Gewichtszunahme durch essen

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kleidermachenleute
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Gewichtszunahme durch essen

Beitrag Do., 26.02.2015, 23:58

Hallo Leute,

in der letzten Zeit ist mir klar geworden, dass ich unbedingt zunehmen muss. Ich bin männlich, aber wiege nur knapp über 50 kg. Die 55 Kilo-Marke werde ich noch niemals in meinem Leben überschritten haben, sofern ich überhaupt einmal dort war (eher nicht).
Ich denke, dass ich unbedingt mehr essen muss tagsüber und auch verstärkt darauf achten sollte, was ich zu mir nehme. Ein zusätzliches Problem ist, dass ich in den letzten Jahren eine regelrechte Furcht vor sehr vielen Lebensmitteln entwickelt habe, da ich nach wie vor eine sehr schlechte Haut habe (Pickel) und mir bei allem eingebildet habe, dass es einen negativen Einfluss auf meine Haut haben könnte. Diese Furcht ist jetzt nicht so gravierend, dass ich sie nicht überwinden könnte, das kann ich wohl, nur muss ich mich erst einmal wieder daran gewöhnen, mich mehr zu trauen, was Lebensmittel angeht. In den letzten Jahren war es mitunter meine Strategie, dass ich deshalb teilweise so gut wie gar nichts mehr gegessen habe - eine warme Mahlzeit am Tag, zusätzlich ein paar Scheiben Brot am Abend, das war's.
Oft bin ich auch einfach zu bequem, mir etwas zuzubereiten und natürlich kosten Lebensmittel auch Geld (mit Geld ausgeben habe ich aufgrund meiner unsicheren finanziellen Situation auch so meine Problemchen).
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich muss zunehmen!! Alleine schon aus ästhetischen Gründen.. ich habe so ziemlich den schlimmsten Körper, den ich jemals gesehen habe
Ich weiß, dass auch Kraftsport immens wichtig wäre, aber erst einmal möchte ich meine Ernährung in den Griff bekommen, dann nehme ich sowas in Angriff.

Ich kann mir vorstellen, dass hier so manch einer in der Lage war, schon einmal zunehmen zu müssen. Daher meine Frage: was hat für euch funktioniert? Gibt es besonders gute Strategien, quasi das Gegenteil einer Diät, eine "Anti-Diät"? Ich weiß auch gar nicht, ob ich überhaupt den Stoffwechsel dafür habe, um alleine durch Nahrung zunehmen zu können...wie gesagt, ich war schon immer ein ziemlicher Strich in der Landschaft, und das obwohl ich mich als Jugendlicher jahrelang fast ausschließlich von Nutellabroten, Tiefkühlpizza und Softdrinks ernährt habe.


Feenya
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Beitrag Fr., 27.02.2015, 00:31

Wie viel möchtest du zunehmen? 50kg, oder 55kg sagt ja nicht soviel aus.
Wenn du 1, 60 m groß bist, passt das Gewicht ja schon fast, bei 1, 90 m ist es viel zuwenig.

An deiner Stelle würde ich mich zuert einmal mit Begriffen wie "Grundumsatz" und " Gesamtenergieumsatz" auseinander setzen. Dann weißt du, wie viele Kalorien du so am Tag verbrennst.

Um zuzunehmen kehrst du die Kalorienaufnahme einfach um.
Jemandem, der abnehmen möchte, rät man 500 kcal pro Tag ( vom Gesamtenergieumsatz) einzusparen. Damit nimmt man ca. 1/2 Kilo pro Woche ab.
Du nimmst eben 500 bis 1000 kcal/Tag mehr zu dir. Dann kannst du bis zu einem Kilo/Woche zunehmen.
Eine einfache Regel: 1 kg Körpergewicht = 7000 kcal.

Um ein Kilogramm zuzunehmen, soll man dem Körper 7000 kcal mehr zuführen, als er eigentlich benötigt. Mit 1000 kcal mehr pro Tag, hat man somit in einer Woche ein Kilogramm angesammelt.,

Ich weiß aber nicht, wie schnell oder langsam dein Stoffwechsel läuft. Manche Menschen können den ganzen Tag essen und nehmen trotzdem nicht zu, und andere brauchen " nur das Foto einer Torte ansehen" und haben schon ein Kilo zugenommen.

Aber so zum anfangen, kannst du ja einmal mit 2500 bis 3000 kcal/Tag beginnen. ( Je nachdem, wie viel Bewegung du beruflich machst. ) Wenn dann die Waage in einem Monat noch nicht mind. 2 kg mehr anzeigt, kannst du vielleicht einen Arzt zu Rate ziehen.

Aja, was ich noch schreiben wollte.... wenn man ständig vor sich hinisst, nimmt man leichter zu, als wenn man zwischen den Mahlzeiten stundenlange Pausen hat, in denen man gar nichts isst.

Alle zwei Stunden Kohlenhydrate und/oder Zucker ( können auch zuckerhaltige Getränke sein) satt, und die Kilos werden auf deine Rippen wandern.
Ballaststoffe (Gemüse&Co) kann der Körper allerdings nicht verstoffwechseln. Das sind nur Magenfüller und Sattmacher, bringen aber kaum etwas für die Gewichtszunahme. Auch Eiweiß ist bei der Zunahme eher weniger beteiligt.

Und das mit "ob ich alleine durch Nahrungsaufnahme zunehme ...."
Zunehmen tut man in erster Linie "nur" durch Nahrungszunahme. Muskeln wiegen natürlich auch etwas. Aber dann gilt: Je mehr Muskeln, umso mehr muss man essen, um das Gewicht zu halten oder zu steigern.

Kaum Muskelmasse braucht kaum Energie -> knapp über dem Grundumsatz -> darum benötigt der Körper auch nicht soviel "Benzin" (Kalorien)
Viele Muskeln verbrennen viel Energie -> muss über Kalorien dem Körper zugeführt werden.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

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Bumpam
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Beitrag Fr., 27.02.2015, 07:32

Also ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung. Ich habe einen hohen Bedarf, gehöre also in die Kategorie „den ganzen Tag am Essen“. Nach einer Pneumonie habe ich es geschafft bei einem BMI von 14 zu landen. Und mir (nur meine persönliche Erfahrung, kann bei Dir natürlich ganz anders sein) hat das Wissen und Kalorienzählen nicht genutzt, im Gegenteil. Wenn zu Mittag immer noch ein riesiger Haufen Kalorien übrig waren, die ich essen „musste“, ist mir der Appetit gleich ganz vergangen.
Mir hat geholfen: Essen was mir schmeckt (damals hatte ich auch wenig Geld zur Verfügung, aber ich habe mich gezwungen, in dieser Zeit beim Essenkaufen überhaupt nicht daran zu denken, wieviel die Sachen kosten), Bewegung an der frischen Luft (appetitanregend), und wie oben genannt, möglichst oft am Tag essen. Und ja nicht zu oft auf die Waage steigen. Ich habe dann in ca. einem halben Jahr 7 kg zugenommen.
Hoffe es ist was Hilfreiches dabei!


Feenya
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Beitrag Fr., 27.02.2015, 08:26

Bumpam hat geschrieben: Und mir (nur meine persönliche Erfahrung, kann bei Dir natürlich ganz anders sein) hat das Wissen und Kalorienzählen nicht genutzt, im Gegenteil. Wenn zu Mittag immer noch ein riesiger Haufen Kalorien übrig waren, die ich essen „musste“, ist mir der Appetit gleich ganz vergangen.
Mir hat geholfen: Essen was mir schmeckt (damals hatte ich auch wenig Geld zur Verfügung, aber ich habe mich gezwungen, in dieser Zeit beim Essenkaufen überhaupt nicht daran zu denken, wieviel die Sachen kosten), Bewegung an der frischen Luft (appetitanregend), und wie oben genannt, möglichst oft am Tag essen.
Was glaubst du, hatte das Essen, das dir geschmeckt hat, so an Kalorienmenge?
Das tückische an den Kalorien ist ja, dass sie dort in Massen drinnen sind, was uns schmeckt. Darum denke ich, dass du ohne auf die Kalorien zu achten, trotzdem auf deinen Umsatz + 500 bis 1000 kcal mehr, gekommen bist. Aber eben ohne dieses "Ich muss", das einem den Appetit verdirbt.

Es ist wie mit der Waage ... nur ja nicht zuviel kontrollieren. Das macht Druck und schlechte Laune. Darum habe ich ja auch von 2kg im Monat gesprochen. Es reicht, wenn man sich einmal im Monat auf die Waage stellt. Oder, eigentlich könnte man die Waage ganz aus dem Fenster werfen. Ein Gürtel, oder ein Maßband, sind ebenso gute Maßinstumente.

Und so reicht es auch, wenn man vielleicht kurz einen Blick auf die Nährwertangaben der Nahrung wirft.

67 kcal/100 g ..... Uiii, davon müsste man viel essen, damit man sein Tagespensum erreicht.
500+ kcal/100 g (ist so der Schokoladenbereich) .... Ja, damit geht schon etwas weiter.
700+ kcal/100 g - bis 900+ kcal/100 g (eine komplette Fertigpizza, je nach Auflage) .... Ja, rein damit! Ein Drittel vom Tagessoll ist damit schon erreicht!
Ich bin mir sicher, dass es auch Nahrung gibt, die über 1000 kcal/100 g hat.

Ich bin ja eher der "was hat weniger?"-Schauer, weil ich meine Kilos reduzieren möchte. *gg*
Aber auch ich mache mir da keinen Druck, und kontrolliere jede einzelne Kalorie, die in meinen Körper wandert, und sage bei der 1499sten-Kalorie: "Stopp! Du kummst do ned rein!"
Ich schaue, dass ich so ein Wochenmittel von meinem Gesamtenergieumsatz, minus 500 kcal, hinbekomme. Hau ich heute über die Stränge, dann spare ich halt morgen, oder übermorgen, oder überübermorgen etwas ein. Einmal eine Gemüsesuppe zu Mittag, als Gegenpol zum Schweinsbraten mit Semmelknödeln am Sonntag, und schon ist der Ausgleich da.

Und umgekehrt funktioniert es ebenso. Hat man heute sein Pensum nicht geschafft, dann zischt man sich halt die kommenden Tage ein wenig mehr rein. Mit zuckerhaltigen Getränken (Auch Obstsäfte habe Frucht-Zucker), Chips&Co, viel Süßem und Fetthaltigem, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Pommes, Frittiertem, Getreide/Mehl, Brot, Kuchen, Torten, Eis, .... sammelt sich da schon einiges zusammen.
Trotzdem bitte nicht auf die gesunden Nahrungsmittel vergessen. Obst, Gemüse und Eiweiß darf am täglichen Speiseplan nicht fehlen.

Und das mit dem "immer dahinessen", hat den Sinn, dass der Körper im höheren Insulinspiegel (steigt nach der Nahrungsaufnahme ... vorwiegend nach Kohlenhydraten und Zucker) bleibt, und somit nicht in die Fettverbrennung geht.
Dort, wo ich einige Stunden ohne Kalorienzufuhr durchhalten soll, damit der Körper das Insulin soweit runterfährt, dass Fett verbrannt werden kann, soll der Untergewichtige zusehen, dass der Insulinspiegel hoch bleibt. So wird nichts von den Fettreserven angeknabbert, und es kommt sogar noch Fett dazu.
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Bumpam
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Beitrag Fr., 27.02.2015, 20:32

Feenya hat geschrieben: Was glaubst du, hatte das Essen, das dir geschmeckt hat, so an Kalorienmenge?

Das tückische an den Kalorien ist ja, dass sie dort in Massen drinnen sind, was uns schmeckt. Darum denke ich, dass du ohne auf die Kalorien zu achten, trotzdem auf deinen Umsatz + 500 bis 1000 kcal mehr, gekommen bist. Aber eben ohne dieses "Ich muss", das einem den Appetit verdirbt.


Mir schmecken beileibe nicht nur kaloriendichte Speisen. Deswegen war das für mich ja auch so nicht einzuhalten, nur sowas zu essen. Ist aber, wie gesagt, wie MEIN Körper tickt, Ich weiss, dass der eher ungewöhnlcih reguliert ist (Das Phänomen "constitutionally thin" ist ja generell nicht so gut beforscht)
Feenya hat geschrieben: Ich bin mir sicher, dass es auch Nahrung gibt, die über 1000 kcal/100 g hat.

Von den natürlich vorkommenden glaub ich nicht. Gänseschmalz hat ca. 920 kcal/100g, aber wer das pur essen kann.....

Feenya hat geschrieben: Und das mit dem "immer dahinessen", hat den Sinn, dass der Körper im höheren Insulinspiegel (steigt nach der Nahrungsaufnahme ... vorwiegend nach Kohlenhydraten und Zucker) bleibt, und somit nicht in die Fettverbrennung geht.


Mmmhhh, aber umgekehrt bleiben die Spiegel von Ghrelin niedrig, und das ist schon ein wichtiger orexigener und adipogener Faktor - ich glaub die Regulation ist komplex und individuell verschieden. Um auf die Ursprungsfrage zurückzukommen: Mir hat über den Tag verteil Essen geholfen, insgesamt mehr Kalorien anzusammeln - aber ich würd nicht davon ausgehen, dass das bei jedem Anderen auch so ist!


Feenya
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Beitrag Sa., 28.02.2015, 06:44

Gänseschmalz hat ca. 920 kcal/100g, aber wer das pur essen kann.....
Sorry, das war ein Verschreiber von mir. Ich meinte: mehr als 1000 kcal/Mahlzeit
Mmmhhh, aber umgekehrt bleiben die Spiegel von Ghrelin niedrig, und das ist schon ein wichtiger orexigener und adipogener Faktor - ich glaub die Regulation ist komplex und individuell verschieden
In der Nacht hat man dann ja eh eine Nahrungspause von mind. 8 Stunden. Manchmal sogar 12 Stunden.

Und die Regulation ist komplex und individuell. Da gebe ich dir recht.
Aber die Menschen, die nicht bewusst auf ihre Ernährung achten, und das Hintergrundwissen zu den ganzen Abläufen im Körper gar nicht haben, die nehmen trotzdem zu, wenn sie ständig vor sich dahinessen. Bevorzugt kalorienreiche Nahrung.

Darum haben wir ja die Probleme mit immer mehr Übergewichtigen in der Gesellschaft. Zum Glück noch nicht so massiv, wie in den USA. Aber das Übergewicht dort hat ja den Grund vom fast-food, bevorzugt vom drive-in.

Und das ist genau das, was die Ernährungswissenschaft herausgefunden hat. Zu viele Kalorien, zu häufiges essen von KH und Zucker, und dadurch keine Fettverbrennung möglich. Und zusätzlich so wenig Bewegung, wie nur möglich.

Bei der Masse funktioniert das also mit: Essen von Kohlenhydraten und Zucker - Insulin sinkt nicht ab - keine Fettverbrennung - je mehr Kalorien, desto mehr Fettaufbau.

Sonderfälle gibt es natürlich immer wieder. Wenn man trotz hoher Kalorienmenge, und ständigem Essen, nichts zunimmt, ist man ein Fall für den Arzt.
Genauso, wie ich eine junge Frau kenne, die beinahe jeden Tag mind. 1 Stunde Sport macht, für (Viertel-? Halb-?)Marathons trainiert, und trotzdem nur ca. 1200 kcal essen darf, weil sie sonst schneller dick wird, als ihr lieb ist. - Schilddrüsenunterfunktion!
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montagne
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Beitrag So., 01.03.2015, 11:20

@kleider:
So wie eben sehr viele Leute bewusst weniger Essen müssen, mal etwas nicht essen, obwohl sie es eigentlich möchten, um Normalgewicht zu bekommen oder zu hlaten, musst du eben bewusst essen, auch wenn du es vllt. grad nicht möchtest oder der Appetit nicht so da ist. Ist halt so. Da wird wie bei denen, die Abnehmen wollen, kein Weg dran vorbei führen.

Es gibt ja Lebenmittel, die preisgünstig sind, die nicht bekannt dafür sind, Pickel zu verursachen, die allgemein gesund sind und man kann dennoch damit zunehmen. Bsp. Haferflocken, für dich dann eben mit Vollmilch und Zucker. Kannst auch Sojamilch nehmen, wenn du meinst, du kriegst Pickel von Kuhmilch. Wasser geht auch, dann muss man aber mehr Haferflocken nehmen, hat man mehr Volumen. Billiger gehts nicht, gesund ist es auch.
Reis mit Hülsenfrüchten ist auch geeignet. Bsp. Reis mit vegetarischem Chili, Reis mit schwarzen Bohnen oder Reis mit Linsencurry. Rezepte gibts im Internet. Die Hülsenfrüchte kann man gut einfrieren oder 1-2 Tage im Kühli aufbewahren. Dh. du kannst du gut 2-3 Portionen vorkochen. Ich mache das zumindest so. Koche dann nur den Reis frisch dazu. Für dich machst du dann eben zum anschmoren der Zwiebeln und Gewürze großzügig gutes Öl ran. Zwischendurch paar Bananen, da kannst du 3-4 Stück auf einmal essen, dass geht auch ohne Hunger. Nur mal so als Beispiel.

An Sport kannst du auch Schwimmen machen. Der Kampf mit dem Gewicht ist ein leidiger, alter Hut bei Schwimmern, selbst bei Leistungsschwimmern, die viel Kilometr in der Woche schwimmen. Ist, warum auch immer, kein Sport der automatisch zum Abnehmen führt. Leider tsss...
Könnte bei dir, wenn du sehr dürr bist aber dazu führen, dass du mehr Muskulatur aufbaust, als wenn du keinen Sport machst. Kraftsport in Kombination mit viel essen ist natürlich auch gut zum Zunehmen.
amor fati


Feenya
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Beitrag So., 01.03.2015, 14:35

montagne hat geschrieben: Der Kampf mit dem Gewicht ist ein leidiger, alter Hut bei Schwimmern, selbst bei Leistungsschwimmern, die viel Kilometr in der Woche schwimmen. Ist, warum auch immer, kein Sport der automatisch zum Abnehmen führt. Leider tsss...

Ich glaube, das liegt daran, dass der Körper im Wasser leichter ist. Daher wird von den Muskeln auch nicht so viel Energie verbraucht.




Ich finde es etwas schade, dass sich kleidermachenleute nicht mehr meldet.

Da machen sich ein paar Leute Gedanken, und stellen ihre Zeit und ihr Wissen zur Verfügung, und dann interessiert es diesen Menschen gar nicht.


Da hätte ich genausogut "Mach nicht IdH ( Iss die Hälfte), sondern IdD (Iss das Doppelte)!", schreiben können.

Schade, wieder einmal eingefahren.

Entweder kommen gelangweilte Teenager (so wie gestern der Troll, der sich nicht für meine Hilfe bedankt hat, sondern dafür, dass er als Troll enttarnt wird. - Ich habe da nämlich durchaus an einen Troll gedacht, aber trotzdem hilfreiche Links zusammengesucht, damit ein junger Mensch, der echt Hilfe suchen würde, nicht alleine dasteht. ) , oder Menschen die Fragen stellen, und dann tagelang nicht mehr auftauchen.
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montagne
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Beitrag So., 01.03.2015, 15:03

@Feenya: Daran liegt es nicht.
Schwimmer (und ich meine Schwimmen und nicht Planschen) verbrauchen im Training mehr als Radrennfahrer und Langstreckenläufer. Trotzdem haben sie in der Tendenz mehr Körperfett, auch die Profis. Eine zufriedenstellende Antwort konnten Sportwissenschaftler darauf bisher nicht geben. Es gibt nur Hypothesen.
Macht in sofern nix. Man das Wissen ja dennoch für sich nutzen.
amor fati


Feenya
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Beitrag So., 01.03.2015, 15:26

Danke für die Erklärung mit dem Schwimmen. Das habe ich auch noch nicht gewusst. Allerdings habe ich mich auch noch nie wirklich damit beschäftigt.
montagne hat geschrieben: Macht in sofern nix. Man das Wissen ja dennoch für sich nutzen.
Ja, das habe ich eh auch immer im Hinterkopf. Oder, wenn es dem einen nix hilft, dann eben einem anderen.
Trotzdem wäre es halt schön gewesen, dass man irgendwie merkt, dass die Mühe bei dem Menschen ankommt, für den man sie sich macht.
Für mich hatte es den Anschein, dass kleidermachenleute die Frage gestellt, und sich nicht mehr eingeloggt hat.

Ich habe übrigens kaum 5 Minuten nach meinem Posting eine PN von kleidermachenleute bekommen, in der er mir dankt.
Das wollte ich nur der Vollständigkeit halber schreiben.

@kleidermachenleute

Danke auch für die Rückmeldung unter unseren Postings.
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kleidermachenleute
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Beitrag So., 01.03.2015, 15:45

Hallo,

wie ich Feenya bereits geschrieben habe, eure Mühe ist definitiv zur Kenntnis genommen worden!
Feenya hat geschrieben:
An deiner Stelle würde ich mich zuert einmal mit Begriffen wie "Grundumsatz" und " Gesamtenergieumsatz" auseinander setzen. Dann weißt du, wie viele Kalorien du so am Tag verbrennst.
Also ich muss gestehen, die Vorstellung mit Taschenrechner am Küchentisch zu sitzen ist mir höchst zuwider. Zudem sind kcal und co. Böhmische Dörfer für mich. Ich habe nie einen Anlass gesehen, mich damit auseinanderzusetzen, da mein Körpergewicht seit über 10 Jahren mehr oder weniger konstant geblieben sein sollte. Nur in den letzten 2 Jahren ist es womöglich um 2-3 Kilo gesunken, durch eben jene Hautproblematik und die damit einhergehende Lebensmittel-"Phobie". Das soll nicht bedeuten, dass ich mich komplett gesund ernährt habe, meine Ernährung lässt womöglich nach wie vor zu Wünschen übrig, bloß habe ich eine nahezu abergläubische Furcht vor vielem entwickelt. Sobald ich mir eingebildet habe, dass etwas einen schlechten Einfluss auf meine Haut haben könnte, habe ich angefangen es zu vermeiden. Das betrifft Milchprodukte ebenso wie Obst, Fruchtsäfte, Müsli, zu fettige Sachen, zuckerhaltiges...die Liste ist inkonsistent, aber lang.

Dadurch fallen...
Feenya hat geschrieben: Mit zuckerhaltigen Getränken (Auch Obstsäfte habe Frucht-Zucker), Chips&Co, viel Süßem und Fetthaltigem, , Pommes, Frittiertem, Kuchen, Torten, Eis,
...mehr oder weniger flach.
Auch Tiefkühlsachen und so gehen halt gar nicht..
"Gute" Lebensmittel hingegen sind alles an Fleisch, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Gemüse, Fisch...auch diese Liste ist ein wenig inkonsistent, aber überschaubar.

Da ist halt manchmal die Frage, was ich überhaupt essen soll. Seit einer Woche habe ich mir wieder das Frühstücken angewöhnt (Haferflocken oder ein Brötchen unterwegs auf die Hand), und für die nächste Zeit werde ich mir vornehmen, mich mal wieder an Milch heranzutasten (Joghurts und sowas).

Bevor ich also den Taschenrechner zur Hand nehme, werde ich mich vorerst einfach zwingen müssen tagsüber regelmäßiger zu essen. Sollte sich dann immer noch gar nichts tun, muss ich womöglich systematischer vorgehen. Weil einen guten Appetit habe ich eigentlich, daran liegt es nicht so sehr..
Feenya hat geschrieben: Wenn man trotz hoher Kalorienmenge, und ständigem Essen, nichts zunimmt, ist man ein Fall für den Arzt.
Manchmal frage ich mich, ob ich wirklich einmal einen Arzt aufsuchen sollte. Denn leider habe ich auch mit Verdauungsbeschwerden zu kämpfen (glaube ich). Das bedeutet: Ich stehe morgens auf und mein Bauch ist meist noch recht normal, aber schon nach kurzer Zeit bläht er sich auf, ich bekomme ein Völlegefühl (egal ob mit oder ohne Narung...nach dem Essen aber wesentlich stärker), Blähungen und häufig auch Bauchschmerzen. Das ist leider nicht nur fühlbar sondern wirklich sichtbar. Ich sehe dann aus wie schwanger oder als hätte ich einen Bierbauch. Irgendwie ist mein Körper einfach mist...ich weiß auch nicht


montagne
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Beitrag So., 01.03.2015, 16:36

@Feenya:
Ich meinte eher, auch wnen man nicht weiß, warum Schwimmer mehr Körperfett haben, als andere Athleten, kann man es ja für sich nutzen, DAS es so ist.
Sprich Kleider könnte Schwimmen gehen, dabei Fitness und eeeetwas Muskeln aufbauen und es würde einer Zunahme nicht so im Weg stehen, wie andere Ausdauersportarten.
Andersrum muss man sich als Normalo, der eher zum Zunehmen neigt darüber im Klaren sein, dass Schwimmen allein den fettanteil nicht ausreichend reduziert. Muss dann wohl mit Ernährungsmaßnahmen kombiniert werden.

Auf den TE natte ich das nicht bezogen. Fänds auch doof, wenn Fragensteller sich dann nicht mehr melden. Allerdings hat er die Frage Donnerstag Nacht gestellt, wie es aussieht. Ist nach meinem Dafürhalten völlig im Rahmen, wenn man sich nach 2-3-4 Tagen erst wieder meldet.
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Beitrag So., 01.03.2015, 17:04

kleidermachenleute hat geschrieben:
Bevor ich also den Taschenrechner zur Hand nehme, werde ich mich vorerst einfach zwingen müssen tagsüber regelmäßiger zu essen. Sollte sich dann immer noch gar nichts tun, muss ich womöglich systematischer vorgehen. Weil einen guten Appetit habe ich eigentlich, daran liegt es nicht so sehr..

[...]

Manchmal frage ich mich, ob ich wirklich einmal einen Arzt aufsuchen sollte. Denn leider habe ich auch mit Verdauungsbeschwerden zu kämpfen (glaube ich). Das bedeutet: Ich stehe morgens auf und mein Bauch ist meist noch recht normal, aber schon nach kurzer Zeit bläht er sich auf, ich bekomme ein Völlegefühl (egal ob mit oder ohne Nahrung...nach dem Essen aber wesentlich stärker), Blähungen und häufig auch Bauchschmerzen.
Nein, das mit den Kalorien habe ich eh im anderen Beitrag beschrieben, wie es gemeint ist.
Sagen wir grob: Grundumsatz, für einen Mann deiner Größe und deines Alters = ca. 1900 kcal ( ich habe ja keine Ahnung wie groß du bist. Dazu gibt es Grundumsatz-/Gesamtenergieumsatzrechner - über Suchmaschinen zu finden - im Net)
Und dann kommt es darauf an, wie viel Bewegung du, so über den Tag verteilt, noch machst und somit Kalorien verbrennst. (= Gesamtenergieumsatz) Ein Softwareentwickler, der beinahe ausschließlich am PC sitzt, verbrennt wesentlich weniger als ein Bauarbeiter.

Kalorien sind sowieso nur so vage Richtwerte. Und so kann man eben mit den Kenntnissen, ob etwas viele Kalorien (Nährwertangaben/100 g) hat, oder weniger, ob man von etwas 300 g ist, oder nur 40 g, usw., isst, ein bissi ein Gefühl dafür entwickeln, wie viel man da gerade zu sich genommen hat.

Wenn sich jemand eine Tafel der Schoko im lila Papier reinzieht, dann weiß er, dass da gerade über 500 kcal in seinem Bauch gelandet sind. Und wenn jemand zwei Scheiben Brot, mit 30 g Frischkäse, fünf Blatt Schinken und zwei Blatt Goudakäse isst, dann hat man auch dafür einmal ein Gefühl dafür, das das ca. 600 bis 650 kcal hat.
Verstehst du was ich meine?


Und das mit dem Blähbauch am Vormittag, das klingt tatsächlich ein wenig nach einer Nahrungsunverträglichkeit.
Ich selber habe keine Erfahrung damit, habe aber gehört, dass man das austesten lassen kann.

Manche Menschen vertragen Weizen nicht. Da wäre es nicht gut, Weizenflocken im Müsli zu haben, oder Brot aus Weizenmehl zu essen.
Dinkel vertragen diese Menschen wieder besser.

Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du bald die Ernährung findest, die dich mit dem Gewicht vorwärts bringt und dir dabei nicht schadet.
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Beitrag Mi., 04.03.2015, 00:09

Feenya hat geschrieben:
kleidermachenleute hat geschrieben:
dann hat man auch dafür einmal ein Gefühl dafür, das das ca. 600 bis 650 kcal hat.
Verstehst du was ich meine?
Ja, klar, das habe ich schon verstanden. Aber da ich mich noch nie damit auseinandersetzen musste, habe ich nicht mal ein vages Gefühl dafür. Ich hielt dieses Kalorien abzählen immer was für übergewichtige Leute oder zumindest für Leute mit einem normalen Stoffwechsel, die abnehmen, wenn sie nichts essen und zunehmen, wenn sie viel und fettig essen..

Heute habe ich gegessen: Nach dem Aufstehen 1,5 Schüsseln Haferflocken vermischt mit Schoko-Weizen-Dingern von Seitenbacher, mittags Nudeln (keine allzu üppige Portion, da nicht selbst gekocht), später ein Brötchen mit Camembert und abends dann 3 Scheiben Brot mit Rührei aus 5 Eiern, 1 Scheibe Käse und 2 Scheiben Schinkenwurst.

Immer noch nicht allzu viel, auch wenn es mir so vorkommt, als hätte ich gut reingehauen
Ich bräuchte zusätzlich irgendwas süßes, irgendetwas das richtig gut schmeckt.. Weil ansonsten esse ich bloß Brot bestückt mit Käse oder Wurst, aber immer erst, wenn ich fast umkippe vor Hunger..


Feenya
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Beitrag Mi., 04.03.2015, 08:55

kleidermachenleute hat geschrieben:
Immer noch nicht allzu viel, auch wenn es mir so vorkommt, als hätte ich gut reingehauen
Ich bräuchte zusätzlich irgendwas süßes, irgendetwas das richtig gut schmeckt.. Weil ansonsten esse ich bloß Brot bestückt mit Käse oder Wurst, aber immer erst, wenn ich fast umkippe vor Hunger..

Naja, dein Körper muss sich halt erst daran gewöhnen, dass er jetzt mehr bekommt. Und du isst ja tatsächlich mehr als vorher. Darum passt das schon mit "Gefühl, ich hätte reingehauen."

Iss was geht, und was nicht geht, das isst du dann am nächsten Tag. Und dann wieder das gleiche Spiel von vorne. - Essen, was geht.
Langsam wirst du deine tägliche Nahrungsaufnahme steigern können. Und dann sind die 2500 bis 3000 kcal auch kein großes Problem mehr für dich.


Zu Süßem würde mir für dich "Honigbrot" einfallen.
Oder wie sieht es mit dieser Leckerei aus?
Pfirsichhälften, frisch oder aus der Dose
diese Hälften gibst du auf ein Backblech, das du mit Backpapier belegt hast und füllst sie mit

Heidelbeeren (frisch oder TK) und mit getrockneten Marillen, die du klein schnippselst, -> das zusammenmischen und in die Pfirsichhälften füllen.
Darüber gibst du geröstete (ich kaufe in der Backabteilung die Mandelblättchen und röste sie in der Pfanne) Mandelblättchen und ein paar Löffel (je nach Menge der Pfirsiche - pro Pfirsich so ein halber bis ein EL) Orangensaft.
Ich presse mir dazu einen frischen Saft. Das was übrig bleibt, kann man hinterher trinken. Es geht aber auch der aus der Packung. Hat halt mehr Zucker - aber das ist bei dir ja eh gut.

Und das alles gibst du dann ins vorgeheizte Backrohr. Bei 180 Grad ungefähr 10 Minuten überbacken.

Zusammen mit einem Klecks Joghurt ist das einfach nur yammmmiiiii

Pro gefülltem Pfirsich ergibt das ca. 142 kcal.
Wenn ich weiß, was du so verträgst, ohne mit der Haut zu reagieren, könnte ich ja ein paar solcher Rezepte für dich zusammensuchen ... wenn du willst.
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