Angst vor Dunkelheit/wildes Tier

Fragen und Erfahrungsaustausch zu Phobien, Zwängen, Panikattacken und verwandten Beschwerden.
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Sabi
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Angst vor Dunkelheit/wildes Tier

Beitrag Mo., 03.12.2007, 15:10

Hallo Leute !

Habe folgendes Problem:
Vor ca. 3 Jahren habe ich Angst in der Nacht draußen allein herum zu gehen . Das hat alles mit einer bestimmten Situation angefangen. Wir haben ein Nebengebäude in dem ich meist bis spät in die Nacht war (wegen Arbeit). Als ich dann ins andere Gebäude wollte, bekam ich ziemliche Angst. Genauer gesagt Angst vor Wölfe/Hunde die mich zerfleischen könnten . Unsere Straße ist dann auch nicht sooo gut beleuchtet deswegen kam diese Angst immer wenn ich in die Nacht hinaus wollte.

Seit einigen Wochen habe ich das Problem, dass ich dieses Wolftier bereits im Haus wahrnehme. Wenn ich aufs Klo gehe, habe ich Angst das mich dieses Tier verfolgt und mich zerfleischen will. Sobald ich dann das Licht aufdrehe ist die Angst wieder weg. Jetzt ist aber im Haus keinen Lichtschalter in der Nähe und ich muss immer im dunkeln ins Klo (werde aber einen Lichtschalter installieren) . Erst wenn ich im Klo bin kann ich das Licht aufdrehen. Ich stelle mir dann schon regelrecht vor wie das Tier auch meinen Freund zerfleischen will (wenn ich am Klo sitze).
Jetzt kann ich schon gar nicht mehr einschlafen ohne Licht. Ich lass dann halt immer den Fernseher laufen, und der geht dann auf Zeitschaltuhr mal aus. Das stört aber meinen Freund, weil er dann nur sehr unruhig einschlafen kann. Gut ich habe damalsa auch immer den Fernseher laufen lassen. Das dürfte daher auch Gewohnheit sein. Doch jetzt brauch ich ihn regelrecht. Werde zwar versuchen eine kleine Laverlampe als Lichtquelle zu nutzen. Doch dich Angstvorstellung bereitet sich trotzdem weiter aus. Jetzt hab ich sogar schon Angst vor herumstreunenden Hunden.

Hat jemand auch so ein ähnliches Problem bzw. kann mir dabei helfen?

Liebe Grüße
Sabrina

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turboerbse
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Beitrag Di., 04.12.2007, 21:50

hallo sabrina,

es ist schlimm, daß du solche angst haben musst.

hast du mal daran gedacht, eine therapie zu machen um an die wurzel des übels zu kommen? oder du sagst du kennst den auslöser, dann kannst du das verarbeiten und besser damit umgehen lernen. alleine wird das schwierig, du merkst selbst, das es schlimmer und nicht besser wird.

ggf. wenn das so ist, daß du "etwas wahrnimmst" was offensichtlich nicht da ist, könntest du einen psychiater deines vertrauens aufsuchen und erfahren was er dazu meint.

liebe grüße, turboerbse.
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Freier Geist
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Beitrag Mi., 05.12.2007, 10:54

Hmm, ich lese dein Thema und mir schießen unzählige Gedanken und Gefühle durch Mark und Bein...

Als ertsers dachte ich : im schlaf unbewußt einen Film, mit plötzlichem Schreckmoment, aufgenommen..
Als zweites : eine alte Aura die sich in deinem Wohnbereich befindet...
Als drittes : ja, mit einem psychiater die Wurzel dieser Angst in dir entdecken...

(das war alles ernst)

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Sabi
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Beitrag Mi., 05.12.2007, 17:18

Hallo

Danke für die Antworten

Also wegen der Ursache habe ich mir auch schon einige Gedanken gemacht. Damals war meine Angst in der Dunkelheit nicht so stark. Es war ein unwohles Gefühl dahinter nicht sehen zu können, was vor einem stehen könnte. Wenn ich im Zimmer lag, hatte ich Angst das ein Einbrecher oder Geist in der Nähe sein könnte.

Zum Thema Geist habe ich schon einiges mitgemacht/erlebt.

1.) Als ich damals noch in die Hauptschule ging, hatte mein Vater immer solche Müdigkeitsanfälle. Er wusste nicht warum, bis dann jemand mal die Idee hatte jemanden zu holen, der Geister aufspüren kann. Und laut dem wäre unsere Opa noch im Haus gewesen, weil er sich noch entschuldigen wollte. Der Mann hat dann quasi einen Geisterbus geholt, damit er wüßte das er Tod sei und die Erde verlassen konnte. Irgendwie hab ich damals auch gespürt, dass da jemand war. Genauso wie bei dem Wolf. Ich konnte es spüren. Jedoch hatte ich auch vor meinem Opa Angst (wusste ja nicht das es mein Opa war), weil er sich wie ein Sexualtäter benahm. Hatte damals immer gefühlt, dass er am Bett saß und mir bei meinem intimsten Spielchen zusah und mich sogar beeinflussen wollte. Nachdem aber der Mann da war, konnte ich auch nichts mehr wahrnehmen.

2.) Vor 3 Jahren kam dann erneut so ein Vorfall. Ich hatte ständig den selben Traum. Ich sah wie sich eine Frau in meiner Wohnung erhängte (war eine Studentenwohnung). Ich dachte mir dabei aber gar nichts, bis mir meine Nachbarin genau den selben Traum erzählte. Ich war fassungslos. Wie kann jemand den selben Traum haben und dazu auch noch wiederholt. Während ich dann über genau das Thema gesprochen habe, kam mir wieder so vor als würde mich genau die Frau beobachten. Sie saß neben dem Herd am Boden. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie Angst hatte. Gleichzeitig hatte ich aber vor ihr Angst. Meine Nachbarin arbeitete bei der Gemeinde und fand heraus, dass dieses Haus (saniert 2001) eine Leichenhalle beim 2ten Weltkrieg war. Ich konnte diese Frau immer wieder sehen. Ich war dann so froh dass ich einen Freund fand, der mich von diesem Wesen ablenkte. Habe dann aber auch mit meinem Vater darüber gesprochen, da er auch schon mal sowas erlebte. Er hat sich damals damit beschäftigt und konnte mir sagen, dass ich nicht mehr an diese Frau denken sollte. Den das macht sie aufmerksam. Jedoch dürfte sie nicht böse gewesen sein, da böse Geister angeblich Sachen runterwerfen .... uvm. Bin dann nach 3 Monaten von dieser Wohnung ausgezogen.

Zur selben Zeit als ich diese Frau wahrnahm, hatte ich noch ein anderes Problem, nämlich eine Glaubenskrise. Ich war mir nicht mehr sicher ob ich an Gott glauben sollte. Deswegen begann sich nach dem "wahren Glauben" zu suchen. Dabei stoß ich auf eine Seite in der Menschen einen Begleiter haben. So wie die Indianer (z.B.: Adler). Ich dachte mir, dass das vllt eine Erklärung ist, warum mich dieses Wolfstier ständig verfolgt. Die haben mir dann erzählt, dass es entweder ein Schutztier ist oder etwas böses. Habe dann mal 2 Tage versucht dieses Wolfstier als Schutzgeist zu sehen, doch ich konnte einfach nicht daran glauben.

Naja jetzt sehe ich dieses Wolfstier bei Nacht aber nur wenn ich alleine bin. Wenn jemand dabei ist und mich ablenkt ist, denke ich nicht daran. Jedoch sehe ich es jetzt auch schon bei dem Elternhaus meines Freundes. Komisch ist nur, dass ich es bei meinen Eltern noch nie im Haus wahrgenommen habe.

Jetzt weiß ich eben nicht, ob es alles Einbildung ist oder ab da was dran ist. Und ein Psychiater wird es sicher als Einbildung deuten. Sage ich jetzt mal. Daher möchte ich nicht so schnell einen Psychiater aufsuchen.

Was haltet Ihr davon? Ist es wirklich nur Einbildung?

Liebe Grüße
Sabrina

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turboerbse
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Beitrag Mi., 05.12.2007, 19:00

hallo sabrina,

über so esoterische dinge kann man mit mir leider nicht reden ich bin da nicht anfällig und auch nicht bewandert mit diesem thema.

kann ja sein, daß es das gibt, viele leute empfinden seltsames. hab erst heute ein magazin bekommen (werbung) für hellseher, kartenleger und sowas. manche meinen, sie würden die aura sehen können, manche vermitteln infos von erzengeln... ich seh immer nix...

allerdings darfst du dir sicher sein, daß ein psychiater darin nichts übersinnliches entdecken wird.

oder treibt hier ein troll sein unwesen?
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derma
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Beitrag Sa., 08.12.2007, 00:24

hallo sabrina!

ich kann nicht sagen, ob es übersinnliches gibt oder nicht.

aber ich glaube, dass dir ein psychotherapeut, evtl auch ein psychiater, helfen kann, dieses tier nicht mehr zu sehen! denn oft spielt uns unser gehirn einen streich! und selbst, wenn es sich um eine "übersinnliche" wahrnehmung handeln sollte, könnte dir ein therapeut dabei helfen, es los zu werden, durch bestimmte techniken, wie du dich davon ablenken kannst und deine gedanken besser steuern kannst und es dadurch nicht mehr wahrnimmst!
ob es nun etwas "übersinnliches" ist, was du wahrnimmst, oder es "dir nur einbildest", in jedem fall willst du es nicht! und dich da besser steuern zu können, dabei kann dir eine therapie, so oder so, helfen!
versuchs einfach mal!

viel glück!

lg

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derma
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Beitrag Sa., 08.12.2007, 00:28

die gestalt eines wilden wolfes oder hundes ist übrigens ein ganz typisches und ursprüngliches angstsymbol! die angst vor wilden tieren sitzt uns allen seit urzeiten in mark und bein!
es kann gut sein, dass man sich in solch eine ursprüngliche angst dann zunehmend "hineinsteigert", so weit, bis man tatsächlich meint, es zu sehen!

in einer therapie kann man lernen, diesen prozess zu unterbrechen!

lg

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Freier Geist
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Beitrag Fr., 15.02.2008, 19:16

Warum diesen nicht mehr sehen wollen...das wird andauernd überall schlecht geschrieben...

Angst ergibt sich nur durch das Unbekannte, wenn man nicht weiß ob gut oder schlecht..

Von meiner Seite kann ich zu 100% sagen, das ich an sowas glaube, wegen persönlicher
Erfahrungen, welche ich sogar schon selbst ausgeforscht habe...

Meine Meinung ist, das schlechteste was man machen kann, nur allein daran zu denken
das es z.Bsp. in einen Menschen nur den Körper gibt, ohne 'WortWörtlich" einen Geist
zu haben, absolut inkorrekt ist.

Es steckt soooo viiieeelll mehr dahinter, als das ein Psychiater jemals erklären könnte !
Es gibt soooo viiieellle Dinge die wir noch nicht verstehen aber glauben es schon erklären
zu können....

Bin kein gläubiger einer Sekte oder sowas, ich bin einfach ein 'Freier Geist' wie mein Name
schon sagt, welcher ein Teil meiner Erfahrungen und Vergangenheit ist.

Bitte zu beachten, das sind meine Meinungen, von meinem Munde.

Bin gern bereit darüber zu reden.

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Freier Geist
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Beitrag Fr., 15.02.2008, 19:25

derma hat geschrieben:die gestalt eines wilden wolfes oder hundes ist übrigens ein ganz typisches und ursprüngliches angstsymbol! die angst vor wilden tieren sitzt uns allen seit urzeiten in mark und bein!
es kann gut sein, dass man sich in solch eine ursprüngliche angst dann zunehmend "hineinsteigert", so weit, bis man tatsächlich meint, es zu sehen!

in einer therapie kann man lernen, diesen prozess zu unterbrechen!

lg
Da ist der Wolf noch eines der kleineren Angstsymbole, denn schon damals hatte man Wölfe/Hunde
als Vertraute. Als die Menschen noch näher der Natur waren und mehr mit ihr verbunden, als
man heute jemals noch denken könnte !
Wenn heute Menschen z.Bsp. im Wald leben, sind diese schnell sowas wie land/streicher, abnormale,
... dennoch gibt es genau solche Dinge in der wir normal leben sollten, welche vielen Menschen
das Herz wesentlich leichter machen könnten..

Der Wolf wird auch in gewissen Kulturen als Schutzsymbol angesehen...
Dieser Geist muß wirklich nichts schlechtes sein, vielleicht wirklich ein Beschützer wenn du alleine
bist..

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Sabi
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Beitrag Sa., 23.02.2008, 13:53

Hallo

Ich habe jetzt mal ein langes Gespräch mit meiner Mutter geführt. Ich glaube mittlerweile nicht mehr daran, dass es sich dabei um etwas übersinnliches handelt. Habe soviele alte Dinge wieder aufleben lassen. Alles Momente in denen ich eine gewisse Angst entwickelt habe.

1.) damals habe ich durch einen (Horror)film (war so um die 10Jahre alt) ziemliche Angst vor Puppen bekommen. Es hatte was mit einer lebendigen Puppe zu tun die Böse war. Glaub aber nicht das es sich hierbei um Chucky handelte. Hatte so eine 1meter große Puppe und vor der hatte ich dann schreckliche Angst . Besonders die Augen machten mir zu schaffen. Irgendwie bin ich erst gestern nach dem langen Gespräch darauf gekommen, dass ich damals auch Angst vor Babys bekommen hatte. Ich habe immer gesagt "die schauen mich mit so großen Augen an". Ich dürfte das irgendwie negativ aufgefasst haben und das wird auch der Grund sein warum ich mit kleinen Kindern nicht klar komme.

Die anderen Geschichten habe ich bereits oben erzählt.

Aber irgendwie bin ich gestern noch zu einer Erkenntnis gekommen. Auch bei dem Wesen nehme ich sehr konkret die Augen und das Gesicht war. Also es muss eine verdrängte Angst sein. Und das Wesen habe ich durch meine Grundängste in meinem Kopf zusammengebastelt. Leider komme ich selbst nicht mehr weiter. Warum es jedoch schlimmer geworden ist, dass weiß ich schon. Ich fühl mich bei den Eltern von meinem Freund nicht wohl. Sehr eingeengt. Das dürfte auch der Grund sein warum das Wesen bereits in das Haus eingedrungen ist.

Sooo, jetzt mach ich mich auf die Suche nach einen Psychiater in meiner Nähe. Wollte noch Fragen ob jemand von euch schon bei einem war und wieviel € ich mit einer Stunde rechnen muss. Bzw. ob man da auch irgendwie von wo unterstützt werden kann.

Wäre euch für jede Information dankbar.

Liebe Grüße
Sabrina