Erfahrungen mit Buspar, Trittico?

Erfahrungsaustausch zur Begleitmedikation zur Psychotherapie (Psychopharmaka und pflanzliche Mittel). Achtung: dient nicht zur gegenseitigen Medikamentenberatung, die ausschließlich Fachärzten vorbehalten ist. Derartige Beiträge werden aus dem Forum entfernt.
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sofa-held
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Erfahrungen mit Buspar, Trittico?

Beitrag So., 09.12.2007, 19:01

ich hatte ein dreiviertel jahr buspar aufgrund von panikattacken genommen. nach dem absetzen sind die panikattacken noch stärker geworden, richtung generalisierte angsstörung. gibt es irgendjemand, der gute, schlechte ...erfahrungen gemacht hat? grundsätzlich habe ich es gut vertragen, wenn ich mich auch immer ein wenig belämmert gefühlt habe. aber was mich störte, war der umstand, dass dass keine dauerhafte besserung eintrag. sofort nach dem absetzen kam die angst wieder, und zwar viel größer...
Jetzt nehme ich Trittico, das Wundermittel. Generell vertrage ich es gut, also keine Übelkeit, Schlaflosigkeit, Hyperaktivität, aber: ich bekomme so Herzklopfen, dass ich glaube, mir zerspringt das Herz. Hat jemand mit Trittico ähnliche Herzprobleme bekommen. Eine Antwort würde mir sehr helfen, danke. lg sofa-held

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power
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Beitrag Mo., 21.01.2008, 15:16

ich habe 2 jahre trittico genommen...gegen depressionen,schlafstörungen und PAs! ich hatte nur zu beginn probleme, d.h. ich war sehr müde und bei en ersten 2 mal ist mir so schlecht geworden,dass ich aufs klo musste! naja...mittlerweile hab ich sie abgesetzt, was ein wenig mühsam war, da ich immer wenn ich die medis nicht genommen habe, schlecht geschlafen habe und wenn ich sie genommen habe, schlief ich gut! aber mittlerweile passt das recht gut!

lg
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Ninifay
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Beitrag Di., 22.01.2008, 19:26

ich hab schon mal eine längere zeit buspar genommen und war sehr zufrieden damit-nebenwirkungen hatte ich zum glück keine und bekommen hab ich sie wegen meiner extremen inneren unruhe.-dann hab ich sie abgesetzt...war ein blöder fehler und ab morgen nehm ich sie wieder.-30mg/d

trittico nehm ich schon seit 5 jahren immer vor dem schlafengehen.das ist echt ein sehr wichtiges medikament für mich da ich sonst nicht richtig schlafen kann.-tu ich zwar im moment auch nicht, brauch noch zusätzlich ein zoldem.
>keep in touch and the tribe alive<

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sofa-held
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Beitrag Di., 22.01.2008, 21:16

vielen dank die für antworten. das deckt sich in etwa mit meinen erfahrungen. also "der Fehler" Buspar abzusetzen. ich bin mir da immer noch nicht im klaren, wie lange man so ein medikament nehmen soll, bei mir was es so, dass ich es einfach nicht mehr sehen konnte und deshalb absetzen wollte. Mittlerweile ist das trittico-herzklopfen etwas abgeebbt und ich nehme es es ebenfals am liebsten zum schlafen gehen. es hebt auch die stimmung wirklich spürbar. sollte ich es irgendwann nicht wollen, wie das buspar, dann mache ich mich aber schon auf einen ordentlich entzug gefasst ich grantl jetzt schon ziemlich, wenn ich es einmal nicht nehme. lg sofa-held

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grete
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Beitrag Mo., 07.04.2008, 16:37

Hallo,
die Ärzte in der Reha sagten bei einem Seminar, dass man ein Medikament, gerechnet von dem Zeitpunkt wo es einem gut geht, ein halbes - ein Jahr nimmt.
grete

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Annemarie
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Beitrag Mo., 07.04.2008, 18:15

Hallo sofa-held,

das ist echt interessant, wie verschieden diese Medis auf den Einzelnen wirken

Ich habe mal ein paar Monate Trittico genommen und mußte sie dann langsam wieder absetzen und auf was anderes umsteigen. Damals wurde ich von den Tabletten so müde - obwohl ich sie nur abends genommen hatte - daß ich auch tagsüber oft nicht mehr wußte, wie ich meine täglichen Aufgaben schaffen sollte. Nachts kam ich damit allerdings auf so 4 Stunden Schlaf.

Lg. Annemarie

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Tweetman
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Beitrag Mi., 09.04.2008, 13:53

Also ich nehm seit 5 Tagen abends Trittico retard 50mg - ich leide an generalisierter Angstörung (permanent Angespannheit, Angst, Schwindel, Zittern, Depressio, und Schlaflosigkeit)
Gleich am ersten Tag der Einahme konnte das erste Mal seit langem halbwegs gut schlafen. Gegen die anderen Symptome wirkt es bis jetzt noch nicht bzw. könnte ich auch nicht sagen da ich zusätzlich auch neu Cymbalta nehme.
Nebenwirkungen von Trittico bei mir: in den ersten 1-2 Tagen Mundtrockenheit, das hat sich aber schon gelegt.

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sofa-held
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Beitrag Do., 10.04.2008, 01:01

ich hab jetzt Trittico innerhalb kurzer Zeit ganz mit Mitwisserschaft meines Neurologen ganz abgesetzt- eigentlich habe ich es mehr und mehr "vergessen" zu nehmen. Entzug im Sinne von Grant habe ich fast gar nicht, und wenn trink lieber ein Flascherl Bier als Maßnahme. Das Trittico habe ich ungefähr ein halbes Jahr genommen, aber es hat mich so "spinnert" gemacht am Schluß. Ähnlich wie das Buspar, das am Anfang auch super gewirkt hat, aber am Ende so eine mentale Panik erzeugt hat. Die Müdigkeit durch Trittico ist übrigens sagenhaft. Selbst wenn andere Schlafmittel nicht mehr wirken, Trittico haut dich um. Und das war mir auch schon unheimlich - weil ich da die Kombination zu den psychischen Veränderungen "gesehen" habe - die eben waren, dass ich heftigst träumte, tagsüber oft sehr schwindelig und lichtempfindlich war und ein bisschen so einen psychotischen touch gekriegt habe. Ist jetzt wieder, und ich bin erleichtert, dass ich kein Antidepressivum mehr nehmen muss. Leider brauch ich wegen den Panikattacken Diazepam, aber Panik und Depression haben meiner Ansicht sowieso nicht viel mit einander zu tun, auch wenn das die Psychologen immer so gern so hätten.

sofa, völlig unretarded

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Sunday
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Beitrag Mi., 09.09.2009, 18:22

Weil mein neu eröffneter Thread zum Thema Trittico leider wieder geschlossen wurde, kopier ich meinen Text mal hier hin (dann kann auch wer antworten):

Ich nehm das Medikament schon seit längerem. Es wirkt leider nicht ausreichend, aber es ist das einzige AD dessen Nebenwirkungen ich ertragen kann.
Mich würd interessieren, wie's euch damit geht und v.a. wie ihr das mit Autofahren macht. Im Beipacktext steht ja, daß es die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen kann. Laut ärztlicher Auskunft darf man aber schon fahren, bloß im Schadensfall kann es Probleme mit der Versicherung geben. Da ich ohnehin schon sehr ängstlich bin, trau ich mich nun nicht fahren.

Auch sonst würden mich Erfahrungen mit dem Medikament interessieren - einfach so.

grüße, sun

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MelaNiete
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Beitrag Fr., 11.09.2009, 18:13

Hallo,
Sunday hat geschrieben:Ich nehm das Medikament schon seit längerem. Es wirkt leider nicht ausreichend, aber es ist das einzige AD dessen Nebenwirkungen ich ertragen kann.
Mich würd interessieren, wie's euch damit geht und v.a. wie ihr das mit Autofahren macht. Im Beipacktext steht ja, daß es die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen kann.
Wann am Tag nimmst Du es denn jeweils ein?

Wenn man es schon seit längerer Zeit und zum Schlafen nimmt und am nächsten Tag keinen nennenswerten Überhang hat, sollte es eigentlich kein Problem sein, ein Fahrzeug zu steuern. Nimmt man es morgens oder mittags, sollte man das Fahren möglichst unterlassen.
Auch sonst würden mich Erfahrungen mit dem Medikament interessieren - einfach so.
Ich nehme seit August 2007 zur Nacht jeweils 75 mg, in Ausnahmefällen 100 mg. Zu Beginn hatte ich Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, starke Blutdrucksenkung und dadurch Schwindel (letzteres nur, wenn ich mich nach der Einnahme nicht ins Bett legte). Inzwischen ist der Blutdruck nicht mehr so ausgeprägt erniedrigt, die anderen Nebenwirkungen sind verschwunden, die Wirkung ist gleichgeblieben. Mein Schlaf ist unter diesem Medikament sehr viel besser als normal, und zwar nicht nur während der depressiven, sondern auch während der symptomfreien Phasen. (Ich hatte vorher einen sehr flachen, störanfälligen Schlaf.) Bei Absetzversuchen tritt bei mir ein sehr häßlicher Rebound auf, deutlich schlimmer als bei Benzodiazepinen.

VG, Melanie
Dosis sola venenum facit. (Paracelsus)

Über mich: viewtopic.php?f=34&t=6483
Dort schreibe ich auch: Depri.ch – Psychiatriegespraech.de

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Sunday
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Beitrag Fr., 11.09.2009, 19:10

Danke für die Antwort, melaniete!
Wann am Tag nimmst Du es denn jeweils ein?
Ich nehm es am Abend - am Morgen, das würd ich nicht aushalten! Ich hab eh auch das Gefühl fahren zu können, aber trotzdem verunsichert es mich ein wenig.
Ich nehm doppelt so viel wie du und bin leider immer noch früh morgens wie verkatert. Schlafen war zum Glück nie ein Problem für mich, ich nehm es nur wegen der antidepressiven Wirkung, daher auch die hohe Dosis. Mein Blutdruck ist auch niedriger. Außerdem bin ich, seit ich das nehme, tagsüber ziemlich oft müde und fühl mich manchmal etwas benebelt. Aber im Gegensatz zu den NW von SSRI ist es alle mal besser.

Hilft es dir denn gegen die Depressionen oder nimmst du noch was anderes dazu?

Hab Trittico schon früher mal genommen & abgesetzt. Das war echt "häßlich", wie du schreibst. Hoff, das nächste Mal krieg ich das besser hin. Wie lang hat dieser Zustand bei dir angedauert?

Was ich interessant finde: Weiter oben schreibt jemand, daß Trittico so müde macht. Ich kann erstaunlicherweise auch noch eine Stunde nachdem ich meine volle Dosis genommen hab etwas tun. Mich haut es nicht um.

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MelaNiete
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Beitrag Fr., 11.09.2009, 21:09

Sunday hat geschrieben:Hilft es dir denn gegen die Depressionen oder nimmst du noch was anderes dazu?
Ich nehme als AD 30 mg/d Cipralex.
Wie lang hat dieser Zustand bei dir angedauert?
So lange, bis ich es wieder genommen habe. Mehr als 2 Tage hintereinander habe ich es nie weggelassen.
Was ich interessant finde: Weiter oben schreibt jemand, daß Trittico so müde macht. Ich kann erstaunlicherweise auch noch eine Stunde nachdem ich meine volle Dosis genommen hab etwas tun. Mich haut es nicht um.
Die Aufnahme kann durch die Hilfsstoffe in den Tabletten sowie durch vorher oder gleichzeitig eingenommene Mahlzeiten verzögert sein. In solchen Fällen setzt die Wirkung dann erst später ein.

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malcolmy
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Beitrag Mo., 10.05.2010, 12:29

Hi

Ich habe seit ziemlich langer Zeit das Problem, dass ich jeden Tag nach 6, 6 1/2 Stunden Schlaf aufwache. Manchen Menschen reicht diese länge an Schlaf, aber ich fühle mich einfach nicht köperlich Fit und bin nicht selten über den ganzen Tag am dauergähnen. Am Wochenende, wenn ich die Zeit dafür habe, wache ich nach 6 Stunden auf, bewege mich eine halbe Stunde lang, lege mich wieder hin und schlafe wieder sofort ein, für 1 1/2, 2 Stunden. HNO-, Lungen-, Blut- Schlaflaborwerte sind alle im grünen Bereich. Ich dachte dass ich mir das über eine lange Zeit antrainiert habe und versucht, indem ich mir keinen Wecker mehr gestellt habe und mich nicht unter Druck gesetzt habe, das wieder weg zu trainieren. Auch erfolglos. Heute war ich beim Neurologen und der hat mir Trittico verschrieben. Ich halte eigentlich nichts von solchen Medikamenten. Das bekämpft ja nicht direkt die Ursache für mein Problem. Weiss nicht, wenn es mir hilft einen geregelten Schlafrhythmus zu bekommen wo ich 7-8 Stunden durchschlafen kann und ich dass gleich darauf wieder absetzen kann, dann ok. Aber sowas nimmt man eigentlich ewig, wenn es hilft oder sehe ich das falsch?
Und ein Körper braucht doch gesunden Schlaf, wird der mir durch das Medikament irgendwie genommen?

Grüße

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schlafanzug
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Beitrag Di., 11.05.2010, 16:05

Hallo,

ich nehme jetzt seit einem Montat Trittico und muss inzwischen 300mg nehmen, damit ich 7 oder 8 Stunden schlafen kann, ohne permanent aufzuwachen oder unter luzidem Träumen leiden zu müssen. Die Kehrseite ist allerdings, dass ich entsprechend tagsüber auch müde bin und auch nicht fit bin. Habt ihr da Erfahrung, was man in einem solchen Fall tun kann? Mein Psychiater vertröstet mich im Moment, dass das schon wird, aber nach einem Monat habe ich da so meine Bedenken.

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Leer
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Beitrag Fr., 14.05.2010, 13:10

hi

nimm 150 mg trittico am abend und hab anfangs auch herzrasen gehabt aber wohl nicht so schlimm wie bei dir... zusätzlich nimm ich zoldem... hab a bissi schiss das ich vom zoldem nicht mehr so schnell weck komm weil ich sicher schon 3-4 monate jeden tag eine nimm...

hab mal aus purer dumheit und dem drang entlich schlafen zu können 450mg trittico genommen is aber um glück nix passiert

lg
Ich weiß wohl, was ich fliehe, aber nicht, was ich suche.
Michel de Montaigne