Abhängig von Therapeutin

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meinleben;)
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Abhängig von Therapeutin

Beitrag So., 08.05.2022, 00:40

Hallo Leute!

Ich war gerade 3x bei meiner Therapeutin. Eigentlich war es gar nicht so mein eigener Wunsch. Da ich mit meiner Mutter nur ständig Streit hatte, weil ich ihr Dinge an den Kopf geworfen hab die mich verletzten und beeinträchtigten, drängte sie mich sozusagen wieder in die Opferrolle, ich solle mir doch Hilfe suchen weil ich so aggressiv ihr gegenüber bin und so eine Hass verspürte, der nicht unberechtigt war.

Nun gut mir ging es ohnehin nicht so gut immer und ich dachte, ok ich schau mir das mal an. (ich hatte vor vielen Jahren mal hi und da ne Therapeutin/en, aber so lange hielt ichs nie wo aus und wollte es auch nicht.

And und für sich weiß ich ohnehin was ich machen will im Leben, manchmal auch nicht. Ich bin sehr launisch. Irgendwie gibt mir die Therapeutin zwar Halt und Ruhe, andererseits hab ich das Gefühl, dass ich wieder in diese Kindchenrolle komm. Wo ich dann immer wieder gelobt werde, bla bla, wieder das nette liebe Mädchen werde... Das Ding ist, in meiner letzten toxischen Beziehung lies ich soviel durchgehen weil ich ja so lieb und verständnisvoll war und immer das Gute in dem Typen sah.

Nachdem mich der Narzist eigentlich nur ausgenutzt hat hab ich das Gefühl wenn ich wieder in diese alles gut, loslassen Attitude komm, dass mir so n Scheiss Ev wieder passiert. Das Hirn vergisst. Und manchmal schützt Wutt und Hass vor Wiederholungen. Allein dass ich wieder über den Ex geredet hab lässt mir wieder Hoffnungen machen, obwohl er ein richtiger Arsch war und ich damals keine Grenzen rechtzeitig setzen konnte. Weil ich ja so gutmütug war. So naiv wieder in was reingehen und, dann das gleiche nochmal erleben will ich keineswegs.

Trotzdem hab ich das Gefühl, dass ich durch die Therapeutin wieder "weicher, femininer, fast wieder kindlicher werde. Ich hab das Gefühl ich werde von ihr abhängig. Sie sagt an sich nicht schlechte Sachen, aber Nr eins, weiß ich das zumeist selbst und Nr. 2 ich seh oft keinen Grund wieder so verantwortungsvoll zu denken weil ich mich dann wieder auf sie verlassen. So wie auf meine Mutter. Was zumindest finanziell oft war und was der Grund ist, warum ich auch fast nie Geld hatte.

Ausserdem seh ich gar keinen Sinn mich mehr so anzustrengen in meinen Zielen, weil ich mich ja eh wieder dann sicher und geborgen fühl und aber diesen eigenverantwortlichen Druck nicht spüre.

Meine Aggressivität hat mich auch oft vorwärts gebracht. Jetzt werd ich zu gemütlich. Sie ist immerso positiv. Dieses immer positiv färbt auf mich ab, aber das ist genau der Punkt. Ich krieg schon regelrecht rücken Verspannungen weil ich mich wieder so unterordne und so eine ja ich mach es allen recht Einstellung bekomme.

Das Ding ist, wenn ich die Therapie abbrechen, dann kommen diese Kindheit sachen wieder hoch, sprich ich höre oft diese Sätze von meiner Mutter. Und das war auch der Grund warum ich oft so aggressiv war. Bin viel allein mit mir.

Auch hab ich das Gefühl, dass ich den Glauben an mich selbst dadurch verliere, weil sie mich mit ihrer Lobtadelei so irgendwie mein eigenes Selbstbild von mir abnimmt. Das war auch bei meiner Mutter so. Die sagte immer oh das machst du ja eh so toll und das.. Und irgendwie wenn an das oft hört findet man das selbst gar nicht so toll. Ich bin kein Kind mehr. Klar wenn ich oft allein bin zieh ich mich oft extrem zurück, komm schon oft in depressions ähnliche Zustände. Aber ich raff mich dann oft wieder von selbst auf und find Motivation was zu tun.

Jetzt werd ich eher gleichgültig und bequem. Ich brauch keinen der mir bestätigt was ich eh selber weiß. Ausserdem dieses ständig reden von Vergangenen ist teils auch nicht so gut. Ich drifte in alte Muster. Und eigentlich hab ich gar keinen Bock ihr Rechenschaft abzulegen was ich in meinem Leben tu. Das mach ich prinzipiell ungern. Meist bin ich dann unmotiviert wenn ich zuviel drüber red was ich mach. Weil meist verliert ich dann das Interesse.

Was haltet ihr davon?
Ich

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Shukria
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Beitrag So., 08.05.2022, 05:00

Na wenn du so klar bist, dass es ohne Therapie besser für dich ist, dann kannst du sie doch jederzeit selbstbestimmt/erwachsen beenden oder zumindest pausieren.

Du entscheidest doch wie du dein Leben führen möchtest, weder deine Mutter noch eine Therapeutin. Wenn du deine Aggressionen und Wut (noch) behalten willst...

Was ich nicht verstehe, wenn du dir so sicher und selbstbestimmt bist und auch noch so eine Wut auf deine Mutter hast...
Wie hat ausgerechnet sie es geschafft dich zu einer Therapie zu überreden, die du selbst gar nicht willst?

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Gespensterkind
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Beitrag So., 08.05.2022, 07:18

Eine Therapie zu machen, weil andere (Deine Mutter) Dir sagen, Du solltest eine Therapie machen ist zunächst einmal nicht sehr zielführend.
Eigentlich wird sowas auch von Therapeuten vorab erfragt, mit welcher Motivation und mit welchen Zielen Du eigentlich kommst, um Therapie zu machen.

Deine eigene Motivation zur Therapie kann ich nicht so recht herauslesen. Wenn Du die Therapie nicht brauchst und nur damit umgehen möchtest, dass Deine Mutter dauernd gute Ratschläge für Dich hat, dann musst Du das zwischen Dir und deiner Mutter klären.

Oder bist Du eher ambivalent, was die Therapie betrifft?
Vielleicht würde es Dir helfen, wenn Du zunächst mal überlegst, was DU für DICH eigentlich durch eine Therapie erreichen möchtest? Was Deine Ziele wären?

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münchnerkindl
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Beitrag So., 08.05.2022, 10:58

Dass du dich emotional und in deinem Selbstbild wahnsinnig abhängig machst was Leute in deinem Dunnstkreis so sagen, dass dein Selbstbild also enorm instabil ist.

Dass du zwischen hilfloses Opfer und Wut oszillierst und glaubst dass Wut eine angemessene Lösung dafür ist zum Opfer gemacht zu werden. Das sind die einzigen Gefühlsmodalitäten die du zu kennen scheinst. Und da du hilfloses, abhängiges Opfer (berechtigt) nicht gut findest gibst du dich eben deinem genauso destruktiven Aggro-Selbst hin.

Dass du irgendwie emotional abhängig von deiner Mutter bist obwohl du sie auch ablehnst, weil du so viel Zeit mit ihr verbringst obwohl sie anscheinend wirklich dir nicht gut tut.

Dass du ein Problem mit deiner weiblichen Seite hast, weil du sie so derart ablehnst. Dass du das Gefühl dich geborgen zu fühlen ablehnst. Dass du überhaupt viel an dir ablehnst und du vieles an dir als deinen Feind siehst

Dass du ein Problem mit Antriebslosigkeit hast und das mit Aggression überspielst.

Dass du eine Kindheit ohne echte Zuwendung und Liebe hattest und du gelernt hast dass die Sehnsucht nach emotionaler Zuwendung fundamental nicht sicher ist und du in die Pfanne gehauen wirst wenn du emotional offen und "weich" bist.



Das alles hört sich wirklich extrem ungesund an. Das erste was mir dabei in den Sinn kommt ist die emotional instabile Persönlichkeitsstörung.

Egal welche konkrete psychische Störung das was du so hast hergibt, mit der Einstellung wirst du früher oder später jedliche soziale Beziehungen in den Sand setzen und im Beruf ist das ganze auch eher destruktiv.

Von daher, ja, eine Therapie wäre sinnvoll. Aber ich würde erst mal Diagnostik machen lassen um zu sehen welche Art von Therapie für dich im Moment geeignet und passend ist.

Weil mit einem hast du recht, wenn du dazu neigst, dass du stark in emotionale Abhängigkeitsgefühle reinfällst sobald jemand wirklich freundlich zu dir ist (was garantiert daran liegt dass dir sichere Liebe und Zuwendung als Kind gefehlt hat), dann könnte es sinnvoll sein, erst mal eine Therapie zu machen die das nicht so stark forciert.

Evtl wäre die DBT Therapie was für dich. Da geht es erst mal sehr stark darum dass du auf gesunde Weise für dich selbst sorgen lernst. Das käme ja deinem Wunsch kein Opfer mehr zu sein und dir selbst helfen zu wollen entgegen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dialektis ... e_Therapie
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Grund: Fullquote gelöscht. Halte Dich bitte an die Netiquette!

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meinleben;)
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Beitrag Sa., 04.06.2022, 02:00

Ja das kann teilweise schon stimmen.

Ich hab zu meiner kaum Kontakt. Aber da sie extrem narzistisch veranlagt ist und mein Vater schon lange verstorbenen ist, hab ich ausser Kritk und alles irgendwie selbst ohne Hilfe zu schaffen nicht viel kennengelernt.

Meine weiche Seite wurde oft ausgenutzt.
Die härtere unabhängigere kommt oft besser an. Nicht dass ich mir das ausgesucht hätte aber es hat sich so ergeben.

Nein ich kenne von meiner Mutter keine wirkliche physische Nähe. Ich glaub sie ist nicht dazu in der Lage. Kann mich weder an Küsse, Umarmungen erinnern. Ja ab 30 dann das erste mal ne Umarmung. Irgendwann hab ich sie da selbst weggestossen.

Zärtlichkeit gab's nie. Im Gegenteil: mein autistischer aggressiver Bruder hat zu 70 die Aufmerksamkeit auf sich gezogen und es war permanent Streit. Harmonie gab's früher kaum.

Als mein Vater da war wars noch besser. Aber als er gestorben ist, hatte ich die Arschkarte.
Ich denke vielleicht hab ich sogar mehr männliche Anteile übernommen. Und jez kommt mir komisch vor wieder mehr weibliches oder sanfteres zu spüren.

Ja Weiblichkeit anzunehmen fällt mir oft schwer oder uberhaupt sexuelle Gefühle.
Einerseits weil ich auch öfters mal ausgenutzt worden bin. Andererseits weil man sich so ausgeliefert fühlt und abhängig von einem Menschen. Und auch weil Frauen meist immer benachteiligt sind.
Teilweise hab ich ach verlustägste durch den plötzlichen Tod meines Vaters und wenig Vertrauen ins Leben. Zumindest nicht in Beziehungen. Es regt mich ein.

Und weil mich oft Gefühle nie rational entscheiden lassen und ich keine bösen Überraschingen mehr möchte.

Und irgendwie hab ich gar nicht so Bock mehr auf Sexualität.

Ich hatte lieber mehr Unabhängigkeit und Spaß im Leben. Erwachsenseon ist fad.
Aber ja wie du sagst, alles beruht auf Beziehungen. Und das nervt mich. Dass man fast in dieses Schema reingepresst wird. Alle machen das. Alle haben ne Freund. Alle kriegen Kinder. Irgendwann kann man sich gar nicht mehr wehren oder man bleibt allein bei seinen Haustieren oder whatever. Und ja ich hatte mit nem autistischen Bruder auch nicht wirklich die Möglichkeit gesunden Beziehungen aufzubauen.

Am wohlsten fühl ich mich oft wenn ich mich zurückziehen kann. Aber da das beruflich schwer geht, fühl ich mich irgendwie ausgeliefert der Menschlichen Allgemeinheit.

Und ja ich wäre oft viel lieber ein Mann oder zumindest eine toughe Frau.

Ich hasse dieses weiche mittlerweile. Ich war vorher stark und jetzt fühl ich mich schwach. Ich hoffe das wird wieder anders. Hatte auch stark Corona. Vielleicht deswegen auch. Muss ja nicht jeder, alt, fett und Kinder bekommen.

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Sindy
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Beitrag Sa., 04.06.2022, 22:39

Machst du die Therapie nun aus freien Stücken weiter oder brichst du sie ab?

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Alani
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Beitrag So., 05.06.2022, 22:44

Hi,
klingt schon sehr verständlich was Du so schreibst.
Neue, bessere Erfahrungen mit anderen Menschen können schon was bringen, auch dass Deine Lebensqualität besser wird. Einiges von dem was Du schreibst klingt sehr verbittert. Ist auch ok so und auch irgendwo verständlich. Aber hilft es Dir denn weiter, wenn Du Dich da so reingräbst in diese Gefühle?

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Beitrag Di., 07.06.2022, 11:56

Sindy hat geschrieben: Sa., 04.06.2022, 22:39 Machst du die Therapie nun aus freien Stücken weiter oder brichst du sie ab?
Ich weiss es noch nicht. Unter Beeinflussung. Sagen wir mal so.

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Beitrag Di., 07.06.2022, 12:01

meinleben;) hat geschrieben: Di., 07.06.2022, 11:56
Sindy hat geschrieben: Sa., 04.06.2022, 22:39 Machst du die Therapie nun aus freien Stücken weiter oder brichst du sie ab?
Ich weiss es noch nicht. Unter Beeinflussung. Sagen wir mal so.
Na tu und will ich eigentlich nicht. Grad bei der Therapie wird manches wieder aufgewühlt. Hab eigentlich gar keinen Bock zu reden. Aber ohne fühl ich mich halt von anderen Menschen abhängig. Und ich hasse das.

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chrysokoll
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Beitrag Di., 07.06.2022, 15:19

solange du nicht für dich und mit innerer Überzeugung die Entscheidung für eine Therapie triffst bringt das auch nichts
Dann ist es eigentlich schade um die Zeit

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münchnerkindl
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Beitrag Di., 07.06.2022, 17:29

Ich frage mich auch, wenn die Mutter so nervt dass es ständig zu Streit kommt, warum hast du dann so viel Kontakt mit ihr?

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meinleben;)
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Beitrag Mi., 08.06.2022, 21:57

münchnerkindl hat geschrieben: So., 08.05.2022, 10:58
meinleben;) hat geschrieben: So., 08.05.2022, 00:40
brauch keinen der mir bestätigt was ich eh selber weiß. Ausserdem dieses ständig reden von Vergangenen ist teils auch nicht so gut. Ich drifte in alte Muster. Und eigentlich hab ich gar keinen Bock ihr Rechenschaft abzulegen was ich in meinem Leben tu. Das mach ich prinzipiell ungern. Meist bin ich dann unmotiviert wenn ich zuviel drüber red was ich mach. Weil meist verliert ich dann das Interesse.

Was haltet ihr davon?

Dass du dich emotional und in deinem Selbstbild wahnsinnig abhängig machst was Leute in deinem Dunnstkreis so sagen, dass dein Selbstbild also enorm instabil ist.

Dass du zwischen hilfloses Opfer und Wut oszillierst und glaubst dass Wut eine angemessene Lösung dafür ist zum Opfer gemacht zu werden. Das sind die einzigen Gefühlsmodalitäten die du zu kennen scheinst. Und da du hilfloses, abhängiges Opfer (berechtigt) nicht gut findest gibst du dich eben deinem genauso destruktiven Aggro-Selbst hin.

Dass du irgendwie emotional abhängig von deiner Mutter bist obwohl du sie auch ablehnst, weil du so viel Zeit mit ihr verbringst obwohl sie anscheinend wirklich dir nicht gut tut.

Dass du ein Problem mit deiner weiblichen Seite hast, weil du sie so derart ablehnst. Dass du das Gefühl dich geborgen zu fühlen ablehnst. Dass du überhaupt viel an dir ablehnst und du vieles an dir als deinen Feind siehst

Dass du ein Problem mit Antriebslosigkeit hast und das mit Aggression überspielst.

Dass du eine Kindheit ohne echte Zuwendung und Liebe hattest und du gelernt hast dass die Sehnsucht nach emotionaler Zuwendung fundamental nicht sicher ist und du in die Pfanne gehauen wirst wenn du emotional offen und "weich" bist.



Das alles hört sich wirklich extrem ungesund an. Das erste was mir dabei in den Sinn kommt ist die emotional instabile Persönlichkeitsstörung.

Egal welche konkrete psychische Störung das was du so hast hergibt, mit der Einstellung wirst du früher oder später jedliche soziale Beziehungen in den Sand setzen und im Beruf ist das ganze auch eher destruktiv.

Von daher, ja, eine Therapie wäre sinnvoll. Aber ich würde erst mal Diagnostik machen lassen um zu sehen welche Art von Therapie für dich im Moment geeignet und passend ist.

Weil mit einem hast du recht, wenn du dazu neigst, dass du stark in emotionale Abhängigkeitsgefühle reinfällst sobald jemand wirklich freundlich zu dir ist (was garantiert daran liegt dass dir sichere Liebe und Zuwendung als Kind gefehlt hat), dann könnte es sinnvoll sein, erst mal eine Therapie zu machen die das nicht so stark forciert.


Meine Mutter. Mal freundlich, dann dreht sie Sachen um, dann zynisch, dann aufbrausend. Sobald ich wieder entspannt bin und sensibel, krieg ich nen blöden Kommentar. Wenn ich das Arschlich bin ist sie klein wie ne Maus. Mittlerweile hab ich solche Aggressionen gegen diese verlogene Frau, dass ich nicht weiß ob ich ihr nicht mal eine runterhaue. Und weisst du was diese scheiss freundliche Frau nach außen sagen würde, meine Tochter ist ne katastrophe die braucht unbedingte Hilfe..haha.. Ja brauche ich, aber wegen ihr!!

Sie akzeptiert kein Nein, will ständig die Kontrolle und das letzte Wort. Nein es wird sich nie!!!!!! was ändern. Solang sie nicht alt und bettlägrig ist und ihr die Kraft fehlt für ihre Machtkämpfe. Ja das ist gestört. Instabil. Wie könnte es anders sein. Sobald ich länger bei ihr bin und sie ein wenig kocht für mich oder was tut, glaubt sie auch die Kontrolle ausüben zu können. Wenn ich normal sag, nein das will ich nicht oder ich will das jetzt nicht essen etc. Kommt immer gleich ein zynischen blöder Kommentar wie.. Na wozu hab ich das jetzt gemacht. Ich meins ja nur gut.. mach das doch jetzt. Auf Kommando :evil: Aber in einem Ton..

Sobald ich denk es geht, wendet sich das Blatt im Nu. Sie ist gestört. Ein gekränktes, verletztes Ich.


Anm.Mod.: Bitte übe das Zitieren nochmal. Ich muss sonst Deine Beiträge entfernen. Pauline

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Philosophia
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Beitrag Do., 09.06.2022, 07:54

Und du hast dennoch den Kontakt. Wer zwingt dich denn dazu?
"Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen." - Albert Schweitzer

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Beitrag Do., 09.06.2022, 08:27

meinleben;) hat geschrieben: Mi., 08.06.2022, 21:57 Meine Mutter. Mal freundlich, dann dreht sie Sachen um, dann zynisch, dann aufbrausend. Sobald ich wieder entspannt bin und sensibel, krieg ich nen blöden Kommentar. Wenn ich das Arschlich bin ist sie klein wie ne Maus. Mittlerweile hab ich solche Aggressionen gegen diese verlogene Frau, dass ich nicht weiß ob ich ihr nicht mal eine runterhaue. Und weisst du was diese scheiss freundliche Frau nach außen sagen würde, meine Tochter ist ne katastrophe die braucht unbedingte Hilfe..haha.. Ja brauche ich, aber wegen ihr!!

Sie akzeptiert kein Nein, will ständig die Kontrolle und das letzte Wort. Nein es wird sich nie!!!!!! was ändern. Solang sie nicht alt und bettlägrig ist und ihr die Kraft fehlt für ihre Machtkämpfe. Ja das ist gestört. Instabil. Wie könnte es anders sein. Sobald ich länger bei ihr bin und sie ein wenig kocht für mich oder was tut, glaubt sie auch die Kontrolle ausüben zu können. Wenn ich normal sag, nein das will ich nicht oder ich will das jetzt nicht essen etc. Kommt immer gleich ein zynischen blöder Kommentar wie.. Na wozu hab ich das jetzt gemacht. Ich meins ja nur gut.. mach das doch jetzt. Auf Kommando :evil: Aber in einem Ton..

Sobald ich denk es geht, wendet sich das Blatt im Nu. Sie ist gestört. Ein gekränktes, verletztes Ich.


Könnte sein dass sie irgendeine Form der Persönlichkeitsstörung hat, zB Borderline und es hört sich auch nach stark narzisstischen Zügen an. Ist typisch für Narzissten, dass sie ihre Spiele hinter verschlossenen Türen spielen und nach Aussen hin die tolle Fassade zur Schau tragen, oder aber wahlweise eine Opfer-Rolle kultivieren. Und es ist auch typisch dass sie es versuchen so hindzurehen dass sie Leute die sich gegen sie wehren als Täter und/oder Irre dastehen lassen.

Falls du halbwegs gut Englisch sprichst würde ich dir zum Thema diese beiden youtube Kanäle empfehlen:

https://www.youtube.com/c/SurvivingNarcissism

https://www.youtube.com/c/DoctorRamani

Und noch diesen auf Deutsch

https://www.youtube.com/c/DamiCharf/videos


Und dann würde ich dir dringend raten auf minimalen oder keinen Kontakt zu gehen. Weil wenn sie dich tyrannisiert sobald du dich gegen ihr untragbares Verhalten abgrenzt ist das der einzige Weg den ich sehe. Wenn du keinen Kontakt hast kann sie nicht tyrannisieren und du hast gewonnen. Das ist die ultimative Waffe gegen so ein Verhalten die du hast, zu sagen, nö danke, tschüss.

Weil ganz realistisch, irgendwas positives kriegst du aus so einer sozialen Beziehung sowieso nicht raus. So jemand ist nicht mal die Aggression wert die du empfindest. Die ganze Beschäftigung mit solchen Personen ist pure Verschwendung von Lebenszeit.

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Philosophia
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Beitrag Do., 09.06.2022, 10:24

Genau - und das Problem ist ja, dass du dich von ihr abhängig machst und somit irgendwie auch die Verantwortung für dich abgibst. Denn du willst noch was von ihr - obwohl du weißt, dass du es nicht kriegen wirst. Du bist jetzt eine erwachsene Frau und kannst ohne deine toxische Mutter leben. Wenn du den Kontakt beibehältst, sorgst du selbst dafür, dass das Giftige zu dir kommt. Das kann man dann auch nur noch zum Teil deiner Mutter anlasten - du bist ja nicht festgekettet oder so.
"Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen." - Albert Schweitzer