Apr 10

In meiner Praxis habe ich sehr h√§ufig mit KlientInnen zu tun, die in irgendeiner Weise darunter leiden, nicht den geeigneten Partner oder die geeignete Partnerin zu finden. Dies hat nat√ľrlich fast immer psychische Gr√ľnde – auf die eine oder andere Weise sabotierten sie sich selbst, sie leiden an Formen sozialer √Ąngste oder (meiner Erfahrung nach der h√§ufigste Grund) an zu geringem Selbstwertgef√ľhl.

Image source: imhomir.com

Die Probleme rund um Partnersuche, Attraktivit√§t und sexuelle Anziehungskraft befl√ľgeln Forscher und K√ľnstler schon seit Menschengedenken. Unter diesem – eher ironisch gemeinten – Blogtitel m√∂chte ich die Ergebnisse einschl√§giger Studien und Forschungsergebnisse zusammenfassen – diese Sammlung wird laufend erweitert und aktualisiert.

Doch Achtung: Garantie f√ľr Plausibilit√§t oder gar Erfolg √ľbernehme ich keine! ūüėČ

Attraktivität und Partnerwahl

  • “Attraktive K√∂rper und Gesichter sind symmetrisch” – bei der Partnerwahl springen wir auf √§sthetische Eindr√ľcke an, die indizieren, dass es um die Gesundheit und Fitness, also auch um Reproduktionsf√§higkeit, gut bestellt ist (Quelle)
  • Menschen mit symmetrischem K√∂rperbau kommen beim Tanzen besser an und haben bei der Partnerwahl die Nase vorn.” (Quelle)
  • Frauen ohne Idealma√üe sind st√§rker, robuster und krisenresistenter” – im Westen gelten Frauen mit einer gr√∂√üeren Waist-Hip-Ratio (Taille-H√ľft-Verh√§ltnis) als 0,7 als weniger attraktiv als in anderen Weltregionen, sind f√ľr Krisenzeiten aber besser ger√ľstet (Quellen: [1],[2],[3])
  • √Ėstrogen macht Frauengesichter attraktiver.” – w√§hrend der fruchtbaren Tage wirken die Gesichter von Frauen offenbar attraktiver (Link)
  • Testosteron macht M√§nnergesichter attraktiver.” – hohe Testosteronwerte in Kombination mit wenig Stresshormonen st√§rken die Abwehrkr√§fte und lassen das Gesicht eines Mannes in den Augen von Frauen attraktiv erscheinen (Link zu Markus J. Rantala et.al., “Evidence for the stress-linked immunocompetence handicap hypothesis in humans”)
  • Frauen werden eher gew√§hlt, wenn sie sch√∂n sind, M√§nner eher, wenn sie dominant wirken“- dies bezieht sich auf politische Wahlen ..aber vielleicht nicht nur, wenn man die weiter unten angef√ľhrten Forschungsergebnisse liest (Quelle)
  • Sch√∂nheit verunsichert.” – dies, und da√ü es attraktive Frauen und M√§nner bei der Partnersuche schwerer haben als durchschnittlich attraktive Personen, w√§re eine m√∂gliche Schlu√üfolgerung aus dem sog. “Gehwegexperiment” von James Dubbs u. Neil Stokes (“Beauty is Power: The Use of Space on the Sidewalk”, 1975): auf einem Gehweg √§nderten Fu√üg√§nger ihre Gehrichtung, um mehr von M√§nnern als Frauen auszuweichen, mehr von 2 als von 1 Person, und weiter von einer h√ľbschen als von einer unattraktiven Frau. Ihre Theorie war, da√ü Attraktivit√§t, Gruppengr√∂√üe und Geschlecht Aspekte von Macht sind, die territorialen Anspruch und damit das genannte Ausweichverhalten begr√ľndeten (Quelle).
  • Von der Attraktivit√§t der Kleidung wird auf andere Attraktivit√§ts-Attribute geschlossen.” – attraktiv gekleidete Testpersonen wurden kompetenter und sozialer eingesch√§tzt als nicht attraktiv gekleidete, und, wie die Forscher vermuteten, wohl auch als physisch attraktiver (Quelle).
  • Gro√üe M√§nner kommen sexuell und sozial besser weg.” – M√§nner haben mit starken, attraktiven und reichen Konkurrenten ihre gr√∂√üten Schwierigkeiten, mit zunehmender K√∂rpergr√∂√üe scheint die Beeindruckung von Konkurrenten abzunehmen. Kleine M√§nner sind tendenziell am eifers√ľchtigsten. Bei Frauen hingegen sind die kleinen und die gro√üen eifers√ľchtiger als die durchschnittlich gro√üen. Allerdings werden die durchschnittlich gro√üen Frauen am ehesten von gro√üen und sozial dominanten Konkurrentinnen beeindruckt (Link)
  • Frauen ziehen √§ltere M√§nner und diese j√ľngere Frauen vor.” – Eine Erkl√§rungsm√∂glichkeit f√ľr die biologischen Ursachen dieses Ph√§nomens lieferte eine Studie, die herausfand, da√ü¬† Frauen mit einem vier Jahre √§lteren Partner und M√§nner mit einer sechs Jahre j√ľngeren Partnerin den gr√∂√üten Reproduktionserfolg haben (Quelle)
  • Der Mensch verlor vielleicht seine K√∂rperbehaarung, da dies sexy auf das andere Geschlecht wirkte.” – eine Hoffnung f√ľr Glatzentr√§ger? (Quelle)
  • Ergebnisse einer √∂konometrischen Analyse von Online-Dating-Verhalten: M√§nner, die angaben, sie seien auf der Suche nach einer langfristigen Beziehung, schnitten sehr viel besser ab als jene, die lediglich auf eine Aff√§re aus waren. F√ľr M√§nner ist das Aussehen der Frauen von herausragender Bedeutung, f√ľr Frauen das Einkommen eines Mannes von gr√∂√üter Wichtigkeit: je reicher der Mann ist, desto mehr Mails erh√§lt er. Die Attraktivit√§t einer Frau w√§chst f√ľr M√§nner zwar auch mit dem Einkommen, aber nur bis zu einer bestimmten H√∂he. [..] M√§nner f√ľhlen sich angezogen von Studentinnen, K√ľnstlerinnen, Musikerinnen, Tier√§rztinnen, und Ber√ľhmtheiten, sie meiden Sekret√§rinnen, Rentnerinnen sowie Frauen, die beim Milit√§r oder der Polizei arbeiten. Frauen bevorzugen Soldaten, Polizisten und Feuerwehrm√§nner, au√üerdem Rechtsanw√§lte und Finanzexperten in leitender Position. Frauen meiden Arbeiter, Schauspieler, Studenten [..]. Die Analyse der Daten von etwa 30.000 Nutzern ergab weiterhin, dass M√§nner vor allem erhebliche Nachteile haben, wenn sie klein sind. F√ľr Frauen hingegen ist √úbergewicht t√∂dlich. Deswegen wird in diesen Bereichen offenbar h√§ufig auch etwas nachgeholfen: der interessierte Online-Dater ist z.B. etwas gr√∂√üer als der Durchschnittsmann und die typische Online-Daterin 10 kg leichter als ihre reale Kollegin. Im Buch “Freakonomics“, in dem die Ergebnisse komplett nachzulesen sind, beschrieben die Autoren ihre durch mathematische Methoden gewonnenen Erkenntnisse so: “In der Welt des Online-Dating ist ein Kopf voller blonder Haare f√ľr eine Frau ungef√§hr so viel wert wie ein College-Abschluss.
  • In Partnerb√∂rsen, speziell solchen in Dating-Apps, waren als Ersteindruck Fotos, die eine offene, gestreckte K√∂rperposition zeigten, am erfolgreichsten – und zwar sowohl bei M√§nnern als auch bei Frauen (Quelle).
  • “”Fiese” M√§nner bekommen die meisten und sch√∂nsten Frauen ab” – in den meisten einschl√§gigen Studien zu diesem Thema wiesen die betreffenden M√§nner eine (auch unterschiedlich ausgepr√§gte) Kombination aus¬†Narzissmus, Psychopathie und Machiavellismus auf (Quellen: [1], [2], [3])
  • M√§nner sollten nicht “hingerissen” wirken: Ungewissheit √ľber die Gef√ľhle des Gegen√ľbers erh√∂ht dessen Attraktivit√§t (Quelle: E. Whitchurch et.al in: “Uncertainty Can Increase Romantic Attraction”, Psychological Science, 01/2011).


Sexualität

  • “Schon die blo√üe Anwesenheit einer Frau erh√∂ht den Testosteronspiegel” – unabh√§ngig vom Aussehen einer im gleichen Raum befindlichen Frau steigt der Testosteronspiegel von M√§nnern innerhalb von 300 Sekunden um 8% an ([1],[2])
  • Die H√§ufigkeit weiblicher Orgasmen steigt mit dem Einkommen ihrer Partner” – Sex mit wohlhabenden oder m√§chtigen M√§nnern wird von Frauen wom√∂glich als besser erlebt, weil sie sich damit einen Zugang zu Reichtum und Macht verschaffen und diesen erhalten wollen (Quellen: [1], [2], [3])
    Nachtrag 04/2010: Hierzu existiert allerdings nun eine andere Ergebnisse zeigende Gegenstudie.
  • Je attraktiver sich Frauen finden, desto h√∂here Anspr√ľche stellen sie an ihren Sexualpartner” – bei M√§nnern gibt es diese Korrelation nicht, was hei√üen k√∂nnte, da√ü sie weniger w√§hlerisch oder auch weniger geneigt sind, dauerhafte Beziehungen zur Reproduktion einzugehen (Quellen: [1], [2])
  • (indirekter) “Zusammenhang zwischen Stimme und sexueller Aktivit√§t” – Probanden mit als attraktiv empfundener Stimme hatten an ihren beiden H√§nden ungef√§hr gleich lange Finger (Hinweis auf Zusammenhang mit Attraktivit√§t durch Symmetrie, siehe oben), eher in j√ľngerem Alter Geschlechtsverkehr, mehr Sexualpartner und mehr au√üerpartnerschaftliche Aff√§ren (Quellen: [1], [2])
  • Frauen reagieren unterschiedlich auf m√§nnlichen Schwei√ügeruch.” – ihr Hirn kann normalen von unter sexueller Erregung entstandenen Schwei√ügeruch von M√§nnern unterscheiden (Quelle)
  • Frauentr√§nen wirken “abt√∂rnend” auf M√§nner, sie reduzieren den Testosteronspiegel. Quelle: Shani Gelstein et.al, “Human tears contain a chemosignal” in: Science 01/2011, DOI: 10.1126/science.1198331)
  • Z√§hlt “die Gr√∂√üe”? Ja.” – Befragungen, denen zufolge die Penisgr√∂√üe f√ľr Frauen keine Rolle spiele, waren angeblich h√§ufig “zu direkt”; beurteilen Frauen dagegen ohne Wissen um den eigentlichen Inhalt der Befragung Computer-generierte Gestalten, bei denen sich u.a. die Penisgr√∂√üen unterscheiden, werden jene mit gr√∂√üerem Penis als mehr attraktiv eingestuft (Quellen: [1], [2])

Familie / Kinder / Fertilität (Fruchtbarkeit)

  • Korrelation zwischen Wohlstand und Reproduktionserfolg“: bei reichen britischen M√§nnern wurde in einer Studie h√∂herer Reproduktionserfolg nachgewiesen, bei Frauen sinkt mit zunehmender Bildung und zunehmenden Einkommen die Zahl der Kinder (Quelle)

Dieser Artikel wird laufend erweitert und mit neuen Forschungsergebnissen ergänzt (Erstveröffentlichung: 01/2009; zuletzt aktualisiert: 04/2016)

Weiterer Artikel zum Thema “Partnersuche”:
Partnersuche ‚Äď wie der Ausbruch aus dem Teufelskreis gelingen kann

Jan 15

Ein Test, der auf Kriterien und Anzeichen f√ľr die folgenden Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen pr√ľft, wurde von mir nun auch auf meiner deutschsprachigen Website online gestellt:

  • Psychopathie / Antisoziale Pers√∂nlichkeitsst√∂rung
  • Narzissistische Pers√∂nlichkeitsst√∂rung
  • Histrionische Pers√∂nlichkeitsst√∂rung

Sogar bei manchen Fachleuten besteht Verwirrung √ľber die genauen Unterschiede und Bedeutungen zwischen Psychopathie (“antisozialer Pers√∂nlichkeitsst√∂rung”), Soziopathie, Narzissmus und histrionischer Pers√∂nlichkeitsst√∂rung – und mehr noch gerade bei jenen Personen, die Probleme in ihren Beziehungen zu anderen wahrnehmen und Orientierung ben√∂tigen w√ľrden, um dem Ursprung dieser Probleme auf den Grund zu gehen. Dieser Selbsttest versucht dabei zu helfen, indem auf typische Symptome und Wesensz√ľge jeder einzelne der genannten St√∂rungen gepr√ľft und dann eine separate Auswertung zur Verf√ľgung gestellt wird.

http://www.psychotherapiepraxis.at/surveys/test_psychopathie.phtml

Um so zuverl√§ssige Resultate zu erm√∂glichen wie m√∂glich, kombiniert dieser Selbsttest Screening-Methoden, die auf der Hare Psychopathie-Checkliste (welche in der klinischen Forschung und Praxis angewendet wird, um Psychopathie festzustellen) mit klinischen Markern f√ľr narzisstische Pers√∂nlichkeiten und histrionische Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen, basierend auf den Diagnoseschemata DSM-IV and ICD-10. Der Test hat daher ein vergleichsweise hohes Potential, verl√§√üliche Resultate sogar √ľber das Internet zu erzielen. Es mu√ü jedoch korrekterweise darauf hingewiesen werden, dass die Qualit√§t der Testergebnisse geringer ausfallen kann, wenn die Fragen unehrlich beantwortet werden oder die betreffende Person unter verzerrter Wahrnehmung leidet – gerade diese beiden Pers√∂nlichkeitsfaktoren jedoch sind potenzielle Z√ľge von Menschen mit diversen Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen. Im Unterschied zu den meisten anderen Tests auf meiner Website kann es also sinnvoll sein, sich die Antworten genau zu √ľberlegen und sie ggf. sogar im Beisein des Partners oder eines nahestehenden Vertrauten durchzuf√ľhren.

(Image source: 2.bp.blogspot.com)

Oct 30

Eine Schw√§che ist besonders unter den Menschen, die in Helfer- und Service-Berufen arbeiten, h√§ufig: das sogenannte “Helfer-Syndrom“. Der starke Impuls, anderen Menschen zu helfen, sich wohler zu f√ľhlen, ist dabei unbewu√üt mit dem Ziel verbunden, das auch selbst zu tun und sich von eigenen Leeregef√ľhlen abzulenken. Wenn die Betroffenen dabei jedoch laufend √ľber die eigenen Grenzen gehen, sind Burnout und Depression nicht mehr weit – nicht ganz zuf√§llig sind Angeh√∂rige dieser Berufssparten (z.B. √Ąrzten, Therapeuten oder anderer Sozialberufe) √ľberaus h√§ufig davon betroffen.
Doch man kein professioneller Helfer sein, um ein “Helfer-Syndrom” zu entwickeln: genauso gut kann es auch ein Nachbar, ein Freund, ein Mitarbeiter oder Sie selbst sein, der dazu neigt, Verantwortungen und Aufgaben zu √ľbernehmen, um die andere instinktiv einen weiten Bogen machen w√ľrden.

Doch das ist nicht alles: das Helfer-Syndrom kann zu regelrecht mi√übr√§uchlichen Beziehungs-Konstellationen f√ľhren. Der “Helfer” auf der einen Seite mag zunehmend Burnout-Symptome entwickeln und sich ausgebeutet f√ľhlen, wenn seine Anstrengungen als selbstverst√§ndlich betrachtet werden und ihm wenig Dankbarkeit erwiesen wird. Nicht und nicht scheint er den Punkt zu erreichen, an dem jeder zufrieden ist.
Doch es existieren auch mi√übrauchende bzw. narzi√ütische Helfer: das mangelnde Gef√ľhl f√ľr die eigenen Grenzen f√ľhrt bei ihnen indirekt auch dazu, auf die Verantwortung dem anderen gegen√ľber zu “vergessen”. W√§hrend ein verantwortungsvoller Helfer seine eigenen Grenzen kennt und den anderen dabei unterst√ľtzen wird, st√§rker zu werden und sich nach M√∂glichkeit professionelle Hilfe zu suchen, m√∂chte der narzi√ütische Helfer ihn nicht aus seinem Einflu√ü entlassen – er kann nicht loslassen, bevor jene Ziele erreicht sind, von denen er selbst √ľberzeugt ist.

Unabh√§ngig davon, ob die Motive f√ľr das Helfer-Verhalten altruistisch (“Ich m√∂chte etwas zur√ľck geben”, “‚Ķverhindern, dass er/sie dieselben Fehler wie ich macht!”, “Ich m√∂chte etwas weitergeben” oder “Ich kann es schaffen!”‘) oder neurotisch motiviert sind: es ist immer ein Zeichen emotionalen Ungleichgewichts, wenn jemand die eigenen Grenzen ignoriert und versucht, alle Probleme im Alleingang zu l√∂sen.

Typische Formen ungesunder “Helfer-Beziehungen” sind Beziehungen mit wiederkehrenden emotionalen Wechselb√§dern, h√§ufig mit einem abh√§ngigen (“s√ľchtigen”) Partner, Partnerschaften mit selbstbezogenen, kontrollierenden oder gewaltt√§tigen Personen oder Beziehungen mit einem starken Ungleichgewicht an Macht, Bildung oder Geld. Derartige Beziehungsformen k√∂nnen f√ľr beide Partner zwar “funktionieren”, sie sind aber zumeist ver√§nderungsresistent oder gar -feindlich und verlieren die k√ľnstliche Stabilit√§t der gegenseitigen Abh√§ngigkeit, sobald sich etwas am besagten Ungleichgewicht zu ver√§ndern beginnt. Pers√∂nliche Weiterentwicklung ist in ihnen nur schwer m√∂glich, und aufgrund der inneren Zw√§nge leider h√§ufig auch das Erreichen wirklichen Lebensgl√ľcks. F√ľr professionelle Helfer existiert deshalb in vielen L√§ndern eine Verpflichtung zur Supervision, um ihr berufliches Verhalten zu reflektieren. F√ľr Laienhelfer bleibt h√§ufig nur die M√∂glichkeit, gut auf sich aufzupassen um uns nicht mehr als es uns und den anderen gut tut, in destruktiven “Helfer”-Ambitionen zu verstricken.

(Bildquelle: westallen.typepad.com)

Sep 14

‘Echo and Narcissus’ by John William Waterhouse (image source: oceansbridge.com)

Narzissmus bzw. “Selbstliebe” ist grunds√§tzlich eine wichtige Basis unserer Pers√∂nlichkeit: er treibt uns dazu an, uns um uns selbst zu k√ľmmern. Als pathologische, schwere Pers√∂nlichkeitsst√∂rung wird er nur dann betrachtet, wenn er sch√§digend wirkt – entweder f√ľr andere oder die Betreffenden selbst. Tats√§chlich ist es keineswegs immer nur die Umwelt, die unter dem Narzissmus Einzelner zu leiden hat: manche Narzissten neigen dazu, sich selbst zu sehr zu “verw√∂hnen” – sie leben √ľber ihre Verh√§ltnisse, irgendwann aber bricht ihre Welt zusammen und Schulden, k√∂rperliche Krankheiten oder andere durch den Ressourcenmi√übrauch verursachte Probleme holen sie ein.

Die Grundlage krankhaften Narzissmus’ ist ein schwaches Selbstwertgef√ľhl, auf dessen Basis die betreffenden Personen – gewisserma√üen √ľberkompensierend – Grandiosit√§tsgef√ľhle entwickeln, ihre F√§higkeit zur Empathie dagegen nicht ausreichend ausgebildet wird. Es ist deshalb schwierig f√ľr sie, die Gr√ľnde der Handlungen anderer nachzuvollziehen, viel st√§rker bewegen sie die Auswirkungen dieser Handlungen auf sich selbst, etwa, wenn ihnen jemand bestimmte “Probleme bereitet”. Meist h√∂rt man dann lautstarke Klagen dar√ľber, warum sich die andere Person nicht so verhalten hat, wie der Narzisst sich dies erwartete, und es kann keine Ruhe mehr gefunden haben, bis die Hindernisse aus dem Weg ger√§umt wurden oder “Gerechtigkeit” wiederhergestellt ist.

Die Gr√∂√üengef√ľhle und die enorme Bedeutung, die das Umsetzen ihrer Ideen, Absichten und Ziele f√ľr sie hat, k√∂nnen jedoch auch zu einer massiven Last werden. Personen, die ihre Position in Frage stellen oder auch die M√∂glichkeit eines Zusammenbrechens ihrer Konstrukte stellen eine latente Bedrohung dar. Auch nat√ľrliche Vorg√§nge wie das Altern oder strukturelle Ver√§nderungen werden als bedrohlich empfunden: denn wenn das Selbstwertgef√ľhl nicht mehr so einfach wie fr√ľher durch Macht und Einfluss gest√§rkt werden kann oder altersbedingt geistige Ressourcen, Kraft und Leistung (bei M√§nnern insbesondere auch die Potenz) nachlassen, sind schmerzvolle Anpassungsprozesse erforderlich, mitunter erfolgen mentale Zusammenbr√ľche, Suchtverhalten oder Depressionen mit Suizidgedanken stellen sich ein.

Die Wurzeln der narzisstischen St√∂rung liegen wie bei den meisten anderen psychischen St√∂rungen auch in der Kindheit. Die US-Journalistin Jean Liedloff, die bei einem s√ľdamerikanischen Stamm gelebt hat, thematisiert in ihrem Buch “Auf der Suche nach dem verlorenen Gl√ľck” (siehe Link unten) den Verlust des narzisstischen Gef√ľhls “Ich bin etwas wert” in der westlichen Welt. Beim Stamm der Yequana werden die Babys ein Jahr am K√∂rper herumgetragen, schlafen bei den Eltern, Tadel oder mahnende Worte gibt es nicht. Die Kinder erhalten damit eine gute und stabile Selbstwertbasis, die sich auf k√∂rperlicher Ebene mit der Muttermilch vergleichen lie√üe, die das Immunsystem des Babys st√§rkt.

Zur√ľckweisung oder Kritik dagegen erlebt ein Kleinkind als narzisstische Kr√§nkung – erf√§hrt es zuviel davon, kann sich eine destruktive Dynamik entwickeln. H√§ufig versuchen solche Kinder sp√§ter, die Zur√ľckweisung anderer mit besonderem Ehrgeiz oder anderen Kompensationsversuchen auszugleichen. Dies k√∂nnte erkl√§ren, wieso kleine M√§nner besonders h√§ufig in Machtpositionen zu finden sind. Vor dem Hintergrund des Werteverlusts in der westlichen Gesellschaft wiederum k√∂nnten zahlreiche Facetten der westlichen Kultur, etwa die bei vielen beliebte Selbstdarstellung in den sog. “sozialen Netzwerken”, oder Aspekte der Fitne√ü- oder Selbstfindungs-Bewegung, als narzisstische Kompensationsversuche gedeutet werden.

Kann das vorhandene Selbstwertgef√ľhl besonders starke “narzisstische Kr√§nkungen” (etwa einen Verlust des Arbeitsplatzes und eine kurz darauffolgende Trennung) nicht verarbeiten, kann die St√∂rung ins Pathologische kippen und sich in Gewaltt√§tigkeit, Amokl√§ufen, Somatisierungen (psychosomatische Erkrankungen), Sucht oder Depression manifestieren. Diese Symptome k√∂nnen gewisserma√üen als Ventil gesehen werden, √ľber die sich der Schmerz einer nicht verarbeitbaren psychischen Verletzung entl√§dt.

Der Narzisst – und die anderen

Narzissten sind h√§ufig entweder Einzelg√§nger (da sie sich von potenziellen Beziehungspartnern gebremst f√ľhlten oder schlicht kein Interesse haben, ihr Leben mit einer anderen Person zu teilen) oder aber es treffen sich zwei Narzissten, die gemeinsam ihren jeweiligen Zielen nachjagen, emotional aber nur in sehr begrenztem Ausma√ü Intimit√§t zueinander herstellen k√∂nnen. Manchmal wird geliebt, um selbst geliebt zu werden – oder das “Haben” einer Beziehung ist im Grunde wichtiger als der Partner selbst. Man lebt nebeneinander her, vom Partner wird in erster Linie Anerkennung und Respekt erwartet sowie Toleranz f√ľr die mitunter weit in die Abende oder N√§chte dauernden beruflichen und Hobby-Aktivit√§ten.
In der Arbeitswelt und im Freundeskreis wirken Narzissten h√§ufig souver√§n, eloquent bis schillernd-charismatisch. Wesentliche Teile des betreffenden Verhaltens sind jedoch mehr oder weniger bewu√üte Selbstdarstellungen und Inszenierungen, und der Eindruck der Souver√§nit√§t und Sicherheit ist ein gewollter, ja gesuchter. Wird die eigene Grandiosit√§t √ľbersch√§tzt, kann dies schlimme Folgen haben: etwa wenn beim Einstellungsgespr√§ch ein guter Eindruck erzeugt wurde, sp√§ter aber durch tats√§chliche Inkompetenz Probleme f√ľr den Arbeitgeber entstehen. Das starke Streben vieler Narzissten nach Top-Positionen, Inszenierung und Aufmerksamkeit ist besonders dann problematisch, wenn diese Personen √ľber Macht und Einflu√ü verf√ľgen: aufgrund ihres Mangels an Empathie gehen sie gewisserma√üen “√ľber Leichen”, um ihre Ziele zu erreichen und untersch√§tzen (oder ignorieren) die Folgen ihres Handelns.

√úber den Weg einer Psychotherapie kann es Narzissten gelingen, ihre Lebenszufriedenheit signifikant zu erh√∂hen und zu einem achtsameren Umgang mit sich selbst und anderen zu finden – auch wenn bestimmte Grundz√ľge besonders ausgepr√§gter narzisstischer Pers√∂nlichkeiten nur schwer oder gar nicht ver√§nderbar sind.

Buchtipps:
Jean Liedloff, “Auf der Suche nach dem verlorenen Gl√ľck” – Gegen die Zerst√∂rung unserer Gl√ľcksf√§higkeit in der fr√ľhen Kindheit
Telfener / Liebl, “Hilfe, ich liebe einen Narzissten” – √úberlebensstrategien f√ľr alle Betroffenen
Wardetzki, B., “Eitle Liebe” – Wie narzisstische Beziehungen scheitern oder gelingen k√∂nnen
Behary / Kierdorf / H√∂hr, “Der Feind an Ihrer Seite.” – Wie Sie im Umgang mit Egozentrikern √ľberleben und wachsen k√∂nnen
Berschneider, W.: “Wenn Macht krank macht”Narzissmus in der Arbeitswelt
Bergmann, W.: “Ich bin der Gr√∂√üte und ganz allein” – Die innere Not unserer Kinder: Der neue Narzissmus unserer Kinder
Wardetzki, B.: “Weiblicher Narzi√ümus – Der Hunger nach Anerkennung

Jul 23

“Sch√∂nheitschirurgen” und die Kosmetikindustrie leben davon (und Kritiker behaupten, sie tun ihr Bestes, um es zu f√∂rdern): das “Dorian-Gray-Syndrom” beschreibt ein Ph√§nomen, bei dem Menschen regelrecht zwanghaft kosmetische Produkte kaufen und medizinische Prozeduren auf sich zu nehmen – im Versuch, ihre Jugend zu erhalten. Oscar Wilde griff in seinem ber√ľhmten Roman “Das Bildnis des Dorian Gray” sehr eindr√ľcklich das psychologische Dilemma der Betroffenen auf, nicht altern und seelisch reifen zu wollen. Der Protagonist des Romans wurde in Folge zum Namensgeber f√ľr das einschl√§gige Verhaltensbild.

W√§hrend das Syndrom als solches zwar noch nicht in die medizinischen Diagnoseschl√ľssel aufgenommen wurde, zeigen viele Patienten, die daran leiden, jedoch klar diagnostizierbare Elemente sogenannter¬†K√∂rperbildst√∂rungen (mit starken Sorgen rund um – mitunter nur von ihnen selbst – wahrgenommene Defekte ihrer k√∂rperlichen Erscheinungsbildes), narzi√ütische Pers√∂nlichkeitselemente (etwa ein Gef√ľhl der √úberlegenheit anderen gegen√ľber oder starke Besch√§ftigung mit sich selbst), sowie Zeichen verz√∂gerter psychischer Reifung (Maturation) in bestimmten Teilbereichen ihrer Pers√∂nlichkeit. In ihrer Sorge um ihr √§u√üeres Erscheinungsbild und ihrer Schwierigkeit, ihr k√∂rperliches Altern zu akzeptieren, sind DGS-PatientInnen h√§ufig intensive Benutzer (oder Mi√übraucher) von Haarwuchs- und Di√§tprodukten, Stimmungsaufhellern und Potenzmitteln, oft sind sie Mitglieder in Fitne√üclubs und h√§ufig auch wiederholt Patienten f√ľr kosmetische Operationen (Laser-Korrekturen, Botox-Injektionen oder andere √§sthetische Eingriffe).

Falls Sie jemanden kennen, der Anzeichen des Dorian-Gray-Syndroms zeigt, d√ľrften Ihnen vielleicht auch depressive Tendenzen auffallen, die sich – wenn sie unbehandelt bleiben – selbstsch√§digend auswirken k√∂nnen: etwa wenn der oder die Betroffene versucht, das negative Selbstbild durch den Gebrauch von Medikamenten, Drogen oder wiederholten Operationen zu unterdr√ľcken. Wer aber h√§tte das Recht, das jeweilige Verhalten als “sch√§dlich” zu bezeichnen? F√ľr manche Menschen w√§re es wohl inakzeptabel, ihr Leben st√§ndig nach derartigen Zwangsgedanken auszurichten, andere dagegen ver√§ndern lieber ihren K√∂rper, als ihre Psyche zu hinterfragen.

Was l√§√üt sich gegebenenfalls tun? Bei manchen Betroffenen stellt sich eine Pers√∂nlichkeitsst√∂rung als eigentliche Ursache f√ľr die K√∂rperbildst√∂rung heraus, bei anderen ist es ein Mangel an Selbstwertgef√ľhl. W√§hrend zur Behandlung von Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen unterschiedliche Ma√ünahmen (h√§ufig eine Kombination aus Psychopharmaka und Psychotherapie) erforderlich sind, kann das Selbstwertgef√ľhl sehr effizient mit Methoden aus der Psychotherapie alleine verbessert werden. Dies erfordert nicht unbedingt jahrelange “Gespr√§che” – klare und auch dauerhafte Verbesserungen sind in der Regel schon nach einigen Monaten regelm√§√üiger Sitzungen m√∂glich. Diese haben unter anderem das Ziel, hinsichtlich der k√∂rperlichen Ver√§nderungen, die unser Leben mit sich bringt, selbstsicherer und gelassener zu werden.

(Dieser Kurzartikel ist Teil einer wöchentlichen Serie, die sich mit psychischen Problemen von Expats und generellen Themen psychischer Gesundheit befaßt und in verschiedenen Medien Thailands veröffentlicht wird, 2011; Image src:Dorian Gray Movie 2009)

May 10

Das letzte filmische Werk des kontroversiellen Regisseurs Darren Aronofsky lie√ü wohl viele Zuseher sprachlos und aufgew√ľhlt zur√ľck – nun, wie so manche seiner Filme wie etwa auch ‘Pi‘…

In Black Swan lernen wir zun√§chst ein fragiles Doppelgespann kennen: Nina ist Ballett-T√§nzerin, und lebt √ľberf√ľrsorglich kontrolliert und von der Au√üenwelt weitgehend gesch√ľtzt mit ihrer Mutter in New York. Ihr Zimmer wirkt wie ein Kinderzimmer, und sie selbst wie ein Teenager im K√∂rper einer jungen Frau. Ihre Mutter ist selbst Ex-Ballerina, und versucht ihre Tochter “mit Zuckerbrot und Peitsche” bei ihrer Karriere im New York City Ballet zu unterst√ľtzen. Emotionen bleiben dabei weitgehend unterdr√ľckt und werden der Leistung und harten Arbeit untergeordnet sowie der Angst der Mutter, ihre Tochter k√∂nnte unter dem Druck der bevorstehenden Herausforderung – der Hauptrolle in einer Neuinszenierung von “Schwanensee” – in fr√ľhere selbstdestruktive Verhaltensmuster (Selbstverletzung) zur√ľckfallen. Die destruktive Beziehung zwischen beiden wird besonders in einer Szene illustriert, in der Nina’s Mutter zur Feier eine kitschige Torte vorbereitet. Als Nina erkl√§rt, keinen Appetit darauf zu haben, droht die Mutter in vorwurfsvollem Ton, die Torte wegzuwerfen. Nina lenkt ein – und mu√ü daraufhin ein St√ľck der Glasur vom ausgestreckten Zeigefinger ihrer Mutter lecken. Die Botschaft: die Mutter hat immer recht, und Nina hat sich gef√ľgig so zu verhalten, wie “man” (ihre Mutter) das von ihr erwartet.

Nina war offenbar schon vom fr√ľhesten Kindheitsalter an gezwungen, sich an den Erwartungen ihrer Mutter zu orientieren, die identische Berufswahl und die Ausrichtung ihres Alltags am Gelingen der Ballett-Karriere verst√§rken diesen Eindruck. Im Zuge der Arbeit am St√ľck “Schwanensee” wird der Zuseher nun Augenzeuge einer zunehmenden Aufl√∂sung der Grenze zwischen dem, was in der kleinen Welt daheim vorzeigbar und “akzeptabel” ist, und den d√ľnkleren Seiten nicht nur der Welt drau√üen, sondern auch Ninas. Der Choreograph des St√ľcks beschleunigt diese Entwicklung durch seine Bemerkung, dass Nina zwar bestens f√ľr die Rolle des “wei√üen Schwans” geeignet, aber nicht leidenschaftlich genug sei, den “schwarzen Schwan” glaubw√ľrdig darzustellen. Vermutlich gef√∂rdert durch die Angst, die Hauptrolle zu verlieren, brechen sukzessive die “dunklen”, bisher von Nina in keiner Weise zugelassenen und ungelebten Seiten durch: sie zeigt Aggression, beginnt, ihren K√∂rper zu erforschen (sie beendet dies schockiert, als sie ihre Mutter im Raum erblickt) und sich in einzelnen Bereichen von ihrer Mutter abzugrenzen. Eine Kollegin verf√ľhrt sie zu einer rauschenden, ja trance√§hnlichen Nacht, von der Nina nach dem Erwachen nicht mehr sicher sagen kann, ob sie dabei tats√§chlich auch erste sexuelle Erfahrungen machte oder nicht. Immer √∂fter bricht ab diesem Zeitpunkt die “andere” Seite durch: zun√§chst flackernd und sekundenlangen Dissoziationen √§hnelnd, dann immer h√§ufiger und l√§nger, wobei Nina zunehmend den √úberblick dar√ľber verliert, was noch Phantasie, Wunschdenken und Einbildung, und was Realit√§t ist.

Das Thema der Spaltung und Dualit√§t zieht sich durch den gesamten Film und beklemmenderweise kann schliesslich nicht einmal mehr der Zuseher mit Sicherheit sagen, was denn nun tats√§chlich geschah und ob einige der verdr√§ngten Phantasien Nina’s tats√§chlich durchbrachen – oder es bei diesen blieb. An diesen Stellen l√§√üt sich ansatzweise der be√§ngstigende Zustand einsetzender psychotischer Sch√ľbe und Dissoziationen erf√ľhlen.

Zunehmend zeigt sich jedoch, dass Nina durch die Integration der “anderen”, abgespaltenen Seite (in der Analytischen Psychologie C.G. Jung‘s: des “Schattens” bzw. des “Schatten-Selbst”)¬† insgesamt lebendiger und st√§rker wird. Nach der Integration der Gef√ľhlsaspekte des “schwarzen Schwans”: Eifersucht, Neid, Hass, Leidenschaft, Erotik und Sexualit√§t u.dgl., wird Nina “komplett”. Ohne das Ende des Films vorwegzunehmen zeigt sich aber auch, dass das brutale Hineingetrieben-werden in eine solche Erfahrung f√ľr die Betreffenden mitunter nur schwer verkraftbar ist, da die psychischen Strukturen um die damit verbundenen inneren Konflikte verarbeiten zu k√∂nnen, nur langsam wachsen – was Zeit (und h√§ufig auch Psychotherapie) erfordert. Im Film ist jedoch meinem Eindruck nach der Weg das Ziel – die Darstellung eines pers√∂nlichen Entwicklungsweges, des in-Erscheinung-Tretens abgespaltener Pers√∂nlichkeitsanteile und Triebe, und schlie√ülich die f√ľr uns alle herausfordernde ad√§quate Integration dieser Teile in den Alltag.

Insgesamt ein packender und aufw√ľhlender Film, den sich insbesondere Psychologie-Interessierte nicht entgehen lassen sollten!

Links zu den erwähnten Filmen:

ÔĽŅ01.09.19