Jun 13

Schlaflosigkeit stellt eines der häufigsten Probleme in der Bevölkerung dar: zwischen 30% und 50% leiden darunter, etwa 10% sogar an chronischer (langdauernder) Schlaflosigkeit. Diese Störung betrifft Menschen aller Altersstufen – ihrer Häufigkeit nimmt allerdings im Alter zu. Die Folgen von Schlaflosigkeit sind häufig Müdigkeit während des Tages, eine geschwächte Immunabwehr, Neigung zu Depressionen, geringere Konzentrationsfähigkeit und höhere Anfälligkeit für Diabetes und Herzkrankheiten.

Drei Arten von Schlaflosigkeit werden unterschieden:

a) Vorübergehende Schlaflosigkeit dauert weniger als eine Woche, und wird meist durch andere Erkrankungen, eine ungünstige Veränderung der Schlafgewohnheiten, schwere Depressionen oder Stress verursacht. Ihre Folgen sind ein Gefühl von Schläfrigkeit und eine Beeinträchtigung der psychomotorischen Leistungsfähigkeit.
b) Akute Schlaflosigkeit ist die Unfähigkeit, weniger als 1 Monat lang konsequent gut schlafen.
c) Chronische Schlaflosigkeit ist die Bezeichnung für Schlafstörungen, die länger als 1 Monat dauern. Die Ursachen sind höchst unterschiedlich und sollten daher medizinisch abgeklärt werden. Zu den Auswirkungen chronischer Schlaflosigkeit gehören Muskelermüdung, Halluzinationen und / oder geistige Erschöpfung, oder aber auch Reizbarkeit auf.

Die Muster von Schlafstörungen:

a) Einschlafstörungen sind Schwierigkeiten beim Einschlafen zu Beginn der Nacht, häufig sind diese mit Angststörungen assoziiert.
b) Durchschlafstörungen sind gekennzeichnet durch Schwierigkeiten, bis in den frühen Morgen durchzuschlafen. Häufig ist diese Variante durch Schmerzen oder körperliche Erkrankungen bedingt.
c) Vorzeitiges Erwachen – häufig ist dies altersbedingt, ein Merkmal der klinischen Depression, oder es liegen andere psychische Ursachen vor.
d) Albträume und Schlafwandeln – furchterregende Träume oder das Herumwandern in der Wohnung sind zumeist häufig psychisch – etwa durch belastende Ereignisse – bedingt, aber auch durch Drogenkonsum.
e) Hypersomnia ist gesteigertes Schlafbedürfnis, bei dem trotz ausreichendem Schlaf tagsüber ständig ein Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung besteht. Häufig ist diese Schlafstörung körperlich verursacht und sollte medizinisch abgeklärt werden.

Sehr oft wird jede Form von Schlaflosigkeit leider falsch, nämlich ausschließlich mit Medikamenten behandelt. Die Botschaft unseres Körpers, daß etwas nicht in Ordnung ist, wird damit jedoch ignoriert und unterdrückt – körperliche Folgeerkrankungen können auftreten, und durch die entstehende psychische Abhängigkeit vom Medikament wird das Einschlafen ohne „Pülverchen“ noch schwieriger als zuvor.

Was die wenigsten wissen: Schlafstörungen lassen sich fast immer auf ganz natürliche Weise stark verbessern: dazu müssen lediglich die auslösenden Ursachen für die innere Unruhe, die einem den Schlaf raubt, identifiziert und dann auch „passend“ beseitigt werden. Die häufigsten Ursachen der meisten Formen von Schlafstörungen sind zumeist relativ leicht in den Griff zu bekommen: Licht, Geräusche, kein Kaffee und keine Zigaretten mehr am Abend etwa. Chronisch Schlafgestörte (die Schlafstörungen dauern bereits mehr als drei Wochen an) sollten auch einen medizinischen Checkup auf Erkrankungen des Herz- und Kreislauf- sowie des Verdauungssystems, des Urinaltraktes und auf Stoffwechselstörungen durchführen lassen. Lassen sich keine eindeutigen körperlichen Ursachen für die Schlafprobleme finden, hilft fast immer eine kurze Reihe gezielter therapeutischer Beratungsgespräche bei der langfristigen Verbesserung der Schlaffähigkeit.

(Dieser Kurzartikel ist Teil einer wöchentlichen Serie, die sich mit psychischen Problemen von Expats und generellen Themen psychischer Gesundheit befaßt und in verschiedenen Medien Thailands veröffentlicht wird, 2010; Image src:romywilliams.files.wordpress.com)

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Gedanken zu “Schlaflosigkeit” (8):

  1. Kommentar von Ralf E.:

    Ich leide selber unter Schlaflosigkeit und habe mich entschlossen dieses Problem und meine Erfolge mit anderen zu teilen! Ich empfinde auch, dass man auf keinen Fall sofort zu Medikamenten greifen sollte!
    Wie hier schon geschrieben gibt es meistens einen Verursacher und wenn man den kennt man gezielt dagegen vorgehen.

  2. Kommentar von Martin:

    Wow! Ein super Artikel!
    Ich leider selbst seit ein paar Monaten unter Schlaflosigkeit.

    Viele Grüße,
    Martin

  3. Kommentar von Markus Kohler:

    Hallo, vielen Dank für den interessanten Artikel. Das Problem kenne ich auch. Ich mache meistens vor dem Einschlafen Autogenes Training, das hilft mir immer.

  4. Kommentar von Bärbel:

    Ich leide eigentlich unter einem krankhaften Schnarchen aber dadurch bedingt unter Schlaflosigkeit. Bei mir ist es leider leider krankhaft und wir wurde gesagt, dass mir sämtliche “Wundermittel” die vermarktet werden, nichts bringen werden … Eigentlich hilft nur eine OP bei mir 🙁 naja dennoch in diesem Sinne ….

    Frohe Weihnachten und genießt die Festtage im Kreise eurer Familie. Alles Gute für das Jahr 2016!  

  5. Kommentar von Karsten:

    Hallo, wenn man nicht gut schläft, ist das schon ein Riesenproblem. Es zieht sich durch dein ganzes Leben. Manchmal glaubt man garnicht was das alles für Ursachen haben kann. Zum Beispiel habe ich letztens etwas zu Wasseradern gefunden. Wußte ich auch nicht das dies Auswirkungen haben kann. LG Karsten

  6. Kommentar von christiane waldinger:

    leide schon jahre an schlaflosigkeit schlafe die ganze nacht nicht,durch die wechseljahre ist der leidensdruck noch stärker geworden.war schon überall bei den ärzten niemand kann mir helfen.Hat einer schonmal Erfahrungen mit Melatonin gehabt? lg Chris

  7. Kommentar von Mandy:

    Was wirklich hilft……….
    Ich habe fast 10 Jahre lang unter starken Schlafstörungen gelitten.
    Ein Leben mit vielen Einschränkungen, einfach unerträglich….. die Medizin scheint da letztlich ziemlich machtlos zu sein, mir hatte nichts wirklich geholfen. Bis mir eines Tages jemand etwas von OPC erzählte, binnen 12 Wochen waren hatte sich meine Schlafqualität stark gewandelt. Ich kann wieder sehr gut ein-und durchschlafen, bis heute – es ist wie ein kleines oder eher großes Wunder. Zudem ist OPC die stärkste Antioxidanz der Welt.
    Es gibt allerdings viel „unbrauchbares“ OPC am Markt. Mir hat dieses hier von Amazon wirklich sehr gut geholfen , es ist ein sehr hochwertiges OPC in der richtigen Stärke.
    Einfach versuchen, einem Bekannten von mir hat es ebenso geholfen, bei dem war es aber nicht ganz so extrem wie bei mir.
    Gute Besserung !

  8. Kommentar von Flo:

    Meine Schlafstörungen machen mir seit Jahren zu schaffen. Ich setze mich natürlich auch selbst immer mehr unter Druck, weil einfach nichts so richtig helfen will. Im Moment nutze ich ein Soundkissen, das ich über eine App steuern kann. Dadurch ist mein Schlaf erholter geworden und ich habe das Gefühl, dass ich auch tiefer schlafe.

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25.06.19