Ein Danke an meinen Therapeuten

Dieser Bereich ist speziell Erfolgsberichten und positiven Erfahrungen in und durch Psychotherapien gewidmet. Wie war es und was hat Ihnen geholfen? Lassen Sie uns positive Erfahrungsberichte sammeln, die Mut machen.
Benutzeravatar

Thread-EröffnerIn
Gelli
Forums-Gruftie
Forums-Gruftie
weiblich/female, 49
Beiträge: 565
Wohnort: Niedersachsen
Status: Offline

Ein Danke an meinen Therapeuten

Beitrag Do., 30.05.2013, 07:33

Lange hab ich überlegt,ob es gut ist,aufzuschreiben wie dankbar ich dafür bin,das sich in mir "neue"Gedanken,schöne Gedanken,und "neue"Erfahrungen aufgemacht haben,und das durch die endlose Hilfe meines Therapeuten und weil ich endlich "zugelassen"habe.
Bevor sich diese "neuen"Gedanken/Erfahrungen aufmachen konnten,habe ich leider zuviel Zeit damit verbringen "müßen"zu beklagen wie "schwer"doch das Leben,bzw.mein Leben ist,ich habe mit meinem Therapeuten einen langen harten weg gehen müßen,von den zahlreichen Problemen die wir in der Therapie bearbeitet,und verarbeitet haben,von "Traumatas"bis Aussöhnung mit der Mutter,bis hin zu den eigenen "Anteilen"(Gefühle),um einige von vielen aufzuzählen.
In Bezug auf die "Anteile"war es meinem Therapeuten immer ein Anliegen,diese erstmal wahrzunehmen,ihnen Gehör zu schenken,und diese in einem zu integrieren.Dazu zählte auch immer,die Anteile an einen "guten Hafen" zu bringen zu den "Idealen Eltern".
Monatelang haben wir daran gearbeitet,wir sind angefangen indem ich dabei in drei Seiten aufschrieb was für mich "Ideale Eltern"sind,(Ideale Mutter,Idealer Vater,Ideale Eltern als Paar).
"Klein"gelli sollte sich mehr und mehr vorstellen wie es wäre zu den "Idealen Eltern"zu kommen,während "klein"gelli dazu bereit war diesen "Platz"kennen zu lernen,war ich die "Erwachsene"immer diejenige die sich darin gesperrt und versperrt hat.Nein,ich wollte mich nicht auf son "virtuellen"Mist einlassen,ja so habe ich lange Zeit gedacht,daher kamen wir monatelang nicht wirklich weiter.
Mein Thera ist aber immer geduldig und fürsorglich geblieben,oft stand auch er vor der "Grenze"ob es weitergehen kann oder nicht.Es war auch für Ihn oft nicht einfach mit mir zu arbeiten,aber ich gab ihm immer die Hoffnung und Zuversicht,das ich es schaffen möchte,diesen "Platz"für "klein"gelli zu erschaffen und das sie darin "Sicherheit"finden kann.
Diese imaginären "Vorstellungen"hatten wir öfters geübt,aber entweder hatte ich dazu keine Lust,oder verweigerte ganz einfach,oder ich spürte auch mal das mein Thera nur sein "Program"durchziehen wollte,manchesmal war er mir von der Stimme und Tempo zu schnell,in dem Sinne,schnell schnell,das muß in der Stunde noch durch.
Doch vor ein paar Wochen kam die Wendung in mir.
Mehr und mehr konnte ich mich dem Thema "Ideale Eltern"einlassen,und dann frug mich mein Thera ob es gut wäre "klein"gelli zu ihrem "Hafen der Sicherheit"zu schaffen hin zu ihren "Idealen Eltern".Diesmal gab ich mich einverstanden.Ich weiß nicht wieso,aber es war irgentwie so als ob mich im inneren jemand sagte,du Gelli es ist jetzt in Ordnung,dein Thera meint es wirklich gut mit dir.
Zuerst hat mein Thera mit mir diesen "Hafen"erarbeitet,wie er aussehen kann,welche Gerüche,Farben,Tiere,wie sich was anfühlen kann.(alles imaginär).
Dann frug er mich ob es gut sei,klein gelli dahin zu führen,wobei ich zuerst mal in Kontakt zu der kleinen gelli gehen sollte, und dann stellvertretend für alle Anteile sie aus einer ihrer schlimmsten Situation heraus
holen müße,sie an die Hand nehme und sie zusammen mit mir an ihren "Platz der Sicherheit"bringe.
Das bedeute auch,ich müße nochmal mich in die Situation begeben worin es klein gelli früher sehr schlecht ging,ob ich mir das zutrauen würde?
Ja sagte ich,und unsere imaginäre "Reise"begann zu starten.
Mein Thera hatte an diesem Nachmittag sehr viel Ruhe in seiner Stimme,ich spürte förmlich wie er mich dazu verführte auf diese "Reise"mich einzulassen.
Möchte jetzt nicht genau darauf eingehen wie die "Reise"stattfand und was mir dabei unterwegs begegnete.Nur soviel,ich habe diese "Reise"erfolgreich geführt,mich hat am Ende zu Tränen gerührt,das klein gelli mich auf den Arm der "Idealen Eltern"ansah und mit einem Lächeln der Dankbarkeit "Danke"sagte.


Teil 1
GUT DING WILL WEILE HABEN

Benutzeravatar

Thread-EröffnerIn
Gelli
Forums-Gruftie
Forums-Gruftie
weiblich/female, 49
Beiträge: 565
Wohnort: Niedersachsen
Status: Offline

Beitrag Do., 30.05.2013, 07:35

Und seither hat sich einiges bei mir im inneren verändert.Stück für Stück kommt die Erwachsene Gelli nun zum Vorschein,sie fängt an "neue"Wege,zu gehen,neue Erfahrungen zu machen,neue Gedanken zu haben.
Es kommt so etwas wie "Leichtigkeit"in mir auf,und das fühlt sich total gut an.
Klar,ich will nicht sagen,in mir hat solch eine Wandlung stattgefunden,das ich die Welt und das Leben nun rosarot sehe oder ich mich an allem erfreue,vielmehr ist es die Tatsache das ich mehr und mehr "zulasse",ich nehme die guten Momente mehr wahr,ich nehme die Menschen anders wahr,ich nehme mich anders wahr.Jeden Tag gehe ich ein klein Stückchen in die Veränderung.
Aber diesen Weg hätte ich nie gehen können,wenn ich nicht den Therapeuten an meiner Seite hätte,der mit mir alle Höhen und Tiefen durchgeht und durchlebt,der immer mir das Gefühl gibt und zwischendurch auch die Zuversicht gibt,Gelli,wohin auch Sie gehen,ob Sie mal "stehen"bleiben,oder zurückgehen,oder zu schnell nach vorne wollen,ich bin an ihrer Seite,und dadurch das er mich zusätzlich auch palliativ (unheilbar an Krebs erkrankt)begleitet,weiß ich auch um seine Sicherheit,das er mich bis zum "letzten"Atemzug begleitet.
Mein Rat an euch:Gebt euch und die Hilfe die ihr erfahrt eine Chance,seid offen zum Thera,und verstellt euch nie.


Teil 2
GUT DING WILL WEILE HABEN