Übelkeit von Sertralin

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Harley Quinn78
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Übelkeit von Sertralin

Beitrag Mo., 25.04.2022, 04:42

Guten Morgen
ich nehme seit einigen Tagen Sertralin und 1,2 Std danach beginnt eine extreme Übelkeit über mehrere Stunde, dass ich weder Essen noch Trinken kann ... :-((
an Übelkeit kann ich mich damals bei Adjuvin nicht erinnern , denke sollte ähnlich sein da der gleiche Wirkstoff
nehme noch Pregatab und sollte eigentlich jetzt auch mit Quetiapin anfangen , aber da ich eine Angst vor Tabletten entwickelt habe und man die Pregatab nicht brechen darf ( ich beginne gerne mit 1/4 damit ich die Angst verliere davor) bin ich noch nicht dazu gekommen sie zu nehmen ...
ich hab vor Jahren einfach alle Tabletten abgesetzt , mein damaliger Freund hat mich da sehr dazu überredet und dann gings mir auch 2,3 Jahre halbwegs gut , bis auf die üblichen Anspannungen etc
da meine Angstattacken zurück sind, bzw seit Pregatab etwas leichter wieder, hatte mir der Therapeut geraten wieder Tabletten zu nehmen..
naja eigentlich meinte er Therapie alleine scheint mir nach all den Jahren nicht zu helfen und ich solle stationär gehen... aber mein Psychiater beruhigte mich .. bin länger nicht selbstgefährdet somit sieht er es nicht so ...
jetzt hoffe ich diese Übelkeit geht bald weg, ich soll nach 10 Tagen aufdosieren und hab jetzt schon solche Nebenwirkungen :/
und diese quetiapin machen mich derzeit auch wahnsinnig , ich hab seine Stimme im Kopf "wenn sie die Tabletten nicht nehmen kann ich ihnen doch nicht helfen! " (Psychiater) .. aber wenn man diese eine nicht brechen kann .. trau ich mich sie nicht zu nehmen :kopfschuettel: :roll: :roll: :roll: :roll:

fast schon lustig.. ich war vor vielen Jahren drogensüchtig.... hätte mir damals 10 auf einmal reingehauen davon und heute trau ich mich 1/4 nicht zu nehmen :anonym:

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lisbeth
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Beitrag Mo., 25.04.2022, 05:58

Hi, die Übelkeit bei Sertralin hatte ich auch. SSRI verursachen anfangs öfters mal Übelkeit/Verdauungsbeschwerden. Das sollte aber nach einiger Zeit weggehen, wenn dein Körper sich daran gewöhnt hat. Ich weiß nicht mehr wie lange das bei mir gedauert hat, aber irgendwann hab ich (körperlich) gar nichts mehr davon gespürt. Gegen die Depressionen/Angst hat es bei mir sehr gut gewirkt.
When hope is not pinned wriggling onto a shiny image or expectation, it sometimes floats forth and opens.
― Anne Lamott

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Harley Quinn78
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Beitrag Mo., 25.04.2022, 07:13

lisbeth hat geschrieben: Mo., 25.04.2022, 05:58 Hi, die Übelkeit bei Sertralin hatte ich auch. SSRI verursachen anfangs öfters mal Übelkeit/Verdauungsbeschwerden. Das sollte aber nach einiger Zeit weggehen, wenn dein Körper sich daran gewöhnt hat. Ich weiß nicht mehr wie lange das bei mir gedauert hat, aber irgendwann hab ich (körperlich) gar nichts mehr davon gespürt. Gegen die Depressionen/Angst hat es bei mir sehr gut gewirkt.
Hallo, vielen Dank das beruhigt mich dann doch sehr , hatte schon Angst wenn das so bleibt muss ich sie wieder absetzen , aber gegen meine Ängste muss ich nun leider was nehmen und wenn das bei dir geholfen hat , bin ich beruhigter danke :-)

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chrysokoll
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Beitrag Mo., 25.04.2022, 15:05

also gleich vorweg: Du MUSST gar nichts nehmen!
Das ist deine freie Entscheidung.
Es ist auch deine Entscheidung auf wenn du da mehr hören willst
Psychiater verordnen gerne und viel (also die meisten) sehen kein Problem darin und verstehen auch nicht was an so ein paar "klitzekleine" Nebenwirkungen denn schwierig sein soll.

Ich würde an deiner Stelle nun erst einmal das Sertralin eingewöhnen, einige Wochen schauen was passiert, ob die Übelkeit weg geht, ob es dir besser geht.
Und erst dann schauen ob da noch weiteres genommen werden soll.
Das Problem bei so viel auf einma ist ja immer dass man gar nicht mehr erkennt was wie wirkt, was welche Nebenwirkung hat und was sich gegenseitig beeinflusst.

Ich bin KEINE Ärztin, das ist nur mein privater Rat, gerade wenn du jetzt schon Zweifel hast und an Nebenwirkungen leidest

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Gespensterkind
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Beitrag Mo., 25.04.2022, 15:23

Auf jeden Fall sollte die Dosis vom Sertralin erst dann erhöht werden, wenn die Übelkeit nachgelassen hat. Und 10-14 d muss man dem schon eine Chance geben. Die eigentliche antidepressive oder angstlösende Wirkung kann oftmals aber erst Wochen später eintreten und nach Steigerung der Dosis. Es gibt aber genauso auch Menschen, die SSRIs nicht vertragen aufgrund der Nebenwirkungen.

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Beitrag Mo., 25.04.2022, 16:38

chrysokoll hat geschrieben: Mo., 25.04.2022, 15:05 also gleich vorweg: Du MUSST gar nichts nehmen!
..........
ja genau deshalb hab ich erst das Pregatab langsam eingeschlichen, nehme es jetzt , ich denke so an die 2,3 Monate .. (hatte ich früher schon - da warens 250mg am Tag , jetzt derzeit 3 x 50mg) .. da ich daraufhin Depressionen bekam und jeden Tag geweint habe und nur noch Sorgen hatte , hat er mir eben das Sertralin verschrieben mit Quetiapin.. dass ich etwas nehmen sollte , ist mir leider selbst bewusst .. denn ich hab mich nicht mehr aus dem Haus gehen getraut bzw auch jetzt gehts nur so an die 5 min weit weg von meinem Haus .. danach bekomm ich Angst ich könnte ersticken und muss sofort nachhause :( das deprimiert mich sehr deshalb und nur deshalb beginne ich wieder mit Tabletten , da ich eigentlich froh war keine mehr zu nehmen :( aber da die Angst schlimmer denn je zurück ist , sehe ich selbst auch keinen anderen Weg .. aber mir macht der Druck einfach Stress vom Psychiater ich müsse die Tabletten in 3 Tagen in der Dosis, die er meint genommen haben... ich traue mich immer nur mit 1/4 von 1/4 beginnen,dann will ich schauen was passiert... wenn nichts passiert, am nächsten Tag ein Stück mehr etc.... aber da man die Quetiapin nicht teilen darf hab ich Probleme sie zu nehmen bzw mit 1/4 anzufangen :/ trau mich ihm das gar nicht sagen, er war gleich ungut weil ich Angst vor Tabletten entwickelt habe
Zuletzt geändert von Pauline am Sa., 30.04.2022, 05:46, insgesamt 1-mal geändert.
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münchnerkindl
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Beitrag Mo., 25.04.2022, 16:56

Harley Quinn78 hat geschrieben: Mo., 25.04.2022, 16:38
ja genau deshalb hab ich erst das Pregatab langsam eingeschlichen, nehme es jetzt , ich denke so an die 2,3 Monate .. (hatte ich früher schon - da warens 250mg am Tag , jetzt derzeit 3 x 50mg) .. da ich daraufhin Depressionen bekam und jeden Tag geweint habe und nur noch Sorgen hatte , hat er mir eben das Sertralin verschrieben mit Quetiapin.. dass ich etwas nehmen sollte , ist mir leider selbst bewusst .


Also verstehe ich das richtig, du hast die Depressionen und Ängste erst so stark seit du das Pregatab nimmst?

Und gegen die Nebenwirkungen sollst du jetzt ein Antidepressivum UND ein Neuroleptikum nehmen?


Da muss das Pretagab weg und wenn nötig gegen was anderes ersetzt werden.


Hier ist der Beipackzettel

https://www.apotheken.de/beipackzettel/ ... aTab+50+mg

Da sind Depressionen und Ängste auch ganz klar als mögliche Nebenwirkung gelistet.

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Beitrag Mo., 25.04.2022, 18:30

.............
nein nein ich hab die Ängste seit 2 Jahren wieder da ich im Magen ein Luftproblem habe und nicht weiß woher, das ständig auf die Lungen drückt und mir die Luft nimmt... der Orthopäde sagt es kommt von Blockaden, der Psychiater sagt es kommt von der Psyche, der Allgemeinmediziner sagt es könnte von der chron. Gastritis sein und ein weiterer Arzt meinte evtl Zwerchfellbruch :kopfschuettel: :kopfschuettel: :kopfschuettel:
und dadurch dass ich davon Atemnot bekomme , kam meine Angst zurück... genau wie ich sie vor Jahren schon mal hatte .. mit dem "nicht rausgehen können ohne Angst zu haben zu ersticken " ..
deshalb die Pregatab ... aber davon wurde ich sehr depressiv und dagegen jetzt die Sertralin und Quetiapin :/
soll wohl beides auch bei Angst helfen ...
aber genau da wollte ich nicht mehr hin.. ich war vor Jahren bei 10 Tabletten am Tag und stand nur noch neben mir .. ich möchte das Leben mitkriegen ... zwar gerne etwas gefühlsmäßig distanzierter aber doch mit Gefühlen ... nur ohne Angst :cry:
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münchnerkindl
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Beitrag Mo., 25.04.2022, 18:33

Harley Quinn78 hat geschrieben: Mo., 25.04.2022, 18:30 deshalb die Pregatab ... aber davon wurde ich sehr depressiv und dagegen jetzt die Sertralin und Quetiapin :/
soll wohl beides auch bei Angst helfen ...


Also doch, du bekommst Pregatab und das macht dir Depressionen. Dann setz das Pretagab ab.

Das ist ja anscheinend ein Antiepileptikum und Epilepsie hast du doch nicht, oder? Wogegen soll das denn überhaupt helfen wenn du keine Epilepsie hast?

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Beitrag Mo., 25.04.2022, 18:35

............
ich hatte früher Epilepsie... es ist nicht nur gegen Epilepsie, auch gegen generalisierte Angststörung , welche ich habe.... die Depressionen sind wieder weg .. das war eben nur die ersten paar wochen so .. jetzt seit dem Sertralin sind die wieder weg ... ich meine auch dass mir das Pregatab bei den vielen Gedanken , die ich vorher tagsüber hatte und die viele Anspannung im Körper helfen ...meine Zwangsgedanken sind jetzt derzeit auch besser .. wovon auch immer
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Beitrag Mo., 25.04.2022, 18:37

Harley Quinn78 hat geschrieben: Mo., 25.04.2022, 18:35 ich hatte früher Epilepsie... es ist nicht nur gegen Epilepsie, auch gegen generalisierte Angststörung , welche ich habe

Aber gegen die Angst hilft es ja nicht, oder?

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Beitrag Mo., 25.04.2022, 18:51

münchnerkindl hat geschrieben: Mo., 25.04.2022, 18:37
Harley Quinn78 hat geschrieben: Mo., 25.04.2022, 18:35 ich hatte früher Epilepsie... es ist nicht nur gegen Epilepsie, auch gegen generalisierte Angststörung , welche ich habe

Aber gegen die Angst hilft es ja nicht, oder?
ETWAS .. würde ich sagen ... zuhause hatte ich auch ständig Angst Gedanken , Zwangsgedanken , Angst davor irgendwo Putzmittel auf einem Glas zu erwischen etc.. das ist alles fast weg jetzt und erleichtert mir den Alltag jetzt schon sehr ... das Rausgehen geht noch nicht unbedingt weit aber dafür ohne Panikattacken.. ich hab dann zwar immer noch das Gefühl ich muss wieder umdrehen ... aber ohne Panik und Herzrasen.. also von daher hm etwas würde ich sagen
aber absetzen trau ich sie mich auch nicht... es war davor noch schlimmer einfach

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münchnerkindl
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Beitrag Mo., 25.04.2022, 19:55

Hm, aber das sollte doch auch mit einer anderen Substanz der Fall sein, zB mit einem angstlösenden Antidepressivum, wo du EIN Medikament nimmst das alles abdeckt und nicht wieder Nebenwirkungen macht wogegen dann wieder eine andere Substanz her muss.

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Beitrag Di., 26.04.2022, 05:25

münchnerkindl hat geschrieben: Mo., 25.04.2022, 19:55 Hm, aber das sollte doch auch mit einer anderen Substanz der Fall sein, zB mit einem angstlösenden Antidepressivum, wo du EIN Medikament nimmst das alles abdeckt und nicht wieder Nebenwirkungen macht wogegen dann wieder eine andere Substanz her muss.
welches wäre das zb ??
ich hab früher auch Pregabalin bekommen.. Cymbalta & Co hatte ich nicht vertragen damals und Adjuvin eigentlich auch nicht, da hatte ich Herzrasen davon .. kann mich gar nicht mehr erinnern an alle Tabletten aber Pregabalin ich meine Abends hatte ich Trittico damals und ein paar andere, die weiß ich nicht mehr ..
ich denke er meint durch die depressive Phase ist die Angst verstärkt .. und er redet ständig von "die Gedanken im Kopf stoppen zu wollen und die Anspannung im Körper " ..
aber keine Ahnung was es da sonst noch geben würde ..
ich seh aus dem Fenster und denk mir nur .. ich möchte einfach mit dem Hund, wie früher, mal ne Stunde spazierengehen ... aber ja .. es ist als wär nach 100 Meter ca ein Stop Schild und ich kann einfach nicht weiter :/
ich warte jetzt auf einen Therapie Platz bei einem Verhaltenstherapeut..leider muss ich den selbst bezahlen dann ... mein Therapeut, den ich seit 10 Jahren auf Kasse bekomme , macht integrative Gestalttherapie und mein Psychiater meint... Reden ist immer nicht schlecht aber für meine Diagnosen ist das nicht der richtige Therapeut, da ich Null weiterkam in 10 Jahren eher immer starke Rückschläge hatte ..

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münchnerkindl
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Beitrag Di., 26.04.2022, 12:33

Und erst mal stationäre Psychotherapie machen?