Unsicherheiten in Therapie

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Nura345
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Unsicherheiten in Therapie

Beitrag Fr., 12.06.2026, 14:58

Hallo zusammen!

Vorab: danke, dass ihr meinen Beitrag lest und euch Zeit nehmt mir zu antworten.

Zu mir: ich bin in Therapie wegen Depressionen und einer Sozialphobie. Seid ca. einem halben Jahr bin ich jetzt in der tiefenpsychologischen Therapie. Ich habe einen pädagogischen Hintergrund und beschäftige mich seid vielen Jahren mit psychischen Erkrankungen. Reflektieren tue ich sowieso sehr viel, versuche stets verschiedene Perspektiven einzunehmen, mich zu belesen, kann in großen und ganzen meine Muster erkennen und herleiten woher sie kommen. Vor allem in den letzten zwei Jahren hatte ich deswegen einige Erkenntnisse, sehe Fehler, die ich in der Vergangenheit gemacht habe und möchte gerne ein anderes Leben führen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich auch blinde Flecken habe und das ich mir mit meinem Intellektualisieren oft in Weg stehe. All das habe ich meiner Therapeutin in meinem Erstgespräch mitgeteilt.

Nun ist es so, dass ich immer wieder mit meiner Therapeutin erlebe, dass sie mir Dinge sagt, die ich bereits schon weiß. Natürlich bin ich mir bewusst, dass das auch dazu gehört. Ich sage ihr dann meistens auch, dass ich die Dinge schon weiß. Zum Beispiel meinte sie mal ich muss es aushalten lernen, dass andere Scham und Schuld empfinden, wenn ich wütend reagiere oder in einer anderen Stunde, wo ich von meiner Erschöpfung gesprochen habe, meinte sie ich brauche mehr Struktur und muss mehr Verantwortung übernehmen. In der darauffolgenden Stunde habe ich auch angesprochen, dass ich mich nicht so verstanden gefühlt habe in meiner Erschöpfung. Das viel mir nicht leicht. Manchmal frage ich mich ob ich ihr noch mehr erklären muss, was ich bereits schon weiß. Denn ja- manchmal fokussiere ich mich mehr auf meine Verletzungen (wahrscheinlich weil ich denen Raum geben möchte) und erwähne dann nicht auch noch, dass ich meine Verantwortung da natürlich sehe.
Insgesamt fühle ich mich dann oft nicht so gesehen, würde mir glaube ich mehr wünschen, dass wir bei mir bleiben, wie ich mich gefühlt habe in Situationen und weniger was ich machen könnte (da habe ich meistens schon Ideen).

Das ganze führt dazu, dass ich mich immer wieder frage, ob sie als Therapeutin zu mir passt und ob die Methode zu mir passt. Diese Unsicherheit hatte ich von Anfang an. Eigentlich hege ich den Wunsch von dem rein Rationalen wegzukommen. Ich habe ihr auch mal gesagt, dass ich mir wünschen würde allein das Verstehen würde reichen. Ich hatte die Erwartung, dass man in der tiefenpsychologischen Therapie mehr in die Tiefe geht. Oder kommt das noch? Muss ich das mehr anstoßen? Es gab mal eine Sitzung, da haben wir eine Visualisierung mit einem Stuhl gemacht. Ich habe ihr gesagt, dass mir das viel gegeben hat diese Erfahrung zu machen. Sich danach mehr Ruhe in mir eingestellt hat. Ich kenne es auch aus einer systemischen Beratung, dass es mir geholfen hat, wenn sie mir fragen gestellt hat wie ich mich in meinem Körper fühle, wenn ich Dinge anspreche und wo ich das fühle.

Jetzt frage ich mich, wie ich das ansprechen kann bei meiner Therapeutin bzw. ob die Methode überhaupt zu mir passt. Hatte jemand schon mal eine ähnliche Erfahrung?

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Charlie Foxtrott
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Beitrag Fr., 12.06.2026, 16:06

Hallo Nura,

nur mal kurz ein ganz subjektives Feedback: Ich kam mit Tiefenpsychologie auch nicht klar. Da wurde zwar erklärt und erklärt, was ich alles nicht kann und warum, aber nie, wie ich es besser machen kann. Es kam bspw. zu solch absurden Situationen, dass wir über Kindheitsmuster gesprochen haben, die sich in meiner damaligen Beziehung wiederholten und ich ging nach Hause und das Muster ging munter weiter. Und gerade bei Sozialphobie (hatte ich auch) half mir üben, üben, üben, Praxis über alles. Biographische Ursachen wurden durchaus gestreift, aber der Fokus lag auf: Wie da rauskommen!
Kann ich mir bei Depression auch vorstellen: Handeln, handeln, handeln, nicht monatelang drauf rumkauen, warum es einem schlecht geht.
Das ist jetzt mal ganz subjektiv, denn wer kennt schon eine statistisch relevante Zahl von Therapeuten (Tiefenpsychologen).
P.S. Bin die nächsten Tage offline.

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chrysokoll
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Beitrag Fr., 12.06.2026, 16:50

Ich kann hier nur zustimmen, auch mir hat tiefenpsychologische Therapie und erst recht Psychoanalyse rein gar nichts gebracht und mir im Gegenteil sogar geschadet.
@Nura: Du erkennst ja, dass reines Verstehen dir nicht weiterhilft. Klar ist Verstehen der erste, wichtige und sinnvolle Schritt. Aber dann muss anderes folgen.
Mein Rat: Wenn nach einem halben Jahr nix passiert ist in der Therapie, dann kommt da auch nichts mehr von der Therapeutin. Die hat ihre Methode und mehr nicht.
Du vergeudest damit leider auch wertvolle Therapiestunden, deine wertvolle Lebenszeit und vor allem auch die sehr begrenzten bezahlten Stunden.
Ich kann dir daher nur raten, dir eine andere Therapie zu suchen. Mir hilft Verhaltenstherapie. Bei dir vielleicht auch eine Kombination, Gruppentherapie und auch nonverbale Methoden z.B. über Körper oder Kunst etc. Manches muss man selber finanzieren oder es gibt andere Möglichkeiten. Es lohnt sich auf jeden Fall! Und ja, es ist nicht leicht einen Therapieplatz zu finden, das ist aber kein Grund in einer wirkungsfreien Therapie zu verharren.

Vielleicht sprichst du nochmal ganz deutlich mit deiner Therapeutin und sagst ihr dass dir das reine Verstehen nichts bringt. Dann siehst du wie sie reagiert und ob sie echt andere Vorschläge und Ideen hat.

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Nura345
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Beitrag Fr., 12.06.2026, 17:12

..........
Vielen Dank erstmal fürs Antworten! Es ist bei mir nicht so, dass mir die Therapie bereits gar nichts gebracht hat. Zum Beispiel konnte ich was Beziehungsarbeit angeht bei ihr wertvolle Erfahrungen machen und wie gesagt zum Beispiel eine Stunde mit Stuhlarbeit hat mir besonders gut gefallen. Auch einige Tipps von ihr haben mir weitergeholfen und, dass ich teilweise ihre Wut spüre wenn ich Situationen schildere, in denen ich wenig Zugang zu meiner Wut habe. Auch bin ich nicht mehr so nervös, wie in den ersten Stunden. Ich würde gerne in ein paar Monaten mal Gruppentherapie machen oder auch in Selbsthilfegruppen gehen. Verhaltenstherapie möchte ich nicht machen (habe ich schon mal gemacht). Ansprechen möchte ich es bei ihr aufjedenfall. Habe nur auch Sorge, sie sagt ich hätte da zu hohe Ansprüche bzw. hinterfrage ich mich sehr, was ich auch noch ändern könnte.

Ich habe mal einen Therapeuten sagen hören, manchen Menschen mit Sozialphobie hilft es wenig sondern schadet es mehr sofort in die Exposition zu gehen und dass es wichtiger ist sich mit der tiefen Scham oder auch mit der positiven Beziehung zum Therapeuten zu beschäftigen. Dadurch soll sich das Problem manchmal wie von selbst lösen. Da sehe ich mich sehr drin.

Oft habe ich auch Schwierigkeiten mich einzulassen, wegen der Therapiesprache. Ich kenne wie gesagt auch die andere Seite und weiß, dass man manche Sätzen die wie Phrasen klingen können auch wirklich so meinen kann. Doch ja, ich brauche es irgendwie mehr einen Menschen zu spüren…

Deswegen habe ich mich gefragt, wenn ich ihr das irgendwie schildern könnte und klar formulieren könnte was ich brauche, ob sie mit mir vielleicht eine andere Richtung einschlägt.

Was noch dazu kommt: sie ist noch in Ausbildung und manchmal frage ich mich in dem Zusammenhang auch, ob sie mir wirklich so helfen kann, wie ich es brauche.
Zuletzt geändert von Pauline am Sa., 13.06.2026, 05:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Sinarellas
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Beitrag Fr., 12.06.2026, 17:27

klingt für mich nach: Mal selber etwas fliegen lernen, Theorie ist schon da, ab in die Praxis?

Mir hat Tiefen sehr viel gebracht im Gesamten, für ein konkretes Problem habe ich letztes Jahr allerdings VT gewählt.
Die Kombi machts.
..:..

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Fairness
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Beitrag Sa., 13.06.2026, 08:56

Hallo Nura345,

Nach dem, was ich von Dir hier las, glaube ich, dass Dir eine andere Therapeutin oder Therapeut mehr weiter helfen könnten.

Mit ihr bleibt ihr auf der Oberfläche, indem ihr euch "intellektuell" unterhaltet. So bist Du in Deiner vertrauten Situation ohne neue Impulse, und ihr geht nicht tiefer in die Beziehung rein.

Ich glaube, das liegt an euch beiden. Dass die Passung wenig ausreichend ist.

Halbes Jahr ist schon relativ lange Zeit... wie oft bist Du bei ihr?

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Nura345
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Beitrag Sa., 13.06.2026, 10:16

Fairness hat geschrieben: Sa., 13.06.2026, 08:56 Hallo Nura345,

Nach dem, was ich von Dir hier las, glaube ich, dass Dir eine andere Therapeutin oder Therapeut mehr weiter helfen könnten.

Mit ihr bleibt ihr auf der Oberfläche, indem ihr euch "intellektuell" unterhaltet. So bist Du in Deiner vertrauten Situation ohne neue Impulse, und ihr geht nicht tiefer in die Beziehung rein.

Ich glaube, das liegt an euch beiden. Dass die Passung wenig ausreichend ist.

Halbes Jahr ist schon relativ lange Zeit... wie oft bist Du bei ihr?
Danke für deine Einschätzung/Antwort! Ich gehe einmal in der Woche zu ihr. Ich habe mich gefragt, ob es nur zwischen mir und ihr liegt oder eben auch an der Methode. Ich werde sie erst in zwei Wochen wiedersehen und mir nochmal weitere Gedanken machen.

Es ist auch nicht so, dass wir uns nur so unterhalten. Und es hat sich auch was in mir getan. Deswegen fällt es mir schwer, nicht doch noch Hoffnung zu haben, dass sich was ändern könnte, wenn ich es versuche ihr zu beschreiben.
Manchmal bin ich auch "zu nett", also manchmal sage ich auch nicht, dass ich Dinge schon mal gehört habe/schon mache. Wie als sie mir mal meinte ich könnte mir mal vornehmen zu sagen "Ich darf es mir auch leicht machen". Da habe ich nur gesagt, dass der Satz mir mir resoniert ohne zu sagen, dass mir dieser Satz schon selbst vertraut ist.

Bin dankbar für jeglichen weiteren Gedanken.

Vielleicht kann mir auch jemand erzählen, wie bei ihr/ihr typischerweise eine tiefenpsychologische Sitzung so abläuft.

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Fairness
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Beitrag Sa., 13.06.2026, 15:00

Nura345 hat geschrieben: Sa., 13.06.2026, 10:16 Manchmal bin ich auch "zu nett", also manchmal sage ich auch nicht, dass ich Dinge schon mal gehört habe/schon mache.
Traue ihr ein bisschen was zu. Es ist Deine Behandlungszeit, Lebenszeit und Leid - Du suchst Hilfe...🍀

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kleine Wolke
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Beitrag Mo., 15.06.2026, 15:23

Hallo Nura345,

meiner Erfahrung nach bedeutet ein halbes Jahr TP nicht automatisch, dass alle Themen ausreichend Raum bekommen haben. Ich kenne das, dass man sich häufig zeitlich Druck macht und schnell Fortschritte sehen möchte, aber jeder Mensch ist unterschiedlich darin, wie viel Therapie er benötigt. Klar gibt es äußerliche Rahmenbedingungen, die das einschränken, aber trotzdem solltest du dir die Zeit geben, die du brauchst (leichter gesagt als getan, ich weiß). Ob deine Therapeutin letztendlich die richtige für dich ist, weiß ich aber natürlich nicht.

Beim Lesen deiner Texte sind mir ein paar Gedanken aufgekommen, sicherlich auch, weil ich mich in manchen Dingen wiedererkannt habe. Du musst da selbstverständlich nicht drauf eingehen und vielleicht liege ich mit manchem oder allem auch komplett daneben:

Hast du schon einmal überlegt, deiner Therapeutin deinen Betrag bzw. deine Beiträge hier vorzulesen? Wenn du bisher das Gefühl hattest, dass bei ihr nicht so richtig das ankam, was du ausdrücken wolltest, vielleicht hilft dir das dann?
Gerade auch dieses "nett sein" hält einen ja oft davon ab, wirklich das auszusprechen, was in einem vorgeht.

Hattest du ähnliche Probleme auch in der Verhaltenstherapie davor? Also diese Frage danach, ob es die richtige Methode/Therapieperson ist? Du das Gefühl hattest, dass du schon viel weißt und dir das Gesagte dann eher wie eine Floskel vorkam oder dir das Gefühl gab, du müsstest noch mehr machen? Oder vielleicht kennst du so etwas auch aus deinem Alltag? Wenn ja, vielleicht liegt ja auch etwas anderes dahinter, z. B. eine Angst, nie wirklich von jemandem richtig gesehen und verstanden zu werden oder dass einem niemand helfen kann (kann natürlich auch was ganz anderes sein). Das wäre dann auch was, was sich wunderbar in der Therapie selbst besprechen ließe und dann evtl. auch ganz unabhängig von der Person/Methode auftreten würde.

Vielleicht noch zum Schluss: In der TP geht es ja viel um Beziehungsarbeit und ich würde schon auch sagen, dass du erwarten kannst, dass ihr da noch tiefer reingeht. Eine typische tiefenpsychologische Sitzung gibt es aber, glaube ich, nicht. Wie auch mit der Therapiedauer ist das sehr individuell und so sollte es ja auch sein :)

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Nura345
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Beitrag Mo., 15.06.2026, 18:47

@ kleine Wolke

Vielen Dank erst einmal für deine ausführliche Antwort! :)

Ja, am Anfang war ich sehr ungeduldig und frustriert- das hatte ich auch bereits schon in der Therapie angesprochen. Jetzt ist die Ungeduld eher mehr im Hintergrund.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, meine Beiträge/die Inhalte der Beiträge ihr mitzuteilen. Ich merke in den Momenten fällt mir das so schwer das so auszudrücken.

Die Verhaltenstherapie ist schon lange her. Damals war ich einfach froh schnell eine Person zu haben. Ein gutes Match war es damals nicht- das sehr ich vor allem in Nachhinein sehr klar. Damals habe ich es zwar auch teilweise gesehen aber ich hatte gar nicht an die Möglichkeit gedacht zu wechseln. Da kam es aber auch zu Situationen die etwas ähnlich waren, jedoch war die Beziehung weitaus nicht auf der Basis die ich jetzt habe zu der Therapeutin. (zum Beispiel habe ich mal gesagt wie schlimme Derealisationen ich habe- gar kein Wunder in Betracht dessen, was ich in der Zeit erlebt habe- und sie konnte mir nicht viel dazu sagen außer ich solle mal wenn ich raus gehe achtsam meine Umgebung betrachten. Als ich ihr gesagt habe, dass ich das schon mache, kam nix mehr). Dazu kommt, dass ich in den Jahren seitdem mir selbst durch Studium und persönliches Interesse recht viel Wissen angesammelt habe (was ich teilweise noch nicht umsetze). Und ja du triffst es gut es frustriert mich manchmal, weil ich das Gefühl bekomme ich muss noch mehr machen (das habe ich meiner Therapeutin auch schon mal in einer Situation so gesagt, dass das mal bei mir so rüberkam) und das hängt bei mir definitiv auch damit zusammen, dass ich verstanden/gesehen werden will, gleichzeitig aber auch Angst habe davor habe (das hatten wir auch schon in einer Stunde angeschnitten), ich teilweise auch zu kritisch bin/schwer loslassen kann von meinen Vorstellungen (ist schon besser geworden) und ich auch das Gefühl brauche jemand interessiert sich für mich (da projiziere ich auch etwas auf sie, dass weiß ich).

Ich hoffe wirklich, dass ich mich ihr gegenüber verständlich ausdrücken kann und es bei ihr so rüberkommt wie ich es meine. Ich habe ein bisschen Sorge, dass es dann nur darum geht, wie ich meine Sichtweise verändern kann anstatt, dass sich wirklich was ändert und/oder dass es in die Kategorie von "ich habe zu hohe Ansprüche" gesteckt wird. Doch ich merke- und ich werde das auch so sagen- dass ich in solchen Momenten die Verbindung zu ihr nicht spüre.
Zuletzt geändert von Tristezza am Di., 16.06.2026, 18:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Charlie Foxtrott
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Beitrag Do., 18.06.2026, 13:36

Hi,
mir fällt auf, dass Du sehr oft betonst, wieviel Du Dir schon selbst angelesen hast. Ist das aus eigenem Antrieb oder wurden die Anforderungen an Dich in der Vorbehandlung so gestellt? Ich schreibe das, weil in meiner Rehaklinik sich die Patienten auch gegenseitig therapieren sollten bzw. man sollte sich die Antworten in Eigeninitiative herbeimeditieren, mal überspitzt gesagt. Man wurde ständig auf sich selbst zurückgeworfen.
Kann es sein, dass Dein Druck daher rührt?

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