Wenn eine Lehrerin zu einer wichtigen Bezugsperson wird
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midheavens
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Wenn eine Lehrerin zu einer wichtigen Bezugsperson wird
Ich muss mich kurz über eine Situation auslassen, weil sie mich emotional sehr beschäftigt und ich nicht weiß, wohin mit diesen Gedanken.
Es geht um eine ehemalige bzw. bald wieder aktuelle Lehrerin an meiner Berufsschule. Ich habe meine Ausbildung pausiert und bin seit Januar nicht mehr in der Schule. Im September komme ich zurück und werde sie wiedersehen.
Letztes Schuljahr habe ich zu ihr eine besondere Verbindung empfunden. Sie war sehr warmherzig, hat mir persönliche Dinge gesagt und mir das Gefühl gegeben, wirklich gesehen zu werden. Ich hatte den Eindruck, dass ich ihr auf irgendeine Art wichtig bin, nicht unangebracht, sondern menschlich, als Schülerin, wobei ich auch schon 21 bin. Gegen Ende des Schuljahres sagte sie mir, dass sie unsere vertrauensvolle Beziehung schön findet, dass ich „echt einzigartig“ sei und dass sie noch nie eine Schülerin wie mich erlebt habe. Außerdem versicherte sie mir, dass wir auch im nächsten Schuljahr Kontakt haben würden. Dadurch ist sie für mich zu einer wichtigen Bezugsperson geworden.
Deshalb verletzt mich die aktuelle Situation so: vor ein paar Tagen habe ich ihr eine kurze, freundliche E-Mail geschrieben. Kein langer emotionaler Text, keine Forderung, keine Erwartung an ein Gespräch. Ich habe nur geschrieben, dass ich durch eine anstehende Prüfung und den Kontakt zu ehemaligen Mitschülerinnen an ihren Unterricht denken musste, ihr liebe Grüße dalassen wollte und ihr eine möglichst stressfreie Zeit bis zum Schuljahresende wünsche.
Trotzdem kam bisher keine Antwort. Ich hatte mir vorher gesagt, dass sie nicht reagieren muss. Aber je mehr Zeit vergeht, desto mehr trifft mich dieses Schweigen und löst Ängste aus.
Was es schwierig macht, ist die Vorgeschichte. Im Oktober gab es schon einmal einen Konflikt, weil ich ihr nach einer Unterrichtssituation eine persönliche Nachricht geschrieben hatte, um mich zu entschuldigen. Auf diese Nachricht hat sie damals nicht geantwortet.
Einige Tage später sprach ich sie darauf an. Sie meinte, sie habe die Nachricht gesehen, aber viel um die Ohren gehabt und „keinen richtigen Sinn darin gesehen“, darauf zu antworten. Ich erklärte ihr, dass ich keine ausführliche Antwort erwartet hätte, aber wenigstens eine kurze Rückmeldung, weil ich mich emotional geöffnet und verletzlich gemacht hatte.
Daraufhin meinte sie, ich müsse auch mal „aushalten können“, dass sie nicht antwortet. Außerdem sagte sie, ich hätte eine hohe Erwartungshaltung und müsse lernen, spontaner mit Dingen umzugehen. Vielleicht ist da etwas dran. Trotzdem fühlte es sich für mich so an, als würde sie nicht sehen, dass ich aus Verunsicherung und Verletzlichkeit gehandelt habe.
Ein paar Tage später gab es noch ein zweites Gespräch. Ihr tat leid, dass sie mich verletzt hatte, auch wenn sie inhaltlich weiterhin hinter ihren Aussagen stand. Danach war die Sache erstmal geklärt und ich habe darauf geachtet, von ihr nicht zu viel einzufordern.
Jetzt stehe ich wieder an einem ähnlichen Punkt. Diesmal habe ich zwar keine emotionale Nachricht geschrieben, sondern nur liebe Grüße geschickt. Aber weil sie wieder nicht antwortet, kommt sofort diese Angst hoch: Denkt sie, ich erwarte zu viel? Denkt sie, ich überschreite eine Grenze? Bereut sie, jemals so warmherzig zu mir gewesen zu sein? Fühlt sie sich von mir bedrängt?
Ich frage mich, ob sie bewusst professionellen Abstand zu mir halten möchte, seitdem sie gemerkt hat, wie wichtig sie mir ist. Was mich daran irritiert: Ich weiß, dass sie sich mit einer ehemaligen Schülerin manchmal auf einen Kaffee trifft. Warum wäre Nähe bei jemand anderem okay, aber bei mir muss eine Grenze gezogen werden? Dabei erwarte ich nicht einmal, dass sie sich mit mir trifft.
Ich verstehe den Sinn professioneller Grenzen. Ich verstehe auch, dass ich nicht komplett „ehemalig“ bin, weil ich im September zurückkomme. Trotzdem fühlt sich dieser Abstand für mich emotional nicht neutral an. Ehrlich gesagt fühlt es sich eher an wie Ablehnung oder Bestrafung, als würde sie mich spüren lassen wollen, dass ich ihr zu viel bin.
Vielleicht war die E-Mail objektiv völlig okay. Aber weil es zwischen uns schon einmal genau dieses Thema gab, ist es für mich fast unmöglich, ihr aktuelles Schweigen nicht als Zeichen zu deuten.
Ich will sie nicht bedrängen und keine Antwort erzwingen. Ich will auch nicht, dass sie sich verantwortlich für meine Gefühle fühlt. Aber ich merke, wie schwer es für mich ist, wenn jemand, der mir so viel bedeutet, plötzlich nicht mehr greifbar ist.
Am meisten verletzt mich vielleicht nicht einmal die fehlende Antwort selbst, sondern die Angst, wieder „zu viel“ zu sein. Rational weiß ich, dass eine unbeantwortete E-Mail kein Beweis für Ablehnung ist. Emotional fühlt es sich gerade trotzdem so an.
Ich weiß, dass das sehr einseitig aus meiner Perspektive ist. Mir geht es darum, meine Gedanken zu sortieren und Frust abzulassen. Ich bin aber auch offen für Einschätzungen und Meinungen.
Danke fürs Lesen!!
Es geht um eine ehemalige bzw. bald wieder aktuelle Lehrerin an meiner Berufsschule. Ich habe meine Ausbildung pausiert und bin seit Januar nicht mehr in der Schule. Im September komme ich zurück und werde sie wiedersehen.
Letztes Schuljahr habe ich zu ihr eine besondere Verbindung empfunden. Sie war sehr warmherzig, hat mir persönliche Dinge gesagt und mir das Gefühl gegeben, wirklich gesehen zu werden. Ich hatte den Eindruck, dass ich ihr auf irgendeine Art wichtig bin, nicht unangebracht, sondern menschlich, als Schülerin, wobei ich auch schon 21 bin. Gegen Ende des Schuljahres sagte sie mir, dass sie unsere vertrauensvolle Beziehung schön findet, dass ich „echt einzigartig“ sei und dass sie noch nie eine Schülerin wie mich erlebt habe. Außerdem versicherte sie mir, dass wir auch im nächsten Schuljahr Kontakt haben würden. Dadurch ist sie für mich zu einer wichtigen Bezugsperson geworden.
Deshalb verletzt mich die aktuelle Situation so: vor ein paar Tagen habe ich ihr eine kurze, freundliche E-Mail geschrieben. Kein langer emotionaler Text, keine Forderung, keine Erwartung an ein Gespräch. Ich habe nur geschrieben, dass ich durch eine anstehende Prüfung und den Kontakt zu ehemaligen Mitschülerinnen an ihren Unterricht denken musste, ihr liebe Grüße dalassen wollte und ihr eine möglichst stressfreie Zeit bis zum Schuljahresende wünsche.
Trotzdem kam bisher keine Antwort. Ich hatte mir vorher gesagt, dass sie nicht reagieren muss. Aber je mehr Zeit vergeht, desto mehr trifft mich dieses Schweigen und löst Ängste aus.
Was es schwierig macht, ist die Vorgeschichte. Im Oktober gab es schon einmal einen Konflikt, weil ich ihr nach einer Unterrichtssituation eine persönliche Nachricht geschrieben hatte, um mich zu entschuldigen. Auf diese Nachricht hat sie damals nicht geantwortet.
Einige Tage später sprach ich sie darauf an. Sie meinte, sie habe die Nachricht gesehen, aber viel um die Ohren gehabt und „keinen richtigen Sinn darin gesehen“, darauf zu antworten. Ich erklärte ihr, dass ich keine ausführliche Antwort erwartet hätte, aber wenigstens eine kurze Rückmeldung, weil ich mich emotional geöffnet und verletzlich gemacht hatte.
Daraufhin meinte sie, ich müsse auch mal „aushalten können“, dass sie nicht antwortet. Außerdem sagte sie, ich hätte eine hohe Erwartungshaltung und müsse lernen, spontaner mit Dingen umzugehen. Vielleicht ist da etwas dran. Trotzdem fühlte es sich für mich so an, als würde sie nicht sehen, dass ich aus Verunsicherung und Verletzlichkeit gehandelt habe.
Ein paar Tage später gab es noch ein zweites Gespräch. Ihr tat leid, dass sie mich verletzt hatte, auch wenn sie inhaltlich weiterhin hinter ihren Aussagen stand. Danach war die Sache erstmal geklärt und ich habe darauf geachtet, von ihr nicht zu viel einzufordern.
Jetzt stehe ich wieder an einem ähnlichen Punkt. Diesmal habe ich zwar keine emotionale Nachricht geschrieben, sondern nur liebe Grüße geschickt. Aber weil sie wieder nicht antwortet, kommt sofort diese Angst hoch: Denkt sie, ich erwarte zu viel? Denkt sie, ich überschreite eine Grenze? Bereut sie, jemals so warmherzig zu mir gewesen zu sein? Fühlt sie sich von mir bedrängt?
Ich frage mich, ob sie bewusst professionellen Abstand zu mir halten möchte, seitdem sie gemerkt hat, wie wichtig sie mir ist. Was mich daran irritiert: Ich weiß, dass sie sich mit einer ehemaligen Schülerin manchmal auf einen Kaffee trifft. Warum wäre Nähe bei jemand anderem okay, aber bei mir muss eine Grenze gezogen werden? Dabei erwarte ich nicht einmal, dass sie sich mit mir trifft.
Ich verstehe den Sinn professioneller Grenzen. Ich verstehe auch, dass ich nicht komplett „ehemalig“ bin, weil ich im September zurückkomme. Trotzdem fühlt sich dieser Abstand für mich emotional nicht neutral an. Ehrlich gesagt fühlt es sich eher an wie Ablehnung oder Bestrafung, als würde sie mich spüren lassen wollen, dass ich ihr zu viel bin.
Vielleicht war die E-Mail objektiv völlig okay. Aber weil es zwischen uns schon einmal genau dieses Thema gab, ist es für mich fast unmöglich, ihr aktuelles Schweigen nicht als Zeichen zu deuten.
Ich will sie nicht bedrängen und keine Antwort erzwingen. Ich will auch nicht, dass sie sich verantwortlich für meine Gefühle fühlt. Aber ich merke, wie schwer es für mich ist, wenn jemand, der mir so viel bedeutet, plötzlich nicht mehr greifbar ist.
Am meisten verletzt mich vielleicht nicht einmal die fehlende Antwort selbst, sondern die Angst, wieder „zu viel“ zu sein. Rational weiß ich, dass eine unbeantwortete E-Mail kein Beweis für Ablehnung ist. Emotional fühlt es sich gerade trotzdem so an.
Ich weiß, dass das sehr einseitig aus meiner Perspektive ist. Mir geht es darum, meine Gedanken zu sortieren und Frust abzulassen. Ich bin aber auch offen für Einschätzungen und Meinungen.
Danke fürs Lesen!!
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Hallo midheavens,
ich befürchte es ist genau das, was du auch schreibst. Sie versucht sich professionell abzugrenzen. Für mich klingt es, als wärest du schon sehr tief in der emotionalen Abhängigkeit zu ihr.
Ich denke, dass sie es bemerk hat und sich daher zurückzieht. Nicht weil sie dich nicht mag, sondern weil sie dir helfen möchte, aus dieser Fixierung auf sie wieder heraus zu kommen.
Daher würde ich dir raten eine Therapie zu machen und die Abhängigkeit dort zu bearbeiten. Vor allem weil du sie ja ab Herbst wieder regelmäßig siehst. Ich befürchte, dass es dann erst richtig weh tun wird.
ich befürchte es ist genau das, was du auch schreibst. Sie versucht sich professionell abzugrenzen. Für mich klingt es, als wärest du schon sehr tief in der emotionalen Abhängigkeit zu ihr.
Ich denke, dass sie es bemerk hat und sich daher zurückzieht. Nicht weil sie dich nicht mag, sondern weil sie dir helfen möchte, aus dieser Fixierung auf sie wieder heraus zu kommen.
Daher würde ich dir raten eine Therapie zu machen und die Abhängigkeit dort zu bearbeiten. Vor allem weil du sie ja ab Herbst wieder regelmäßig siehst. Ich befürchte, dass es dann erst richtig weh tun wird.
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Hallo!midheavens hat geschrieben: Sa., 16.05.2026, 22:08
Trotzdem kam bisher keine Antwort. (...) je mehr Zeit vergeht, desto mehr trifft mich dieses Schweigen und löst Ängste aus.
Was es schwierig macht, ist die Vorgeschichte. Im Oktober gab es schon einmal einen Konflikt, weil ich ihr nach einer Unterrichtssituation eine persönliche Nachricht geschrieben hatte, um mich zu entschuldigen. Auf diese Nachricht hat sie damals nicht geantwortet.
Einige Tage später sprach ich sie darauf an. Sie meinte, sie habe die Nachricht gesehen, aber viel um die Ohren gehabt und „keinen richtigen Sinn darin gesehen“, darauf zu antworten. Ich erklärte ihr, dass ich keine ausführliche Antwort erwartet hätte, aber wenigstens eine kurze Rückmeldung, weil ich mich emotional geöffnet und verletzlich gemacht hatte.
Daraufhin meinte sie, ich müsse auch mal „aushalten können“, dass sie nicht antwortet. Außerdem sagte sie, ich hätte eine hohe Erwartungshaltung und müsse lernen, spontaner mit Dingen umzugehen. Vielleicht ist da etwas dran. Trotzdem fühlte es sich für mich so an, als würde sie nicht sehen, dass ich aus Verunsicherung und Verletzlichkeit gehandelt habe.
Ein paar Tage später gab es noch ein zweites Gespräch. Ihr tat leid, dass sie mich verletzt hatte, auch wenn sie inhaltlich weiterhin hinter ihren Aussagen stand. Danach war die Sache erstmal geklärt und ich habe darauf geachtet, von ihr nicht zu viel einzufordern.
Deine Situation kenne ich aus eigener Erfahrung. Diese Bedürftigkeit, diese Suche nach jemandem, der einen sieht und versteht … Mittlerweile habe ich tief verstanden, dass diese Lücke in mir ist und ich sie nicht von außen füllen kann. Aber das war (und ist) ein langer, schmerzhafter Prozess gewesen.
Wie ist denn die Beziehung zu deiner Mutter? Fühlst du dich mit ihr verbunden?
Die Situationen und Gespräche mit der Lehrerin sind schon einigermaßen fordernd, würde ich sagen. Es ist schlicht nicht ihre Aufgabe, sich derart auf dein Gefühlsleben einzulassen. Ich verstehe, dass sie nicht antwortet – aber da spreche ich jetzt als jemand, der dreißig Jahre älter ist als du. Damals hätte ich auch sehr gelitten.
Ich glaube, du könntest davon profitieren, dir diese Sehnsucht mal therapeutisch anzuschauen. Vielleicht brauchst du auch nur wenige Stunden, um überhaupt Klarheit zu bekommen, was das eigentliche Problem ist. Ich stimme caduta zu: Jetzt wäre noch ein bisschen Zeit bis September.
Es ist in Ordnung, mich zu akzeptieren.
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midheavens
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Vielen Dank für deine Sicht auf die Situationcaduta hat geschrieben: So., 17.05.2026, 00:01 Hallo midheavens,
ich befürchte es ist genau das, was du auch schreibst. Sie versucht sich professionell abzugrenzen. Für mich klingt es, als wärest du schon sehr tief in der emotionalen Abhängigkeit zu ihr.
Ich denke, dass sie es bemerk hat und sich daher zurückzieht. Nicht weil sie dich nicht mag, sondern weil sie dir helfen möchte, aus dieser Fixierung auf sie wieder heraus zu kommen.
Daher würde ich dir raten eine Therapie zu machen und die Abhängigkeit dort zu bearbeiten. Vor allem weil du sie ja ab Herbst wieder regelmäßig siehst. Ich befürchte, dass es dann erst richtig weh tun wird.
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midheavens
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Danke dir für deine ausführliche und empathische Antwort
Ich merke, dass du das wirklich wohlwollend meinst und einiges davon kann ich auch nachvollziehen. Ich würde es für mich nur etwas anders einordnen. Ich glaube nicht, dass es immer nur eine „Lücke“ ist, die man komplett in sich selbst füllen muss. Für mich hat es auch viel mit einem normalen Bindungsbedürfnis zu tun, besonders mit dem Wunsch nach einer mütterlichen Bezugsperson, wenn man so etwas in der eigenen Geschichte nicht hatte.
Natürlich kann keine Lehrerin diese Rolle vollständig übernehmen und natürlich darf das nicht ihre Verantwortung werden. Aber ich glaube trotzdem, dass dieses Bedürfnis an sich nicht falsch oder krankhaft ist. Gleichzeitig verstehe ich den Punkt mit den professionellen Grenzen. Es ist wirklich nicht ihre Aufgabe, sich in diesem Ausmaß auf mein Gefühlsleben einzulassen.
Was es für mich aber kompliziert macht, ist, dass die Nähe nicht nur von mir ausging. Sie ist in der Vergangenheit auch von sich aus sehr warm, persönlich und zugewandt auf mich eingegangen, weshalb ich diese Beziehung nicht einfach als einseitige Projektion von mir empfinde. Und übrigens bin ich (zum Glück) schon seit längerer Zeit in Therapie & genau solche Beziehungsmuster sind dort auch ein bekanntes Thema. Es geht für mich also nicht darum, das gar nicht zu reflektieren, sondern eher darum, einen gesunden Umgang mit diesen Gefühlen und Erwartungen zu finden
Aber danke dir wirklich für deine Sicht!!
Natürlich kann keine Lehrerin diese Rolle vollständig übernehmen und natürlich darf das nicht ihre Verantwortung werden. Aber ich glaube trotzdem, dass dieses Bedürfnis an sich nicht falsch oder krankhaft ist. Gleichzeitig verstehe ich den Punkt mit den professionellen Grenzen. Es ist wirklich nicht ihre Aufgabe, sich in diesem Ausmaß auf mein Gefühlsleben einzulassen.
Was es für mich aber kompliziert macht, ist, dass die Nähe nicht nur von mir ausging. Sie ist in der Vergangenheit auch von sich aus sehr warm, persönlich und zugewandt auf mich eingegangen, weshalb ich diese Beziehung nicht einfach als einseitige Projektion von mir empfinde. Und übrigens bin ich (zum Glück) schon seit längerer Zeit in Therapie & genau solche Beziehungsmuster sind dort auch ein bekanntes Thema. Es geht für mich also nicht darum, das gar nicht zu reflektieren, sondern eher darum, einen gesunden Umgang mit diesen Gefühlen und Erwartungen zu finden
Zuletzt geändert von Pauline am So., 17.05.2026, 15:05, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Komplettzitat entfernt; siehe die Netiquette. Des Weiteres Absätze für bessere Lesbarkeit angebracht.
Grund: Komplettzitat entfernt; siehe die Netiquette. Des Weiteres Absätze für bessere Lesbarkeit angebracht.
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Also, ich finde das Bedürfnis nach Nähe und Bindung auch nicht falsch oder krankhaft. Hab ich auch nicht geschrieben oder gemeint.midheavens hat geschrieben: So., 17.05.2026, 14:16 Aber ich glaube trotzdem, dass dieses Bedürfnis an sich nicht falsch oder krankhaft ist. Gleichzeitig verstehe ich den Punkt mit den professionellen Grenzen. Es ist wirklich nicht ihre Aufgabe, sich in diesem Ausmaß auf mein Gefühlsleben einzulassen.
Was es für mich aber kompliziert macht, ist, dass die Nähe nicht nur von mir ausging. Sie ist in der Vergangenheit auch von sich aus sehr warm, persönlich und zugewandt auf mich eingegangen, weshalb ich diese Beziehung nicht einfach als einseitige Projektion von mir empfinde.
Ich denke nur, dass die eigene "Lücke" dort sichtbar wird, wo das Gegenüber nicht als Gegenüber im Hier und Jetzt genügt, sondern auch sehr als Projektionsfläche herhalten muss. Damit meine ich nicht, dass du dir ihre Zuneigung dir gegenüber einbildest. Ich meine damit das, wie das Ganze in dir weitergeht: Durch ihre fehlende Reaktion wurde ein innerliches Drama (nicht abwertend gemeint!) gestartet, das gerade nicht stärkend oder stabilisierend wirkt, sondern meiner Erfahrung nach auf genau diese eigene Lücke, die Sehnsucht, den Mutterwunsch hinweist.
Die Lehrerin mag dich sicherlich. Abr sie kann dich auch einfach in der Schule mögen, als ihre Schülerin. Dadurch werden ihre warmen Gefühle dir gegenüber nicht weniger und nicht weniger glaubwürdig. Und so, wie es aussieht, ist damit ihr Spielfeld abgesteckt.
Du weißt nicht, ob sie vielleicht auch gar nicht in ihre Mails geschaut hat. Vielleicht hat sie wahnsinnig viel um die Ohren. Vielleicht setzt sie strikte Grenzen. Vielleicht ist sie schusselig … Jedenfalls zeigt die Erfahrung, die du mit ihr bis jetzt gemacht hast, dass sie eine tolle Lehrerin für dich ist, aber wahrscheinlich keine Bezugsperson außerhalb der Schule.
Wenn du damit gut leben kannst, ist ja alles in Ordnung. Wenn die Sehnsucht, die Angst und die Verunsicherung weiterhin bestehen, bin ich nach wie vor der Meinung, dass dieses Thema in dir selbst bearbeitet werden müsste. Das bedeutet nicht, dass die Gefühle per se falsch sind. Sie sind richtig.
Es ist in Ordnung, mich zu akzeptieren.
Hallo midheavens,
Ich finde auch, dass Deine Gefühle okay sind. Was vielleicht schwieriger ist, ist der Druck, den Du durch Deine Erwartung erzeugst.
Du schreibst zwar, dass Du ihn nicht machen möchtest, aber tust das durch das Thematisieren deiner Erwartung bei Deiner Lehrerin.
Sie hat Dir vielleicht eine mögliche nähere Beziehung in die Aussicht gestellt, doch ihr habt so wie ich das verstanden habe, keinen konkreten Rahmen besprochen, in welchem sie sich bewegen wird. Sie hat Dir auch nie zugesichert, dass sie Dir auf alle Deine Emails oder andere Kontaktaufnahmen antworten wird.
Eine solche nahe Beziehung braucht Zeit und Raum um zu wachsen, und auch dadurch dass Du noch Schülerin bist, fehlen diese (noch). Sie kann nicht erzwungen oder beschleunigt werden, und Druck wird sie eher kaputt machen.
Sie wird Dir vielleicht schöne Momente schon vorher schenken können, aber einzelne Momente sind noch keine stabile konstante Nähe. Bis die Beziehung so weit frei gewachsen ist, bleibst Du mit Deinen Gefühlen für sich, ohne Deine Lehrerin.
Das kann schwer auszuhalten sein, wenn der Wunsch sehr groß ist. Es ist aber haltbar - es geht auch anderen Menschen so wie Dir, und manche halten das, statt das unbedingt ausleben zu 'müssen'. Es ist nicht einfach, aber es geht.
Dadurch lässt Du einen freien Raum entstehen. Dort kann eventuell die nähere, mütterlich geprägte Beziehung zwischen Deiner Lehrerin und Dir wachsen, und vielleicht tut sie es dann doch auch nicht.
Solche und ähnliche Freuden und Enttäuschungen erleben irgendwie alle im Leben... das ist kein höchstpersönliches Glück oder Pech.
Alles Gute Dir.
Ich finde auch, dass Deine Gefühle okay sind. Was vielleicht schwieriger ist, ist der Druck, den Du durch Deine Erwartung erzeugst.
Du schreibst zwar, dass Du ihn nicht machen möchtest, aber tust das durch das Thematisieren deiner Erwartung bei Deiner Lehrerin.
Sie hat Dir vielleicht eine mögliche nähere Beziehung in die Aussicht gestellt, doch ihr habt so wie ich das verstanden habe, keinen konkreten Rahmen besprochen, in welchem sie sich bewegen wird. Sie hat Dir auch nie zugesichert, dass sie Dir auf alle Deine Emails oder andere Kontaktaufnahmen antworten wird.
Eine solche nahe Beziehung braucht Zeit und Raum um zu wachsen, und auch dadurch dass Du noch Schülerin bist, fehlen diese (noch). Sie kann nicht erzwungen oder beschleunigt werden, und Druck wird sie eher kaputt machen.
Sie wird Dir vielleicht schöne Momente schon vorher schenken können, aber einzelne Momente sind noch keine stabile konstante Nähe. Bis die Beziehung so weit frei gewachsen ist, bleibst Du mit Deinen Gefühlen für sich, ohne Deine Lehrerin.
Das kann schwer auszuhalten sein, wenn der Wunsch sehr groß ist. Es ist aber haltbar - es geht auch anderen Menschen so wie Dir, und manche halten das, statt das unbedingt ausleben zu 'müssen'. Es ist nicht einfach, aber es geht.
Dadurch lässt Du einen freien Raum entstehen. Dort kann eventuell die nähere, mütterlich geprägte Beziehung zwischen Deiner Lehrerin und Dir wachsen, und vielleicht tut sie es dann doch auch nicht.
Solche und ähnliche Freuden und Enttäuschungen erleben irgendwie alle im Leben... das ist kein höchstpersönliches Glück oder Pech.
Alles Gute Dir.
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Sinarellas
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, 42 - Beiträge: 2405
Ich finde sie hat viel zu spät die Professionalität zurückgeholt, da ist das Kind schon in den Brunnen gefallen.midheavens hat geschrieben: So., 17.05.2026, 14:16 Was es für mich aber kompliziert macht, ist, dass die Nähe nicht nur von mir ausging. Sie ist in der Vergangenheit auch von sich aus sehr warm, persönlich und zugewandt auf mich eingegangen, weshalb ich diese Beziehung nicht einfach als einseitige Projektion von mir empfinde.
Das ist ihr aber aufgefallen und daher auch ein Rückzug aus dem Kontakt, (sehr menschlichen) Mist gebaut hat sie allerdings schon, sich falsch ausgedrückt, das Machtgefälle (Lehrer Schüler) nicht bedacht und nun schnell raus aus dem Kontakt, erklären wird sie sich eher nicht.
Ich wünsch dir viel Kraft, beim überstehen :\
..:..
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midheavens
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, 21 - Beiträge: 4
Danke dir, genau so fühlt es sich für mich auch an. Wenn sie sich jetzt tatsächlich distanzieren möchte, tut das einfach weh, weil diese Nähe vorher eben nicht nur von mir ausging. Danke, dass du das so differenziert eingeordnet hast 
Zuletzt geändert von Pauline am Mo., 18.05.2026, 19:03, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Fullquote entfernt. Bitte keine Komplettzitate einfügen, siehe Netiquette.
Grund: Fullquote entfernt. Bitte keine Komplettzitate einfügen, siehe Netiquette.
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midheavens
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, 21 - Beiträge: 4
Danke dir, ich finde deine Sicht wirklich sehr hilfreich und differenziert.
Bei dem Punkt, dass einzelne schöne Momente noch keine stabile, konstante Nähe bedeuten, stimme ich dir zu. Gleichzeitig hat sie mir in der Vergangenheit ja auch schon direkt gesagt, dass sie unsere „vertrauensvolle Beziehung“ schätzt :/
Trotzdem glaube ich, dass du recht hast und ich innerlich vielleicht mehr Sicherheit daraus gezogen habe, als tatsächlich da war. Ich verstehe auch, was du mit dem Druck meinst. Ich glaube, ich muss einen anderen Umgang damit finden, auch wenn ich unser Verhältnis dadurch nun wahrscheinlich schon verändert habe und das leider nicht mehr ungeschehen machen kann.
Den Gedanken mit dem freien Raum finde ich sehr schön. Vielleicht geht es wirklich darum, meine Gefühle erstmal mehr bei mir zu halten, ohne sofort eine Reaktion oder Klärung von ihr zu brauchen.Danke dir für deine Einordnung
Bei dem Punkt, dass einzelne schöne Momente noch keine stabile, konstante Nähe bedeuten, stimme ich dir zu. Gleichzeitig hat sie mir in der Vergangenheit ja auch schon direkt gesagt, dass sie unsere „vertrauensvolle Beziehung“ schätzt :/
Trotzdem glaube ich, dass du recht hast und ich innerlich vielleicht mehr Sicherheit daraus gezogen habe, als tatsächlich da war. Ich verstehe auch, was du mit dem Druck meinst. Ich glaube, ich muss einen anderen Umgang damit finden, auch wenn ich unser Verhältnis dadurch nun wahrscheinlich schon verändert habe und das leider nicht mehr ungeschehen machen kann.
Den Gedanken mit dem freien Raum finde ich sehr schön. Vielleicht geht es wirklich darum, meine Gefühle erstmal mehr bei mir zu halten, ohne sofort eine Reaktion oder Klärung von ihr zu brauchen.Danke dir für deine Einordnung
Zuletzt geändert von Pauline am Mo., 18.05.2026, 19:02, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Fullquote entfernt. Bitte keine Komplettzitate einfügen, siehe Netiquette.
Grund: Fullquote entfernt. Bitte keine Komplettzitate einfügen, siehe Netiquette.
Ich glaube tatsächlich, dass eure Beziehung sehr vertrauensvoll sein kann, nur, sie hat bisher keinen privaten Rahmen und darf ihn, während Du Schülerin bist, auch nicht haben.midheavens hat geschrieben: Mo., 18.05.2026, 08:01 Trotzdem glaube ich, dass du recht hast und ich innerlich vielleicht mehr Sicherheit daraus gezogen habe, als tatsächlich da war.
Das weißt Du nicht. Auch mit neuer Distanz kann sie Dich weiterhin gern haben.midheavens hat geschrieben: Mo., 18.05.2026, 08:01 auch wenn ich unser Verhältnis dadurch nun wahrscheinlich schon verändert habe und das leider nicht mehr ungeschehen machen kann.
Vielleicht nehme das auch als eine Lektion und Herausforderung fürs Leben für Dich, mit dem inneren Druck lernen umgehen zu können, ihn auf eine Art halten zu lernen. Das wird Dir zugute kommen, unabhängig davon ob die Beziehung irgendwann privater wird, oder nicht.
Denn Du wirst hoffentlich auch weitere wichtige Menschen im Leben finden und vielleicht wird Dir auch wichtig, bewusst mehr dafür zu tun, dass Du mit ihnen liebevoll umgehen kannst.
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