Sep 27

(Image: dw.com)

Der Flugzeugabsturz am 24. März 2015 hat die Weltöffentlichkeit schockiert – denn er wurde durch den Piloten, der sich (wie sich nachher herausstellte) aufgrund von schweren Depressionen in ärztlicher Behandlung befand, gezielt herbeigeführt. 150 Menschen kamen dabei ums Leben.

Wie sich nun herausstellt, könnte der Grund für den psychischen Ausnahmezustand, in dem sich der Pilot befand, in seiner Nutzung von Antidepressiva gelegen haben. Bestimmte Arzneimittelgruppen, insbesondere jene der sogenannten SSRI’s (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer), Antidepressiva wie Prozac und Paxil, Antipsychotika, Benzodiazepine wie Valium, Anti-Raucher- und Anti-Asthma-Medikamente, Antihistaminika oder auch solche mit stimulierender Wirkung wie Ritalin können nachweislich Suizide oder Tötungsdelikte auslösen. Sie sind auf der Website des Psychiaters aufgelistet (siehe untenstehender Link).

Das Risiko dafür, dass es zu derart massiven Handlungen kommt, ist grundsätzlich gering – sollte aber auch nicht völlig negiert werden. Und es unterstreicht, wie wichtig die ergänzende psychotherapeutische Begleitung von Menschen, die etwa unter Depressionen oder Angststörungen leiden, ist: nicht nur werden durch sie wichtige Bewältigungsstrategien erlernt, nebenbei entsteht durch das Vertrauensverhältnis Klient/in – Therapeut/in auch eine Verbindung, die schwierigste Phasen überwinden helfen kann, sowie eine Eingriffsmöglichkeit der Therapeuten, wenn diese merken, dass ihre Klienten etwa in ein präsuizidales Syndrom abgleiten.

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Gedanken zu “Antidepressiva als Auslöser des Germanwings-Amoklaufes?”:

  1. Kommentar von Iris:

    Der Autor heißt David Healy nicht Leary.

    Andreas Lubitz wurde nach Abschlussbericht wenige Tage vor dem Unglück Das SSRI Citalopram verschrieben. Seit Januar nahm er Mirtazapin und verdoppelte die Dosis zwei Wochen vor dem Absturz.

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10.06.18