Sowas wie 'Vernichtungsgefühle' wenn etwas Unangenehmes passiert

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Kaonashi
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Sowas wie "Vernichtungsgefühle" wenn etwas Unangenehmes passiert

Beitrag So., 20.10.2019, 20:05

Hallo,

ich würde gerne wissen, was man tun kann, um besser die Fassung zu behalten, wenn etwas nicht so läuft, wie es soll.
Wenn etwas Unangenehmes passiert, dann kann ich völlig ausrasten, und ich bekomme das Gefühl, als wäre jetzt alles vorbei. Ich kann dann die Dinge, die ich für diesen Tag vorhatte, nicht mehr erledigen und würde mich am liebsten auch für die nächsten Tage krankmelden und nicht arbeiten gehen. Dann denke ich auch manchmal, es wäre besser, wenn ich tot wäre.
Zuerst bin ich sehr wütend, und danach kommen Tränen. Nach einer Weile beruhigt es sich wieder, aber ich habe dann noch länger das Gefühl, dass etwas Schlimmes droht, wie wenn man Angst hat. Dieses Angstgefühl kann dann über Wochen gehen, solange bis die Angelegenheit, um die es geht, sich irgendwie geregelt hat. Es ist also nicht nur der Tag versaut, sondern das ganze Lebensgefühl der nächsten Wochen. Das reißt mich dann auch immer wieder in depressive Phasen.
Manchmal ist die Reaktion nicht im Verhältnis zu dem, was passiert ist. Aber es fällt mir schwer, mich wieder zu beruhigen.

Wer kennt das, und wie geht ihr ggf. damit um?

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lisbeth
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Beitrag So., 20.10.2019, 22:27

Hallo Kaonashi,

ich kenne das (leider viel zu gut).

Dauerhaft erfolgreiche Strategien hab ich bisher nicht gefunden.
Eine Zeitlang haben (kognitive) Skills ganz gut geholfen, also bewusst versuchen, innerlich Abstand zur Situation herzustellen, die Situation zu analysieren, mich fragen, ob die Gefühle der Situation angemessen sind, oder ob es Gefühle von früher sind. Mich bewusst im Hier und Jetzt verorten. Falls möglich, mir ein kurzes Timeout verordnen indem ich einmal vor die Türe gehe und dafür die Treppen nehme (sitze im obersten Stock)... kaltes Wasser auf die Handgelenke, sowas in der Art.

Aktuell bin ich krankgeschrieben (ua weil die Probleme im Job ausgeufert sind). Das Problem ist/war für mich, dass mich die Emotionen regelrecht überfluten und ich dann gar nichts mehr reguliert bekomme. Allein die Tatsache, dass diese starken Gefühle in solchen Situationen auftauchen, lähmt mich dann und macht mich mehr oder weniger handlungsunfähig.

Ich komme mir damit ziemlich bescheuert vor, denn es ist kein kognitives Problem. Ich kann mir in den Situationen sogar sagen, dass das längst nicht so s/w ist wie es mir erscheint, mir überlegen was ich einer Freundin in dieser Situation sagen würde, mich ans Atmen erinnern, versuchen, den Boden unter meinen Füßen zu spüren usw. Und gleichzeitig ist die emotionale Seite sozusagen auf Autopilot und da finde ich im Moment auch keine Steuerungsmöglichkeit ...
Es ist nicht so, dass ich dann total impulsgesteuert wäre. Sondern es ist dann alles pechschwarz, es gibt scheinbar keine Lösung und ja, ich stelle mich dann irgendwie innerlich tot. Und der reale Todeswunsch ist dann auch oft da.
Verdammt anstrengend, diese Art von Problem-Nicht-Bewältigung.

In letzter Zeit experimentiere ich mit der Kunsttherapeutin (die auch körpertherapeutisch arbeitet) ein wenig herum. Sie sieht das als Problem in der Emotionsregulierung/-verarbeitung. Ich bin dann in dem Zustand komplett dysreguliert. Wenn ich es also schaffe, mich über den Körper wieder mehr/besser zu regulieren, also mehr Gleichgewicht herzustellen, dann müsste auch die Verarbeitung der Emotionen wieder besser möglich sein. Manchmal hab ich das Gefühl, dass über diese Arbeit, gaaanz langsam und allmählich ein bisschen mehr Stabilität zurückkehrt. Aber es ist noch zu früh, um das mit Bestimmtheit sagen zu können.
In dem Maß wie wir anfangen, Fragen anders zu stellen, werden wir auch neue Antworten finden.

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Forums-Gruftie
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Beitrag So., 20.10.2019, 22:40

Hallo!

Ich denke besser die Fassung behalten von vornherein wird nicht funktionieren. Manche Menschen sind nun mal empfindlicher als andere, instabiler usw.

Ich kenne das und ich gehe so damit um:

Ich versuche die Gefühle, die dann aufkommen als gegeben zu akzeptieren. Sie sind nun mal da.
Oft lege ich mich erst mal ins Bett und lasse die Emotionen wie so Wellen über mich hinweg ziehen. Ich versuche sie zuzulassen und nicht als schlecht zu bewerten und wegzudrängen. Aber nicht zu lange... ich bemerke das, wenn es "gut" ist erst mal.

Dann weiß ich in solchen Tagen, dass ich sehr, sehr gut auf mich selbst aufpassen muss. Manchmal habe ich sogar das Gefühl mir selbst schaden zu müssen... aber ich versuche das Gegenteil zu tun. Ich habe eine Liste im Kopf mit sehr vielen Dingen, Aktivitäten, Gedanken usw., die bei mir positive Gefühle hervorrufen und mir nicht schaden.
Je nachdem WIE schlecht es mir geht, WIEVIEL Energie ich habe, weiß ich welche Dinge ich tun kann... und wenn ich mal einen Tag nichts tue, auch ok, es darf nur nicht länger als einen Tag andaueren. Man kann nämlich immer etwas tun, damit es einem besser geht.

Man sollte sich auf keinen Fall mit anderen Menschen vergleichen. Man ist eben ein Individuum und man sollte nur auf sich gucken. Was man in dem Moment für sich tun kann, damit es einem besser geht.

Ich versuche dann auch schnell eine Lösung für das Problem zu finden, falls möglich. Also nicht in eine Passivität verfallen.

Ich mache mir bewusst, dass Gedanken wie "ich wäre jetzt am liebsten tot" nicht bedeuten, dass ich wirklich gern tot wäre, sondern, dass mein Gehirn mit dem momentanen emotionalen Chaos überfordert ist und dringend Ruhe braucht.
Ich mache Dinge von denen ich weiß, dass sie mich beruhigen. Bei mir ist das zum Beispiel Ausdauersport und Playstation spielen... aber das ist bei jedem natürlich etwas anderes.
Wenn es ganz krass wird, nehme ich Beruhigungsmittel. Das empfehle ich aber eher nicht, weil es abhängig machen kann, wenn man nicht sehr, sehr diszipliert ist. Und dann ist alles nur schlimmer. Ich nehme die höchstens 6 bis 8 Mal im Jahr, weil ich lieber trainieren will ohne diese Hikfsmittel klar zu kommen.


Und natürlich klappt dass nicht immer alles so. Man muss auch aufhören sich für Rückschläge fertig zu machen. Man sollte es einfach am nächsten Tag noch mal probieren und am nächsten Tag wieder...

VG
"You cannot find peace by avoiding life."
Virginia Woolf

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Sinarellas
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Beitrag Mo., 21.10.2019, 06:55

Hast du mal über eine kognitive Verhaltenstherapie nachgedacht?
Oftmals wird dabei auch von einer generalisierten Angststörung gesprochen...

Dieses katastrophisierende Denken hat mich teilweise zum kompletten Erstarren gebracht, die Ängste und Bedrohungen waren überall.
Was mir geholfen hat (ohne eine kog. VT, ich habe das mit Selbstreflexion auf die Reihe gebracht) war, einerseits immer wieder die katastrophisierenden Gedanken "zu ende denken", also in der Situation es komplett bis zum Ende durchgehen und das habe ich immer wieder getan. Folglich geprüft wie realistisch die Wahrscheinlichkeit meiner zu Ende gedachten Katastrophe wirklich ist, welche weiteren Möglichkeiten es noch gibt und auch diese zu Ende gedacht.
Ich habe Frühzeichen gelernt zu erkennen und mit der Zeit somit schneller einzugreifen, bevor das Rad wieder von vorne losgeht.
Ich habe mir bewusst gemacht, sofern ich es erkannt habe, wie verzerrt meine Gedanken sind oder werden können.
Ich rückversichere mich bei Menschen, ob meine Wahrnehmung hier gerechtfertigt ist oder ob sie erneut in die "falsche" Richtung geht. Das geht aber nur bei jemandem, der einem auch klipp und klar sagen kann "Die Wahrscheinlichkeit ist gering bis nicht vorhanden, dass.... die Welt untergeht, weil xyz".

Jetzt ist es so, dass ich um die negative Kognition weiß und bewusst durch die Probleme immer und immer wieder hindurchgehe. Ich lerne und trainiere mein Hirn, dass meine Welt eben nicht untergeht weil xyz. Bis jetzt ist das auch noch nie eingetroffen, weiterhin nutze ich auch was Positives daraus: Dadurch, dass ich in alle Richtungen denke (denken kann) und somit auch die schlimmsten Möglichkeiten ein Betracht ziehe und mir bis zum bitteren Ende vorstelle, habe ich weniger Sorge, da ich Lösungen suche und diese ebenfalls finde. Es überrascht mich weniger, wenn was schief läuft, habs ja schon so weit im Kopf "erdacht".
Ich kann also von dem Verhalten auch etwas positives ziehen.
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Broken Wing
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Beitrag Mo., 21.10.2019, 07:20

Ja, kenne ich gut. Tolles Beispiel sind Behördenschreiben, die man abholen muss aber nicht sofort kann. Oder ein vorangekündigtes ernstes Gespräch unter vier Augen. Das löste bei mir Existenzängste und starke Schuldgefühle aus. Natürlich war es selten so schlimm wie befürchtet, aber das half mir nicht weiter.

Mir hilft eher zu wissen, dass Frechheit siegt. Ich lasse mich nicht ins Boxhorn jagen, auch nicht von einer Behörde. Und wenn man lernt, grundsätzlich freundlich zu sein und das Gefühl vermittelt, Konflikte zügig lösen zu wollen, hat man schon halb gewonnen. Natürlich tut man nur so, man weiß ja, dass man einem minderwertigen Narzisstenschwein gegenübersitzt.
Den Rest erledigen das Zähnezeigen, wenn das Gegenüber seine Macht ausnützt. Das tut er zwar prinzipiell immer, aber man will ja nicht als uneinsichtiger Vollhorst dastehen, sondern als intelligentes Opfer.
Und nicht vergessen, dass das Gegenüber ein Loch ist. Sonst hätte es mich nicht Existenzängsten ausgesetzt, indem es mir einen RSB-Brief schickt oder ein Gespräch mit ungutem Unterton ankündigt statt die Sache gleich vom Tisch zu fegen. Mir ist durchaus klar, dass es gesetzliche und zeitliche Vorgaben gibt, aber das ist völlig unwichtig, die Ratio lässt sich schnell überstimmen. Im Leben hat nun mal selten der Verstand das letzte Wort, schlagen Sie bitte bei Schopenhauer 'Die Kunst, Recht zu behalten' nach.
Beginne den Tag mit einem Lächeln, dann hast du es hinter dir. [Nico Semsrott]

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Kaonashi
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Beitrag Mo., 21.10.2019, 16:10

Vielen Dank für eure Antworten.
Alles logisch durchdenken mache ich normalerweise auch gerne, gerade weil das hilft, unangenehme Gefühle einzudämmen, aber das geht erst, wenn dieser akute Zustand vorbei ist und der Verstand langsam wieder einsetzt. Bis dahin regieren die Gefühle und ich bin sehr impulsiv. Äußert sich in laut schreien, gegen die Wand schlagen u.ä.
Gestern war es recht heftig, und heute merkte ich noch den ganzen Tag die Auswirkungen. Krankmelden ging aber nicht, ich war also arbeiten, und das hat vielleicht zur Ablenkung beigetragen.

Ich find's auch immer gut, möglichst schnell nach Lösungen zu suchen, weil man sich dann nicht mehr so ausgeliefert fühlt, wenn man einen Plan hat, was man tun kann. Aber bis man weiß, ob der Plan funktioniert, herrscht noch weiter Unsicherheit. Trotzdem war es mir heute möglich, das Problem gedanklich ein bisschen zur Seite zu legen.
Ich mache mir bewusst, dass Gedanken wie "ich wäre jetzt am liebsten tot" nicht bedeuten, dass ich wirklich gern tot wäre, sondern, dass mein Gehirn mit dem momentanen emotionalen Chaos überfordert ist und dringend Ruhe braucht.
Das trifft es gut. Ich hätte mir einen Aus-Schalter gewünscht, gerne auch in Form eines Medikaments, aber ich habe sowas gar nicht da, weil ich normalerweise nichts nehme, außer Opipramol, und das wirkt sehr langsam und eher subtil. Nach Abklingen der akuten Phase habe ich dann die ganze Nacht Musik gehört, das hat mich im Lauf der Zeit beruhigt.

In einer Therapie bin ich bereits. Ich habe auch gestern mal aufgeschrieben, wie das alles war und meiner Therapeutin geschickt. Diese Woche habe ich aber keinen Termin, erst wieder nächste Woche.

Es ist diesmal keine Behörde, aber etwas Vergleichbares, juristischer, finanzieller Ärger. Manchmal habe ich das Gefühl, dass meine Reaktion besonders heftig ist, wenn ich schon vorher befürchtet habe, dass genau das eintrifft, und dann trifft es wirklich ein. Weil irgendwo hofft man ja, dass es doch nicht eintrifft. Die große Katastrophe ist es aber vermutlich gar nicht, nur sehr ärgerlich. Neulich hatte ich zu jemandem gesagt, dass es mir dieses Jahr ziemlich gut geht, weil noch gar nichts richtig Blödes passiert ist. Das ist irgendwie ein Gesetz, dass man sowas nie sagen sollte, denn keine Woche später ist das richtig Blöde dann doch noch passiert.

Ich war früher in solchen Situationen meist ganz allein und wusste mir nicht zu helfen. Inzwischen habe ich keine Hemmungen mehr, einen Rechtsanwalt zu beauftragen und dem alles zu übergeben, auch wenn das dann auch wieder was kostet. Es ist meistens das Geld wert, wenn man sich nicht selbst darum kümmern muss. Außerdem habe ich ein oder zwei Leute, denen ich davon erzählen kann, das hilft dann auch. Aber diese Erkenntnis ist gar nicht greifbar in dem Moment, wo das Ereignis eintritt.
Das mit dem freundlich bleiben fällt mir sehr schwer. Der Anlass gestern war ein Telefonat, und ich habe mich nur mit Mühe beherrscht, das A-loch nicht direkt in den Hörer zu brüllen, sondern erst hinterher.

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kiki2701
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Beitrag Fr., 15.11.2019, 13:10

Bei mir ist das alles total andersrum.
Wenn ich in einer unangenehmen Situation bin kämpfe ich sofort gegen Tränen. Bis zu einem Zeitpunkt wo ich es nicht mehr zurück halten kann. Tage (manchmal Wochen) denke ich dann nur mehr an diese Situation (meistens Gespräche) und mir kommen sofort die Tränen.
Jeder beneidet mich eigentlich wegen meiner Stärke und meinem selbstbewussten auftreten. Aber es gibt Personen, die mich total einschüchtern. Ich kann bei solchen Menschen nicht "normal" reagieren. Ich werde dann ganz anders, als ich normal bin.
Bis jetzt habe ich da noch keine Therapie für mich selber gefunden, was ich in solchen Situationen machen könnte. Aber es baut mich auf, das es genug Menschen gibt, die mit sich selber, auf irgendeine Art und Weise, kämpfen.
Ich wünsche dir, dass du den richtigen Weg für dich findest.

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Kaonashi
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Beitrag Sa., 16.11.2019, 12:58

kiki2701 hat geschrieben:
Fr., 15.11.2019, 13:10
Bei mir ist das alles total andersrum.
Inwiefern andersrum? Was die Anlässe betrifft, oder die Reaktion?
Denn Tränen kommen bei mir auch, aber erst nach dem Ausrasten.
Es ist auch so, dass diese Dinge oft passieren, wenn ich allein bin, während ich es irgendwie zurückhalten kann, solange noch jemand da ist (auch nicht immer, aber oft). Ich schotte mich mehr ab in Gesellschaft, dann werden die Gefühle nicht so stark wie wenn ich allein bin.

Das Erzählen bei meiner Therapeutin hat mir leider nicht geholfen. Ich glaube, sie hat es nicht ganz verstanden und falsch interpretiert. Muss es das nächste Mal nochmal ansprechen. Das Erzählen bei meiner Ärztin war besser. Sie hat mir zum Probieren Tavor mitgegeben.

Ansonsten habe ich bei meiner Therapeutin in letzter Zeit den Eindruck, sie möchte, dass ich während der Stunde anfange zu weinen. Sie war auch gestern relativ hart. Aber ich verstehe nicht, was das bringen würde. Ich würde mich dann nicht befreit fühlen, weil ich allein schon genug weine, sie hätte mich dann nur gebrochen, und das brauche ich nicht. Ich bin eben jemand, der nicht gern vor anderen weint, das heißt aber nicht, dass ich meine Traurigkeit nicht spüren würde oder sie nicht alleine herauslassen würde. Dass es jemand sieht, würde mir nicht helfen.