Spielsucht nimmt bei Jugendlichen zu

Wettbüros finden sich in ‘bestimmten’ Bezirken mittlerweile in jedem Wohnblock. (Bild: initiative-bundesplatz.de

Laut Statistik der Spielsuchthilfe, der ältesten Spieler-Betreuungseinrichtung in Österreich, hat jeder dritte Spielsüchtige vor seinem 19. Geburtstag zu spielen begonnen, und die Zahl der Jugendlichen, die ihr Geld am Glückspielautomaten verspielen, nimmt ständig zu. Bereits 15.700 Automaten stehen in Österreich, die als “Kleines Glücksspiel” vom staatlichen Glücksspielmonopol ausgenommen sind, in der Bundeshauptstadt rund 3.500 davon. In den traditionellen Einwandererbezirken der Hauptstadt sammeln die meisten Teenager besonders früh Erfahrung mit Glücksspiel.

Nicht besonders hilfreich bei der Lösung des Problems ist die enge Vernetzung der Politik mit dem Glücksspiel in Österreich: so finden sich auch prominente Ex-Politiker im Management der Firma Novomatic, und die Regierungen kassieren kräftig mit an der Verarmung spielsüchtiger BürgerInnen: die Stadt Wien beispielsweise nimmt jährlich rund 55 Millionen Euro an Steuereinnahmen aus dem kleinen Glücksspiel ein.

Nur in Wien, Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten ist das “Kleine Glücksspiel” derzeit erlaubt. Die Bundesregierung arbeitet seit mehr als einem Jahr an einer Gesetzesnovelle, die es auch in den übrigen Bundesländern legal machen würde.

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Richard L. Fellner, DSP, MSc.

Psychotherapeut, Hypnotherapeut, Sexualtherapeut, Paartherapeut



4 Antworten

RalfHellbart (Ralf Hellbart) Reply

Spielsucht nimmt bei Jugendlichen zu http://bit.ly/2NtGcs

Spielsucht nimmt bei Jugendlichen zu | Spielsucht Weblog Reply

[…] die ihr Geld am Glückspielautomaten verspielen, nimmt ständig zu. Weiterlesen bei http://www.psychotherapiepraxis.at Share and […]

Simon Reply

Tja der Staat kassiert ohnehin schon überall mit. Was wäre wenn das Rauchen verboten werden würde? Der Staat würde bankrott gehen. Genauso wenn es die Akoholsucht, welche denke ich sicher die größte Sucht im Lande ist, wenn man sich so umschaut, nicht mehr geben würde.

Ich denke man kann jetzt nicht alles verbieten, nur weil ein kleiner Teil der Bevölkerung nicht damit umgehen kann…

Frank Meyer Reply

Man sollte sowas frühzeitig erkennen und schnell handeln, beispielsweise eine Therapie.

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10.07.20