Angst gekündigt zu werden

Das Leben ist wesentlich durch unsere Arbeit geprägt. Der Job kann jedoch auch Quelle von Ärger und Frustration sein, oder persönliche Probleme geradezu auf die Spitze treiben...

Thread-EröffnerIn
TheAbyss
neu an Bo(a)rd!
neu an Bo(a)rd!
männlich/male, 32
Beiträge: 1
Wohnort: Düsseldorf
Status: Offline

Angst gekündigt zu werden

Beitrag Di., 03.12.2019, 23:02

Hallo! Ich habe momentan ziemlich große Angst gekündigt zu werden. Ich arbeite im Einzelhandel, und habe jetzt nach 7 Jahren am gleichen Arbeisort einen Filialwechsel beantragt. Seit November bin ich nun in einer neuen Filiale. Letzte Woche habe ich mir aber leider aus Blödheit, abends zuhause nach der <arbeit, den rechten Zeigefinger gebrochen. Bedeutet nach 4 Wochen arbeiten, dann direkt 3 Wochen krankgeschrieben. Da ich auch ansonsten sehr stark an Selbstzweifeln leide und oft denke, dass ich meine Arbeit nicht gut verrichte, oder ich meinen Arbeitskollegen unsympathisch bin, wird die Angst immer größer gekündigt zu werden. Ich habe die Tage vor dem Unfall öfters indirekt nachgefragt, ob man zufrieden mit mir ist, aber eine richtige Antwort habe ich nicht bekommen.

Benutzeravatar

~~~
Forums-Gruftie
Forums-Gruftie
weiblich/female, 25
Beiträge: 726
Wohnort: Deutschland
Status: Offline

Beitrag Di., 03.12.2019, 23:44

TheAbyss hat geschrieben:
Di., 03.12.2019, 23:02
Letzte Woche habe ich mir aber leider aus Blödheit, abends zuhause nach der <arbeit, den rechten Zeigefinger gebrochen. Bedeutet nach 4 Wochen arbeiten, dann direkt 3 Wochen krankgeschrieben. Da ich auch ansonsten sehr stark an Selbstzweifeln leide und oft denke, dass ich meine Arbeit nicht gut verrichte, oder ich meinen Arbeitskollegen unsympathisch bin, wird die Angst immer größer gekündigt zu werden. Ich habe die Tage vor dem Unfall öfters indirekt nachgefragt, ob man zufrieden mit mir ist, aber eine richtige Antwort habe ich nicht bekommen.
Ich würde eventuell mit dem Vorgesetzten reden und ihme klar machen, wie wichtig dir der Job ist, dass es dir leid tut, dass das jetzt mit deiner Verletzung an der Hand so gelaufen ist.

Der Rest wird sich eben zeigen.

Ich würde dir raten, mehr auf dich zu achten. Mach die Arbeit so gut du kannst, damit DU dich damit wohlfühlst. Mach das nich für andere. Dankt dir eh keiner.
Behandele deine Kollegen so, wie du auch behandelt werde würdest, sei aber auch nich zu unterwürfig.

Mach einfach dein Ding so für dich, damit du dich wohlfühlst.

Den anderen bist du wahrscheinlich relativ egal.
Man sollte eher für sich arbeiten. Die Arbeit so machen, dass man auf sich stolz ist und zufrieden ist. Ehrlich den anderen bist du einfach egal, wenn es hart auf hart kommt. Die anderen kannst du sowieso in keiner Weise irgendwie beeinflussen.
Also leb für dich und nicht für die anderen.

Wenn sie dich dann wirklich kündigen sollten, dann war es wahrscheinlich besser so.

Alles andere macht einen auf Dauer einfach nur kaputt.

Alles werden dich nie sympathisch finden. Lauf so einek Quatsch nicht hinter her. Es reicht wenn man mit den meisten ganz ok klar kommt.

Im Laufe der nächsten Monate findest du bestimmt auch ein paar mit denen du auf einer Wellenlänge bist.
"You cannot find peace by avoiding life."
Virginia Woolf

Benutzeravatar

Nico
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
männlich/male, 56
Beiträge: 10255
Wohnort: D/A/CH
Status: Offline

Beitrag Mi., 04.12.2019, 05:38

Ein bisserl Kontakt mit den Vorgesetzten halten und sie über den Heilungsverlauf immer informieren, damit sie sehen, dass du kooperativ bist.
Mehr kannst du nicht tun und es sollte in der Regel reichen.
Da du ja im selben Unternehmen u nur in einer anderen Filiale bist, werden deine Daten der letzten Jahre ja für die Vorgesetzten einsehbar sein und wenn du dort schon 7 Jahre gearbeitet hast, spricht das sicherlich für dich.

Vorgesetzte geben nun mal eher selten positives Feedback und in der Regel gilt, solange nicht gemeckert wird, passt alles. ( sagt dir hier ein Arbeitgeber ;) )
Wenn ich alt bin, möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich!

Benutzeravatar

Malia
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
weiblich/female, 66
Beiträge: 4733
Wohnort: Ostallgäu
Status: Offline

Beitrag Mi., 04.12.2019, 18:31

Gut wäre wohl, diese Sorge offen beim Vorgesetzten anzusprechen und nachzufragen.
Ist es eigentlich wirklich nicht möglich, mit dem gebrochenen Finger zu arbeiten?
Ich weiß ja nicht, was du verkaufen musst und ob ein geschienter Finger dabei stört.
Wenn ich solche Angst vor Jobverlust hätte, würde ich schon schauen, was möglich ist.
Wunderbar ist das Lächeln, das zum Kummer sagt:
"Du wirst mich nicht besiegen."
unbekannt

Benutzeravatar

Anna-Luisa
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
weiblich/female, 39
Beiträge: 1741
Wohnort: Nordrhein-Westfalen
Status: Offline

Beitrag Mi., 04.12.2019, 19:14

TheAbyss hat geschrieben:
Di., 03.12.2019, 23:02
Ich habe die Tage vor dem Unfall öfters indirekt nachgefragt, ob man zufrieden mit mir ist, aber eine richtige Antwort habe ich nicht bekommen.
Auch wenn es dir schwerfällt: Solche Fragen solltest du künftig unterlassen.Ansonsten musst du damit rechnen, bald untergebuttert zu werden, weil du für "bedürftig" gehalten wirst.
Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.
(Konfuzius)

Benutzeravatar

Fairness
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
weiblich/female, 36
Beiträge: 1967
Wohnort: Deutschland
Status: Offline

Beitrag Do., 05.12.2019, 09:38

Lieber TheAbyss, ich weiß nicht genau, wie du nachgefragt hast, doch die Frage ob sie "mit dir" zufrieden sind, finde ich etwas breit. Ich denke, wenn du bei etwas unsicher bist, könnte es zielführender sein, direkt während der Bearbeitung einer Aufgabe zu fragen, ob da jemand bei dir schauen könnte und mit dir die Lösung nochmal besprechen könnte, oder wie sie dort üblich mit den Aufgaben, welche du gerade löst, umgehen.

Und ich denke, es ist auch ok, wenn ein Mitarbeiter einem anderen Kollege mal nicht sympathisch ist. Wenn dich jemand ohne einen sichtbaren oder geäußerten Grund unsympatisch findet, ist das doch seine Sache und nicht deine.

Ich glaube auch, dass wenn sie dir keine Antwort geben, kann es einfach sein, dass sie nicht so genau schauen, was du tust, schließlich arbeitest du in der Firma länger als sieben Jahre und vielleicht haben sie dann auch Vertrauen in das, was du machst.

Gute Besserung. :)
Wenn ich mir etwas wünschen könnte, wäre das die Offenheit.. gerade, wenn es bekannt zu sein scheint.
Liebe vereinigt nicht.. sie grenzt auch nicht aus.. sie ist einfach nur.


Candykills
[nicht mehr wegzudenken]
[nicht mehr wegzudenken]
männlich/male, 80
Beiträge: 3042
Wohnort: שומקום
Status: Offline

Beitrag Do., 05.12.2019, 15:53

Ich denke, da du schon 7 Jahre bei der selben Firma gearbeitet hast, werden sie dich nicht gleich kündigen. Sofern du auch früher in der anderen Filiale nicht ständig krank warst. Sowas kann jedem mal passieren, das sucht man sich ja nicht aus.
Versuche die Zwangspause zu genießen, mit nem gebrochenen Finger ist man ja auch nicht völlig eingeschränkt.
Ein Leben ohne Katze ist möglich...aber sinnlos.


Thread-EröffnerIn
TheAbyss
neu an Bo(a)rd!
neu an Bo(a)rd!
männlich/male, 32
Beiträge: 1
Wohnort: Düsseldorf
Status: Offline

Beitrag Do., 05.12.2019, 20:15

Hello, zunächst Danke für die Antworten
Ist es eigentlich wirklich nicht möglich, mit dem gebrochenen Finger zu arbeiten?
Ich weiß ja nicht, was du verkaufen musst und ob ein geschienter Finger dabei stört.
Ich verkaufe Uhren und Schmuck. Mit einer Hand funktioniert das nicht wirklich. Ab nächster Woche bekomme ich dann wohl eine Schiene speziell nur für den Zeigefinger. Daraus entnehme ich, dass ich dann wohl wieder arbeiten kann.
Ich denke, da du schon 7 Jahre bei der selben Firma gearbeitet hast, werden sie dich nicht gleich kündigen. Sofern du auch früher in der anderen Filiale nicht ständig krank warst. Sowas kann jedem mal passieren, das sucht man sich ja nicht aus.
Versuche die Zwangspause zu genießen, mit nem gebrochenen Finger ist man ja auch nicht völlig eingeschränkt.
Nee, ist bei mir das erste mal, dass ich mich krankschreiben lassen muss. Damit beruhige ich mich auch schon immer.