Jan 20

Nach einer Analyse der Daten von 2.755 männlichen Angestellten, welche zu Beginn einer kürzlich abgeschlossenen Studie des Stressforskningsinstitutet der Universität Stockholm noch keinen Herzanfall erlitten hatten, zeigte sich zumindest für Männer eine Assoziation zwischen “unterdrückter Bewältigung” infolge einer unfair gefühlten Behandlung und gesteigertem kardialem Risiko.

Für die Untersuchung wurden die verschiedenen Strategien, Dinge für sich zu behalten, als unterdrückte Bewältigung definiert. Die Teilnehmer wurden gefragt, welche Strategien sie anwendeten: Ereignisse vorbeigehen zu lassen ohne etwas zu sagen, aus einem Konflikt einfach auszusteigen, Symptome wie Kopf- oder Magenschmerzen zu haben oder zu Hause schlechter Laune zu sein. Faktoren wie Rauchen, Alkohol, körperliche Aktivität, Bildung, Diabetes, Anforderungen im Beruf und Entscheidungsfreiheit wurden berücksichtigt, Blutdruck, BMI und Cholesterinwerte gemessen. Die Männer waren zu Beginn der Studie in den Jahren 1992 bis 1995 durchschnittlich 41 Jahre alt. Informationen über einen Myokardinfarkt oder Tod aufgrund eines Herzanfalls bis zum Jahr 2003 wurden aus den nationalen Datenbanken zu Krankenhausaufenthalten und Todesfällen entnommen.

Bis 2003 hatten 47 der 2.755 Männer einen Myokardinfarkt oder starben an einer Herzerkrankung. Jene, die häufig oder oft einfach einem Konflikt auswichen oder nichts sagten, verfügten über ein doppelt so hohes Herzrisiko als jene Männer, die sich unangenehmen Situationen stellen und versuchten sie zu lösen (2,29 [95% CI 1,00-5,29]). Kopf- und Magenschmerzen oder schlechte Laune zu Hause erhöhten das Risiko nicht.

(Quellen: J Epidemiol Community Health; 2009, Nov 24; MedAustria; Image:nytimes.com)

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25.06.19