Sep 26

Die Jugendjahre sind in vielerlei Hinsicht eine kritische und schwierige Periode der Entwicklung – und zwar sowohl für die Teenager selbst, als auch ihre Eltern. Jugendliche müssen während dieser Zeit mit einer Vielzahl körperlicher und psychischer Veränderungen fertig werden. Als Eltern und Bekannte ist es wichtig, diese Veränderungen richtig einzuschätzen und zu verstehen, wie und warum sich Jugendliche verändern, welche Herausforderungen sie gerade zu meistern haben, und wie die Familie sie dabei unterstützen kann, körperlich und psychisch so gesund wie möglich zu bleiben. Mit Jugendlichen über psychische Probleme zu sprechen, ist häufig schwierig – doch es ist der beste Weg, überhaupt erst ein Gefühl dafür zu bekommen, was sie gerade durchmachen und ob sie dabei unsere Hilfe benötigen. Meiner Erfahrung nach ist es für viele Teenager einfacher, sich gegenüber Verwandten, professionellen Beratern oder anderen Personen außerhalb der Familie zu öffnen.

Ein Teenager zu sein, ist schwer: man möchte von anderen gemocht werden, muss in der Schule Erfolg haben, mit der Familie klarkommen, und wichtige Entscheidungen müssen getroffen werden. Die meisten dieser Herausforderungen können weder vermieden noch aufgeschoben werden: deshalb ist es vollkommen normal, dass Jugendliche manchmal verzweifelt sind. Ständig traurig oder hoffnungslos zu sein oder sich wertlos zu fühlen, kann aber auch ein Warnsignal für ernsthaftere psychische Probleme sein, die Unterstützung benötigen. Derartige Probleme sind dann nicht einfach beiseite zu schieben, und belasten stark. Wenn Du selbst ein Teenager bist, suche Dir Hilfe, wenn Du die oben beschriebenen Symptome oder eines der folgenden an Dir beobachtest:

  • ich fühle häufig starken Ärger, Angst oder große Sorgen
  • ich kann nach einem Todes- oder Trauerfall nicht aufhören, zu trauern
  • manchmal habe ich das Gefühl, meine Gedanken würden kontrolliert oder ich verliere die Kontrolle über mich
  • ich kommuniziere mit anderen vor allem über das Internet
  • ich verbringe täglich mehr als 4 Stunden mit Online-Spielen
  • ich bin mitunter betrunken oder verwende regelmäßig andere Drogen
  • ich mache mir häufig Sorgen über Krankheiten oder mein Aussehen
  • ich trainiere extrem viel oder habe ein ungewöhnliches Essverhalten
  • ich füge anderen Menschen gelegentlich bewusst Schaden zu
  • ich bin waghalsig und riskiere dabei Schaden für mich oder andere
  • ich fühle mich anderen gegenüber schüchtern und unsicher
  • ich habe Probleme in der Schule, weiß aber keinen Ausweg

(Dieser Kurzartikel ist Teil einer wöchentlichen Serie, die sich mit psychischen Problemen von Expats und generellen Themen psychischer Gesundheit befaßt und in verschiedenen Medien Thailands veröffentlicht wird, 2010; Image src:psychcentral.com)

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Gedanken zu “Teenager-Probleme”:

  1. Kommentar von Frank Meyer:

    Bevor es eskaliert, sollte man wirklich Hilfe aufsuchen. Ich denke zwar, dass die oben genannten Symptome etwas zu allgemein gehalten sind aber grundlegend haben sie alle schon Hand und Fuß.

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01.09.19