May 13

Laut Resultaten einer schwedischen Studie erh√∂ht √úbergewicht im mittleren Lebensalter das Risiko einer Demenz-Erkrankung im Alter um 80 Prozent. Im Rahmen einer Studie √ľberpr√ľften Wissenschafter des Karolinska Institut in Stockholm den aktuellen Gesundheitszustand von 8.534 Zwillingen im Alter ab 65 Jahren in Bezug auf m√∂gliche Demenz-Erkrankungen und verglichen diesen anschlie√üend mit dem BMI der Probanden im mittleren Lebensalter.

Den BMI konnten die Wissenschafter dabei aus den Daten des schwedischen Zwillingsregisters zu Körpergröße und Gewicht der Probanden vor 30 Jahren ableiten.
350 Studienteilnehmer litten an einer bereits diagnostizierten Demenz, bei 114 lagen Symptome f√ľr einen begr√ľndeten Verdacht vor. 2.541 der erfassten 8.534 Zwillinge im mittleren Lebensalter waren √ľbergewichtig (BMI 25‚Äď30kg/m¬≤) oder fettleibig (BMI >30kg/m¬≤).

36 Prozent der Probanden mit Verdacht auf eine Demenz-Erkrankung waren √ľbergewichtig, f√ľnf Prozent waren fettleibig. Bei den Studienteilnehmer mit bereits vorliegender Demenz-Diagnose lag der Anteil der √úbergewichtigen sogar bei 39 Prozent, fettleibig waren sieben Prozent. Demgegen√ľber waren lediglich 26 Prozent der Probanden ohne Demenz-Erkrankung in ihrem mittleren Lebensalter √ľbergewichtig und drei Prozent fettleibig.

Daraus leiten die Forscher ein um 80 Prozent erh√∂htes Demenz-Risiko im sp√§teren Lebensverlauf bei √úbergewicht in den mittleren Lebensjahren ab. Die Korrelation zwischen √úbergewicht und Demenz-Risiko habe sich auch bei Ber√ľcksichtigung anderer Faktoren wie dem Bildungsstand, der genetischen Veranlagung, Diabetes oder Gef√§√üerkrankungen als statistisch signifikant erwiesen.

 

Essen sich bereits Kleinkinder ihren sp√§teren H√ľftspeck an?

Neue Erkenntnisse liefern dar√ľber hinaus auch Indikationen, dass sich die Folgen fr√ľher Ern√§hrungsfehler erst Jahre sp√§ter zeigen. So kann eine hohe Eiwei√üzufuhr zwischen dem 6. und 24. Lebensmonat das Risiko f√ľr √úbergewicht im Schulalter erh√∂hen. Eine inad√§quate Eisenzufuhr vor dem dritten Geburtstag kann zu schlechten Mathematik-Noten in der Schule f√ľhren. Aus diesem Anlass wurden von einer interdisziplin√§ren, √∂sterreichischen Expertengruppe erstmals klare “Ern√§hrungsempfehlungen f√ľr 1- bis 3-J√§hrige” erarbeitet und durch praktische Tipps erg√§nzt.

Die ersten drei Lebensjahre sind eine wichtige Phase f√ľr die k√∂rperliche und geistige Entwicklung des Menschen. Ein Kind nimmt im Alter zwischen 1 und 3 Jahren ca. 40 % an L√§nge und Gewicht zu. Das Gehirn w√§chst in den ersten Lebensjahren schneller als in jeder anderen Lebensphase: 70 g pro Monat mit 5 Monaten und immer noch 32 g pro Monat mit 15 Monaten. Klarerweise ist richtige Ern√§hrung in diesem Alter aus physiologischen und pr√§ventivmedizinischen Gr√ľnden von besonderer Bedeutung.

Daten aus Deutschland zeigen, dass bereits Kleinkinder zu viel, zu s√ľ√ü, zu fett, zu eiwei√ü- und salzreich essen. ‚ÄěDieses ung√ľnstige Ern√§hrungsmuster hinterl√§sst Spuren bei der N√§hrstoffversorgung. So nimmt ein Kleinkind mehr als doppelt so viel Eiwei√ü als n√∂tig auf. Die Empfehlungen f√ľr die Zufuhr essenzieller Fetts√§uren werden bei weitem nicht erreicht. Der S√ľ√üigkeitenverzehr und damit die Zuckerzufuhr mit all seinen negativen Folgen f√ľr Gewicht und Z√§hne verdoppeln sich zwischen 1 und 3 Jahren. Bei den Mikron√§hrstoffen gibt es L√ľcken vor allem bei Eisen und einigen Vitaminen ‚Äď im Fall von Vitamin D erreichen gar nur zwei von zehn Kindern die Zufuhrempfehlungen.‚Äú, so Univ. Prof. Dr. J√ľrgen K√∂nig vom Department f√ľr Ern√§hrungswissenschaften der Universit√§t Wien.

Studien haben gezeigt, dass die Entwicklung von √úbergewicht durch eine erh√∂hte Aufnahme von tierischem Eiwei√ü (das im Kleinkindalter insbesondere aus Wurst und Milchprodukten stammt) in den ersten Lebensjahren beg√ľnstigt wird. Der P√§diater Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer erkl√§rt dieses Ph√§nomen wie folgt: ‚ÄěEin erh√∂hter Eiwei√ükonsum f√ľhrt zu einer verst√§rkten Sekretion eines Insulin-√§hnlichen Wachstumsfaktors, insbesondere nach dem Verzehr von zu viel Milcheiwei√ü. Dieser Wachstumsfaktor (IGF-1) f√∂rdert die Bildung von Fettzellen sowie die Fettspeicherung.‚Äú Zwiauer hat in den letzten Jahren eine Verdopplung der Zahl √ľbergewichtiger Kleinkinder beobachtet.

Gravierende Schönheitsfehler bei Mikronährstoffen

Bei Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen stellt sich die Versorgung mit Eisen, Fols√§ure und Vitamin D als unzureichend dar. Insbesondere im Hinblick auf Eisen zeigen sich Experten besorgt, denn die Aufnahme unterschreitet die Empfehlungen um ca. ein Drittel: ‚ÄěEine ausreichende Eisenzufuhr ist insbesondere w√§hrend Phasen sehr schnellen Wachstums bis zum Alter von 2 Jahren wichtig. Eine Unterversorgung im S√§uglings- und Kleinkindesalter kann langfristige Folgen f√ľr Schulkinder ‚Äď wie eingeschr√§nkte Merkf√§higkeit, geringere mathematische F√§higkeiten, verminderte kognitive Entwicklung ‚Äď haben.‚Äú, so Ass. Prof. Dr. Nadja Haiden, von der Medizinischen Universit√§t Wien.

Bei der f√ľr Zellteilung und Wachstum so wichtigen Fols√§ure werden die Empfehlungen gar nur zur H√§lfte erreicht, M√ľdigkeit und St√∂rungen des Blutbildes sind m√∂gliche Folgen. Da nur zwei von zehn Kindern mit dem f√ľr Knochenstoffwechsel und Immunsystem wichtigen Vitamin D ausreichend versorgt sind, wird aktuell diskutiert, die Vitamin D-Prophylaxe √ľber das erste Lebensjahr hinaus zu verl√§ngern.

Die t√§gliche Salzaufnahme ist hingegen bereits in diesem Alter zu hoch. Eine hohe Natriumzufuhr (Kochsalzzufuhr) bedeutet eine fr√ľhe Gew√∂hnung an gro√üe Salzmengen, was sich wiederum langfristig negativ auf den Blutdruck auswirken kann. Zudem ist die Niere bei Kindern erst mit etwa 18 Monaten ausgereift und sollte daher im Kleinkindesalter mit m√∂glichst kleinen Natriummengen konfrontiert werden.

Der Expertenkreis Kleinkindernährung nennt 10 wichtige und praktische Tipps zur Verbesserung der Nährstoffzufuhr im Kleinkindalter:

  • Leitungswasser ist das Getr√§nk erster Wahl.
  • Maximal an 3 Tagen pro Woche Fleisch oder Wurst.
  • 1 ‚Äď 2 x w√∂chentlich Fisch (fettarm zubereitet) und/oder Zuchtpilze.
  • 3 Milchportionen pro Tag, vorzugsweise kindgerecht eiwei√üreduzierte und eisenangereicherte Milch.
  • T√§glich fols√§urereiche Gem√ľsesorten (z. B. Erbsen, Brokkoli, Spinat) sowie Vollkornprodukte.
  • Geriebene N√ľsse oder Samen z. B. ins M√ľsli schlie√üen N√§hrstoffl√ľcken.
  • 1 x w√∂chentlich H√ľlsenfr√ľchte als Basis einer warmen Hauptmahlzeit.
  • Mindestens 1-2 Eier pro Woche, bei vegetarisch ern√§hrten Kindern sogar mehr.
  • Raps-, Sonnenblumen- oder Maiskeim√∂l zum Kochen und f√ľr Salat verwenden.
  • Salzreiche Lebensmittel selten und in bewusst kleinen Mengen.

(Quellen: Neurology; 2011, 76: 1568-1574, cecu.de, medaustria.at, Ern√§hrungs-Expertenposition auf der Homepage der √Ėsterreichischen Gesellschaft f√ľr Kinder- und Jugendheilkunde; Image src:phsj.org)

Mar 12

Als ich das erste Mal nach Thailand kam, fragte ich mich angesichts der doch eigentlich gesunden Thai-K√ľche: warum sind hier so viele Menschen – insbesondere Expats – √ľbergewichtig?

Ein Blick in die Stra√üen gen√ľgt: mindestens jeder dritte westliche Ausl√§nder ist fettleibig. Das ist eine enorme Quote, vergleichbar nur mit den “dicksten” Bundesstaaten der USA, und sie ist mitverantwortlich f√ľr viele der gesundheitlichen Probleme, die manche Expats schon nach wenigen Jahren in ihrer neuen Heimat haben.

Doch ab wann beginnt “√úbergewicht” tats√§chlich? Das ist einfach: um Ihren sogenannten “Body Mass Index” (BMI) zu berechnen, dividieren Sie schlicht Ihr K√∂rpergewicht (in kg) durch Ihre K√∂rpergr√∂√üe zum Quadrat. Bei einer K√∂rpergr√∂√üe von 1.72m und einem Gewicht von 75kg w√§re die Formel: [75 √∑ (1,72 m)¬≤ = BMI 25,4]. √úbergewicht besteht ab einem BMI von 25,0, krankhaftes √úbergewicht (Adipositas) ab 30,0. Experten betrachten Werte ab 27,5 als erh√∂htes Risiko f√ľr Erkrankungen des Kreislaufsystems, bestimmte Krebsformen, Diabetes Typ 2 und Gelenkbeschwerden.

Doch was macht manche von uns so anf√§llig daf√ľr, in Thailand derart rasch zuzunehmen? Alkohol w√§re eine Erkl√§rung, Fette eine andere. Nat√ľrlich trinken viele zu viel und untersch√§tzen (oder verdr√§ngen), dass alkoholische Getr√§nke regelrechte Kalorienbomben sind. Daneben kochen heutzutage viele Thai-K√ľchen zu fett, seit einigen Jahren h√§ufig auch zu s√ľ√ü und salzig: diese Speisen sind dann nicht mehr wohlschmeckend und gesund, sondern im besten Falle nur mehr wohlschmeckend… Doch warum essen und trinken wir tendenziell zu viel?

Eine der Erkl√§rungen liegt in der Funktion des Essens und Trinkens als Kompensationsm√∂glichkeit f√ľr Alltagsfrust und Langeweile: berufst√§tige Expats stehen beruflich oft unter au√üergew√∂hnlich intensivem Stress – Pensionisten dagegen haben h√§ufig kaum Aufgaben. Die Freizeit vertreiben sie sich dann mit Essen oder einem Gl√§schen zwischendurch, ja f√ľr manche stellt ein Buffet-Besuch sogar den H√∂hepunkt der Woche dar. In meiner Eigenschaft als Sexualtherapeut muss ich gerade auch die altersbedingten hormonellen und psychischen Ver√§nderungen erw√§hnen, die gerade viele √§ltere M√§nner an sich erleben: war es in j√ľngeren Lebensjahren ein t√§gliches Ziel, Sex zu haben und den K√∂rper zu trainieren, stellt f√ľr so manchen √§lteren Mann das Mittag- oder Abendessen den Inbegriff sinnlichen Genusses dar … leider zum Leidwesen des K√∂rpers, und nicht selten auch der Psyche. Denn √úbergewicht erh√∂ht die Neigung zu Depression, was eine Teufelsspirale in Gang setzen kann, die uns dann zu noch mehr Essen treibt. Die Schwierigkeit beim Zur√ľckfinden zu ausgewogener Ern√§hrung ist, dass beim zu-viel-Essen h√§ufig regelrechte Sucht-Dynamiken bestehen. Dies ist mit ein Grund, warum jede seri√∂se Abnehmklinik Beratung und Psychotherapie als integralen Bestandteil des Gesundungskonzepts anbietet. Man kann ja vieles alleine schaffen – aber manches geht mit Unterst√ľtzung von au√üen einfach deutlich leichter und schneller.

(Dieser Kurzartikel ist Teil einer wöchentlichen Serie, die sich mit psychischen Problemen von Expats und generellen Themen psychischer Gesundheit befaßt und in verschiedenen Medien Thailands veröffentlicht wird, 2011; Image src:theage.com.au)

Jul 28

Einsamkeit ist nach einer neuen Studie etwa so sch√§dlich wie Rauchen oder Fettsucht. √Ąrzte und andere Gesundheitsexperten sollten daher im Zuge der Krankheitsdiagnostik das soziale Umfeld ebenso ernst nehmen wie Tabakkonsum, Ern√§hrung und Sport, wie Forscher aus einer Analyse von 148 Studien zum Sterberisiko schliessen, welche Daten von √ľber 300.000 Menschen vor allem in westlichen L√§ndern erfassten und die k√ľrzlich im Magazin “PLoS Medicine” ver√∂ffentlicht wurde. Dies sei deshalb als generelle Leitlinie zu empfehlen, da der Zusammenhang von sozialem Umfeld und Sterblichkeit altersunabh√§ngig sei.

Der Studie zufolge haben Menschen mit einem guten Freundes- und Bekanntenkreis eine um 50 Prozent h√∂here √úberlebenswahrscheinlichkeit als Menschen mit einem geringen sozialen Umfeld. Der Effekt sei in etwa so gro√ü wie der vom Rauchen, und er √ľbertreffe viele andere Risikofaktoren wie √úbergewicht oder Bewegungsmangel. Die Studie hatte die Menschen mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren im Schnitt √ľber 7,5 Jahre hinweg beobachtet. Der Effekt blieb bestehen, auch wenn man Alter, Geschlecht und sozialen Status ber√ľcksichtigte.

Den größten Effekt aller gemessenen Faktoren hatte die allgemeine soziale Integration, am wenigsten ausschlaggebend war, ob die Menschen allein oder mit anderen zusammen lebten.
Das soziale Umfeld habe Auswirkungen auf den Umgang mit der eigenen Gesundheit und auf psychologische Prozesse wie Stress und Depressionen, erl√§utern die Forscher. Einige Studien h√§tten gezeigt, dass Kontakte das Immunsystem st√§rken. Jede Art, das soziale Umfeld zu verbessern, werde sowohl die √úberlebensf√§higkeit als auch die Lebensqualit√§t verbessern, schlie√üen die Autoren. Gesundheitsvorsorge sollte daher auch das soziale Befinden betrachten, Mediziner sollten Sozialkontakte und Kliniken soziale Netzwerke f√ľr Patienten f√∂rdern.

“Mediziner, Gesundheitsexperten, Erzieher und die Medien nehmen Faktoren wie Rauchen, Ern√§hrung und Sport sehr ernst: Die hier pr√§sentierten Daten bieten ein stichhaltiges Argument, die sozialen Faktoren zu dieser Liste hinzuzuf√ľgen”, betonen die Autoren.

(Quelle: Holt-Lunstad J, Smith TB, Layton JB (2010) Social Relationships and Mortality Risk: A Meta-analytic Review. PLoS Med 7(7): e1000316. doi:10.1371/journal.pmed.1000316; Image src:ichwillleben.eu)

Apr 16

Wissenschaftler haben erstmals nachgewiesen, dass hormonbedingte Stoffwechselst√∂rungen bei M√§nnern zu einem fr√ľheren Tod f√ľhren.

Wissenschafter des Instituts f√ľr Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin, der Kardiologie und der Community Medicine der Universit√§t Greifswald sowie der Universit√§t Erlangen-N√ľrnberg konnten k√ľrzlich einen direkten Zusammenhang zwischen dem Sexualhormon Testosteron und dem Sterblichkeitsrisiko belegen. Von ca. 2000 untersuchten M√§nnern verstarben jene signifikant h√§ufiger an Herz-Kreislauferkrankungen, die zur Zeit der Erstuntersuchung niedriger Testosteronspiegel aufwiesen. In begleitenden Analysen der Daten der Studie konnten die Wissenschaftler belegen, dass eine erniedrigte Testosteronkonzentration h√§ufig mit Fettleibigkeit, Fettstoffwechselst√∂rungen und einer Leberverfettung verkn√ľpft sind. Niedrige Testosteronspiegel f√ľhren zu einer vermehrten Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen und erh√∂hten Gesundheitskosten im ambulanten Bereich. Zudem zeigte sich, dass ein niedriger Testosteronspiegel f√ľr die Entstehung von Bluthochdruck und Diabetes mit verantwortlich ist. “Diese hormonbedingten Stoffwechselst√∂rungen sind bei M√§nnern zu einem fr√ľhen Tod verkn√ľpft”, betonte einer der Untersuchungsleiter. Das habe die Auswertung der Verlaufsbeobachtung von bereits verstorbenen Teilnehmern der Studie ergeben.

Testosteron ist als wichtigstes m√§nnliches Sexualhormon f√ľr viele k√∂rperliche und psychische Vorg√§nge beim Mann verantwortlich. Die Testosteronkonzentration sinkt mit zunehmendem Alter des Mannes kontinuierlich – bei 15 bis 20 Prozent der untersuchten M√§nner √ľber dem 50. Lebensjahr wurde im Rahmen der Studie eine erniedrigte Testosteronkonzentration nachgewiesen. “In Zukunft wird die hormonelle Vorsorge beim reifen Mann genauso selbstverst√§ndlich werden wie bei der Frau”, sind die Studienautoren √ľberzeugt.

Die Ergebnisse der Studie wurden in der letzten Ausgabe des medizinischen Fachmagazins “European Heart Journal” ver√∂ffentlicht, nach diesen Ergebnissen sind weitere Forschungen in Zusammenarbeit von Andrologen, Kardiologen, Gyn√§kologen und Psychiatern geplant.

Zum Selbst-Check: Testosteron-Selbsttest auf dieser Website

(Quelle: “Low serum testosterone levels are associated with increased risk of mortality in a population-based cohort of men aged 20‚Äď79” in: European Heart Journal, doi: 10.1093/eurheartj/ehq009)

Apr 16

Mit Druck auf ein verst√§rktes Engagement von molligen Models hofften Frauenverb√§nde und Gesundheitsorganisationen, das zumeist niedrigere Selbstwertgef√ľhl von molligeren Frauen nicht noch weiter zu beeintr√§chtigen – doch die erw√ľnschte Wirkung bleibt in den meisten F√§llen aus, wie eine aktuelle gemeinsame Studie der Universit√§ten K√∂ln, der Arizona State University und Erasmus-Universit√§t Rotterdam zeigt. Das Selbstwertgef√ľhl ist diesen zufolge h√∂her, wenn d√ľnne oder “idealgewichtige” Models werben.

“Unsere Forschung zeigt, dass sich Personen spontan mit den Models vergleichen, die Ihnen aus der Werbung entgegen lachen. Diese sozialen Vergleiche beeinflussen, wie wir uns selbst sehen und uns verhalten”, sagte der an der Studie mitwirkende Prof. T. Mussweiler, Leiter des Lehrstuhls f√ľr Sozialpsychologie an der Universit√§t zu K√∂ln. F√ľr die Studie zeigten die Wissenschaftler Probandinnen mit unterschiedlichem Gewicht Bilder von Models, welche entweder extrem d√ľnn, moderat d√ľnn, moderat mollig oder extrem mollig waren. Idealgewichtige Frauen zeigten ein h√∂heres Selbstwertgef√ľhl, wenn auf den Bildern moderat d√ľnne Models anstelle von moderat molligen Models abgelichtet waren. Molligere Probandinnen hatten hingegen ein niedriges Selbstwertgef√ľhl, unabh√§ngig davon, welches Bild sie gezeigt bekamen. Auch extrem mollige Models steigerten das Selbstwertgef√ľhl hier nicht. Ein anderes Experiment der Studie zeigte dar√ľber hinaus, dass normalgewichtige Menschen nach dem Betrachten von Werbeanzeigen im Experiment weniger Kekse essen, wenn sie extrem d√ľnne Models in der Werbung sahen, als wenn extrem mollige Models in der Werbung auftauchten.

Unklar ist noch, wie sich der Einsatz von molligen Models bez√ľglich des Risikos auf Essst√∂rungen wie etwa Anorexie auswirkt.

(Quellen: The Effects of Thin and Heavy Media Images on Overweight and Underweight Consumers: Social Comparison Processes and Behavioral Implications, in: Journal of Consumer Research, Vol. 36, Apr 2010 (doi: 10.1086/648688); Photo src:stuttgarter-nachrichten.de)

Mar 29

Die zugegebenermaßen etwas reißerische Überschrift muß ein wenig relativiert werden: ihr liegt eine Studie mit Tierversuchen zugrunde Рdie aber dennoch die Zusammenhänge der Entwicklung von Esssucht bzw. Adipositas verstehen helfen könnte.
Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins “Nature Neuroscience” ver√∂ffentlicht. In ihr wurde herausgefunden, da√ü S√§ugetiere, welche hochkalorische Nahrungsmittel (z.B. Schokolade) √ľberm√§√üig oder schubweise in Form von E√ügelagen zu sich nahmen, im Hirn Vorg√§nge ausl√∂sen, die jenen einer Abh√§ngigkeit entsprechen: sie entwickelten sich zu zwanghaften Essern. Au√üerdem wurden in den Gehirnen der √ľbergewichtigen Tiere reduzierte Level eines speziellen Dopamin-Rezeptors gefunden – einer Chemikalie, die das Gef√ľhl von Belohnung ausl√∂st – dies ist ein Effekt, der auch bei Drogens√ľchtigen nachweisbar ist.

F√ľr die Studie bedienten sich die Wissenschafter in den Lebensmittell√§den an der Ecke: “grunds√§tzlich kauften wir all das, was Leute wirklich gerne essen: Kuchen, Ding-Dongs (√§hnlich wie “Schwedenbomben”, Anmerkung rlf), Speck, W√ľrstchen, exakt das, was vielen gut schmeckt, aber man wirklich nicht zu h√§ufig essen sollte”, so P. Kenny, ein Forscher am Scripps Research Institute in Florida in einem Interview mit Reuters.

Adipositas k√∂nnte also eine Form von “E√üzwang” sein, ausgel√∂st durch eine Form von Abh√§ngigkeit, die mit jenen hirnphysiologischen Abl√§ufen identisch ist, die wir auch bei Nikotinabh√§ngigkeit, Kokainabh√§ngigkeit und anderen Formen der Sucht beobachten k√∂nnen. Die Behandlungsformen von Zw√§ngen und Abh√§ngigkeiten k√∂nnten f√ľr die Behandlung der Fettleibigkeit also n√ľtzlich sein,” so P. Kenny.

Adip√∂se Erkrankungen kosten die Vereinigten Staaten laut amtlichen Statistiken etwa 150 Milliarden USD j√§hrlich. Etwa 2/3 der US-Erwachsenen und 1/3 der Kinder und Jugendlichen sind in den USA fettleibig oder √ľbergewichtig und entwickeln in Folge z.T. schwerste Folgeerkrankungen, die letzlich zu einem fr√ľhzeitigen Tod f√ľhren. Die europ√§ischen L√§nder holen jedoch auf.

(Quelle: Reuters; Bild:Hostess Brands)

Dec 29

Eine sehr interessante Auflistung von Studien findet sich in einem Artikel [1] in Telepolis: in diesen wurde nachgewiesen, da√ü bestimmte psychologische Tendenzen oder pers√∂nliche Neigungen sich offenbar in den sozialen Netzen, in denen sie auftreten, im Laufe der Zeit verbreiten. Was in bestimmten F√§llen (Rauchentw√∂hnung, Spa√ü an bestimmten T√§tigkeiten, Lebenszufriedenheit und Gl√ľck) ein Segen sein kann, ist in anderen (Einsamkeit, E√üst√∂rungen, Kriminalit√§t, Depression) wohl ein Fluch… Erkl√§rbar ist diese Neigung wohl mit der enormen Wichtigkeit, die unser engeres soziales¬†Umfeld seit urgeschichtlichen Zeiten hatte. Einzelg√§nger hatten w√§hrend den Anf√§ngen der Menschheit keine Chance zu √ľberleben, jeder war gut beraten, sich mit dem eigenen “tribe” zu arrangieren und die eigenen sozialen Parameter mit jenen der anderen Gruppenmitglieder abzustimmen. Im Grunde ist dies auch heute noch wichtig – wenn es sich viele auch nicht eingestehen m√∂gen, wo doch der Individualismus (z.T. sogar auf Kosten anderer) das aktuelle gesellschaftliche Ideal in der westlichen Kultur darstellt. Die vorliegenden Studien zeigen, wie sehr wir de facto unbewu√üt mit unserem sozialen Umfeld verbunden sind und uns diesem anpassen.

In eine √§hnliche Kerbe schlagen auch zwei andere Artikel der Website: laut aktuellen Statistiken habe sich die H√§ufigkeit von St√∂rungen aus dem Autismus-Spektrum [2] (z.B. auch Asperger-Syndrom) und antisozialem Verhalten [3] w√§hrend der letzten Jahre signifikant erh√∂ht. Bereits 1% der 8-J√§hrigen (1 von 110 Kindern) soll autistisch sein, im Jahre 2007 war es noch 1 von 150 Kindern. Und in England, wo seit 1998 “antisoziales Verhalten” definiert und schlie√ülich die ber√ľchtigten “Anti-Social Behaviour Orders” (ASBO) erlassen wurden, ist mittlerweile angeblich jede Sekunde ein Brite “Opfer von antisozialem Verhalten”. Was nicht allzu verwunderlich ist, liest man in den entsprechenden Unterlagen, da√ü schon “teenagers hanging around on the streets” als antisozial einzustufen sind.
Der sprunghafte Zunahme derartiger Zahlen k√∂nnte ganz einfach darin liegen, dass √Ąrzte, P√§dadogen oder Richter Kinder h√§ufiger entsprechend einstufen:

“Wenn neue Normen und damit Normverletzungen von einer Gesellschaft eingef√ľhrt werden, w√§chst auch die Wahrnehmung daf√ľr. Wenn es sich um vermeintlich abweichendes Verhalten handelt, w√§chst die Angst, die zuvor m√∂glicherweise gar nicht vorhanden war. Ganz √§hnlich ist das mit neuen St√∂rungen und Krankheitsbildern. Pl√∂tzlich gibt es eine Welle an Autismus, Internetsucht oder Aufmerksamkeitsst√∂rungen. Und keiner wei√ü wirklich, ob es neue Krankheitsformen sind oder sich eben nur die Norm verschoben hat.”

Quellen: [1], [2], [3]. Bildquelle: german.cri.cn

Nov 30
Night Eating Syndrome / Nacht Heisshunger

Heisshunger in der Nacht: ein Problem vieler Menschen in OECD-Ländern. (img:Getty)

Bis heute ist fraglich, ob es sich beim sogenannten “Night Eating Syndrom” (“Nachtesser-Syndrom”) nur um eine schlechte Angewohnheit oder doch eine Krankheit handelt. Beim Night Eating Syndrom (NES) essen sich die betreffenden Menschen regelm√§√üig in der Nacht voll, sie schlafen schlecht und nehmen mindestens ein Viertel ihrer Nahrungsmenge sp√§tabends oder nachts zu sich. Mehr als 70 Studien zu den biologischen Hintergr√ľnden des Ph√§nomens haben keine entscheidenden neuen Erkenntnisse gebracht. Schwierig ist die Analyse deswegen, weil es in einer Grauzone verschiedener St√∂rungen liegt: es enth√§lt Spezifika von Essst√∂rungen, Schlaf- und affektiven St√∂rungen, diverse Kriterien dieser jedoch werden allerdings h√§ufig auch nicht erf√ľllt: das Kriterium von Essst√∂rungen etwa deshalb nicht, weil die meisten Betroffenen tags√ľber ein normales Essverhalten aufweisen und auch nicht jeder Nachtesser √ľbergewichtig ist.

Viele Betroffene leiden unter einem gest√∂rten Schlaf, weil sie glauben ohne Stillen ihres Hungers nicht schlafen zu k√∂nnen, tags√ľber f√ľhlen sie sich h√§ufig reizbar und m√ľde. Forscher sprechen dennoch nicht von einer Schlafst√∂rung. B. M√ľhlhans, die am Uniklinikum Erlangen eine Studie zum St√∂rungsbild leitete, sch√§tzt, dass ein bis zwei Prozent der Menschen an dem Problem leiden. Bei manchen verschwinde die Gewohnheit wieder, bei anderen chronifiziere sie mit den Jahren. Stress d√ľrfte zumindest eine wichtige Mitursache sein, fast alle Betroffenen weisen hier bei Tests h√∂here Werte auf. Psychotherapeutische Verfahren werden deshalb als am effizientesten in der Behandlung des Syndroms erachtet.

Um eine bessere Klassifikation zu erm√∂glichen, wurden nun an der Universit√§t von Pennsylvania diagnostische Kriterien definiert: betroffen sei, wer entweder seit mindestens drei Monaten mehr als ein Viertel seiner Nahrung nach dem Abendessen einnimmt oder mindestens zweimal pro Woche nachts deswegen aufsteht. Zudem m√ľssen sich die Betroffenen der Episoden bewusst sein und Leidensdruck bestehen.

Nov 07

Cannabis Abh√§ngigkeitDer Drogenbeauftragte der britischen Regierung, Professor David Nutt, kritisiert die im letzten Jahr von der damaligen Innenministerin Jacqui Smith getroffene Entscheidung, Cannabis nach dem Drogenmissbrauchsgesetz von 1971 in die Drogenklasse B einzuordnen. Cannabis sei wie auch Ecstasy oder LSD weniger gef√§hrlich als Alkohol und Zigaretten. Ecstasy und LSD geh√∂ren in England zur Drogenklasse A, in die auch Heroin, Kokain, Crack, halluzinogene Pilze, Metylamphetamin und zu injizierende Amphetamine eingeordnet werden. F√ľr den Handel ist die H√∂chststrafe lebensl√§nglich Gef√§ngnis.

Nutt schreibt in einem Paper als Grundlage eines Vortrags im Centre for Crime and Justice Studies am King’s College, dass es nicht wirklich nachvollziehbar ist, warum die einen Drogen verboten sind und andere, sehr gef√§hrliche Drogen wie Alkohol oder Zigaretten nicht unter das Drogengesetz fallen, sondern nur wie Lebensmittel und mit einer Altersgrenze reguliert und weigehend unreguliert vertrieben werden w√ľrden. Die Unterscheidung etwa zwischen Alkohol oder Nikotin von anderen Drogen, die verboten sind, sei “k√ľnstlich”.

Da das Risiko gering sei, dass durch den Konsum eine Psychose ausgel√∂st wird, und auch sonst sch√§dliche Folgen eher gering sind, pl√§diert er f√ľr die Beibehaltung der Einstufung in die Klasse C. Cannabisraucher h√§tten ein 2,6 Mal so gro√ües Risiko, eine Psychose zu entwickeln wie Nichtraucher. Das aber m√ľsse man etwa im Verh√§ltnis zu Zigarettenrauchern sehen, die ein 20 Mal gr√∂√üeres Risiko haben, an Lungenkrebs zu erkranken.

Man m√ľsse alle Drogen nach ihrer Gef√§hrlichkeit einstufen. Dann k√§me Alkohol an f√ľnfter Stelle nach Kokain, Heroin, Barbituraten und Methadon und m√ľsste in die B-Klasse eingestuft werden. Tabak k√§me an neunter Stelle ‚Äď auch in Klasse B – nach Ketaminen, Benzodiazepine und Amphetaminen. Cannabis bliebe in C an 11. Stelle, vor LSD und Ecstasy. Man m√ľsse offen dar√ľber diskutieren, meint Nutt, welchen Zweck Drogengesetze haben sollen und ob die bestehenden ihrem Zweck dienen.

Doch die Diskussion wird von unerwarter Seite sogar noch um eine ganze Palette weiterer, s√ľchtigmachender Substanzen erweitert: Neurowissenschaftlern vom Scripps Institute (Florida) zufolge macht auch Junk Food – also Chips, Hamburger, W√ľrstchen oder Kuchen, also alles, was viel Salz, Zucker oder Fett enth√§lt – k√∂rperlich abh√§ngig. Und sie ziehen den Vergleich von Junk Food mit Heroin: wenn man sich vor allem von Junk Food ern√§hrt, verliert man die Kontrolle, was zumindest in Versuchen an Ratten nachgewiesen werden konnte. Diese wurden in drei Gruppen aufgeteilt: eine Gruppe erhielt gesundes Fressen, die andere eine begrenzte Menge an Junk Food, und die dritte uneingeschr√§nkte Mengen an Junk Food, also an fetten, s√ľ√üen und salzigen Nahrungsmitteln.

Bei den ersten beiden Gruppen lie√ü sich nichts Negatives feststellen, aber bei den Junk-Food-Ratten konnte man beobachten, wie sie fetter und immer gieriger wurden. Die Wissenschaftler stimulierten das Lustzentrum der Ratten und fanden heraus, dass die mit Junk Food verw√∂hnten Ratten immer mehr Stimulation ben√∂tigten, um die Lust zu versp√ľren, die Ratten mit ges√ľnderer Ern√§hrung hatten. Die verw√∂hnten Ratten a√üen einfach weniger, wenn sie nicht das Richtige erhielten. Und sie fra√üen Junk Food auch dann weiter, wenn sie leichte Elektroschocks erhielten.

Werden, wenn sich diese Ergebnisse auch bei Menschen nachreproduzieren lassen, also Junk-Food-Anbieter bald mit Drogendealern und Hamburger-Hersteller mit Drogenherstellern gleichgesetzt und der Kauf, Besitz und Konsum ihrer Produkte mit Strafandrohung belegt werden?

(Vollartikel auf Telepolis [1], [2], Scripps Institute). Photos: zamnesia, dreamtime

Sep 25

Laut √∂sterreichischem Ern√§hrungsbericht haben 42 Prozent der 18- bis 65-J√§hrigen √úbergewicht, elf Prozent davon Adipositas. Besonders alarmierend: bereits jeder f√ľnfte Bub und jedes sechste M√§dchen in √Ėsterreich ist √ľbergewichtig, 50 Prozent davon adip√∂s. Im Vergleich zu Kindern mit Neurodermitis oder Asthma ist ihre Lebensqualit√§t dabei besonders schlecht: weil Adipositas nicht als Krankheit gesehen wird, gelten sie als selbst schuld. Und sp√§ter kommt nicht selten Diabetes als ganz reale und mit zahlreichen desastr√∂sen k√∂rperlichen Sch√§den verbundene Folgeerkrankung hinzu.

Der typische Ansatz von √ľbergewichtigen Menschen und deren Angeh√∂rigen mit dem Wunsch, das Gewicht zu reduzieren, sind Di√§ten. Ern√§hrungsumstellungen werden versucht, die aber in den allermeisten F√§llen scheitern und dann weitere Frustrationserlebnisse darstellen und den Teufelskreis zwischen Depression und Versagensgef√ľhlen und dem Bed√ľrfnis, diese Gef√ľhle durch Essen zu kompensieren, anfeuern.

In einem lesenswerten Interview in der österreichischen Tageszeitung Der Standard, das auch online nachzulesen ist, geht eine Ernährungswissenschaftlerin im Gespräch mit einem Soziologen der Frage nach, warum derartige Versuche so häufig scheitern und wie ein Weg aus der Übergewichtsspirale heraus gefunden werden kann:

“Jede Ern√§hrungsumstellung bei starkem √úbergewicht muss eine Kombination aus Ern√§hrungsberatung, Psychotherapie und Bewegung sein. Und langfristige Erfolge gibt es dann, wenn das soziale Umfeld – meist also die Familie – mitmacht und bereit ist, das Leben umzustellen. Damit werden dann n√§mlich soziale Gef√ľge ver√§ndert, und der Betroffene ist mit seinem Problem nicht mehr allein.
(..) Bei Kindern w√ľrde Therapie nicht mehr ohne Einbeziehung der Eltern gemacht werden.”

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Abgelegt unter: Psy-Pressespiegel von r.l.fellner
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11.10.17