägung und Vielzahl möglicher Belastungen von Angehörigen eines Borderliners ist im Buch "Schluss mit dem Eiertanz" ganz gut erklärt.
After all this time ? Always.
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Noenergetik
- Forums-Gruftie

, 38 - Beiträge: 947
Genauso sehe ich das auch. Und deshalb ist diese Diagnose nun mal stigmatisierend, es können sich nicht alle Menschen von Vorurteilen und Wertungen frei machen. ( Wer kann das denn schon komplett? Der möge sich melden! )
Wer das Wort "Borderline" hört, wird verschiedene Dinge damit assoziieren, wie auch immer geartet, das man deshalb ein Problem mit dieser Diagnose hat, wenn man sie bekommt ist doch mehr als nachvollziehbar.
Wer das Wort "Borderline" hört, wird verschiedene Dinge damit assoziieren, wie auch immer geartet, das man deshalb ein Problem mit dieser Diagnose hat, wenn man sie bekommt ist doch mehr als nachvollziehbar.
Ich denke nicht das meine Aufzählung wertend war. Es handelt sich lediglich um eine, unvollständige, Liste an Möglichkeiten die Problematik von Angehörigen betreffend.
Psychische Erkrankungen allgemein sind stigmatisierend. Das ist nichts was sich auf die Persönlichkeitsstörungen beschränkt.
Die Frage ist ob es Sinn macht allein aus diesem Grund eine Diagnose kategorisch abzulehnen und nicht in Erwägung zu ziehen das sie zutreffend sein könnte.
Psychische Erkrankungen allgemein sind stigmatisierend. Das ist nichts was sich auf die Persönlichkeitsstörungen beschränkt.
Die Frage ist ob es Sinn macht allein aus diesem Grund eine Diagnose kategorisch abzulehnen und nicht in Erwägung zu ziehen das sie zutreffend sein könnte.
Zuletzt geändert von kaja am Di., 10.05.2016, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
After all this time ? Always.
Ich weiß schon, warum ich meine Diagnose in der Regel für mich behalte.
Ich führe z.B. seit bald acht Jahren eine stabile Beziehung, mit der auch mein Freund nach eigener Aussage glücklich ist. Alle paar Monate kommt es mal vor, dass er unbeabsichtigt etwas sagt oder tut, was mich triggert. Dann breche ich in Tränen aus und brauche eine Weile, mich wieder einzukriegen. Wir reden dann viel und klären gemeinsam, was eigentlich passiert ist. So zeigt sich also meine Krankheit in meiner Beziehung, allerdings kenne ich einige "gesunde" Paare, die weitaus gravierendere Probleme habe.
Ja gut, wenn sich die Störung durch das zeigt, was du hier aufzählst, haben es Angehörige wirklich schwer. Aber das trifft ja nun auch nicht auf alle Betroffenen gleichermaßen / gleich stark zu.kaja hat geschrieben:Naja, man kann als Angehöriger eines Borderliners auch unter dessen impulsiven emotionalen Ausbrüchen leiden, unter den Folgen seines Drogenkonsums, unter sexuellen Eskapaden, unter der Manipulation, den histrionischen Aspekten, der Abwertung usw.
Ich glaube, Angehörige psychisch Kranker sind immer ein Stück weit mit betroffen. Auch als Partner einer schwer Depressiven, die sich zu nichts mehr aufraffen kann, hat man es schließlich nicht leicht. Das Einbeziehen der Bezugspersonen muss bei Borderlinern nicht zwangsweise so im Vordergrund stehen.isabe hat geschrieben:Ein Merkmal der Borderlinestörung ist aber das Einbeziehen der Bezugspersonen, denen man mit seinem Verhalten ja wirklich etwas antut, auch wenn es nur das Klammern ist oder die Angst, verlassen zu werden.
Ich führe z.B. seit bald acht Jahren eine stabile Beziehung, mit der auch mein Freund nach eigener Aussage glücklich ist. Alle paar Monate kommt es mal vor, dass er unbeabsichtigt etwas sagt oder tut, was mich triggert. Dann breche ich in Tränen aus und brauche eine Weile, mich wieder einzukriegen. Wir reden dann viel und klären gemeinsam, was eigentlich passiert ist. So zeigt sich also meine Krankheit in meiner Beziehung, allerdings kenne ich einige "gesunde" Paare, die weitaus gravierendere Probleme habe.
Ich sagte ja auch nicht das es sich um eine Aufzählung handelt die immer und in allen Punkten auf jeden zutrifft.
Es ist eine, unvollständige, Liste von Möglichkeiten der Auswirkungen auf Angehörige und soll aufzeigen das es nicht auf das Klammern beschränkt ist.
Siehe meinen /edit.
Es ist eine, unvollständige, Liste von Möglichkeiten der Auswirkungen auf Angehörige und soll aufzeigen das es nicht auf das Klammern beschränkt ist.
Siehe meinen /edit.
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Das wollte ich sagen! Weil es eben auf die Ebene ankommt, auf der die Diagnose sich bewegt. Auch ein Depressiver ist aggressiv, nur steht, wenn man sich selbst so sieht oder der Therapeut diesen Aspekt benennt, das Niedergeschlagene im Vordergrund. Dass der Depressive Aggressionen hat, die er jedoch gegen sich selbst richtet, obwohl er sie eigentlich gegen seine Umwelt fühlt, kommt beim Wort "Depression" nur nicht so raus. Bei der Diagnose "BPS" ist es genau andersrum. Beide aber leiden, beide wurden in der Kindheit verletzt, und beide tun ihrer Umwelt etwas an. Nur das Wort macht, dass alles ein bisschen anders aussieht.Auch als Partner einer schwer Depressiven, die sich zu nichts mehr aufraffen kann, hat man es schließlich nicht leicht
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