Gruppentherapie - hat schlecht angefangen

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.
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münchnerkindl
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 17:16

Poetry_Slam hat geschrieben: Mo., 06.07.2020, 08:35 Guten Morgen!
Mich hat das gestern sehr beschäftigt. Ich hatte fest auf die Gruppe gezählt und es ist für mich jetzt sehr schwer, den Abbruch zu erwägen. Ich bin halt selbst in einer derart schwierigen Situation,


Aber eine Therapie die dann keinerlei stützenden Effekt hat weil du da auch nur wieder angegangen und runtergezogen wirst wird dir da auch nicht nützen.

Wenn du kurzfristig Unterstützung und Gespräche brauchst könnte evtl der Sozialpsychiatrische Dienst eine vorübergehende Anlaufstelle sein. Evtl könntest du auch mal bei Frauenberatungsstellen schauen ob es bei dir in der Nähe Gruppenangebote für Frauen gibt. Die sind in der Regel so gestaltet dass sie auch von traumatisierten Frauen besucht werden können, also mit besonderem Gewicht auf Respekt und Schutz vor Übergriffen.

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münchnerkindl
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 17:23

Poetry_Slam hat geschrieben: Mo., 06.07.2020, 08:37 Und da liegt für mich die Chance drin. Ich leide im echten Leben ja nicht an den netten Menschen. Und im echten Leben werden oft genug auch nicht die Mindeststandards eingehalten, auf der Arbeit ist das die Regel und im Privatleben tauchen auch immer mal wieder "herausfordernde" Menschen auf. In der Gruppe könnte ich den Umgang damit trainieren. Eine Alpaka-Streicheltherapie wäre schöner aber nicht zielführend in der Hinsicht. Und da bin ich in der Gruppe im Vorteil, wenn ich erkannt habe, dass die anderen kein anderes Verhalten KÖNNEN.


Bringt bei mir nichts. Ich kann mich in Situationen wo es keine negativen Konsequenzen geben kann, zB bei ehrenamtlicher Hilfe in einem Verein wunderbar gegen sowas abgrenzen und es beim einen Ohr rein und beim anderen rausgehen lassen oder auch mal gezielt Kontra geben.

Die wirklichen Probleme mit solchen Menschen fangen bei mir in dem Moment an wo diese in irgendeiner Form von Machtposition sind. ZB Mitarbeiter in Firma, Amt etc. Und diese Situation wird in so einer konfrontativen Therapie ja nicht nachgestellt.


Ausserdem, meiner Meinung nach muss man für solche Übungsaktionen schon relativ stabil sein, wenn man gerade labil ist ist das nicht möglich, weil es einfach nur das Stresslevel weiter hochdreht ohne dass es zu einem Lerneffekt kommen kann.


mio
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 17:31

Ich schildere Dir mal ein Beispiel aus meinem Leben:

Ich ca. drei, mein Cousin ca. vier Jahre alt gemeinsam im Sandkasten.

Ich will mit seinem Bagger spielen, er will ihn mir nicht geben. Großes Geschrei, wir schmeißen uns Sand ins Gesicht, irgendwann renne ich heulend zu meiner Oma. Meine Oma tröstet mich erst mal und fragt mich dann was denn los ist? Ich erzähle also schluchzend von meinem "bösen Cousin" der mich nicht mit seinem Bagger spielen lassen will obwohl ich das doch so DRINGEND WILL.

Meine Oma erklärt mir, dass er mir das verweigernd darf weil es sein Bagger ist. Und dass ich ihn freundlich fragen und bitten soll, dann lässt er mich sicher auch damit spielen. Und wenn nicht dann muss ich das akzeptieren, ich muss ihm dann aber auch nicht meine Spielsachen geben wenn er das will. Gleiches Recht für alle.

Zur gleichen Zeit läuft die Situation parallel bei meinem Onkel ab, mit meinem Cousin. Der erzählt ihm in etwa das Gleiche, erinnert ihn aber auch daran, dass er sich überlegen soll ob er ihn mir nicht doch gibt da es ihm sonst genauso gehen könnte wie mir wenn er etwas von mir will.

Am Ende sitzen wir wieder gemeinsam im Sandkasten und haben gelernt wie wir die Situation so lösen können dass wir weiterhin Freunde bleiben und sich keiner benachteiligt fühlt.

Es ist niemand "zwischen uns" gegangen, statt dessen haben wir beide einen guten Rat erhalten wie wir unseren Konflikt so lösen können dass wir am Ende beide zufrieden sind und zwar OHNE Einmischung von außen.

Es geht nicht darum dass da niemand etwas dazu sagt sondern dass das Kind selbst Kompetenzen entwickelt die Situation selbstständig zu bewältigen und zu lösen.

So könnte man dem Kind das die Stifte weggenommen bekommt zB. sagen dass das andere Kind das nicht darf (so es das nicht darf) und das es ihm das ruhig auch so sagen kann. Wenn das andere Kind dann immer noch nicht aufhört dann soll das Kind einfach mit den Stiften weggehen und nicht mehr mit dem Kind spielen bzw. es ignorieren. Erst DANN würde ich eingreifen, also wenn das so nicht funktioniert und das aggressive Kind das andere Kind verfolgt obwohl dieses ihm gesagt hat dass es das lassen soll.

Handhaben das alle im Umfeld so dann steht das aggressive Kind am Ende allein da weil keiner mehr mit ihm spielen will und kann sich selbst überlegen ob es sein Verhalten nicht doch besser mal ändert. WIE es das ändern könnte siehe oben, das muss ihm aber natürlich auch gesagt werden.

Wenn Erwachsene den Kindern die Konflikte immer abnehmen dann können die Kinder keine eigenen Lösungskompetenzen entwickeln weil sie nie die Erfahrung machen dass sie in der Lage sind Konflikte erfolgreich zu lösen. Das hat was mit Selbstwirksamkeit zu tun die so entwickelt und verbessert wird.

Mische ich mich in alle Konflikte die entstehen ein und löse sie für das Kind dann habe ich am Ende ein von anderen abhängiges Kind.

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münchnerkindl
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 18:15

mio hat geschrieben: Mo., 06.07.2020, 17:31 Wenn Erwachsene den Kindern die Konflikte immer abnehmen dann können die Kinder keine eigenen Lösungskompetenzen entwickeln weil sie nie die Erfahrung machen dass sie in der Lage sind Konflikte erfolgreich zu lösen. Das hat was mit Selbstwirksamkeit zu tun die so entwickelt und verbessert wird.

Mische ich mich in alle Konflikte die entstehen ein und löse sie für das Kind dann habe ich am Ende ein von anderen abhängiges Kind.

Ja, bei Kindern ist es auch nötig, ihnen nicht alles abzunehmen. Aber erwachsene Menschen die ein jahrzehntealtes Gewohnheitsmuster haben mit verbaler Gewalt über andere Menschen herzufallen lernen nichts, wenn man die einfach in ein Trollnest setzt und sich denkt, die Trolle sollen sich doch gegenseitig erziehen.

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mio
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 19:12

Es geht aber doch nicht darum ob die "Übergriffigen" etwas lernen sondern darum dass die TE lernt den Übergriffigen etwas entgegenzusetzen, sich also erfolgreich selbst abzugrenzen und ihren Raum einzunehmen. Nimmt ihr der Therapeut diese Aufgabe nun ab dann macht er sie von sich abhängig und verhindert die Entwicklung eigener Lösungskompetenzen.

Und da der Konflikt sich ja gerade um die Frage: "Wer muss dafür sorgen dass ich dort Raum finde?" zu drehen scheint kann ich es gut nachvollziehen dass der Therapeut da keine "Versprechen" abgibt und auch nicht einfach so bereit ist da etwas zu "erfüllen" oder zuzusichern da er dann das Problem zwar in der Gruppe "aus der Welt" geschafft hätte, nicht aber im "normalen Leben".

Die Übergriffigen und was aus denen "so wird" bzw. wie die das für sich selbst nutzen würde/n mir an Stelle der TE erst mal gepflegt sonst wo vorbeigehen, ich würde mich dafür interessieren was ich für mich aus der Situation mitnehmen kann. Würde sich das Verhältnis zu denen mit der Zeit bessern: Schön. Passiert das nicht: Auch gut.

Ich kann ja meinen persönlichen "Gewinn" nicht vom Verhalten anderer Menschen abhängig machen, damit wäre doch absolut nichts gewonnen für die eigene Entwicklung.

Inwieweit der Therapeut da einen "Plan" verfolgt der aufgehen kann vermag ich nicht zu beurteilen, ich bin keine Therapeutin und ich kenne die genaue Situation auch nicht, es wäre für mich aber auch gar nicht die Frage.

Am Ende kann man eh niemand anders ändern sondern immer nur sich selbst. Und da würde ich schauen inwieweit ich da Fortschritte machen könnte für mich und mir nicht meinen Kopf dahingehend zerbrechen ob DIE ANDEREN so Fortschritte machen können. Was geht mich denn deren Fortschritt an?

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Pinguin Pit
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 19:43

mio hat geschrieben: Mo., 06.07.2020, 17:31 Ich schildere Dir mal ein Beispiel aus meinem Leben:

Ich ca. drei, mein Cousin ca. vier Jahre alt gemeinsam im Sandkasten.

Ich will mit seinem Bagger spielen, er will ihn mir nicht geben. Großes Geschrei, wir schmeißen uns Sand ins Gesicht, irgendwann renne ich heulend zu meiner Oma. Meine Oma tröstet mich erst mal und fragt mich dann was denn los ist? Ich erzähle also schluchzend von meinem "bösen Cousin" der mich nicht mit seinem Bagger spielen lassen will obwohl ich das doch so DRINGEND WILL.

Meine Oma erklärt mir, dass er mir das verweigernd darf weil es sein Bagger ist. Und dass ich ihn freundlich fragen und bitten soll, dann lässt er mich sicher auch damit spielen. Und wenn nicht dann muss ich das akzeptieren, ich muss ihm dann aber auch nicht meine Spielsachen geben wenn er das will. Gleiches Recht für alle.

Zur gleichen Zeit läuft die Situation parallel bei meinem Onkel ab, mit meinem Cousin. Der erzählt ihm in etwa das Gleiche, erinnert ihn aber auch daran, dass er sich überlegen soll ob er ihn mir nicht doch gibt da es ihm sonst genauso gehen könnte wie mir wenn er etwas von mir will.

Am Ende sitzen wir wieder gemeinsam im Sandkasten und haben gelernt wie wir die Situation so lösen können dass wir weiterhin Freunde bleiben und sich keiner benachteiligt fühlt.

Es ist niemand "zwischen uns" gegangen, statt dessen haben wir beide einen guten Rat erhalten wie wir unseren Konflikt so lösen können dass wir am Ende beide zufrieden sind und zwar OHNE Einmischung von außen.
Ja, und jetzt stelle Dir bitte vor:
Oma sagt zu mio: das müsst ihr unter euch regeln
Onkel sagt zu Cousin: das müsst ihr unter euch regeln

Und zwar wörtlich.
Manche Vergleiche hinken ganz gewaltig.
Die Vergangenheit ist nicht tot - sie ist nicht einmal vorbei. (William Faulkner)

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Montana
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 20:01

Danke! GENAU das meinte ich.

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Poetry_Slam
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 20:03

Aber erwachsene Menschen die ein jahrzehntealtes Gewohnheitsmuster haben mit verbaler Gewalt über andere Menschen herzufallen lernen nichts, wenn man die einfach in ein Trollnest setzt und sich denkt, die Trolle sollen sich doch gegenseitig erziehen.
Ich stimme dir da zu. Andererseits hab ich auch noch nicht erlebt, dass ein Therapeut so richtig konkret wird. Dürfen die das überhaupt? Oder haben die nicht eher den Auftrag, die Klienten zur Selbsthilfe anzuleiten.

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Poetry_Slam
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 20:07

Was die bestehende Gruppe angeht, da muss ich noch hinzufügen, ist ja ein gutes Ziel, mit schwierigen Menschen umgehen zu lernen. Andererseits finde ich die Teilnehmer so extrem, dass die mich auch noch mal ganz anders reizen. Ich hab ne ganz, ganz miese Energie da mit raus genommen. Ich kenne das so nicht!

Ich meine, Therapeuten machen jahrelang Ausbildung, um bei so etwas Distanz zu wahren, für mich ist es eher zu viel.


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Beitrag Mo., 06.07.2020, 20:17

Pinguin Pit hat geschrieben: Mo., 06.07.2020, 19:43 Manche Vergleiche hinken ganz gewaltig.
Wenn Du meinen Beitrag mal im Kontext liest - dass nicht der "körperlich Stärkere" am Ende gewinnt sondern der mit den besseren sozialen Fähigkeiten - dann verstehst Du ihn vielleicht besser.

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Montana
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 20:24

Mio, dein Vergleich taugt deshalb nichts, weil ihr beide die maximal mögliche, absolut hilfreichste Hilfestellung bei diesem Konflikt bekommen habt, die überhaupt denkbar ist. Der pädagogische Idealfall. Das ist das genaue Gegenteil von "es unter sich klären". Dass es nicht sinnvoll ist, in so einem Fall, dem einen Kind den Bagger zuzuweisen und das andere zur Strafe in die Stille Ecke zu schicken, dürfte wohl klar sein. Sowas ist mit Hilfe nicht gemeint.

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Montana
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 20:38

Poetry_Slam hat geschrieben: Mo., 06.07.2020, 20:03 Andererseits hab ich auch noch nicht erlebt, dass ein Therapeut so richtig konkret wird. Dürfen die das überhaupt? Oder haben die nicht eher den Auftrag, die Klienten zur Selbsthilfe anzuleiten.
Aber klar dürfen die! In einer Klinik selbst erlebt. Das kann man machen, ohne einzelne in der Gruppe bloßzustellen, indem man Einzelgespräche führt. Wir anderen wussten von diesen Gesprächen, denn im Kliniksetting fällt das natürlich auf. Aber mit den Inhalten wurde absolut diskret umgegangen.
Es hat wirklich alles Grenzen. Die Polizei leitet Bürger auch nicht zur Selbsthilfe an. Einzige Ausnahme: wie man seine Wohnung besser vor Einbrechern schützt. Aber da geht es nur ums draußen halten, nicht ums Fangen und die Beute zurückholen.


mio
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 20:43

Montana, mir ging es im Kern wirklich darum dass das Kind "gewinnt" das soziale Kompetenzen hat und nicht das körperlich stärkere Kind. Dh. dass es besser ist dem Kind soziale Kompetenz zu vermitteln als ihm sozusagen "elterlicher Gewalt" (die einfach sanktioniert) vorzuleben.

Das ist "unter sich klären", es mischt sich ja niemand direkt ein in den Konflikt sondern es werden nur Vorschläge gemacht was getan werden kann und wie das betrachtet werden kann. OB diese Vorschläge dann umgesetzt werden vom Kind liegt ja beim Kind.

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Montana
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 20:47

PS: es gab allerdings die Regel, dass jeder den Raum verlassen und auch wieder zurückkommen darf. Das wurde selten genutzt, wochenlang überhaupt nicht. Bis ein neuer kam, vor dem irgendwann ausnahmslos alle nach draußen geflüchtet sind. Übrigens auch andere Männer; es war eine gemischte Gruppe.


No Twist
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Beitrag Mo., 06.07.2020, 20:47

Poetry_Slam hat geschrieben: Mo., 06.07.2020, 20:03
Aber erwachsene Menschen die ein jahrzehntealtes Gewohnheitsmuster haben mit verbaler Gewalt über andere Menschen herzufallen lernen nichts, wenn man die einfach in ein Trollnest setzt und sich denkt, die Trolle sollen sich doch gegenseitig erziehen.
Ich stimme dir da zu. Andererseits hab ich auch noch nicht erlebt, dass ein Therapeut so richtig konkret wird. Dürfen die das überhaupt? Oder haben die nicht eher den Auftrag, die Klienten zur Selbsthilfe anzuleiten.
Doch, ich kenne es so, dass da teilweise wertend und spielgelvorhaltend eingegriffen wird. Die dürfen also. Und selbst wenn nicht: Irgendwann muss der doch was sagen, weil auch ein Therapeut Grenzen hat. Es gibt ja konfrontative Techniken.

Das du überfordert bist, kann ich nachvollziehen und dann ist sowas nicht der richtige Ort. Man muss nicht mit jedem Scheiß umgehen können- man muss auch lernen und begreifen, dass man sich schützen muss. Das solltest du aus meiner Sicht ganz dringend tun.
Ich hab an Gestern nicht gedacht und nicht an Morgen
Es ist Nacht, ich steh am Fenster
Und für einen Augenblick leb ich im Jetzt

von: Keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen

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