Angst und Schmerz vor Therapieende

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.
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Blackpearl 1593
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Angst und Schmerz vor Therapieende

Beitrag Do., 10.11.2022, 12:27

Hallo ihr lieben,

Ich bin sicher einige kennen die Situation vielleicht und bin gespannt auf einen Austausch und eure Umgangsweise.

Ein Therapiewechsel steht kurz bevor (von VT zu TP) & mir macht dies totale Angst. Habe meine VT Thera total lieb gewonnen und wahnsinnige Angst vor dem Abschied. Sie stand mir immer zur Seite bei Problemen, Schwierigkeiten etc und hatte mir angeboten mir einen Brief zu schreiben,um den Abschied weniger schmerzhaft zu machen. Da ich unter starken Verlassenswerden Ängsten leide,machen diese das Ende nicht einfacher und von meiner neuen Thera weiß ich zb, dass sie u.a nicht sehr verfügbar sein wird, wenn etwas zwischen den Sitzungen passiert.

Mitunter meine größte Angst ist die VT nie mehr wieder zu sehen/nie mehr Kontakt zu haben, dass sie mich vielleicht vergisst und vor dem Neuen, was definitiv anders werden wird. Hatte zu ihr ein gutes therapeutisches Verhältnis und wenn die 2 vorgeschriebenen Abstinenzjahre vorbei sind, hatte sie angeboten, dann zu schauen, ob da eine private Ebene möglich ist. 2 Jahre sind allerdings eine lange Zeit und mit ist bisher kein Therapeut so wichtig und ans Herz gewachsen wie sie…
Habt ihr in so einer Situation Wege für euch gefunden um gut abschließen und euch auf jemand Neuen einlassen zu können bzw habt ihr da Tipps für mich um eben dann erstmal mit dem Ende auf gesunde Weise umzugehen?
Der baldige Abschied löst jetzt schon bei mir einen starken Schmerz und Traurigkeit aus :(

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Saly
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Beitrag Do., 10.11.2022, 14:51

Ja, Abschiede sind für viele Menschen ein Thema. Ich denke das können hier viele nachvollziehen.
Ich denke es hilft, sich klar zu machen, was du genau an ihr vermissen wirst. Welche Charaktereigenschaften, welche Wesenszüge. Hast du in der Therapie gelernt, wie du versuchen kannst, die dahinterstehenden Bedürfnisse selbst zu befriedigen.

Mir geht es ähnlich, ich denke nach über einem Jahr immer noch öfter an meine alte Therapeutin. Vermisse ihre gutmütige, weiche und begeisterungsfähige Art. Ich glaube auch dass sie sehr authentisch war und privat diese Wesenszüge bestimmt auch hat. Aber sicher nicht nur, sicher kann sie auch unangenehm oder anstrengend sein. Vielleicht hilft es sich das mal vorzustellen ;)

Warum solltest du sie nie mehr wiedersehen?falls du nicht wegziehst, spricht ja nichts dagegen, sie noch ab und an zu einzelnen Stunden zu sehen. Ich hatte am Anfang mit meinem neuen Therapeuten ein paar Vertrauensprobleme. Wir haben immer mal wieder eine telefonstunde gemacht, um über meine Probleme zu sprechen (der Grund für
Meinen wechsel war ein Umzug, daher war eine richtige Stunde nicht möglich).

Der Schmerz und die Traurigkeit sind völlig normal und auch gut so. Aber sie werden vergehen oder abschwächen, so wie alles. In meinem Kopf ist meine Therapeutin oft noch präsent. Gerade wenn ich mich selbst verurteile oder nicht gut mit mir umgehe, dann stelle ich mir vor, was sie zu mir sagen würde. So ist sie immer noch sehr präsent und der Abschied war gar nicht so hart.

Das mit der privaten Ebene verstehe ich allerdings nicht. Was soll denn das für eine Beziehung sein? Kennst du sie privat überhaupt? Weißt du aus welchem Grund sie dir das angeboten hat?

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Sydney-b
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Beitrag Do., 10.11.2022, 16:36

Du wolltest doch für mehrere Monate in eine Reha gehen, um deine Alkohol Problematik anzugehen.
Dort wolltest du auch noch deine Abhängigkeit zur Therapeutin bearbeiten.

Hat das dort so gar nicht geklappt?

Sind die regulären Stunden bei der VT aufgebraucht?

Vieles, was in der jetzigen Therapie schief lief, kannst du in der neuen Therapie bearbeiten.
Es ist also sehr gut, dass ein Wechsel ansteht.

Vielleicht beansprucht dich die neue Therapie so sehr, dass du von alleine kaum noch an die "alte" Thera denken musst.
Es ist auch möglich, dass du dort gleich in die nächste Übertragung rutschst, weil es ja eine Thematik bei dir ist.

Auf : "Nach zwei Jahren könntet ihr eventuell auf die private Ebene wechseln", würde ich persönlich gar nichts geben.
Falls du in zwei Jahren bei ihr ankommen würdest, wird sie dir erzählen, dass eine private Ebene nicht passen würde zwischen euch beiden.

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Blackpearl 1593
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Beitrag Do., 10.11.2022, 16:48

Sydney-b hat geschrieben: Do., 10.11.2022, 16:36 Du wolltest doch für mehrere Monate in eine Reha gehen, um deine Alkohol Problematik anzugehen.
Dort wolltest du auch noch deine Abhängigkeit zur Therapeutin bearbeiten.

Sind die regulären Stunden bei der VT aufgebraucht?

Vieles, was in der jetzigen Therapie schief lief, kannst du in der neuen Therapie bearbeiten.
Es ist also sehr gut, dass ein Wechsel ansteht.
Ja war in Reha, leider kam es nicht dazu genau das aufzuarbeiten.
Nein es sind noch 16 Stunden über, aber eine TP erscheint mir wegen meinen Problematiken sinnvoller. Und meine jetzige hat mich ja auch dazu ermutigt mir jetzt schon etwas neues zu suchen

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Blackpearl 1593
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Beitrag Do., 10.11.2022, 17:02

Saly hat geschrieben: Do., 10.11.2022, 14:51 Ja, Abschiede sind für viele Menschen ein Thema. Ich denke das können hier viele nachvollziehen.
Ich denke es hilft, sich klar zu machen, was du genau an ihr vermissen wirst. Welche Charaktereigenschaften, welche Wesenszüge. Hast du in der Therapie gelernt, wie du versuchen kannst, die dahinterstehenden Bedürfnisse selbst zu befriedigen.

Das mit der privaten Ebene verstehe ich allerdings nicht. Was soll denn das für eine Beziehung sein? Kennst du sie privat überhaupt? Weißt du aus welchem Grund sie dir das angeboten hat?
Zu 1: Ich denke das mit den Bedürfnissen da hast du total recht. Habe ja noch ein paar Stunden vor dem Wechsel um das rauszufinden was genau ich vermissen werde und zu besprechen. Ich weiß von der neuen wo ich momentan Probatorik mache, dass sie auf jedenfall nicht so verfügbar ist, was Schwierigkeiten zwischen Sitzungen angeht und ich da viel Geduld haben muss. Sie meinte allerdings dass Ihre Patienten sich drauf verlassen können dass Sie sich wenn’s brennt meldet, wegen Telefonat oder 2. Sitzung. Und das gibt mir ja auch erstmal etwas Sicherheit.

Zu 2. Kenne die natürlich nicht privat , allerdings hatte ich zb hier im Forum manches mal gelesen und auch von 1 Bekannten gehört dass der Wechsel auch wenn er nicht leicht war geklappt hat von professionell zu privater Ebene.
Der Grund wieso sie das gesagt hatte: sie meinte zumindest sie ist da nicht so strikt und auch offen nach dieser Frist auf privaten Kontakt und dass sie wohl während ihrer kliniktätigkeit eine Patientin (nicht ihre) damals war und sie sich so wiedergetroffen hatten, sie kannte diese Person wohl vorher flüchtig privat.

Und dass öfter betonte während den Therapiesitzungen dass Sie mich als Mensch eigentlich ganz gerne mag und nett findet….

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Philosophia
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Beitrag Fr., 11.11.2022, 07:23

Dann besuch sie halt nach den zwei Jahren in ihrer Praxis oder so. Ihr seid durch die Therapie in ein besonderes Verhältnis gekommen, dass sich nicht einfach so in die normale Ebene holen lässt. Dir was Privates anzubieten, ist hochgradig unprofessionell. Unglaublich ist das!
Ihr solltet ihr die letzten Stunden nutzen, um den Abschied gut zu gestalten, und wenn Kontakt gewünscht ist, wie der im professionellen Rahmen aussehen könnte. So wie sie vorschlägt jedenfalls nicht. Damit macht sie sich selbst die Abschiedsnummer leichter. Das ist voll egoistisch und sie verletzt damit jetzt schon die Abstinenzregel, weil es hiermit auch um ihre Bedürfnisse geht. Und damit sie nicht Ärger bekommt, kommt sie noch mit der 2JahreRegel... oh Mann ey...
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Sinarellas
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Beitrag Fr., 11.11.2022, 07:38

" Dir was Privates anzubieten, ist hochgradig unprofessionell. Unglaublich ist das! "
Es ist hochgradig professionell mitzuteilen, dass es durchaus einen Weg für Kontakt, aber eben erst nach 2 Jahren (mindestens 1 Jahr, sie teilte schon 2 Jahre mit) geben kann. Es wäre unprofessionell, wenn sie privaten Kontakt nach der Therapie angeboten hätte. Warum sollte man - wenn TE sich von Thera losgelöst hat - nicht privaten Kontakt aufnehmen dürfen oder können?
Versteh ich nicht, was daran "unglaublich" ist.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass völlig vergessen wird, dass Therapeuten auch Menschen sind.

"Mitunter meine größte Angst ist die VT nie mehr wieder zu sehen/nie mehr Kontakt zu haben, dass sie mich vielleicht vergisst und vor dem Neuen, was definitiv anders werden wird."

Ja so wird es höchstwahrscheinlich sein und dein Aufgabe ist nun, sich von ihr loszulösen und weiter zu wachsen, offen für neue positive Bindungen zu sein privatem Bereich. Du kannst den Abschied mitgestalten und zu einem guten Abschluß finden. Eine einzigartige Möglichkeit, denn ansonsten gehen soziale Beziehungen im Streit oder durch Einschlafen des Kontaktes eher verloren.
..:..

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Philosophia
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Beitrag Fr., 11.11.2022, 07:54

Das Kennenlernen hat aber nicht auf einer normalen Ebene stattgefunden. Blackpearl und die Therapeutin hätten sich sonst nie kennengelernt und schon gar nicht auf so intime Weise. Vielleicht hätte Blackpearl ihr unter normalen Umständen nicht so viel von sich erzählt. Das ist alles der Therapiebeziehung geschuldet. Es ist keine Beziehung auf Augenhöhe, bzw. sie ist nicht gleichwertig: Therapeut stellt dem Patienten Zeit zur Verfügung. Heißt nicht, dass er sich nicht beteiligt, aber die Stunde ist für den Patienten. So. Und im privaten Bereich: Wie soll das Ganze dann aussehen? Ist auf einmal alles super und gleichberechtigt auf einer Ebene? Man müsste sich vermutlich erstmal überhaupt kennenlernen, denn das reale Leben läuft anders als ne Therapiesitzung.
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Shukria
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Beitrag Sa., 12.11.2022, 08:20

Ich glaube es gibt auch einen Mittelweg zwischen in Therapie sein und gar nicht mehr sehen.

Du könntest sie während der neuen Therapie durchaus mal in der Praxis anrufen oder schreiben oder mal ne Stunde nehmen , entweder auf Selbstzahlerbasis oder die rechnet diese als psychotherapeutische Sprechstunde ab, die sind zudem ziemlich gut bezahlt.

Auf eine private Ebene würde ich nicht gehen wollen. Privat würde bedeuten du musst ihr was geben in der Beziehung und sie ist weniger für dich da. Was würdest du ihr in einer Freundschaft geben können? Und wie würdet ihr das Ungleichgewicht das aktuell besteht ausgeglichen bekommen. Wie sollte privat aussehen?
Zudem verlierst du sie als Therapeutin. Du wirst nie wieder bei ihr Therapie machen können, willst du das? Und wenn es privat nicht funktioniert… Als Therapeutin hast du sie dann verloren und als Freundin auch. Da gibt es keinen Weg zurück.

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Blackpearl 1593
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Beitrag Sa., 12.11.2022, 10:49

Shukria hat geschrieben: Sa., 12.11.2022, 08:20
Zudem verlierst du sie als Therapeutin. Du wirst nie wieder bei ihr Therapie machen können, willst du das? Und wenn es privat nicht funktioniert… Als Therapeutin hast du sie dann verloren und als Freundin auch. Da gibt es keinen Weg zurück.
Ich kann ohnehin keine Therapie mehr bei ihr machen, weil sie mich nach ihrer Abrobation nicht verlängern könnte und wenn mir VT auch nicht wirklich was genützt hat, wieso sollte ich dann nochmal zurück wollen? Dafür strebe ich ja einen Verfahrenswechsel an und habe bei einer neuen Thera schon die probatorischen Sitzungen. ;)

Dass der Wechsel von beruflich zu privater Ebene natürlich nicht ganz einfach ist , ist natürlich klar. Weil wie du ja meintest dieses Ungleichgewicht besteht.. Es heißt aber ja nicht, dass es nicht funktionieren kann. Wer weiß schon was dann in 2 Jahren ist. Vielleicht habe ich dann auch gar kein Interesse mehr an irgendeinem Kontakt. Das wird aber dann die Zeit zeigen.

Sie meinte auf jeden Fall, dass auch wenn sie offen für Privatkontakt und einfach zu schauen was sich ergibt, sie da die klare Linie fahren will, dass eben während der Pause gar kein Kontakt besteht. Aber jetzt wo du es so „hart“ angesprochen hast mache ich mir schon Gedanken, weil eine Garantie gibt es ja nicht ob das dann wirklich von ihrer Seite noch so stattfindet nach den 2 Jahren, wie sie mich jetzt hoffen lässt.

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chrysokoll
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Beitrag Sa., 12.11.2022, 10:53

Du könntest selbstverständlich nach zwei Jahren wieder eine kassenfinanzierte Therapie bei ihr machen, da ist ein neuer Antrag möglich.
Wenn DIESE Therapie bei dir nicht weiter hilft wäre das aber in der Tat sinnfrei

Ich finde es wirklich daneben von der Therapeutin da so mit "vielleicht privaten Kontakt" zu spielen und dir da ein Leckerli hinzuhalten über zwei Jahre und dann: Mal sehen

Daher kann ich dir nur raten dich auf die neue Therapie zu konzentrieren und auf dich und deine Entwicklung und da nicht einem möglichen privaten Kontakt nachzuhängen

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candle.
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Beitrag Sa., 12.11.2022, 11:05

Hallo,

ich habe gerade dein ersten Thread hier gelesen und gehe mal davon aus, dass es sich um die selbe Therapeutin handelt.
Blackpearl 1593 hat geschrieben: Do., 10.11.2022, 12:27 und wenn die 2 vorgeschriebenen Abstinenzjahre vorbei sind, hatte sie angeboten, dann zu schauen, ob da eine private Ebene möglich ist.
Und deswegen, weil die Therapeutin "Fehler" gemacht hat, halte ich dieses Angebot für absolut absurd.
Darf ich mal fragen, ob du das wirklich wirklich glaubst, dass sie mit dir den privaten Kontakt will?

Ich denke sie macht da wieder einen "Fehler", indem sie in Aussicht stellt in zwei Jahren. Ich weiß nicht, wie nennt sich das, sie schiebt dich auf diese Weise auf die lange Bank. Im Grunde bedeutet das, dass es keinen Kontakt geben wird.

Dir hat der Fehler ja mißfallen und nun willst du von deiner Seite ernsthaft eine Freundschaft zu dieser Frau?

Das sind auch keine Abstinenzjahre, das ist die Wartezeit nach der du nach zwei Jahren theoretisch wieder eine Therapie machen könntest.

Ist dir das wirklich nie durch den Kopf gegangen? Das kann ich fast nicht glauben!

Vielleicht ist der Weg mit der neuen Therapeutin jetzt frei endlich den Weg aus der Abhängigkeit und sonstigen Problematiken zu gehen?

Gruß candle
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Sydney-b
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Beitrag Sa., 12.11.2022, 11:51

Ich kann mir vorstellen, dass dir der Gedanke: "In zwei Jahren können wir EVENTUELL auf die private Ebene wechseln", sehr viel Trost und Hoffnung gibt zur Zeit.
Um dir den Abschiedsschmerz zu erleichtern.

Diese Gedanken sind nicht verwerflich und dürfen anerkannt werden.
Jeder geht mit seinem Abschiedsschmerz anders um.

Im Moment ist dieser Wunsch dein Rettungsanker.

In der neuen Therapie hast du die Chance, deinen Abschiedsschmerz genauer anzugucken und zu bearbeiten.
Auf jeden Fall ist es toll, dass du eine neue Chance für dich wahrnimmst.
Alles andere wird sich mit der Zeit zeigen.

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Philosophia
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Beitrag Sa., 12.11.2022, 16:29

ei, ich hab mir den alten Thread auch durchgelesen... das war die Nichtneinsagenkönnentherapeutin... kein Wunder also, dass sie dir so was anbietet... und das, obwohl du in einer Übertragung hingst... ganz übel... mit wirklich Sympathie hat das Ganze auf beiden Seiten nichts zu tun... insofern unfassbar, dass sie dir das anbietet.
Aber vermutlich wird sie dich nach zwei Jahren wirklich nicht mehr interessieren - und ungekehrt wirds wohl genauso sein...
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Hasenmaus123
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Beitrag Sa., 12.11.2022, 18:04

Meine Sicht:

Du willst privaten Kontakt, weil du in einer Übertragung steckst. Wenn die zwei Jahre vorbei sind und du weiterhin in Therapie bei der neuen Person bist, willst du immer noch privaten Kontakt. Allerdings zur neuen Therapeutin, weil sich dort eine Übertragung ergeben hat.