Nov 03

Kürzlich erzählte mir eine Klientin, wie sie mich gefunden hatte: über das Internet. Zunächst hatte sie vermutet, daß sich eine ganze Therapeuten-Gruppe hinter dieser Website verbirgt, und dann später nur noch gewundert, warum sich ein einzelner Therapeut so viel offensichtliche Arbeit antut. Sie war skeptisch und hielt das für einen “aufgeblasenen Selbstmarketingauftritt”..sagte sie mir direkt ins Angesicht. 😛 Da ich einer der wenigen gewesen sei, die in der Therapeutenliste als für ihr Problem zuständig angezeigt worden wären, entschloß sie sich jedoch letztlich doch, die 90 Euros zu riskieren und vorbeizukommen, und hatte schließlich einen ersten Termin vereinbart. Danach erzählte sie mir von ihrer ersten Überraschung, nämlich, daß ich “netter ausgesehen hätte als auf dem Photo” 😯 , und daß sie sich schließlich doch recht bald gut aufgehoben gefühlt hätte.

Tja, die Frage stellen sich wohl manche: warum “tue ich mir das an”?

Schon in jungen Jahren habe ich mich dafür begeistert, Menschen zu vernetzen und Aufklärungsarbeit zu betreiben. Von Wissen, das nur ich habe, hat niemand etwas. Von Gedanken, die nur ich mir mache, ebenso wenig – nur Erfahrungen und Informationen, die ich weitergebe, können etwas verändern. Dank meiner beruflichen Vorerfahrungen im IT-Bereich hält sich der Aufwand für den Betrieb einer solchen Website in gut leistbaren Grenzen, ja ich betrachte das hier in gewissem Sinne sogar als nettes Hobby und Abwechslung zu meinem beruflichen Tun. Artikel und Veröffentlichungen zu einschlägigen Gesundheitsthemen, Krankheitsbildern und Patienteninformationen habe ich im Zuge meiner laufenden beruflichen Tätigkeit ohnehin immer wieder mal zu erstellen – sie dann online und damit auch anderen zur Verfügung zu stellen, ist eine schöne Möglichkeit, die uns das “Internet-Zeitalter” beschert.

Daß ich schon einige Male das Feedback von Besuchern erhielt, daß meine Informationen in einer derartigen Weise aufklärend wirken, daß sie ihren persönlichen Zugang zur Psychotherapie auf positive Weise verändert haben, ist wohl eines der größten Komplimente, das ich bisher erhielt, und macht mir enorme Freude. Natürlich ist es schön, wenn sich potenzielle Klienten auch über meine ganz persönliche Arbeit informieren können und vielleicht angeregt werden, bei mir persönlich eine Therapie zu beginnen, Coaching-Stunden zu nehmen oder bezüglich einer eigenen Therapiekrise Impulse zu holen. Letzlich wird damit die Existenz dieser Seiten erst ermöglicht. Wirklich angenehm warm in der Magengegend wird es mir aber erst dann, wenn mich jemand persönlich kennenlernt und von diesen Begegnungen profitiert, oder wenn ich lese, dass an einem ganz anderen Ort in der Welt jemand die entscheidenden Schritte in eine Therapiepraxis gewagt hat, weil ihn/sie die Informationen meiner Website oder der Austausch im Forum dazu ermutigt haben. Die Erfahrung also, tatsächlich etwas zum Positiven hin verändern zu können. Als kleine Gegenleistung an das Schicksal, das es in vielen Bereichen sehr gut mit mir gemeint hat, vielleicht.

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01.09.19