Psychotherapie in Wien bei Richard L. Fellner



Psychotherapeut, Coach, Supervisor in Wien

Psychotherapie-Finanzierung für Verbrechensopfer

Finanzierte Psychotherapie für Verbrechensopfer und Hinterbliebene

Menschen, die selbst Opfer eines Verbrechens geworden sind, sowie deren Hinterbliebene, haben unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf Leistungen nach dem Verbrechensopfergesetz (VOG). Dies betrifft alle Staatsbürger/innen der EU und des EWR, seit 1.7.2005 auch alle Personen die sich zum Zeitpunkt der Tat in Österreich, auf einem österreichischen Schiff oder Luftfahrzeug rechtmäßig aufgehalten haben, und die durch eine

Eine Leistung ist beispielsweise ausgeschlossen, wenn das Opfer oder der Hinterbliebene an der Tat beteiligt war, den Täter provoziert hat, oder es schuldhaft unterlassen hat, an der Aufklärung der Tat mitzuwirken. Es ist nicht erforderlich, dass der Täter bereits bekannt ist (z.B. wenn eine "Anzeige gegen Unbekannt" vorliegt). Am einfachsten ist die Anspruchsprüfung, wenn der/die Täterin in einem Gerichtsverfahren verurteilt wurde, doch sollte nach Möglichkeit zumindest eine Strafanzeige erfolgt sein. Sonst muss die Tat zumindest aktenkundig (Jugendamt, Krankenhaus, Arzt, Polizei etc. ) und / oder - was schwieriger zu prüfen ist und nur selten positiv erledigt werden kann - durch Zeuginnenaussagen belegbar sein. Die Vorsätzlichkeit muss weiters belegt sein und es muss sich um eine schwerwiegende Tat handeln.
Wichtig: Verbrechensopfer werden auch dann unterstützt, wenn eine Tat verjährt ist, der Aufenthalt des Täters unbekannt ist, er verstorben ist oder wegen Unzurechnungsfähigkeit nicht belangt werden kann. Sind - etwa weil die Tat schon lange zurück liegt - keine Unterlagen mehr vorhanden, wird der Antrag seitens des Bundessozialamtes von einer/m Ärztin bzw. Psychologin geprüft.

Beispiele für derartige Straftaten:

Welche Leistungen gibt es für das Opfer selbst bzw. für Hinterbliebene?

Welche Leistungen gibt es nur für das Opfer?

NEU: durch eine am 1.4.2013 in Kraft getretene Novelle zum Verbrechensopfergesetz existieren nun erweiterte Hilfsmöglichkeiten für Verbrechensopfer, z.B. erhöhte Pauschalentschädigungen für Schmerzensgeld bei schweren Körperverletzungen oder Kosten für Kriseninterventionen bei Straftaten)

Welche Leistungen gibt es nur für Hinterbliebene?

Ab 1.7.2005 sind VOG-Leistungen mittels Bescheid zuzuerkennen. Gegen diesen Bescheid gibt es eine Berufungsmöglichkeit an die Bundesberufungskommission (Auszug aus der Homepage des Bundessozialamtes):

Kriterium für Leistungen nach dem Verbrechensopfergesetz ist der rechtmäßige Aufenthalt in Österreich und dass die Tat auch hier begangen wurde. Für Nicht-Österreicherlnnen darf die Tat nicht länger als zum 1.7.2005 zurückliegen, für Österreicherinnen weiterhin bis 1955. Es darf jedenfalls nicht auf Schadenersatz verzichtet worden sein und es muss beim Verbrechensopfer eine krankheitswertige Störung vorliegen, die von einer frei ausgewählten, eingetragenen Psychotherapeutin per Antrag auf Kostenzuschussregelung für Psychotherapie festgestellt wird.

Klientinnen müssen daher die Psychotherapie zuerst von der zuständigen Krankenkasse im Rahmen der € 21,80 Regelung bewilligen lassen und anschließend einen Antrag an das Bundessozialamt stellen. Dafür müssen die Psychotherapeutinnen einen Bericht beilegen, in dem die zu behandelnde Symptomatik eindeutig in Zusammenhang mit der Traumatisierung durch die Gewalttat zu sehen ist.

Während die Krankenkasse € 21,80 bezahlt, übernimmt das Bundessozialamt den Restbetrag.

Da die Bearbeitung dieser Anträge mehrere Monate dauern kann und viele Hinterbliebene diese Psychotherapie im Rahmen der € 21,80 Regelung ("Refundierungstherapie") oftmals aus eigenen Mitteln nicht vorfinanzieren können, können die Psychotherapeuten direkt mit dem Bundessozialamt verrechnen. Bis die Entscheidung vorliegt, kann der "Weisse Ring", eine private Partnerorganisation des Bundessozialamtes, eine Zwischenfinanzierung ermöglichen.

Detailinformationen:

Bundessozialamt für Wien, NÖ und Burgenland
1010 Wien, Babenbergerstr. 5, Tel. 01/58831-0
(Tel. 059988 österreichweit zum Ortstarif)
bundessozialamt@basb.gv.at,
www.bundessozialamt.gv.at

Quellen: WLP 03/2008; http://www.bmask.gv.at/site/Soziales/Sozialentschaedigung/Verbrechensopfer/ ;

Kontaktaufnahme:

Sie können mich auf folgenden Wegen erreichen:

Fellner Richard L.

Terminvereinbarungen sind nach telefonischer Voranmeldung
(0676 7209300) hier möglich:

Fr / Sa / So: 1010 Wien, Mahlerstraße 7 / 19
(Gemeinschaftspraxis im 'Gustav Mahler Hof')
Gleich bei den "Ringstrassen-Galerien", ca. 1 Min. von der U1/U2/U4 Station "Karlsplatz/Oper"   [Lageplan]

Mo: 1100 Wien, Herzgasse 44
ca. 8 min. von der U1-Station "Reumannplatz" entfernt.   [Lageplan]

Di: 1210 Wien, Maria-Tusch-Straße 11 (Seestadt Aspern)
ca. 8 min. von der U2-Station "Aspern Seestadt" entfernt.   [Lageplan]

oder Terminabstimmung per Email