Oct 20

In einer in der aktuellen Ausgabe des Lancet veröffentlichten Studie wurden erstmals die globalen Sterblichkeitsraten von jungen Menschen im Alter von 10 bis 24 Jahren erfasst. Die überwiegende Mehrheit der Todesfälle in dieser Altersgruppe (97 Prozent) ereignet sich dieser zufolge in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommensstatus. Darüber hinaus scheint die derzeitige Konzentration auf Müttersterblichkeit, HIV/AIDS und andere Infektionskrankheiten wie Tuberkulose in dieser Altersgruppe zwar wichtig, aber dennoch unzureichend, da weltweit 40 Prozent dieser Todesfälle durch Verletzungen und Gewaltanwendung verursacht werden.

Die Autoren zogen die Daten der ‘Global Burden of Disease’-Studie des Jahres 2004 sowie für den Weltgesundheitsbericht 2006 entwickelte Schätzungen der Sterblichkeitsraten heran. Die Muster der Sterblichkeitsraten wurden anhand der WHO-Region, des Einkommensstatus und der Ursache je nach Altersgruppe untersucht.

Nahezu zwei Drittel der im Jahre 2004 verstorbenen Jugendlichen starben im südlich der Sahara gelegenen Afrika sowie in Südostasien, obwohl diese Regionen nur 42 Prozent der Altersgruppe 10 bis 24 Jahre stellen. Industrienationen verzeichneten nur 3 Prozent der Todesfälle, obwohl sie 11 Prozent der entsprechenden Altersgruppe stellen. Die Sterblichkeitsraten lagen unter den jungen Erwachsenen höher als bei den jüngeren Pubertierenden, die Ursachen hierfür variierten jedoch je nach Region und Geschlecht. Verkehrsunfälle waren bei beiden Geschlechtern (kombiniert 10%) die häufigste Todesursache, mit 14% bei den Männern und 5% bei den Frauen. Andere hervorstechende Ursachen umfassten Gewalt (12% der männlichen Toten) und Selbsttötungen (6% aller Todesfälle).

Die Autoren bemerken: “Die Sterblichkeitsraten in den Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommensstatus lagen nahezu um das Vierfache höher als jene in den Industrienationen, ein insbesondere unter jungen Frauen hervorstechender Unterschied.”

(Quellen: MedAustria, Lancet 2009, 374: 881-892. Photo:Reuters)

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Abgelegt unter: Psy-Pressespiegel von r.l.fellner
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25.06.19